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Müdigkeit, Schlafapnoe und Atemmaske

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Muckel, 12. November 2008.

  1. Muckel

    Muckel Das Muckelchen

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    Hallo zusammen!

    Leide seit ca. 2 Jahren an teilweiser extremer Müdigkeit, für die die typischen Erklärungen gefunden wurden - Krankheitsaktivität, niedriger HB, Nebenwirkung von Fentanyl und Antidepressiva.
    Zudem kommt noch starkes nächtliches Schwitzen und Kopfschmerzen am Morgen.

    Vor 4 Wochen wurde, natürlich nur zum Ausschluss (und wahrscheinlich damit ich endlich Ruhe gebe), ein ambulanter Schlaftest durchgeführt.

    Da dieser "nicht so gut war", wurde ich in ein Schlaflabor überwiesen.

    Gestern bekam ich dann das Ergebnis - ich habe die seltene Form des Zentralen Schlafapnoe-Syndroms.
    Muss jetzt am Freitag wieder ins Schlaflabor, um auf einem Maske eingestellt zu werden.

    Bin jetzt ziemlich geschockt und weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll, gerade wo der Schlafmediziner meinte, dass das ZSAS nur bei 2-4 % derjenigen mit Schlafapnoe vorkommt und in der Regel bei Menschen mit "Hirnerkrankungen".

    Hat vielleicht auch einer von Euch dieses Problem oder wird mit einer "Schlafmaske" therapiert?

    Viele Grüße

    Muckel
     
  2. Patty

    Patty Mitglied

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    Hallo,
    ich habe ein Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) und habe eine Schlafmaske.
    Am Anfang ist es gewöhnungsbedürftig, wenn man es aber konsequent benutzt, gewöhnt man sich schnell daran.
    Bei dir sollte aber die Ursache erforscht werden.
     
  3. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Hallo Muckelchen,

    mit dieser Diagnose hast du sicher nicht gerechnet und bist jetzt ganz schön überrascht, dass wieder was Neues dazu kommt. Eine Schlafapnoe lässt sich sehr gut behandeln mit einer Schlafmaske und dem dazu gehörenden (meist CPAP) Gerät.
    Im Schlaflabor wird die eine Maske angepasst (die dir anatomisch gut passt) und gut abdichtet. Die Maske geht nur über die Nase, der Mund bleibt frei. An der Maske ist ein flexibler Schlauch, der mit dem kleinen Kompressor verbunden ist, welcher dann neben deinem Bett steht. Du kannst dich im Bett drehen und wenden, der Schlauch macht viel mit.


    Seit 1 Jahr habe ich ein solches Gerät und ich muss sagen, dass sich die Müdigkeit, die ich immer tagsüber hatte, gewaltig gebessert hat.

    Dieses Gerät kann man überall hin mitnehmen (Urlaub, Krankenhaus). Du bekommst eine Tasche dazu, in der man alles gut verstauen kann. Das Ganze hat die Ausmaße eines Kosmetikkoffers.

    Mein Mann hat sein Gerät ca. 10 Jahre, weil er eine massive Schlafapnoe hat und er hat sich so sehr an dieses Gerät gewöhnt, dass er ohne gar
    nicht mehr schlafen kann, selbst für ein kleines Mittagsschläfchen braucht er SEIN Gerät.
    Ein sehr positiver Nebeneffekt dieser Schlafmaske ist, dass mein Mann damit nicht mehr schnarcht. :) ;) :D :top:

    Ich wünsche dir, dass du mit deiner Schlafmaske auch gut zurecht kommen wirst. Übrigens, die Tagesmüdigkeit bessert sich nur langsam (so war es bei mir).

    hier noch ein Link, wo du viele Infos findest. Die haben auch ein Forum.
    http://www.schlafapnoe-online.de

    Viele Grüße
    pumuckl
     
  4. Muckel

    Muckel Das Muckelchen

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    Hallo Patty, hallo Pumuckel!

    Vielen Dank für Eure Beiträge.

    Ich war schon sehr überrascht, dass ich an dem SAS leiden soll, weil das "Home-Screening" eigentlich nur gemacht werden sollte, um mich zu beruhigen und evtl. weitere Test einzuleiten.

    Als dann der Anruf kam, dass der Test nicht gut war und ich ins SChlaflabor müsste, habe ich eigentlich gedacht, dass irgendein Fehler bei dem Gerät aufgetreten sein müsste. Da ich überhaupt nicht schnarche, hat man mir gesagt, dass eigentlich kein SAS vorliegen kann.

    Etwas verwunderlich war nur, dass man mich in der 2. Nacht geweckt hat, weil angeblich mein "Schnarchsensor" nicht richtig anliegen würde, da keinerlei Schnarchgeräusche aufgezeichnet würden. Die Dame vom Schlaflabor hat auch damit gerechnet, dass es eigentlich zu 100% ein OSAS sein müsste, gerade weil ich erst 29 bin.

    Die Auswertung hat auch länger gedauert (3 Wochen),weil sich 3 Ärzte die Auswertungen angeschaut haben, um wirklich sicher zu sein, dass es sich um die zentrale Form des SAS handelt.

    Habe dann einen Anruf von dem Arzt bekommen, dass er sehr erstaunt wäre, dass ich zu den 2-4% derjenigen gehöre, die eine reine zentrale Form haben. Woher die kommt, ist unklar, allerdings hatte ich vor 2 Jahren schon einen Schlaganfall.
    Und da stellt sich die Frage: Zentrale SAS durch Schlaganfall oder vielleicht Schlaganfall durch zentrales SAS, oder daoch eine andere Ursache...

    So ganz klar komme ich mit der Diagnose nicht, aber hauptsächlich stört mich, dass es die zentrale Form ist.

    Ich hoffe nur, dass mir die Maske, die ich nächsten Mittwoch bekomme, hilft und ich nicht mehr so müde bin....

    Viele Grüße

    Muckel
     
  5. Muckel

    Muckel Das Muckelchen

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    So, seit gestern Abend gehöre ich nun zu den Maskenträgern!
    Muss zugeben, dass es schon eine Umstelung ist.

    Die Mitarbeiter im Schlaflabor waren sehr nett und haben mich langsam an das Gerät herangeführt (zuerst Erklärung des Gerätes, dann Maskenanprobe, anschließend Maske ohne Schlafen mit leichtem Druck und dann die nächtliche Druckeinstellung).

    Die erst Nachthälfte lag der Druck bei 4, womit ich eigentlich ganz gut zurecht kam. Dann setzten aber vermehrt zentrale Ereignisse ein, so dass der Druck teilweise auf 12 hochgesetzt wurde. Da habe ich zunächst totale Panik bekommen und auch noch den Mund aufgemacht, was bei einer Nasenmaske ja total ecklig ist :smhair1:

    Da bei mir der Druck zwischendurch geändert werden muss, habe ich ein BIPAP-Gerät.

    Allerdings komme ich immer noch nicht mit der Diagnose klar:
    Wenige obstruktive Apnoen (gut mit leichtem Druck zu bekäpmfen)
    Mehrere zentrale Apnoen, z.T. mit Cheyne-Stokes-Atmung.

    Denke, dass ich in nächster Zeit noch zum Kardialogen zur Aklärung einer Herzkrankheit muss...

    Die Ärztin hat sich gestern ziemlich viel Zeit genommen und mir auch gesagt, dass ich schon ein ungewöhnlicher Fall wäre - mit 30 eigentlich noch zu jung für Apnoe, vor allem für zentrale Formen und gerade für die Cheyne-Stokes-Atmung, die nur ganz vereinzelt ohne andere Krankheiten auftritt.

    Mein AHI lag wohl "nur" bei 38 im Durchschnitt, allerdings ist das komische bei mir, dass ich eine ganze Zeit ohne Aussetzer schlafe und sich dann die Ereignisse häufen (was bei den Aufzeichnungen dann etwas komisch aussieht).

    Die Sauerstoffsättigungen lagen in den Diagnosenächten bei 80 bzw. 74% als Minimum.

    @ Pumuckel:
    Vielen Dank für den Tip mit dem Forum, habe mich schon angemeldet und einige Antworten auf meine fragen bekommen!

    Ups, ist doch länger geworden als beabsichtigt...:o

    Viele Grüße

    Muckel