MTX und Leberwerte

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Catwoman55, 6. März 2019.

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  1. Catwoman55

    Catwoman55 Aktives Mitglied

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    Hallo,
    ich stehe im Moment vor dem Problem, dass meine Leberwerte erhöht sind und sehr schwanken. Haben zunächst alle Medis abgesetzt, die eine Leberwertveränderung machen können. MTX mal ausgesetzt und reduziert. Den wenigen Alkohol, den ich getrunken habe, habe ich nun auch noch weggelassen.
    Vorvorletztes Mal waren die Leberwerte wieder deutlich besser, danach wieder deutlich schlechter, und das letzte Mal wieder deutlich besser. Nur noch das GGT war erhöht (alles immer noch moderat). Im US hat man eine leichte Strukturveränderung gesehen.
    Nun haben wir das MTX auch ganz weggelassen, da es wohl doch nicht ursächlich ist für die Veränderungen und ich wurde in die Hepatologie angemeldet.
    Nehme mittlerweile Mariendistel- und Artischockenpräparate um die Entgiftungsfunktion der Leber auf pflanzlicher Basis zu unterstützen.
    Habe mal gelesen, dass MTX erst bei sehr hohen Leberwerten definitiv abgesetzt werden muss. Von daher ist mein HA sehr vorsichtig (was ich sehr gut finde) und wartet bis der Hepatologe wieder das "Go" gibt.
    Ich bin nicht sehr erpicht auf das MTX, habe aber auch die Bedenken, dass die anderen Medis sich auch negativ auf Leber oder Niere (Insuffizienz Grad I) auswirken.

    Merke, dass mich das in meiner Stimmung auch sehr negativ beeinflusst, wobei auch hier die Frage ist: Was ist Huhn und was ist Ei?
    Nun habe ich aber auch gelesen, dass eine separate Erhöhung des GGT auch für die Risikoerhöhung für Herz-Kreislauf-Probleme, metabolisches Syndrom und Diabetes spricht. Diabetes scheint bei mir kein Thema zu sein, da mein HbA1c immer im Normbereich ist.
    Hatte letztes Jahr auch mal mit QT-Zeit-Verlängerungen zu tun, die weg gingen als ich die relevanten Medis wegliess.

    Ich finde es frustrierend und habe das Gefühl, eigentlich kann ich gar nichts nehmen ohne dass irgendwelche NW mir einen Strich durch die Rechnung macht. Irgendwie scheint sich mein Körper (psychosomatisch) total gegen die RA und den ganzen damit verbundenen Medis zu wehren.
    Da frage ich mich schon oft wieder ob's wirklich 'ne RA ist (Schwanke in den Phasen der Krankheitsbewältigung wieder zwischen Verleugnung, Wut und Depression).

    So, lange genug gejammert.

    Frage: Wie sieht das bei Euch mit den Leberwerten und MTX aus? Sind Eure Docs auch so vorsichtig oder dürfen die Leberwerte leicht erhöht sein (wenn ja um wieviel) ohne, dass gleich Alarm geschlagen wird?

    Wäre froh um hilfreiche Antworten
     
  2. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    Guten Morgen.

    1. Frage ist, von was für Leberwerten wir sprechen.
    Unter MTX dürfen sie 3 x vom empfohlenen Höchstwert erhöht sein, bevor es bedenklich wird - sagte mal ein Rheumatologe .. also wenn die Obergrenze 40 ist, dann sollte man sich ab 120 Gedanken machen.

    Man darf ja nicht vergessen - diese empfohlenen Richtwerte gelten für Gesunde!
    Du gehst zur Kontrolle zum Arzt und dein Leberwert ist ums doppelte erhöht, dann wird der Arzt sagen "Huppala, da gucken wir doch mal!" … und dann muss man nach dem Grund suchen. Unter MTX-Einnahme weiß man aber schon den Grund.

    Kurz gesagt - ein erhöhter Wert ist noch nicht gleich krankmachend.
    Darüber sollte man sich vielleicht weniger Gedanken machen - dieser Stress ist vielleicht schädlicher!?
     
  3. Catwoman55

    Catwoman55 Aktives Mitglied

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    Hallo Gertrud,
    es sind z.T. alle Leberwerte erhöht. GOT, GPT, GGT und alk. Phosphatase. Teils nur minim, teils, das Doppelte. Klar, ist es mir recht, wenn mein Doc vorsichtig ist und abklärt. Im Moment ist wieder nur das GGT um fast das Doppelte des oberen Grenzwertes erhöht. Der Rest liegt wieder im Normbereich.
    Hattest Du schon den Fall und wie hat Dein Doc drauf reagiert. Auch eher vorsichtig oder beobachtend?
     
  4. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    Klar hatte ich das auch schon - schon oft - die Werte schwanken auch ständig.
    Bei dem, was du schreibst, würde ich mir gar keine Sorgen machen - und die nächste Blutabnahme abwarten. Mein Arzt war da der gleichen Meinung.
    Man kann auch nicht ständig was an der Medikation ändern - alles braucht seine Zeit, um zu wirken und auch, dass der Körper sich drauf einstellt. Wenn man ständig die Medikamente absetzt und neue ausprobiert, dann wird das - meiner bescheidenen Laien-Meinung nach - auch eher Chaos.

    Mein Tipp … entspann dich, fussele nicht ständig alle Blutwerte auseinander … da wird sich vieles schon irgendwie einpendeln. Und unter Kontrolle bist du doch sowieso, falls sich da wirklich irgendwas dramatisches entwickeln sollte. Wenn die Werte nur "minimal" bis zum doppelte erhöht sind, dann ist noch kein Grund zur Sorge oder Medikationsumstellung. Meine Meinung - meine Erfahrung nach fast 10 Jahren Rheuma.
     
  5. Catwoman55

    Catwoman55 Aktives Mitglied

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    Danke für Deine schnelle Antwort. Auf dem Dampfer war ich eigentlich auch aber da mein HA so vorsichtig war hat es mich dennoch verunsichert. Irgendwie habe ich das Gefühl, seit die RA diagnostiziert wurde kommt immer was neues hoch! Wenigstens ist's keine Autoimmunhepatitis (zumindest nicht dem Labor nach). Noch mehr Autoimmungeschichten brauche ich nicht. Die eine reicht mir schon.
     
  6. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Catwoman, ich schicke Dir eine PN.
    Zur gamma-GT nur soviel: eine QT-Verlängerung hängt mit der gamma-GT allenfalls sehr indirekt zusammen, aber keinesfalls verursacht die Erhöhung diese EKG-Veränderung.
     
  7. Catwoman55

    Catwoman55 Aktives Mitglied

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    Liebe Resi,
    vielen Dank für Deine Antwort. Die QT-Zeit-Verlängerung war noch lange vor der Erhöhung der GGT. Da hätte ich die noch gar nicht mit in Verbindung gebracht.
     
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