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MTX und Arava ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Jutta, 19. Juni 2006.

  1. Jutta

    Jutta Jutta

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    Hallo zusammen!

    Ich habe RA (cP) und bekomme zur Zeit 15 mg MTX/Woche, 5 mg Folsäure/Woche, 2 x 600 mg Ibuprofen/tgl. und 7,5 mg Prednisolon/tgl. Das MTX nehme ich seit Mitte März 2006. Wenn wir versuchen, das Prednisolon abzusetzen, werden meine Schmerzen mehr und die Entzündungswerte (CrP, Blutsenkung) steigen an. In ca. fünf Wochen will mein Rheuma-Doc wieder versuchen, das Prednisolon abzusetzen. Wenn die Entzündungswerte steigen, soll ich zusätzlich zum MTX auch Arava nehmen? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

    Viele Grüße
    Jutta

    P.S. Nähere Details findet Ihr unter der Rubrik "Neu".
     
  2. Traudi

    Traudi Registrierter Benutzer

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    Hallo Jutta,

    da bei mir 20 mg MTX wöchentlich plus 5mg Decortin täglich nicht ausreichend waren, kamen ab 10/2005 10 mg Arava täglich, dazu.
    Die Wirkung war aber immer noch nicht zufriedenstellend.
    Also wurde die Medikation auf 10 mg MTX wöchentlich , 5mg Decortin täglich und 20 mg Arava täglich umgestellt. Seitdem geht es langsam aber stetig besser. Seit Ende Mai habe ich keine nennenswerte Schmerzen und Entzündungen mehr gehabt. Nebenwirkungen bisher keine besonderen. Bilde mir allerdings ein seit der Einnahme von Arava viel schneller blaue Flecke zu bekommen.
    Hoffe, dass mein Gesundheitszustand so stabil bleibt. Vielleicht kann ich dann das Decortin etwas reduzieren.

    Viele Grüße Traudi
     
  3. meni

    meni Neues Mitglied

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    Hallo Jutta

    Hallo Guten Abend,

    ich kann jetzt nur von mir ausgehen, ich habe seit meiner Kindheit auch cp, und hatte auch schon einige Medikamente durch. Doch als ich 18 Jahre alt war bekam ich MTX und auch die Folseure. Seit dieser Zeit geht es mir gut.

    Aber kurz vor Ostern als meine Schübe immer schlimmer wurden, haben mein Artzt und ich gemeinsam Arava entschieden. Doch ich habe es leider gar nicht vertragen. Ich habe deprisonen und unlustigkeit verspürt und mir wurde mein ganzer Alltag zu viel. Ich wurde dann drei Wochen am Stück krank geschrieben.

    Daraufhin haben wir es dann wieder abgesetzt und nun muss ich sagen es geht mir besser.

    Aber du weißt ja jeder Mensch reagiert anders auf Arava. Ich habe es leider nicht vertragen. Möchte dir nicht den Mut nehmen. Und drücke dir die Daumen, dass es dir besser hilft als mir.

    PS: Lass dich durch meine Geschichte nicht endmutigen.

    Also ich hoffe ich konnte dir trotzdem weiterhelfen.

    bis bald

    deine Meni
     
  4. Neli

    Neli Optimistin

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    Hallo, liebe Jutta,

    ich bekomme seit ca. 4 Jahren 15 mg Mtx wöchentlich und
    seit ca. 2 Jahren zusätzlich 10 mg Arava täglich, plus
    3 x 5 mg Folsäure wöchentlich und 4 mg Cortison täglich.
    Ich habe Psoriasis-Arthritis.

    Ich komme mit dieser Therapie bestens zurecht und brauche
    seit ca. 1 Jahr keinerlei Schmerzmittel mehr.

    Ich wünsche Dir den gleichen guten Erfolg.

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
  5. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Jutta,

    wie hast Du denn versucht das Cortison wegzulassen?? Hast Du einfach auf die 7,5 mg komplett verzichtet oder bist Du ausgeschlichen und wenn ja in welchen Schritten??
    Ich frage das deshalb, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass je weiter ich das Cortison reduziere desto kleiner müssen die Reduzierungsschritte sein und desto länger dauert es, bis ich die nächste "Stufe" erreiche.
    Ich versuche bereits seit über einem Jahr mein cortison zu reduzieren. Bei mir liegt die magische Grenze derzeit bei 11 mg. Ich schaffe es einfach ncht langfristig unter dieser Tagesdosis zu bleiben - wobei ich sehr vorsichtig um 0,5 mg Cortison reduziere und i.d.R. den nächsten Versuch weiter runter zu gehen erst nach frühestens 4-5 Wochen starte.

    Vieleicht bist Du ja nur zu schnell oder/oder in einem zu großen Schritt runtergegangen?? Im übrigen bin ich mit diesem Phänomen nicht allein, wenn Du mal aufmerksam durch das Forum liest, wirst Du immerwieder auf die gleiche Problematik stoßen.
     
  6. elbereth

    elbereth Neues Mitglied

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    Hallo Jutta,

    ich hatte Arava seit '99 bis Mai 2006 bekommen und es gut vertragen. Ab Frühjahr 2004 reichten mir 20mg Arava zusammen mit 10mg Decortin nicht mehr aus. Daraufhin bekam ich Kombi mit 10mg MTX-Tabletten. Die Wirkung an sich war gut, konnte sogar das Decortin ausschleichen. Leider habe ich das MTX vom Magen her nicht gut vertragen. Mehrere Tage Übelkeit, Schwindelanfälle, an den ersten 2 Tagen auch Durchfall oder Erbrechen. Nach knapp einem Jahr wurde das MTX wegen Unverträglichkeit abgesetzt und durch Enbrel ersetzt. Den weiteren Weg will ich Dir jetzt lieber ersparen, es würde zu weit führen. Es ging Dir ja um die Kombi MTX/Arava. Dazu konnte ich Dir zumindest aus meiner Erfahrung berichten. Jeder reagiert anders auf die Medis. Man muß es einfach ausprobieren.

    Gruß Elbereth
     
  7. SHARI

    SHARI Neues Mitglied

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    Hallo Jutta
    Bei mir war es so:
    Angefangen habe ich 2000 mit 15mg MTX als Tabletten.
    Das hatte ich etwa ein Jahr lang und Cortison war immer schwankend mit dabei (zwischen 10 und 25mg)
    Eigentlich war es mit den Schmerzen damals recht gut, aber ich hatte jedes Wochenende furchtbare Heulattacken und echte Depressionen. Das war für mich immer so, als wenn ich Gift einnehme und das würde mich zerstören, andererseits würde mich die Krankheit zerstören und ich kam aus dem Kreislauf nicht mehr heraus.
    Mein Rheumadoc hat dann das MTX abgesetzt und mir Arava verschrieben, erstmal 20mg /d, Cortison blieb.

    ca3Monate danach war die Wirkung nicht ausreichend, deshalb bekam ich Resochin dazu.
    Dann wurde es langsam ruhig. Mein Doc entschied, das Cortison auszuschleichen...es klappte.

    Als es mir dann im November 2001 ziemlich gut ging, besprach ich mit ihm meinen Kinderwunsch.
    Da Arava 3 Jahre im Körper bleibt, sollte ich das sofort absetzen. Gesagt getan....6Wochen später fingen die Schübe an und wurden immer schlimmer, sehr schnell!
    Sofort wieder Arava, aber der Progress war im Gange und hörte nicht auf.
    2002-2005 ging es immer auf und ab, immer wieder Cortison, immer mehr Gelenke wasren beteiligt und Ende 2004 bis Mai 2005 brachen mir 3x Knochen in den Füßen.

    Durch das Humpeln mit den U-Armgehstützen, wurden die Entzündungen in Händen und Schultern so extrem, daß ich mich nicht mehr aufstützen konnte.
    So war ich gar nicht mehr in der Lage, meine Füße zu entlasten. So kam ich akut nach Sendenhorst in die Klinik.

    Dort hat man mir vorgeschlagen, es doch nochmal mit MTX zu versuchen in Kombination mit Arava und Resochin.
    Diesmal sollte ich mir 25mg spritzen.
    Darauf habe ich mich eingelassen...und es wird besser aber noch nicht ausreichend.
    Zur Zeit schleiche ich ein neues Med. ein"Imurec" und dafür das Arava aus....mal sehn, wie es sich weiterentwickelt!
    Wegen den Knochenbrüchern darf ich Cortison nur mal als Stoßtherapie im akuten Schub nehmen.
    Die Schübe dauern im Moment immer ca 24h und sind deshalb erträglich und mit Schmerzmitteln gut auszuhalten.
    Allerdings sind meine Füße seit den Brüchen kaum mehr zu gebrauchen.
    Soviel erstmal
    Shari
     
  8. Jutta

    Jutta Jutta

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    Hallo, Ihr Lieben!

    Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte. Jetzt weiß ich wenigstens schon mal, daß es nicht so eine ungewöhnliche Kombination ist. Ich war nur sehr verunsichert, weil ich nirgends so recht etwas über diese Kombination finden konnte. :)

    Wie ich auf diese Medis reagiere, bleibt natürlich abzuwarten - jeder Körper/Mensch reagiert anders. Ich werde voraussichtlich am 18.07.2006 im Rote-Kreuz-Krankenhaus Bremen stationär aufgenommen. Ich war letzten Freitag bei meiner Hausärztin, die endlich einen Bericht vom Rheumatologen bekommen hat. Danach steht noch gar nicht fest, welches entzündliche Rheuma ich habe - Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis? Außerdem ist sie nicht sehr glücklich damit, daß ich vom Kortison nicht runterkomme (wegen der Nebenwirkungen - Bluthochdruck, neuerdings auch Wassereinlagerungen). Deshalb soll ich durchgecheckt werden - Diagnoseklärung bzw. -sicherung, Medikamentenumstellung usw. Da ambulant erst wieder immer Februar 2007 (!) Termine vergeben werden, machen wir es stationär. :(

    Morgen nachmittag habe ich einen Termin bei meinem Rheuma-Doc. Da ich gerne mit offenen Karten spiele, werde ich ihm sagen, daß wir eine zweite Meinung einholen wollen. Mal sehen, wie er reagiert. Aber wir doktorn jetzt schon längere Zeit und es wird nicht besser. Außerdem hat er immer wenig Zeit und im Krankenhaus haben sie ja mehr Möglichkeiten/Erfahrungen. :)

    Hauptsache, sie finden etwas, daß hilft...

    Liebe Grüße
    Eure Jutta