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MTX und Antibiotikum?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Nixe, 27. Februar 2012.

  1. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Welches Antibiotikum habt ihr schon zum MTX dazu genommen wenn ihr einen Infekt hattet (neben MTX nimmt meine Tochter 5 mg Decortin).

    Sie hat heute vom Vertretungsarzt "Amoxi 750" verordnet bekommen da Halsweh, Kopfweh und Ohrenschmerzen.

    Haben zwar erzählt das sie MTX nimmt, der Arzt kam mir aber etwas "neben der Spur" vor. In der Apotheke habe
    ich nochmal gefragt was hinsichtlich der Wechselwirkung ist - es kam ein Achtung-Hinweis - aber nach Rücksprache
    mit dem Arzt soll sie das jetzt nehmen. Bin etwas unsicher und erreiche unseren Rheumatologen leider nicht.

    Und unser Hausarzt hat leider noch fast 3 Urlaubswochen :(

    Das Alternativprogramm mit Schüssler-Salz, Salbeibonbons, Heißgetränken, Nasenspray und homöopatischen Ohrentropfen sowie Mama-Verwöhn-Programm bringts allein leider nicht.

    Außerdem die Frage - auch wenn wir hier nicht im Cortison-Forum sind - erhöht ihr bei Fieber etc. eure
    Cortisondosis? Habe früher mal gelernt wenn man einen akuten Infekt hat bzw. nach OP oder Verletzung braucht der Körper mehr Cortison und man soll die doppelte Gabe geben. Aber die Info liegt ca. 15 Jahre zurück - ist das immer noch aktuell? Glücklicherweise hat sie noch kein Fieber *aufHolzklopf* - aber das kommt ja meist auch erst am Abend.

    Liebe Grüße Nixe
     
  2. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Hallo,
    ich nehme selbst MTX, Leflunomid und Prednisolon. Auch ich hatte schon Infektionen die mit Antibiotika behandelt werden musste. Jedesmal habe ich auch Amoxicillin 750 mg bekommen, hatte keine Probleme. Das MTX allerdings musste ich immer pausieren, da ich Fieber und sehr hohe Entzündungswerte hatte. Vom Prinzip her ist aber gegen MTX und die Zugabe von Amoxi bei einer Infektion nichts einzuwenden, eben immer unter einer nachträglichen Blutbildkontrolle.

    Zu dem Cortison, ich habe gelesen, dass man bei Infekten weder erhöhen noch erniedrigen soll, warum? - keine Ahnung.
     
  3. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Lies mal hier : http://www.rheuma-online.de/medikamente/methotrexat/wie-vertraegt-sich-lantarel-mit-anderen-medikamenten.html

    Es gibt Antibiotika mit Wirkstoffen, die an bei MTX nicht nehmen darf. Ich habe so einen Zettel immer im Portemonnaie und wenn ein Arzt/Zahnarzt mir ein Antibiotikum verschreiben will, dann halte ich denen den Zettel und die Nase und lasse es klären. Es scheint dann tatsächlich oft so, dass sie davon noch nie gehört hätten - aber entsprechend wird dann mal rumtelefoniert o.ä. So fühle ich mich auf der sicheren Seite.
     
  4. stani

    stani Neues Mitglied

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    Ihr Lieben,

    wegen einer Bronchitis habe ich heute von meiner Ärztin Amoxi 1000 (Einnahme 3x tgl. 1 Tablette) verschrieben bekommen. Nun bin ich total unsicher ob ich mein MTX (15 mg) morgen nehmen soll, dazu muss ich sagen ich hatte auch zwei Tage mit Fieber dabei.

    Das Amoxi 1000 muss ich 10 Tage nehmen, würde bedeuten das ich zweimal das MTX aussetzen muss (?). Und wie verhält sich das mit dem Prednisolon? Weiter so nehmen wie bisher?

    Was meint ihr?

    Meine Hausärztin war heute überhaupt nicht zugänglich, sie fertigte mich nur mit der Bemerkung ab das sich schon alle Medis miteinander vertragen, sonst würde sie es ja nicht verschreiben. :eek: Als ich bei der Rheumatologin anrief, stellte mich die Schwester nicht durch zur Ärztin und meinte halbherzig die andere Sprechstundenschwester hätte gesagt ich kann alles nehmen, ohne zu fragen was ich verschrieben bekommen habe. :eek: In der Apotheke riet mir jedoch die Apothekerin ab MTX und das Amoxi 1000 zu nehmen, ich sollte mit dem MTX lieber aussetzen. Jedenfalls bin ich jetzt verweifelt und hoffe auf hilfreiche Ratschläge von euch.

    Lieben Dank!
     
  5. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Ich würde morgen aussetzen - unabhängig vom Amoxi ist es ja eh nicht gut, wenn man gerade einen Infekt hat, noch dazu mit Fieber.

    Nächste Woche würde ich dann beim Rheumatologen anrufen und darauf bestehen, dass du die Ärztin sprechen kannst - Sprechstundenhilfen dürfen keine Auskünfte zu Medikamenten geben.
     
  6. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Ich würde morgen aussetzen. Mein HA gibt mir dazu immer Auskunft und er entscheidet ob ich aussetze oder nicht. Wenn man Fieber hat, ist es sowieso zu raten. Was nächste Woche betrifft würde ich erstmal abwarten, wie es dir dann geht, ich persönlich habe bis jetzt immer nur 1x ausgesetzt. Denke das sollte man individuell entscheiden. Falls du dir unsicher bist dann eben beim FA anfragen wenn der HA so pampig reagiert :eek:
     
  7. stani

    stani Neues Mitglied

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    Lieben Dank für deine Antwort Gertrud, also meinst du ich soll das Amoxi auf alle Fälle erstmal einnehmen, MTX lass ich weg und Prednisolon nehme ich wie bisher. Dann rufe ich Montag nochmal beim Rheumadoc an.

    Habe dazu noch GeloMyrtol forte und Esberitox verschrieben bekommen, beide sind pflanzliche Medikamente, hat damit auch schon jemand Erfahrungen gemacht? Eigentlich dürfte da ja nicht viel passieren.

    Ach ich fühle mich momentan gar nicht gut aufgehoben bei den Ärzten. Im November bekam ich meine Diagnose RA, dazu ein Heftchen in die Hand gedrückt zur Eigeninformation und im Januar dann die Einstellung auf MTX ... ohne große Erklärung. Viele Informationen hole ich mir hier im Forum, ist es denn normal das man keine Patientenschulung erhält?

    Von August 2011 - Dezember 2011 war ich AU und dann 6 Wochen in der Wiedereingliederung, nun nach zwei Wochen arbeiten - krank mit Bronchitis, erstmal bis Mitte März arbeitsunfähig. Am liebsten würde ich erstmal eine Reha beantragen, vielleicht lernt man da den Umgang mit den Medis und der Krankheit .... und erhält Anwendungen die einem gut tun.
    Was denkt ihr, soll ich mich an den Rententräger wenden?
     
  8. Wolliwood

    Wolliwood Neues Mitglied

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    Ich habe häufiger mit den Bronchien usw. zu kämpfen (so ca. 1x pro Jahr und immer laaaaaaaaaaaaange) und nehme MTX, Leflunomid und Celebrex. Mein RA DOc hat klipp und klar gesagt: bei AB Gabe (damit diese überhaupt wirken kann!) das MTX absetzen ( bei mir waren das mal wieder 3 WOchen und in der 4. Woche habe ich sehnsüchtig auf meinen MTX-Tag gewartet, himmel haben meine Gelenke gekreischt!). Was immer geht: Vitamin C ( vorsicht, kanmit dem, was im Bluspiegel noch ist Durchfall machen und das rasant) und die natürlichen Mittel wirken bei MTXlern nur bedingt...

    Da ich immer noch schniefe ( mitlerweile seid Silvester!) habe ich die Erlaubnis von Mo-Do Multivitamin zu nehmen(wegen der Folsäure sollte man das nicht normalerweise, Wirkung ist auch eher eingeschränkt, aber immerhin etwas hilft es). Die Tage rund um die MTX Gabe soll ich weg lassen.

    Und ich bekomme immer Amoxi zum MTX... Mit den natürlichen Mittel habe ich die besten Erfahrungen mit Husteel und Grippheel von der Firma Zeel gemacht (Anweisung meiner THP mit Erlaubnis des Rheumadoc: bei den ersten Anzeichen stündlich(bis zu 12x) eine Grippheel unter die Zunge. Meistens federe ich es damit ab.Auch Tannenblutextrakt aus dem Reformhaus zum Einreiben tut mir gute Dienste)

    Weiterhin gute Besserung..

    PS: Wenn du noch Fragen hast, dann meld dich per pn...Allerdings bin ich gerade in Prüfungsstresszeit und von daher brauche ich immer so ein bis zwei Tage....:rolleyes:
     
  9. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Aus leidvoller Erfahrung kann ich sagen, dass man zum MTX überraschenderweise alle möglichen Medikamente kombinieren kann. Das ist natürlich nicht wirklich "gesund" - aber wenn es sein muss, dann muss es eben sein. Wirklich gefährlich wird eben nur dieser besondere Wirkstoff in gewissen Antibiotika (wie ich anfangs schrieb).

    Ich habe meinen Arzt genau darauf angesprochen - auch auf solche Sachen, die man in der Hausapotheke hat (wie Buscopoan gegen Bauchschmerzen usw.).

    Multivitamine kann man natürlich auch nehmen. Die Folsäure darin ist so gering, dass sie die Wirkung des MTX nicht oder nur minimal beeinflussen kann.

    Klar ist man erst mal verunsichert, wenn man so ein schweres Medikament nimmt. Aber Patientenschulungen o.ä. hatten wohl die wenigsten von uns. So ein Info-Zettel beantwortet ja schon viele Fragen - und mein Rheumatologe verwies auch gleich aufs Internet als gute Info-Quelle. Man muss auch bedenken, dass die Ärzte vieles "lockerer" sehen - nicht, weil sie es nicht ernst nehmen oder so, sondern weil sie gewisse Patientenfragen schon 1000 x beantwortet haben und manches für sie eben wirklich kein Problem ist (z.B. die Kombination mancher Medikamente).
     
  10. Tiangara

    Tiangara PMR seit 08/2008

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    Liebe Stani,

    mit Esberitox wäre ich vorsichtig. Es regt das Immunsystem an und das ist bei Rheuma ja nicht gerade erwünscht. Habe meinen Rheuma-Doc auch mal danach gefragt und er meinte, so 1 oder 2 Tage könne man es vielleicht mal nehmen, aber keinesfalls länger.

    Liebe Grüße,

    Tiangara
     
  11. stani

    stani Neues Mitglied

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    Liebe Tiangara,

    gestern hab ich mir nochmal die Waschzettel durchgelesen und gesehen das man das Esberitox nicht bei Autoimmunerkrankungen nehmen sollte - und somit flog es gleich in den Schrank zurück ...

    Danke das du es mir somit nochmal bestätigst, man will ja auch nicht als überempfindlich rüberkommen, aber bei Medis und Nebenwirkungen verstehe ich echt keinen Spaß ... ich finde da sollte man als Doc schon drauf achten, ist ja mal alles nicht nur Zucker zum einnehmen.
     
  12. Tiangara

    Tiangara PMR seit 08/2008

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    Ja, und man sollte so viel wie möglich auch selbst kontrollieren, denn auch die Docs wissen nicht alles und machen sich auch meist nicht die Mühe, alles gründlich nachzuschauen. Bestes Beispiel hatte ich vor ein paar Monaten, da hatte ich eine Blasenentzündung. Der Doc verschrieb mir ein Antibiotikum. Fieber hatte ich keins. Ich fragte ihn, ob ich das MTX aussetzen solle, er meinte, das sei nicht nötig. Intuitiv hab ich es trotzdem gemacht und das Antibiotikum eingenommen. Erst SPÄTER las ich den Beipackzettel des MTX nochmal, um festzustellen, dass das Antibiotikum, das der Doc mir verschrieben hatte - nämlich Trimethoprim - fast das einzige ist, das GAR nicht mit MTX zusammen geht, weil es zu lebensgefährlichen Blutbildveränderungen führen kann! Was für ein Glück, dass ich auf meine innere Stimme gehört hatte!
     
  13. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Da verlasse ich mich nicht auf die innere Stimme - ich habe einen Zettel mit den Antibiotika, die gar nicht gehen, im Portemonnaie und lege ihn beim Arzt und meist noch mal in der Apotheke vor.