Mtx Therapie

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von fluffyunicorn, 9. Oktober 2019.

Schlagworte:
  1. fluffyunicorn

    fluffyunicorn Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2019
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Hallo
    Ich habe mal eine Frage, ich habe SLE und wurde jetzt auf Quensyl 200mg + Mtx 10mg s.c umgestellt. Leider vertrage ich das Mtx überhaupt nicht, ich habe ständige Übelkeit mit „Würgreizen“ bis zum Erbrechen und kann kaum noch etwas essen und das tagelang nach der Spritze. Jetzt meine Frage : ab welchen Nebenwirkungen entscheidet der Arzt „endlich“ das Medikament zu wechseln oder „reichen“ solche Nebenwirkungen nicht um eine Therapie umzustellen?
    Außerdem nehme ich es schon an die 9 Wochen und merke noch keine Verbesserung der Schmerzen, wie sind eure Erfahrungen mit Mtx, kann es sein das es bei mir nicht „wirkt“?
    Mfg
     
  2. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    13. August 2010
    Beiträge:
    1.420
    Zustimmungen:
    252
    Hallo!

    Vorab: ich vertrage MTX gut. Aber es Monate gedauert, bis ich eine Wirkung gespürt habe. 9 Wochen sind da noch nicht genug.

    Aber ich weiß, dass meine Rheumatologin ziemlich empfindlich reagiert, wenn ich was von Nebenwirkungen sage - manchmal erwähne ich nur etwas, ohne dass ich ein Medikament verändert haben will, und sie denkt schon darüber nach, es abzusetzen. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich noch nicht so viele Medikamente "durch" habe und es noch einige Alternativen gäbe.

    Gefühlt würde ich sage - Nichts-essen-könne und tagelange Übelkeit wären ein Grund zum Wechseln. Das ist ja eine ziemliche Quälerei - da geht es dir ja gerade wieder besser, wenn du schon die nächste Spritze setzen musst … !?!?

    Alles Gute!
     
    fluffyunicorn gefällt das.
  3. Tinchen1978

    Tinchen1978 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    20. Januar 2014
    Beiträge:
    3.266
    Zustimmungen:
    1.481
    Ort:
    BW
    Gut drei Monate waren es bei meinen Mädels bis sie eine Wirkung spürten. Bei ihrem Rheumatologen wäre die anhaltende Übelkeit aber sicher ein Grund zum absetzen gewesen, so wie ich ihn einschätze.
    Die ältere nimmt nun Folsäure 24 Stunden vor MTX wegen der Übelkeit (sie hat sie aber "nur" 1-2 Tage, ohne Erbrechen). Hat das dein Arzt auch schon mal probiert?
     
  4. Catwoman55

    Catwoman55 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2017
    Beiträge:
    203
    Zustimmungen:
    92
    Ort:
    Irgendwo im Nirgendwo
    Hallo fluffy,
    ich weiss nicht mehr wie lange es gedauert hat bis die Wirkung eintrat (habe RA), gemäss EULAR Infos kann dies bis zu 12-16 Wochen dauern!. Aber ich stehe jetzt auch am Wendepunkt. Das mit der dauernden Übelkeit ist auch bei mir ein leidiges Thema. Zunächst sind wir von 20 mg auf 17.5 runter. Es scheint immer noch zu viel. Die Übelkeit ist wie gehabt da und macht mir das Leben schwer. Gestern habe ich beim Arzt gesagt, so geht's nicht weiter. Wir gehen jetzt auf 15 mg runter.
    Ich musste mal einige Monate wegen Abklärung von erhöhten Leberwerten aussetzen. Ach wie ging mir das gut zu der Zeit!
    Dann sind wir wieder eingestiegen und ich meine, schon bei 15 mg wieder zunehmende Übelkeit gespürt zu haben. Ich hab's lange versucht, da von den Laborwerten her eine deutliche Wirkung zeigt und ich schon weiss, dass es nicht gesagt ist, dass ich andere Medis besser vertrage. Aber jetzt ist Schluss!
    Werde jetzt auch zum Rheumatologen überwiesen (bis anhin hat mein HA, der auch lange Jahre in der Rheumatologie Erfahrung hat, sich immer Aktenkonsiliarisch mit dem Rheumatologen abgesprochen). Ich hoffe, es bringt was.
    War letztens bei einem, den ich mir selbst ausgesucht hatte aber der war 'ne Katastrophe! Hat nur geschimpft und sich darüber ausgelassen, dass die Erosionen, die im MRI bei Diagnosestellung zu sehen waren, keine seien und weshalb ich immer noch Cortison nehme, ich wäre noch viel zu jung um dies auf Dauer zu nehmen (nettes Kompliment mit fast 58! :smile5:).
    Mein Rat: vielleicht funktionierts mit einer Dosisreduktion (sobald die Wirkung einsetzt) oder wenn weder Wirkung einsetzt noch Dosisreduktion hilft - wechseln! Wenn's nur so ein leichtes flaues Gefühl im Magen ist, kann man es evtl. tolerieren (individuell) aber sobald es die Lebensqualität einschränkt bin, ich zumindest, nicht bereit dazu.
     
    fluffyunicorn gefällt das.
  5. fluffyunicorn

    fluffyunicorn Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2019
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Danke für die Lieben Antworten.
    Hab jetzt zum Glück heute nen Notfalltermin beim Rheumatologen nur frag ich mich wenn man noch mehr reduziert bin ich auf 7,5 mg die niedrigste Dosierung ( und mit der hat ich auch schon am Anfang Probleme) und da ist für mich die frage ob das dann überhaupt „ausreicht“ um was zu bringen..
    das schlimme ist hald leider, das alles immer so lange dauert und ich bin leider gegen Ende meiner Ausbildung und das ist echt schwer mit dem ganzen rumexperimentieren und dann noch arbeiten und lernen dazu
     
  6. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

    Registriert seit:
    15. Februar 2011
    Beiträge:
    13.771
    Zustimmungen:
    5.072
    Ort:
    Niedersachsen
    Bei mir kam die Übelkeit erst nach etwa anderthalb Jahren, war aber für meinen Rheumatologen Grund genug, das Mtx abzusetzen. Jetzt nehme ich Leflunomid und komme bestens damit zurecht.

    Dir viel Glück beim Doc und alles Gute!
     
    fluffyunicorn gefällt das.
  7. fluffyunicorn

    fluffyunicorn Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2019
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Also er hat die Therapie zu Glück jetzt ungestellt auf Azathioprin. Ich bin echt froh darüber weil das wäre nicht so weiter gegangen.
    Hat jemand damit Erfahrungen?
     
  8. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    8. Februar 2017
    Beiträge:
    3.318
    Zustimmungen:
    1.873
    Ort:
    Norddeutschland
    Azathioprin habe ich gegen RA genommen und gut vertragen. Irgendwann reichte es nicht mehr, aber das ist individuell und ich habe einen sehr schweren Verlauf.
     
    fluffyunicorn gefällt das.
  9. Stine

    Stine Moderatorin

    Registriert seit:
    30. Juni 2005
    Beiträge:
    6.551
    Zustimmungen:
    644
    Ich nehme das Azathioprin schon Jahre lang. Zu Beginn 200 mg, die auf morgens und abends je 100 verteilt wurden. Zu Beginn kann es zu Übelkeit kommen, von daher nehme ich sie abends ein, damit verschläft man evtl. Beschwerden. Inzwischen nehme ich morgens 50 und abends 100 mg, keinerlei Nebenwirkung. Es nehmen viele meiner Mitpatienten (GPA, Vaskulitiden) als Basismedikament. Ich wünsche dir alles Gute.
     
    fluffyunicorn gefällt das.
  10. Lolobs

    Lolobs Mitglied

    Registriert seit:
    19. Dezember 2014
    Beiträge:
    97
    Zustimmungen:
    45
    Ort:
    Niedersachsen
    Ich nehme es auch wegen meines Lupus und habe damit auch keine Probleme und gute Wirkung!
     
    fluffyunicorn gefällt das.
  11. fluffyunicorn

    fluffyunicorn Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. August 2019
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Okay danke ☺️ dann hoffe ich mal das es damit besser wird mit den Beschwerden und weniger Nebenwirkungen.
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden