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MTX - Probleme

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Freakind, 5. Mai 2009.

  1. Freakind

    Freakind Neues Mitglied

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    Hallo,

    bei mir wurde im letzten Jahr cP diagnostiziert.

    Mein rechter Fuß war angeschwollen, ein Zehengelenk schmerzempfindlich und nach einer Blutuntersuchung und Röntgenaufnahme meinte der Arzt in der Rheumaambulanz, das wäre eindeutig cP. :uhoh:

    Daraufhin erfolgte die Behandlung mit Cortison (erst 5 mg, dann runter auf 2,5 mg, seit ca. 2 Monaten ausgeschlichen) sowie mit 15 mg MTX wöchentlich in Tablettenform, 24 Stunden später Folsäure.
    Anfangs war ich wegen des MTX schon ein wenig aufgeregt, aber dann passierte nichts, und die ersten Wochen lief alles glatt. :)

    Dann stellte ich fest, dass ich plötzlich Beschwerden hatte, die vorher nicht oder nicht in dem Ausmass vorhanden waren: meine Fingergelenke fingen an zu schmerzen, keine Schwellungen, mein Fuß war mittlerweile wieder völlig in Ordnung. :confused:

    Dann wurde mir regelmäßig 1 - 2 Tage nach MTX-Einnahme übel.
    Ich bekämpfte das mit MCP-Tropfen.

    Zusätzlich bekam ich starke Blähungen, Oberbauchschmerzen und irgendwann fingen dann auch Brustschmerzen an und ich bekam Symptome, die eindeutig in den Bereich der Psychosomathik fielen. Der einzige der das erkannte war mein Orthopäde, der mir natürlich nicht helfen konnte. :confused:

    Leider machte ich in dieser Zeit auch die ersten negativen Erfahrungen mit den Ärzten. :mad:

    Meine Hausärztin machte dreimal EKG und meinte, es wäre alles in Ordnung. Vom MTX käme das nicht, was es wäre wüßte sie aber auch nicht. :(

    Der Rheumatologe ging überhaupt nicht auf ein Gespräch ein sondern meinte ich solle meine Psyche in Ordnung bringen.
    Auf die Frage, Wie?, bekam ich die Antwort, das Wartezimmer sei voll. Ich war außerhalb eines regulären Termins dort. :(

    Mir ging es immer schlechter. Ich sah plötzlich alles schwarz, hatte keinen Spaß mehr, war sehr aufbrausend und teilweise kannte ich mich selbst nicht mehr. Ich fing an, die Spaziergänge mit meinem Hund zu hassen(Hallo?) :sniff:

    Meine Arbeitskollegin meinte, sie hätte richtig Angst, ich wäre plötzlich ganz anders, so negativ. So würde sie mich gar nicht kennen. :(

    Dann bekam ich eine Erkältung und habe auf Anraten meiner Hausärztin das MTX abgesetzt. Und was geschah? Mir ging es täglich besser, ich habe keine Schmerzen, keine Beschwerden sonstiger Art und irgendwie fühle ich mich wieder wie ich. :)

    Mitte Juni habe ich wieder Termin beim Rheumatologen. Ich traue mich gar nicht, ihn davon in Kenntnis zu setzen, aber muss ja sein. Nur jetzt frage ich mich, gibt es Alternativen zu MTX? :uhoh:

    Ich hatte früher eigentlich keine Beschwerden außer gelegentlich mal Nackenverspannungen (ich bin Schreibkraft seit 34 Jahren, 8 Std. täglich), einen Bandscheibenvorfall und seit einigen Jahren eine Arthrose in der rechten Schulter. :rolleyes:

    Aber nie solche Beschwerden oder Schmerzen wie man hier im Forum liest.
    Sollte ich vielleicht abwarten ob ich überhaupt nochmal Beschwerden bekomme?

    Im Röntgenbild wären angeblich schon Defekte in den Finger- und Zehengelenken zu sehen.

    Wäre schön, wenn ich hier Ideen bekäme. Ich habe auch schon gedacht, ob ich MTX vielleicht mal spritze?

    Vielen Dank fürs Lesen,
    Freakind
     
  2. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo,
    Deine Beschwerden hören sich in der Tat etwas untypisch an. Ja, natürlich kann man eine Aversion gegen MTX entwickeln, aber so wie Du das schreibst, klingt das wirklich merkwürdig. Die meisten haben unmittelbar nach der Spritze/Tabl. 2 Tage Probleme und nicht erst n a c h 2 Tagen.

    Weißt Du über Deine Rheumafaktoren Bescheid? Wie hoch ist denn Dein AntiCCP? Blutsenkung, CRP? Wenn Du schon röntgenologische Veränderungungen hast, und es sich um eine aktive Arthritis handelt, solltest Du wirklich ein Basismedikament wie MTX nehmen. Einen Wechsel zur Spritze kannst Du doch mit dem HA besprechen.

    Vielleicht machst Du Dir auch unterschwellig Sorgen über Deinen Zustand und fragst Dich wie es beruflich weitergehen soll und bist deshalb missgestimmt. Es kann auch sein, dass das Rheuma gerade aktiver ist, als Du denkst und Du Dich deshalb schlecht fühlst.

    Fazit: Ich würde mir die Laborwerte (Rheumafaktoren etc) und die letzten Laborkontrollwerte geben lassen und evtl. nochmal mit dem HA besprechen. Gibt es da Überschreitungen der Grenzwerte? MTX als Spritze mal ausprobieren, die gibt es jetzt auch mit wenig Flüssigkeit, ist deshalb angenehmer zu spritzen.
    Viele Grüße vom Alten Hasen
     
  3. Freakind

    Freakind Neues Mitglied

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    Hallo Alter Hase,
    vielen Dank für die Antwort.
    Die letzten Laborwerte wären angeblich immer alle o.k. gewesen.
    Der Laborwert mit dem alles begann war Rheumafaktor quant.: 54 und cykl. citruliniertes Peptik AK: 123.6. Was das zu bedeuten hat, kann ich nicht sagen.
    Die CRP-Werte lagen bei 0,5. Und wenn ich das richtig lese, habe ich wohl nur ein Problem mit dem Cholesterin.

    Die Befunde der zu dem Zeitpunkt gefertigten Röntgenaufnahmen sagten lediglich etwas über ein Belastungsödem, Knochenmarködem, aber nichts von angegriffenen Gelenken.
    Leider bekomme ich von den Ärzten auf Fragen keine Antworten sondern lediglich Zettel mit irgendwelchen medizinischen Begriffen in die Hand gedrückt.
    Was ich bis jetzt weiß, weiß ich aus dem Internet bzw. diesem Forum.
    Von daher habe ich auch Zweifel, ob die Diagnose überhaupt stimmt.
    Denn diese Art der Schmerzen wie sie hier geschildert werden, hatte ich Gott sei Dank noch nie. Bisher brauchte ich so gut wie nie Schmerzmittel. O.K. bei der Schwellung im letzten Jahr hat mir das Kortison sehr gut getan. Aber sonst habe ich nichts genommen.
    Aber wie dem auch sei, mein größtes Problem ist tatsächlich das MTX. Ich kann definitiv nicht wieder anfangen die Tabletten zu schlucken. Mir geht es im Augenblick so gut, daß sich tatsächlich alles in mir dagegen wehrt.
    Sollte allerdings die Diagnose richtig sein, sollte ich schon ein Basismedikament nehmen.
    Nur was gibt es sonst noch?
    Bei den Biologicals steht immer dabei, in Kombination mit MTX, geht denn gar nichts ohne?
    Wenn alle Stricke reißen, werde ich es wohl mal mit den Spritzen versuchen. Vielleicht vertrage ich die besser.

    Vielen Dank fürs Lesen, :a_smil08:
    Freakind
     
  4. johann

    johann Neues Mitglied

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    M:T:X: Probleme

    Hallöchen!:vogel:
    Habe chr. C.P. Am Anfang fing ich mit Sulfasalazin an. Danach mußte ich ( laut Aussage der Rheuma- Klinik ) M.T.X. spritzen. Dieses habe ich eine ganze Zeit gemacht, in der Hoffnung, es würde mir helfen.:cool: Von wegen. Genau das Gegenteil trat ein. Bekam Durchfall, mußte stark erbrechen,und hatte hohes Fieber.:( Kam ins Krankenhaus per Notfall, und es stellte sich raus, das ich eine bakterielle Blutvergiftung hatte. K.H. und Klinik bestritten es, das es durch das M.T.X. kam. Aber in der Klinik hatte sich der Chefarzt versprochen, das es doch davon kam. man verschrieb mir sofort ein neues Basismedikament ( d.h.; ARAVA ). Damit komme ich bestens zu recht. :top:
    Natürlich muß es Dir nicht so ergehen wie mir, aber passe gut auf Dich auf:rolleyes:

    Gan, ganz liebe Grüße von
    Jonann!:top:
     
  5. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo,
    ja, die Aufklärung muss man sich wirklich selbst im Internet holen. Weil es so wenig internistische Rheumaärzte gibt und die auch nicht so gut entlohnt werden, ist die Zeit, die man beim Arzt hat, in der Regel knapp bemessen und das Gespräch sollte im eigenen Interesse immer gut vorbereitet werden. Ist ja schon gut, wenn Du freiwillig ein paar Zettel in die Hand kriegst. Wichtig: sammle Deine Laborbefunde und Arztberichte.

    Wenn Du ein Anti-CCP von 123,6 hast, so ist das schon sehr aussagekräftig (weil weit über der Norm) und spricht für eine chron. Polyarthritis (Rheumatoide Arthritis), auch wenn Deine Entzündungswerte wie BSG und CRP zur Zeit nicht hoch sind. Dann hast Du gerade keinen Schub. Dieses Knochenmarködem ist auch nicht so witzig, denn wenn es sich lange hält und ausbreitet, ist der Knochen irgendwann hin, dann hast Du garantiert eine röntgenolog. Veränderung. Habe auch ständig mit diesen Ödemen zu tun, sie sind schlecht!! für die Funktionsfähigkeit der Hand und sollten möglichst beseitigt werden.

    Ich würde erstmal MTX als Spritze probieren, geht ja nicht gleich so direkt auf den Magen. Dann kannst Du, wie Johann vorschlägt, Arava probieren. Das solltest Du Deinen Ärzten diplomatisch unterbreiten, wenn sie nicht selbst damit rausrücken. Ein Biological kriegt man erst, wenn "Holland dauerhaft in Not" ist. Das ist nicht nur teuer sondern auch ein ziemlich starker Eingriff ins Immunsystem und muss in jeder Richtung abgesichert werden. Außerdem ist es noch nicht so lange erprobt wie MTX, Arava und Cortison. Eine Cortisonspritze ins Handgelenk wirkt ja auch bei Ödemen manchmal Wunder. Dann ist auch noch eine Synovektomie zu erwägen, da wird das entzündete Gewebe wegoperiert, das macht der Orthopäde. Das würde ich an Deiner Stelle auch mal abklären. Gibt es bei Euch einen rheumatolog. Orthopäden?
    Es bleibt Dir leider nicht erspart, Dich selbst schlau zu machen und auch noch versch. Ärzte aufzusuchen, aber dadurch kannst Du viel an Lebensqualität gewinnen und das Schlimmste verhindern.
    Viele Grüße vom Alten Hasen
     
  6. Freakind

    Freakind Neues Mitglied

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    Vielen Dank für die Antworten, :)

    ich hoffe, dass ich auf lange Sicht einen Weg finde, mich mit den Basismedikamenten anzufreunden.
    Ich denke, ich werde als erstes nochmal Mtx versuchen, aber bei den geringsten Anzeichen, dass es mir wieder schlecht geht sofort absetzen.
    Andere vor mir haben auch einen Weg gefunden, warum sollte er sich mir verschließen? ;)

    Nochmals danke für die Antworten,
    liebe Grüsse,
    Freakind
     
  7. mreid

    mreid Neues Mitglied

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    Mtx

    hallo,
    Es ist aufgrund Deiner Vorinformationen eine gute Idee, MTX als Spritze zu nehmen. Ich habe ähnliche Symtome und nehme seit eineinhalb Jahre MTX, meine Beschwerden sind zwar noch da, aber nicht mehr so heftig wie vor einem Jahr. Ein wichtiger zusätzlicher Faktor, ist meiner Meinung nach, sich nicht so sehr auf jeden einzelnen Schmerz zu konzentrieren, sondern einen bestimmten Schmerzpegel zu akzeptieren und sich entsprechend abzulenken.
    Es ist aber sehr wichtig, das mit dem Rheumatologen in Ruhe zu besprechen.

    Alles Gute dafür.

    Maria
     
  8. Freakind

    Freakind Neues Mitglied

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    Hallo, :)

    ich habe vor ca. 5 Wochen das letzte Mal Mtx genommen, Prednisolon vor ca. 2 Monaten.
    Vor zwei Wochen begann mein rechtes Schienbein zu schmerzen, wie wenn man zu lange bergauf gegangen ist.
    Ich habe jetzt zwei Wochen Salbenverbände gemacht. Ein Arzt meinte, es handele sich um eine Überbelastung, Rheumasymptome wären anders. Schmerzen hatte ich in dem Sinne keine.
    An zwei Tagen war nach starkem Arbeitseinsatz im Garten der Knöchel geschwollen. Ist aber alles wieder im grünen Bereich.
    Heute will ich noch ein zweites Mal den neuen Hühnerstall streichen und habe vorsichtshalber nochmal das Bein umwickelt.
    Ansonsten geht es mir prächtig, keine Beschwerden, Schmerzen hatte ich im Fuß schon seit letztem Jahr nicht mehr.
    Ich muß mitte Juni zur Blutkontrolle und eine Woche später zum Gespräch bei meinem Rheumatologen.
    Ich denke, ich warte jetzt wirklich einfach mal ab, was die Blutwerte sagen und wie er sich dann äußert. Obwohl ich mit ihm nicht wirklich reden kann. Es ist ein internistischer Rheumatologe, der mir als aller erstes nur jede Menge Angst gemacht hat, wie ich enden würde, wenn ich MTX nicht nehme.
    Ich hatte ihm schon Ende letztes Jahres gesagt, daß ich mit dem MTX Probleme habe.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß es einem unter der Gabe eines Medikamentes schlechter gehen muss als ohne. Aber er wollte keine Grundsatzdiskussion mit mir führen. Muss er auch nicht.
    Ich denke, ich hatte mit meinem Rheuma bis jetzt sehr viel Glück.
    Denn Schmerzen wie hier im Forum beschrieben, kenne ich zum Glück noch nicht.
    Das schlimmste was ich hatte, war mein Bandscheibenvorfall und danach dann mehrfach Hexenschuss in der Lendenwirbelsäule sowie im Halsbereich. Aber das hat sich durch Sport, Rückenschule und Schmerzmittel gelegt und ich bin wirklich im grünen Bereich.
    Wenn es in den nächsten zehn Jahren so bleibt, habe ich ernsthaft ein Problem einzusehen, das ich ein Basismedikament überhaupt brauche.
    Aber ich warte jetzt erstmal die Werte der Blutuntersuchung ab, sehe, wie ich mit dem Arzt klar komme und dann überlege ich mir weiter, was zu tun ist.

    Liebe Grüße,
    Freakind
     
  9. Margot

    Margot Neues Mitglied

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    Mir geht es im Moment genauso!
    Ich habe MTX abgesetzt wg.verschiedener Beschwerden.Die meisten sind daraufhin weg.Jetzt habe ich allerdings Angst das ich wieder einen Schub bekomme.Im Juni habe ich einen Termin bei deer Rheumatologin,bin gespannt wie es weitergeht!
    Gruss Margot
     
  10. Freakind

    Freakind Neues Mitglied

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    Hallo Margot,

    ich habe jetzt seit fast 6 Wochen kein Mtx mehr genommen. Bisher kann ich rheumamäßig nur sagen: toi, toi, toi.
    Aber alleine die anderen Beschwerden nicht mehr zu haben, ist schon enorm.
    Ich werde bei meinem nächsten Besuch beim Rheumatologen mal nachhören, was er davon hält.
    Gelegentliche Schmerzen in den Fingern oder im Fuß sind je nach Wetterlage und persönlichem Empfinden schon da.
    Ich werde mal fragen, ob ich auf Avara umsteigen kann und das dann mal probieren.
    Aber bei den geringsten Anzeichen, daß mir das Medikament nicht bekommt, setze ich wieder ab.
    Über die Mtx-Spritze habe ich jetzt viel gelesen und mir Gedanken gemacht. Aber ich schrecke vor dem Spritzen zurück. Mir geht es noch nicht schlecht genug, als das ich das könnte.

    Lieben Gruß und alles Gute,
    Freakind :)
     
  11. manu1111

    manu1111 Wasserfrau

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    Mtx

    Hallo Freakind,

    ich nehme auch schon sehr lange MTX. Zuerst als Tabletten - die sind mir nach einer Zeit auch nicht mehr wirklich bekommen. Da mein Arzt auf meine "Beschwerden" mit der Gabe von "Antidepressiva" reagiert hat, habe ich den Arzt gewechselt und das MTX abgesetzt. Wie schön - mir war nicht mehr übel, ich fühlte mich wieder leistungsfähiger - alles war gut. Bei Schmerzen habe ich Diclos genommen. Das Ganze ging ca. ein 3/4 Jahr gut - dann schlug das Rheuma wieder zu und zwar heftigst. Der MTX Pegel, den ich vorher aufgebaut hatte, ließ nun nach. Ich musste also wieder zu dem Medi greifen und mein neuer Arzt empfohl mir die Spritze. Die Nebenwirkungen sind da nicht ganz so stark und das "Spritzen" ist ganz leicht - gar kein Problem. Trotzdem habe ich in starken Stressphasen immer mal wieder ein - zwei Spritzchen wegeglassen und immer die Quittung bekommen. Nun sind meine Knochen ziemlich kaputt.

    Du schreibst, wenn es zu schlimm wird, kannst du das immer noch nehmen. Ich würde dir raten, das gut abzuwägen. Denn wenn es zu schlimm ist - hilft irgendwann auch kein MTX mehr....

    Bei vielen Leuten ist die Krankheit mit der richtigen und vor allem "frühzeitigen" Behandlung gut in den Griff zu kriegen (z.B. nachhaltige Gelenkschäden)....vielleicht wäre das bei mir auch so gewesen..:confused:

    Ich möchte dir hier keine Angst machen - versteh das bitte nicht falsch :rolleyes:- ich möchte nur, dass du diese Krankheit nicht aus die "leichte Schulter" nimmst. :) Und "Arava" ist auch nicht ohne...

    Viele liebe Grüße

    manu
     
  12. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo manu,

    darf ich Dich fragen, was Du für Nebenwirkungen hattest vom MTX? Ich nehme 10mg in Tabletten. Übelkeit hält sich in Grenzen, auch die Müdigkeit. Nur werde ich extrem depressiv, und das geht auch nicht wirklich weg, erst nach 4-5 Tagen gehts mir wieder "normal".
    Ich bin natürlich nicht sicher, ob das vom MTX kommt, oder ob ich nur eine Wochenendphobie habe:a_smil08:
    Hast Du ähnliche Probleme gehabt (ich las Antidepressiva) - und ist auch dies von Spritzen besser geworden?

    danke!!
    Kati
     
  13. Freakind

    Freakind Neues Mitglied

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    Hallo Manu,
    vielen Dank für Deine Antwort.
    Leider hat sie mir wieder eine schlaflose Nacht beschert. Ich habe schon Angst, daß sich alles verschlimmert. :uhoh:
    Aber es ist so, daß ich mich jetzt wieder wie die "Alte" fühle und das ist auch nicht schlecht.
    Ich hoffe halt, daß es sich in Grenzen hält.
    Und gewisse Probleme sind bei meiner Tätigkeit (35 Jahre 8 Stunden täglich Schreibmaschine bzw. neuerdings PC und damit ein reines "Klick"-Programm, der Zeigefinger der rechten Hand findet das auch gar nicht toll) auch mit zunehmendem Alter vorprogrammiert.
    Ich hatte jetzt drei Wochen Urlaub und keinerlei Schmerzen. Jetzt sitze ich seit zwei Tagen wieder am PC und fühle mich wie gerädert. Ich kann es nicht auseinanderhalten, was kommt vom Rheuma, was von der Tätigkeit.
    Aber das ist trotzdem im Moment leichter zu ertragen, wie die Nebenwirkungen die ich durch Mtx hatte. Mit der Übelkeit konnte man ja leben. Aber die Depressionen und die damit verbundenen körperlichen Beschwerden fand ich nicht so toll. Und das ist ja jetzt das verführerische, daß diese Beschwerden nicht mehr da sind.
    Warten wir halt ab. :cool:

    Liebe Grüsse und alles Gute,
    Freakind
     
  14. manu1111

    manu1111 Wasserfrau

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    Hallo kathi,

    ich meine, dass im Beipackzettel vom MTX steht, dass es zu Depressionen kommen kann. Ich bin mir aber nicht ganz sicher. Habe den Zettel nur einmal - am Anfang - gelesen und dann lieber nicht mehr :o. Aber "depressive Löcher" können auch durch die rheumatische Krankheit ausgelöst werden sowei durch Cortisoneinnahmen. Die Antidepressiva, die der Arzt mir verschrieben hatte, waren zu dem Zeitpunkt völlig fehl am Platz! :mad: Ich bin da Realist und wenn die Antidepressiva angemessen gewesen wären, hätte ich sie genommen. Wahr ist, dass, wenn man -z.B. am Wochenende- zur Ruhe kommt, mehr Zeit hat, über seine Krankheit und mögliche Folgen nachzudenken. Da kann man schon mal "Depressionen" bekommen. Die sind aber eher "reaktiv". Depressionen werden erst dann "krankhaft", wenn sie ein Dauerzustand werden. Also, sieh das nicht zu eng...und lass dir keine Angst machen :). Die Spritzen habe ich in der Tat besser vertragen.

    LG

    manu :top:




     
  15. manu1111

    manu1111 Wasserfrau

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  16. Freakind

    Freakind Neues Mitglied

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    Hallo Manu, :)

    danke für Deine Antwort.
    Für mich ist das alles noch Neuland.
    Ich bin sehr verunsichert. :confused:

    Die Diagnose letztes Jahr hatte mich sehr überrascht. :eek:

    Durch meine Tätigkeit hatte ich immer Probleme mit Verspannungen, Gelenkbeschwerden usw.
    Das dann plötzlich so eine Erkrankung im Raum steht hat mich umgehauen.
    Ich danke für Deine aufmunternden Worte, ebenso allen anderen die mir geantwortet haben. :a_smil08:

    Im Moment frisst mich leider wieder so ein wenig die Angst auf, wirklich austauschen kann man sich privat auch mit niemandem.
    Mein Bruder hat MB, er hat wenig Verständnis, dass ich Mtx abgesetzt habe, er hat es allerdings auch noch nie genommen.
    Sein Medikament wird alle paar Wochen gespritzt, er hat am selben Tag Müdigkeit und das wars dann.
    Mein Mann hat OCPD und Asthma. Seine Sprays haben m.W. auch noch keine Nebenwirkungen bereitet. Sein Geheimrezept heißt "nicht dran denken". Super.
    Aber ich bin noch lernfähig und daher werde ich auch irgendwann mit mir und meiner Krankheit klar kommen. Wird schon werden. :top:

    Ich wünsche euch allen, dass es euch gut geht und besser wird (die Hoffnung stirbt zuletzt).

    Liebe Grüsse,
    Freakind

    Liebe Grüße
     
  17. mufflon

    mufflon Neues Mitglied

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    Hi Freakind,

    ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe rheumatoide Arthritis seit zwei Jahren und komme auch noch nicht wirklich damit zu recht. Mit Mitte zwanzig diese Diagnose zu bekommen hat mich erstmal umgehauen und ich kau jetzt noch dran rum. Und wirklich reden kann man auch mit niemanden darüber. MTX nahm ich jetzt die letzen 1 1/2 Jahren. Vertragen habe ich es „einigermaßen gut“. Mit der Zeit bekam ich "nur" Magenschmerzen und Sodbrennen bis zwei Tage nach der Einnahme. Und kurioser weise hatte ich auch 1 bis 2 Tage lang nach Einnahme vermehrt Gelenkbeschwerden. Darauf habe ich auch meine Rheumatologien angesprochen. Sie meinte, dass das eine Nebenwirkung von MTX ist. Mit meiner Rheumatologien habe ich anscheinend Glück gehabt, denn sie meinte wenn ich MTX nicht mehr vertrage, solle ich ihr dies gleich sagen (notfalls auch telefonisch) und wir versuchen es mit etwas anderem. Seit letzter Woche habe ich MTX jetzt auch abgesetzt. (Allerdings nicht wegen den Nebenwirkungen, sondern weil wir ein Kind möchten). Vielleicht solltest du dir einen neuen Arzt suchen. Denn gerade mit einer chronischen Krankheit sollte man wirklich einen guten Arzt haben.

    Mir macht diese Krankheit auch Angst und oft lasse ich mich davon runterziehen (meistens bei einem Schub). Dann hänge ich nur rum, bin schlecht gelaunt und maule alles und jeden an. Und dann kommt natürlich auch immer das Selbstmitleid, was ich persönlich am schlimmsten finde. Nach ner Zeit, wenn ich mich schon selbst nicht mehr leiden kann, versuche ich dann mir in den Hintern zu treten (manchmal hilft mir auch mein Mann dabei ;)), damit ich wieder in die Gänge komme. Ich humpel dann vor die Tür und setz mich in den Garten oder sonst wohin. Mit der Zeit geht es mir dann psychisch wieder besser. Wenn ich Angst bekomme versuche ich mir was Gutes zu tun um mich von der Angst abzulenken. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Ich denke die Angst gehört erstmal dazu bis man Erfahrungen gesammelt hat und die Krankheit „Alltag“ geworden ist. Dann verliert sie vielleicht auch ihren Schrecken.

    Ich wünsch dir jedenfalls alles Gute und dass du einen Weg findest damit zu recht zu kommen. :top:

    Viele Grüße
    mufflon
     
  18. Freakind

    Freakind Neues Mitglied

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    Hallo Mufflon,

    das mit den Gelenkbeschwerden hatte ich auch, aber ich habe gedacht, ich bilde mir das nur ein. :confused2:

    Seit ich Mtx abgesetzt habe, habe ich weniger Probleme. :a_smil08:
    Mein Bruder meinte allerdings, das könne auch z.Zt. am Wetter liegen.
    Das einzig negative im Moment ist, dass ich sehr auf meine Befindlichkeiten achte.
    Aber toi, toi, toi, bis jetzt alles im grünen Bereich. :a_smil08:
    Ich denke nicht, daß die Mißstimmungen bei mir von der cP gekommen sind. Denn jetzt ist schon seit Wochen alles gut.
    O.k. mal den einen oder anderen Tag, aber kein Vergleich zu vorher mit den Tabletten.
    Das schlimme daran war nur, daß der Rheumatologe sich da gar nicht dran gestört hat. Das sei mein Problem, da müsse ich sehen, wie ich damit klar komme.
    Meine Hausärztin ist mit der Situation bei mir überfordert gewesen. Hat sie mir letztendlich auch klipp und klar gesagt.
    Im Moment neige ich dazu mir neue Ärzte zu suchen, aber wirklich Lust dazu habe ich nicht. Dieser Aufwand wieder. Mir fehlt da einfach die Zeit. Ich warte jetzt einfach meinen nächsten Besuch beim Rheumatologen ab.

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück. :)

    Liebe Grüße,
    Freakind