MTX jetzt beginnen, habe wegen Corona Angst...auch wegen Krebsgefahr

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Gabi12, 6. Januar 2021.

  1. Gabi12

    Gabi12 Registrierter Benutzer

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    Hallo Ihr lieben Forenmitglieder,
    ich wünsche Euch erst einmal ein gutes gesundes und schönes neues Jahr:oink2:!!!
    Ich war hier schon ewig nicht mehr unterwegs. Aber mir liegt schon seit den letzten Wochen was auf dem Herzen, was ich gerne mal mit Euch "besprechen" möchte.
    Ich habe seit 1997 RA, nehme seit 2008 überwiegend 5 mg Presdnisolon, dazwischen habe ich verschiedene "Mittel" bekommen (vieles abgebrochen, da nicht gewirkt, oder erhebliche Nebenwirkungen), aber habe aufgrund von einigen Schicksalsschlägen Angst, dass ich durch die Medis u. a. auch wieder erhebliche Nebenwirkungen bekomme....
    Nun zu meiner Frage, ich habe seit Februar 2020 eine Packung MTX-Pens (Haltbarkeit bis 07/2021), welche ich ja da anfangen sollte/wollte, aber da Corona kam, habe ich erstmal einige Wochen abwarten wollen und im Endeffekt bis heute hab ich nix gespritzt:bigcry:. Meine Arthritis ist eigentlich ziemlich ruhig, meine Hände (Finger) verändern sich immer mehr, kann keine Faust mehr machen, der Zeigefinger geht noch ganz gut (links vermehrt Schwanenhalsdeformität). Dadurch haben natürlich meine Muskeln sehr nachgelassen und ich habe ab und zu Schmerzen an den Muskelansätzen z. B. am Ellenbogen/Armbeuge und kann die Arme z. B. beim Zähneputzen schlechter bewegen. Gehe 2 x die Woche zur Ergo.
    Die typische Arthritis habe ich schon jahrelang nicht mehr und meine Entzündungswerte sind oft normal, oder nur leicht erhöht.
    Im August war ich zuletzt bei meiner Rheumatologin (Oberärztin), die zu einer Mitarbeiterin (welche für die Informationen für die Medis/Spritzen zuständig ist) sagte: "Hach, jetzt hat sie wieder eine andere Ausrede" (weil ich das jetzt immer noch nicht gespritzt habe seit Febr.). Fand ich echt unglaublich so etwas zu sagen....:eviltongue:
    Ich hatte MTX vor 22 Jahren für 3 Jahre als Tablette genommen, was mir sehr gut geholfen hatte und vertragen habe, aber da hatte ich noch die typische Arthritis, mit heißen roten geschwollenen Gelenken. Da ich auch des Öfteren gelesen habe, dass man mit 5 mg Presdnisolon (lange Dauer) schon einen schweren Verlauf bei Corona bekommen kann sowie generell die dauerhafte Einnahme davon wohl gefährlich (nach neuesten Erkenntnissen) wäre, kann ich mich zur Injektion nicht überwinden, wer weiß, was durch die Medikamente passiert. Zumal meine Tochter Anfang September dann noch in Quarantäne musste und die Zahlen ja seit dem nicht besser geworden sind.
    Jetzt habe ich allerdings gelesen, dass man durch MTX auch Krebs (schwarzer Hautkrebs oder Lungenkrebs z. B.) bekommen kann. Meine Mutter ist vor 3 Jahren recht schnell an schwarzem Hautkrebs verstorben:bawling:. Was ich nicht verstehe, wenn es doch auch hochdosiert zur Chemotherapie eingesetzt wird, darum kann man davon Krebs bekommen???
    Ich fühle mich hin- und hergerissen, aber ich dachte, jetzt in Zeiten vom Lockdown, könnte ich doch damit anfangen, wenn jetzt nicht wieder diese Krebsangst wäre....
    Was meint Ihr:smhair:???

    Sorry, bisschen durch einander geschrieben.

    Liebe Grüße
    Gabi:flowerface::xyxwave:
     
  2. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Du hast seit 23 Jahren Rheuma und fragst JETZT, was Du tun sollst? Ich versteh Dich nicht ganz.
     
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  3. Birte

    Birte Registrierter Benutzer

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    MTX erhöht meines Wissen nicht die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Corona-Verlauf. Es gab im letzten Jahr eine Studie dazu, deren Ergebnis war, dass Prednisolon über 10mg das Risiko erhöht, Biologicals das Risiko verringern.

    Zum Krebsrisiko - ich hatte bisher nur von einem erhöhten Risiko für weißen Hautkrebs gehört. Das heißt aber nicht, dass man automatisch Krebs bekommt, sondern das Risiko,, Krebs zu bekommen ist vielleicht etwas höher als das der Normalbevölkerung. Ich nehme seit Jahrzehnten MTX, erst als Tablette, dann als Spritze. Öfter krank als andere bin ich nicht und Krebs habe ich (toi toi toi) bisher auch nicht bekommen.

    Ich würde es mit dem MTX probieren, zumal du es ja schonmal als Tablette genommen hast. Ein Leben mit versteiften Gelenken ist auch nicht schön. Die Entscheidung liegt natürlich bei dir.

    Viel Glück!
     
  4. B.one

    B.one Registrierter Benutzer

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  5. Gabi12

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    Liebe Birte,
    ja, das mit den 10 mg Prednisolon habe ich auch gelesen, neulich habe ich aber einen neueren Bericht gelesen, wo das mit den 5 mg stand. Ebenso habe ich hier im Forum gelesen, dass es wohl schon Erkrankungen mit dem malignen Melanom DURCH MTX gibt.

    Generell noch mal zur Info. Mein Rheuma war fast 10 Jahre von 24 nicht aktiv.
     
  6. Savi

    Savi Registrierter Benutzer

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    Ich schreibe mal aus meiner Sicht.
    Die Arthritis scheint in eine weitere Stufe gewandert zu sein, dauerhafte Verformung, weniger akute Entzündung. Wäre für mich dann Zeit schnellstens was zu machen, damit das nicht weiter geht.
    MTX wurde schon einmal sehr gut vertragen und hat wohl für eine lange Zeit die Krankheit zur Remission gebracht.
    Ich hatte selbst schon MTX und ich werde vierteljährlich vom Hautarzt auch wegen der Einnahme auf Hautveränderungen (Hautkrebs) kontrolliert. Reine Vorsicht da ich weiterhin andere Immundrepressiva nehme und es auch nach absetzen diverser Medikamente erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Halbjährlich wäre bei reiner Hautkrebsvorsorge ausreichend.
    Zu Corona, hat mein Rheumatologe angemerkt, dass meine Medikamenteneinahme eher Positiv als Verstärkend zu sehen ist.
    Am Ende wäre für mich nur die Frage ob mir MTX die Gefahr bleibender Schäden verringern kann, bevor mir diese ernsthaft ein Handicap darstellen.
    LG
    Savi
     
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  7. Gabi12

    Gabi12 Registrierter Benutzer

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    Danke Savi für deine Mitteilung.
    Zur Hautkrebsvorsorge gehe ich alle 6 Monate, allerdings habe ich wirklich sehr viele Leberflecken....bei meiner Mutter wurde das Melanom nicht gefunden....
     
  8. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Öhmmm,das ist doch ein Widerspruch in sich - deine Gelenke verformen sich sichtlich, die Bewegung ist zunehmend eingeschränkt, und dann meinst du wirklich ernsthaft, die Arthritis wäre ruhig? Was, denkst du, ist dann los bei dir?
    Natürlich kannst du selbst entscheiden, ob du dein Medikament nimmst oder nicht, aber was soll man da raten? Mir scheint, für dich ist die Entscheidung schon dagegen gefallen, dann wirst du damit leben müssen, dass deine Beweglichkeit immer mehr eingeschränkt wird mit all ihren Begleiterscheinungen.

    Was das Krebsrisiko und die Corona-Angst angeht, da wäre es vielleicht nicht verkehrt, ein bisschen zu entspannen. Vor beidem kann man Vorsorge treffen - wobei es im Leben nie Garantien gibt, dass Einen nicht vielleicht ein Bus überfährt oder was auch immer - du gehst regelmäßig zur Vorsorge (ich hoffe, nicht nur auf die Haut bezogen ;)) und was die Gefahren durch Covid angeht, da kann man auch nicht wissen, was Einen da noch erwartet. Jedenfalls scheint es aber so zu sein, dass gerade bei Immunsuppression die Gefahr schwerster Auswirkungen wohl eher geringer ist als bei nicht Supprimierten. So zumindest mein letzter Stand der Dinge. Aber dazu gibt es mittlerweile etliche Infos im Netz.

    Ich wünsche dir etwas mehr Gelassenheit bei diesen Themen und etwas mehr Mut bei der Behandlung deines Rheumas. Bedenke, ein kaputtes Gelenk kriegt man nicht mehr heile...
     
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  9. kukana

    kukana Moderatorin

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    @Gabi12
    Deine Arthritis ist eben nicht ruhig. Die arbeitet sich im Hintergrund an Sehnen Muskeln und Bindegewebe ab. Wenn sich dann Sehnen verkürzen verformen sich als nächstes die Gelenke.

    Ich selbst habe zusätzlich auch Arthrosen und muss immer ganz genau hinsehen was nun welchen Schmerz verursacht. Seit Anfang Dez. hab ich einen kleinen Rheumaschub den ich mit 10mg Cortison und Diclofenac abfangen konnte. Nehme aber jetzt wieder zum Humira MTX.

    Wenn du nach so langer Rheumazeit nicht verstanden hast deine Therapie zu gestalten dann wird das jetzt schwierig.
     
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  10. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Mit guter ärztlicher Beratung kann mans doch hinkriegen.
    Und man kann dazulernen und jetzt versuchen alles richtig zu machen.
    Die Anmeldung hier ist doch schon mal ein Schritt und hilft vielleicht, den richtigen Weg zu finden und zu verstehen, dass eine Behandlung notwendig ist.
    Und das wurde ja nun deutlich gesagt.
     
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  11. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest


    Gabi,

    dann hast du wohl etwas falsch verstanden. Niemand kann sagen, ob MTX einen "schwarzen" Hautkrebs oder auch einen nicht-schwarzen (weißen) Hautkrebs verursacht. Man weiß lediglich statistisch, dass die Häufigkeit der zweiten Sorte unter immunsuppressiver Therapie etwas höher liegt als in der Gesamtbevölkerung. Das gilt aber auch für Rheumatiker ohne MTX oder andere Therapien.....

    Abgesehen davon sind beide Hautkrebsarten vor Allem der vermehrten Sonneneinwirkung zuzuschreiben - hier insbesondere der wesentlich ernster zu nehmende schwarze Hautkrebs.

    Was deine Ängste angeht, nur soviel:
    1. MTX hat dir geholfen und soll deine RA zurückdrängen sowie deine Prednisolondosis senken.
    2. Die Cortisondosis ist der maßgebliche Faktor für die Infektneigung für alle möglichen Erreger - also auch für Corona; insbesondere die Virusabwehr wird durch Cortison maßgeblich beeinträchtigt, und eine Dosis von 10 mg ist m.E. nicht mehr ganz niedrig.
    3. Deine Hände verformen sich zunehmend; das ist mit deiner Aussage, dass dein Rheuma "ruhig" ist, nicht vollständig kongruent.

    Was zu tun ist, diskutieren deine Ärzte seit einem Jahr mit dir - und du tust etwas Anderes als das Empfohlene. Ich finde daher die Bemerkung der Oberärztin keineswegs unglaublich - versuch bitte auch einmal, deren Perspektive zu verstehen: du gehst regelmäßig dorthin, weil du eine Behandlung möchtest - das Rezept für die nicht ganz billigen PENS löst du ein, obwohl du noch gar nicht weißt (bis heute!!), ob du sie nehmen willst.
    Nichts für ungut, aber das ist eine sehr ambivalente Haltung, weil dir ohne dein eigenes Mitwirken niemand wird helfen können.......und genau das fehlt seit mindestens einem Jahr.
    Was also erwartest du von deinen Ärzten??

    Ob du deinen Ängsten (die man sachlich relativieren kann, wenn du darüber sprichst....) den Vorrang vor einer wirksamen Behandlung *edit gibst (gibts), musst du dennoch selbst entscheiden - mit allen Konsequenzen.

    Versuch dich nochmal in Ruhe zu sortieren und entscheide dann - aber offen und ehrlich und bitte das nächste Mal vor Einlösung des Rezepts ;)
     
    #11 7. Januar 2021
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Januar 2021
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  12. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    vielen Dank...einmal mehr....für Dein Wissen, liebe Resi!
    Das mit dem Hautkrebs ganz gleich welcher "Farbe" oder Bezeichnung, wußte ich überhaupt noch nicht. Wieder was gelernt :1syellow1:
     
  13. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    @Gabi12 : Wenn dich deine Ängst vor dem MTX und Corona davon abhalten, eine gute Basistherapie zu beginnen und du lieber in Kauf nimmst, dass deine Gelenke kaputt gehen und du deshalb irgendwann mal im Rollstuhl sitzen wirst, dann würde ich dir eine Psychotherapie empfehlen. Ich habe seit 2000 Rheuma und habe auch viele viele Jahre keine Basismedikamente genommen, weil ich panische Angst vor den Nebenwirkungen hatte. Ich habe dann auf Anraten meiner Hausärztin eine Psychotherapie gemacht und diese hat mir wirklich sehr geholfen. Ich habe angefangen MTX zu nehmen (wurde wegen Nebenwirkungen abgesetzt), danach bekam ich Arava (hat nicht geholfen). Dann sollte ich Enbrel nehmen und da meine Rheumatologin von meinen Ängsten weiß (sie sind weiterhin da, ich habe sie aber unter Kontrolle), hat sie mich für die ersten beiden Spritzen in die Rheumaklinik in Baden-Baden eingewiesen. Inzwischen nehme ich das Enbrel seit fast 6 Jahren, und meine Arthritis ist zur Ruhe gekommen. Ich möchte dir deshalb diesen Weg, wenn du es alleine nicht schaffst, das MTX wieder zu nehmen, ans Herz legen.
     
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  14. Gabi12

    Gabi12 Registrierter Benutzer

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    @Resi Ratlos
    Also, das Rezept hatte ich eingelöst, da war das mit Corona in Deutschland erst der Anfang. Leider hatte das Rezept für die Folsäure da gefehlt, hab ich aber erst bemerkt, als ich die Pens in der Apotheke geholt hatte. Bis ich das Rezept hatte (Ärztin ist über 40 km entfernt), war ich verunsichert, mit MTX anzufangen, wegen Corona, da es hieß, es wäre eine Lungenerkrankung und ich hatte vor ein paar Jahren eine schwere Lungenentzündung vom Enbrel. Hätte ich die Folsäure gleich gehabt, hätte ich 100 % im Februar damit angefangen....

    Ansonsten, geb ich Euch mit Euren Ausführungen absolut recht. Mir ist natürlich klar, was es heißt, wenn meine Gelenke noch mehr Schaden nehmen. Wobei meine Fingergelenke nicht wirklich kaputt sind. Ich habe genetisch ein schwaches Bindegewebe und überbewegliche Gelenke, die auch ohne Rheuma vorhanden wären.
     
  15. kukana

    kukana Moderatorin

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    Die Packung Folsäure kostet nicht viel hätte man auch so kaufen können.
     
  16. Maggy63

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    Liebe Gabi, ich habe das Gefühl, dass dir etwas Aufklärung fehlt, was eine rA überhaupt ist und wie sie sich äußern und austoben kann. Nicht böse gemeint, ich finde nur, dass dir ein bisschen an Wissen fehlt und du deinen 'Zustand' nicht richtig einschätzt.
    Wenn es soweit ist, dass sich in Optik und Funktion was zum negativen verändert, ist der Zug schon ein paar Stationen zu weit gefahren. Vielleicht kannst du dich doch überwinden und eine medikamentöse Therapie beginnen, um weitere Schäden zu vermeiden.
    Auch nicht zu vernachlässigen sind Schäden, die nicht so sichtbar sind, zum Beispiel kann die Gefahr eines Herzinfarktes bei Rheumatikern erhöht sein, das 'durfte' ich leider schon selbst erleben. Welche Auswirkungen chronische Entzündungen im Körper haben können, kann man sich zu Anfang gar nicht vorstellen, das soll jetzt keine Angst machen, aber darauf hinweisen, dass es nicht gut ist, nichts dagegen zu tun.
    Mit Physio alleine ist der Entzündungsaktivität nicht Herr zu werden, die kann höchstens begleitend eingesetzt werden, um die Beweglichkeit möglichst zu erhalten, die Organe haben leider nix davon.
    Ich würde sagen, informieren, was das Zeug hält und den Therapievorschlägen der behandelnden Ärzte vertrauen.
     
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  17. Savi

    Savi Registrierter Benutzer

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    Ich bekomme momentan lauter Sommersprossen, wie ein Kumpel aus Irland meinte, habe ich wohl irgendwo kleine Feen in der Nähe. Grins.
    Die Gefahr bei Hautkrebs besteht wirklich meist daran dass er zu spät erkannt, also schlichtweg übersehen wird. Ich lass meine Frau regelmäßig drüber gucken und berichte dem Hautarzt von Neuerungen. Der schaut sich dann alles an und hat mir auch schon 2 Muttermale vorsorglich entfernt. Somit fühle ich mich gut Versorgt und sicher.

    Nun hoffe ich, dass du etwas beruhigter bist, was MTX betrifft.
    Zum Thema Hautkrebs würde ich meinen Arzt auch über die Erkrankung der Mutter informieren. Nach meiner Erfahrung nehmen sich die Ärzte dann meist mehr Zeit und klären auch anders auf.

    LG
    Savi
     
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  18. Lagune

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    Es gibt da zwar ein gewisses Risiko oder Nebenwirkung, allerdings wird es ja bei rheumatischen Erkrankungen viel niedriger dosiert und somit ist eigentlich das Risiko doch gering. Sich nicht zu therapieren lassen sehe ich hier als viel größeres Risiko an und entzündliche rheumatische systemische Erkrankungen können auch das ganze Organsystem angreifen, wie hier schon erwähnt wurde.

    Mein Vater hatte unter anderem auch rheumatoide Arthritis und er nahm mehrere Jahre MTX und er wurde damit 91 Jahre alt.
     
  19. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    Die Schwanenhalsdeformierung der Finger ist eine klassische Folge der nicht (ausreichend) behandelten chronischen Polyarthritis, soweit ich weiß.
    ich wünsche Dir viel Mut zur Überwindung Deiner Ängste und Erhaltung Deiner Gelenke.
     
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  20. Maki

    Maki Mitglied

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    Liebe Gabi, deine Problematik kommt mir so bekannt vor, ich habe auch wahnsinnig rumgezappelt am Anfang meiner Erkrankung. Das Forum hat mir geholfen. Danke an dieser Stelle! Und mein Partner, der nichts gesagt hat aber einfach da war. Du kannst dich darauf verlassen, dass diese Chatter hier mit Sicherheit mehr Erfahrung und Überblick haben. Geballtes Wissen sozusagen. Ich musste schon ein bisschen schmunzeln mit deiner Oberärztin, denn genau so erzählst du ja. Nicht böse sein. Aber jetzt schnapp dir deine Oberärztin, wer von uns verfügt schon über so etwas Wertvolles!, und bitte sie das nächste Mal um mehr Verständnis für deine Situation. Das wird ihr so peinlich sein, dass sie sich extra Zeit nehmen muss. Kannst du vielleicht mit einem kurzen Satz ausdrücken, warum dieses Mtx jetzt für dich so ein Widerstand ist? Wäre dir mit Tabletten geholfen? Und kleiner Tipp, ich habe bei Hausarzt und Rheumatologin Briefmarken hinterlegt. Die Kassen haben letztes Quartal das Portobudget, das abrechenbar ist, tatsächlich reduziert. Rezepte per Post sind kein Problem mehr.
    Na kurz, es muss etwas geschehen, damit du die Therapie durchführst. Kann vielleicht deine Tochter dabei sein? Auch wenn deine Tochter schon groß ist, hat man eine Verantwortung für seine Gesundheit. Das würde sie nicht verstehen können, wenn du eine entscheidende Therapie versemmelst. Was würdest du ihr raten, wenn sie in einer solchen Situation stecken würde?
     
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