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MTX+Depressionen?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von spiritrider, 17. März 2009.

  1. spiritrider

    spiritrider Neues Mitglied

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    Hallo Leidensgenossen!

    Ich wollte euch mal fragen, ob ihr unter MTX (10 mg Spritze 1x die Woche) auch unter Depressionen leidet?

    Ich hab meinen HA schon vor Wochen mal darauf angesprochen, dass ich sehr gereizt bin, ungeduldig etc. Das Zusammenleben mit mir wird zusehends schwieriger:cool:

    Er hat das dann mit der Bemerkung abgetan, dass er sowas noch nicht gehört habe, andere NW schon, aber Depris nicht.
    Nun hab ich mal gesurft und durchaus gefunden, dass unter MTX Depris auftreten können.

    Lasst mal so eure Erfahrungen hören...

    Ich hab das Gefühl, dass es bei mir schlimmer wird, ich könnte bei jeder kleinen Gelegenheit losheulen, obwohl das sonst absolut nicht mein Ding ist. Bin eigentlich ein recht positiver, vitaler Mensch, dem auch so schnell nix zu viel wird, aber jetzt:(

    Freue mich schon auf eure Antworten!
     
  2. Miffy

    Miffy Neues Mitglied

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    Ich habe das nur mit ner hohen Dosis Cortison - allerdings bin ich seit MTX öfter schnell negativ in meiner Denkweise. Mein Mann sagte vor kurzem so schön:" für dich gibt es nur noch schwarz und weiß - keine Graustufen mehr."

    Also ich weiß ja nicht in welchem Ausmaß du depressiv bist, aber vorstellen kann ich mir es sehrwohl
     
  3. spiritrider

    spiritrider Neues Mitglied

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    Danke Miffy,

    es ist jetzt nicht so, dass ich bloss noch depressiv bin, aber wehe, etwas läuft nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe....

    Mir ist halt auch aufgefallen, dass ich neuerdings sehr nah "am Wasser gebaut" habe, was eigentlich überhaupt nicht zu mir passt. Ich muss wirklich wegen Banalitäten losheulen. Dazu eben noch diese Gereiztheit,
    ist nicht angenehm...

    Lg
    spirit
     
  4. biene2

    biene2 Neues Mitglied

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    Hallo spiritrider,

    geht mir genauso!
    Irgendwie macht mir das auch Angst! mein Ich veraendert sich. Ich bin nicht mehr ich.
    Bisher dachte ich das es an der Krankheit an sich liegt, aber das es von MTX kommen koennte hab ich nicht gedacht.
    Ich hatte schon Angst das die Krankheit so langsam auch mein Nervensystem befaellt.

    Viele Gruesse
    Biene2
     
  5. Sita

    Sita Mitglied

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    ich auch

    Habe das bei mir selbst auch schon gemerkt, ging von unendlichem Schlafbedürfnis (14 Std./Tag), schnell aggressiv, schnell am Wasser, manchmal merke ich es selbst, manchmal weniger.
    Wenn ich dann mal MTX abgesetzt hatte, waren diese "Reaktionen" seltsamer weise auch wieder im Normalbereich.
    Die Ärzte sehen doch nie einen Zusammenhang mit den Medikamenten, schon nicht aus Angst dass man dann Absetzen könnte (meine Erfahrung und nicht nur mit MTX).
    Ich würde sogar behaupten, dass die meisten Basismedikamente zumindet bei mir eine psychische Komponente haben, die mir meistens erst rückblickend auffällt, wenn ich abgesetzt habe.
    Aber da das Rheuma auch nicht "ohne" ist, läuft es auf eine Gradwanderung hinaus, was an NW ist man bereit in Kauf zu nehmen.
    Vielleicht ein Trost, dass du nicht alleine mit deinen Beobachtungen bist.
    Sita
     
  6. spiritrider

    spiritrider Neues Mitglied

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    Grüss euch und danke für eure Antworten.

    Ich hab heute nochmal meinen HA drauf angesprochen und auch dahingehend den Wunsch geäussert, dass ich das Basismedi wechseln möchte.

    Er hat dann bei meinem Rheumatologen angerufen, wir müssen auf Rückruf warten, ich geh dann morgen nochmal hin.

    Ich hab ihm klargemacht, dass MTX ja nicht soo toll anschlägt und ich trotzdem noch Schübe habe. Deshalb bin ich auch nicht bereit, die Depris als NW eines Medikamentes hinzunehmen, das eh nicht besonders wirkt.

    Von seitens des HA aus hab ich grünes Licht, mal schauen was der Rheumadoc sagt. Ich habe ehrlich gesagt, keine Lust, mit 50 Jahren auch noch mit Depris anzufangen, mein RA reicht mir völlig aus;)

    LG
    Sylvie
     
  7. karine

    karine Neues Mitglied

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    hallo zusammen

    auch ich habe gemerkt, dass mtx auf meine stimmung schlägt. etwa 3 std. nach dem spritzen bekomm ich den "heuler", könnte einfach nur weinen, werde empfindlich (auf äusserungen anderer) und vertrag einfach nix mehr. depressiv in dem sinne würde ich das nicht nennen, denn etwa 24 std. nach dem spritzen bin ich soweit wieder "normal"... soweit man mich normal nennen kann *hihihi*.
    vielleicht noch zur info, ich spritze mir nur 7,5 mtx, also gar nicht viel und trotzdem reagiere ich darauf (auch andere nebenwirkungen).

    so, ich wünsche euch noch einen schönen sonntag!
    grüessli,
    karine
     
  8. queenkiss01

    queenkiss01 Neues Mitglied

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    ZU HAUSE - Neuss
    Hm , kommt mir aber auch bekannt vor , seit der einnahme von MTX und Kortison bin ich leider auch schnell gereizt und gehe schneller hoch .
    Auch das ich manchmal super gute laune habe und dann auf einem mal abstürze , aus banalen gründen - und dann wie in einem gefängnis bin und erst nach ein paar stunden wieder ok bin.

    lg chris
     
  9. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo,
    wenn ihr genau überlegt: seid ihr nicht depressiv, weil die Krankheit euch überfordert? So schnell wirkt MTX ja nicht, Cortison haut auch auf die Psyche, dazu kommen die bestehenden rheum. Beschwerden, die durch MTX n i c h t schlagartig aufhören, sondern sich nur langsam verziehen, wenn man Glück hat. Das ist ein langer Prozess. Grüße vom Altern Hasen
     
  10. spiritrider

    spiritrider Neues Mitglied

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    Alter Hase,

    sicherlich spielt das auch zu einem Teil mit, klar überfordert einen die Erkrankung psychisch oder bringt einen zumindest an die Grenzen, aber ich hatte schon sehr den Eindruck, dass es unter dem MTX deutlich schlimmer geworden ist.

    Ich habe ja auch schon jahrelang Schmerzen, aber dass ich wegen jeder Kleinigkeit losheule und "kein Licht mehr am Horizont" sehe, das war mir neu. Nach Rücksprache mit dem Rheumatologen hab ich das MTX abgesetzt und ich hab schon das Gefühl, dass es mir besser geht.

    Ich hab im I-Net gefunden, dass Depressionen als NW bei MTX zwar selten,aber durchaus bekannt sind. Hier würden auch keine Antidepressivas helfen, sondern nur der Umstieg auf ein anderes Basismedi. Ich hab am 21. jetzt wieder einen Termin beim Rheumatologen, mal schaun, was er dann vorschlägt.
     
  11. spiritrider

    spiritrider Neues Mitglied

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    Ich nehm morgens und abends noch eine Targin (Opioid), dann ist es einigermassen erträglich, hoffe jetzt aber endlich mal auf eine vernünftige Kompletteinstellung durch den Rheumatologen, mal schauen, was der nächste Termin bringt.
     
  12. pablo56

    pablo56 Neues Mitglied

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    facetteninfiltration

    hallo anne,
    ich kann dir, was die facetteninfiltration angeht, nur mut machen. meine mutter hat es in unterschiedlich langen abständen mehrmals ambulant bekommen.
    sie war danach ca. ein halbes jahr schmerzfrei. die einstichstelle wurde vorher örtlich betäubt und sie sagte, es sei nicht schmerzhaft, bzw. kaum.
    gute besserung,
    gruß pablo56:top:
     
  13. Artep

    Artep Neues Mitglied

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    @spirit - Hast Du mal Deine Schilddrüse untersuchen lassen? Ich kenne das aus den Zeiten meiner schwersten Überfunktion. Meist habe ich gleich an der decke geklébt. Damals habe ich auch meinen Ex-Mann rausgeschmissen, was aber eine Befreiung war. Dann folgten Zeiten der Unterfunktion mit Depression, Heul-und Panikkrämpfen.
    Vielleicht kannst Du ja mal Deinen Doc drauf ansprechen?

    @anne - Die Infiltration wird ja unter örtlicher Betäubung gemacht und per CT kontrolliert. Keine Angst. Ich hatte danach jedes mal ca. 3 Monate Ruhe. Dann hatte ich eine lasergestützte Denervierung, also Nervenenden zerschossen. es ging mir gut, aber ca. 8 Monate dnach bekam ich Nervenschmerzen, die nicht ohne waren. Jetzt nehme ich gegen den Schmerz Lyrica, die aber auch einiges an NB zu bieten haben.

    MTX hat bei mir nach ca. 6 Wochen gewirkt, ich hatte 4 Wochen das Gefühl, endlich befreit zu sein. Ich konnte ohne Schmerzen aufstehen (bis auf die Sprunggelenke), ich konnte mich ohne Angst (vor dem Ruheschmerz) ausruhen. Leider fangen die Schmerzen wieder an, obwohl auf 20 ml erhöht wurde.

    LG Petra
     
  14. DM80

    DM80 Neues Mitglied

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    MS
    Ergebnis

    Bin gerade auf diesen Beitrag gestoßen, würde mich ja mal interessieren wie es Spiritrider heute geht u was das Gespräch beim Arzt ergeben hat, danke ;-)
     
  15. karine

    karine Neues Mitglied

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    ich bin unterdessen auf 15 mg mtx und das seit ein paar jahren. den depro tag nach dem spritzen habe ich immer noch, nur noch stärker. vor einem jahr habe ich mtx abgesetzt (versuch ob ich es wirklich brauche) und siehe da, keinerlei depressive verstimmung mehr!
    klar spielen die schmerzen auch immer eine rolle aber es ist definitiv das mtx!
    ernst genommen wird man damit von den ärzten aber nicht, leider.
     
  16. DevonRex

    DevonRex Neues Mitglied

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    Hallo!
    Der Beitrag ist ja schon was älter, aber kurz meine Erfahrung mit MTX:Ich bekam unter MTX schlimmste Depressionen und meine Rheuma-Ärztin sagte, das wäre eine Nebenwirkung von MTX, die zwar nicht sooo häufig ist, aber durchaus vorkommt!
    1 Woche nach dem Absetzen von MTX ließen die Depris dann nach und verschwanden dann ganz.
    LG, DevonRex
     
  17. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Ja, ich hatte unter Mtx immer den Gedanken, ich sterbe bald...
    ich war negativ und antriebslos.
    Kam vom Mtx. Nach drei Wochen ohne mtx war es besser, 10 Monate danach plane ich wieder mein Leben... sterben? Frühestens mit 110!!!

    Kati
     
  18. Isabella Brigitte

    Isabella Brigitte Neues Mitglied

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    MTX und Depression

    Hallo Spiritrider,

    ich hatte unter MTX Tabletten ähnliche Symptome. Ich habe angefangen sie zu nehmen und schon nach ein paar Wochen ging nichts mehr, ich lag auf der Couch und habe geweint, konnte mich kaum um meine Kinder kümmern. Nach dem absetzen wurde es besser, wer aber jetzt trotzdem gegen Depression behandelt. Ich hatte das Gefühl das sich meine Gemütslage sehr verschlechtert hatte.

    Gruß Isa
     
  19. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

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    Da sieht man mal wieder, wie verschieden die Menschen sind und wie unterschiedlich Medikamente bei diesen wirken können. Bei mir ist es genau umgekehrt. Mit der richtigen Dosis MTX bin ich belastbar und psychisch ausgeglichen, spritze ich zu wenig, bin ich irgendwann antriebslos und werde depri. Aus diesem Grund musste ich meinen Versuch, von 12,5 mg auf 10 mg zu reduzieren nach einigen Wochen leider abbrechen.

    Spiritrider hat das Forum meines Wissens nach einem Eklat verlassen, aber vielleicht liest sie ja noch manchmal mit.