MTX befeuert erneute Schübe?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Maki, 12. Juli 2021.

  1. Maki

    Maki Mitglied

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    Hallo, wie bereits geschildert, soll ich wieder MTX nehmen und damit das Cortison auf Null fahren können. Mit wechselnden Nebenwirkungen mache ich mich wöchentlich ans Lantarel. Es polarisiert irgendwie. Es gab am Anfang völlig unbeschwerte Tage. LWS- Schmerzen begannen vorletzte Woche. Da konnte ich 2 Tage nicht sitzen. Jetzt habe ich das gleiche seit letzte Woche Mittwoch Abend und es wird nur schlimmer. Auch die BWS ist beteiligt. Da ist es ein furchtbares Brennen, teilweise auch Brustbein. Die LWS Schmerzen sind dumpf und hängen auch im Gesäß. Tilidin hilft nicht viel. Nachmittags so 3 Stunden Ruhe und dann beginnen die Schmerzen meist stärker von neuem. Ich mache 2x die Woche online Yoga aber auch damit wird es eher schlechter. Einen MRT Termin habe ich in 10 Tagen bekommen. Davon wirds ja auch nicht besser. Der alte Radiologie Chef sagte immer, "dann hast halt a Buidl vom Schmerz". Also Frage: kann das MTX auch als Solches einen Schub auslösen?
     
  2. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Eigentlich wäre es unlogisch, und ich habs noch nicht gehört, denn es bremst ja die Immunabwehr, damit sie sich nicht weiter gegen das eigene Gewebe richtet. Wenn man es absetzt riskiert man einen Schub.
    Ich weiß nur, dass es Monate dauern kann, bis es wirkt. Bei mir warens 5 Monate.
    Wie lange nimmst du es denn schon?
     
  3. tilia

    tilia Bekanntes Mitglied

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    Hallo Maki,
    hast du denn das Cortison schon auf Null gefahren? Und wenn ja, wie schnell und von welcher Dosis ausgehend?
     
  4. Maki

    Maki Mitglied

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    Danke für eure Antworten. Ich übe mit Lantarel schlappe 4 Wochen. Cortison war Mitte Mai wegen dem fraglichen Hörsturz auf 10 mg für 1 Woche, dann langsam runter. Wegen der Osteopenie und Daumenschwellung sollte MTX rein und Cortison raus
     
    #4 12. Juli 2021
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2021
  5. Maki

    Maki Mitglied

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    Ich hatte es gestern mit Null probiert, dann konnte ich mich aber um 11 Uhr noch nicht rühren, wieder O,5 mg Prednisolon rein. Das war aber glaube ich nur 1 Prise für die Psyche.
     
  6. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Nach 4 Wochen wirkt Lantarel vermutlich noch nicht, und da Kortison abdosiert wird, wirkt es nicht mehr.
    Da deine Medikamente nun vorübergehend nicht ausreichen, kann sich ein Schub gemeldet haben.

    So würde ich es einschätzen.
     
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  7. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Axo, ich glaub, je schneller man abdosiert, umso stärker kann sich ein Schub melden. Würde zu deinem Problem passen.

    Deshalb wurden mir max. o,5 mg runter im Monat angeraten.
     
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  8. Maki

    Maki Mitglied

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    Ok. Dann weiter Geduld? Was bleibt mir anderes übrig. Das mit den o,5 alle 4 Wochen erscheint mir sinnvoll. Veränderungen in der Dosierung empfinde ich immer als Stufe. Das sagt einem aber auch keiner.
     
  9. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Die Dosierung schreibt der Arzt bei mir schon seit Beginn ganz genau auf. Ich hab bisher immer einen genauen Plan bekommen und wurde eindringlich gewarnt, zu schnell runter zu dosieren, weil es üble Folgen haben kann, denn Kortison würde in viele Stoffwechselprozesse eingreifen.

    Im Schub hochdosieren darf ich natürlich inzwischen selbständig, und dann wieder genau nach Plan runter, wobei ich noch langsamer runter gehe, als auf dem Plan steht.
     
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  10. Maki

    Maki Mitglied

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    Tja, weil ich als Krankenschwester arbeite, hat man mir das immer in die Hand gedrückt, du machst das schon. Aufklärung über Cortison habe ich so nie bekommen, eher hat man es mir nicht abgekauft, dass ich z.Bsp. mit 20 mg einfach nicht Auto fahren kann, weil ich dann schlecht sehe und nicht mehr weiß, wo rechts und links ist. Und ich muss zugeben, dass ich die Psycho Nummer lange geglaubt habe, weil es ordentlich ins Hormonlebe eingreift. Und vor 4 Wochen hieß es, sofort von 2,5 auf Null. Ich habe drum gebettelt, mit 1 mg weitermachen zu können. Da wird man einfach nur hingestellt, dass man sich die seltsamen Befindlichkeiten nur einbilden würde. Liebe Chrissi, dann mache ich morgen früh mit 1mg weiter und schau erst mal. So ist es einfach eine Hundsquälerei. Danke:biglaugh::bussi:
     
  11. tilia

    tilia Bekanntes Mitglied

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    Leider ist nicht jeder Arzt so sorgfältig...
    Maki, wahrscheinlich brauchst du noch eine höhere Dosis Cortison, bis sich das Lantarel positiv bemerkbar macht. 1mg erscheint mir sehr wenig.
    Kannst du deinen Arzt erreichen und das genau durchgehen, mit allen Vor- und Nachteilen? Du schriebst etwas von Hörsturz usw...
    (Wobei ich mich wundere: Eigentlich wird Cortison ja gegen Hörstürze eingesetzt. Oder habe ich da was missverstanden?)
     
  12. Maki

    Maki Mitglied

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    Nee, war schon richtig. Hatte mich nur zu spät gemeldet, da ich seit Mitte April rasende Kopfschmerzen und Tinnitus hatte und erst nach Pfingsten zum HNO Arzt gegangen bin. Der sagte, für Hörsturzbehandlung sei es zu spät, das Cortison 10 mg seit 1 Woche sei zuwenig gewesen und hat mich dann zum Orthopäden geschickt, der mir eine komplett schiefgegangene Tinnitus Therapie angedreht hat. Stoßwellentherapie und Akupunktur. Die Geschichte habe ich schon hier erzählt. Nein, ich glaube nicht, dass meine Rheumatologin nicht sorgfältig ist, sie glaubt einfach; dass man sich, wenn man vom Fach ist, den Stoff einfach aneignen kann. Auch wenn sie wusste, dass mir der Bereich völlig fremd war. Einfach ist jedoch in dieser Sparte überhaupt nichts. In Oberammergau hieß es letztes Jahr alle 2 Wochen 1 mg runter. Da war ich schon total überrascht. Und habe natürlich versucht, Die Zeit abzuschätzen, bis auf Null. Da hatte ich noch nicht begriffen, dass das Cortison wirklich ein tolles Medikament ist. Es hat mich wirklich keiner gewarnt. Und im September habe ich 3 Tage mit Null probiert und es war, als hätte man mir den Stecker gezogen. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, meine Rheumatologin anzurufen, dafür hatte ich garkeine Kraft mehr. Also seit April schlage ich mich ständig mit Schüben rum. Ihr habt mir geholfen mit euren Erklärungen. Ohne eine wirksame Medikation komme ich aus dem LWS Schmerz nicht raus. Ich habe durchaus den Eindruck, dass Tilidin, Ibu und Novalgin garnicht wirksam sind. Ibu hat mir noch nie etwas gebracht schmerztechnisch. Aber nach Frakturen habe ich es immer brav nach Anordnung genommen. So, also morgen 1 mg, höher braucht's hoffentlich nicht, ich werde berichten :flowerface:
     
    #12 12. Juli 2021
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2021
  13. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Als ich mit MTX anfing, nahm ich gleichzeitig 20 mg Prednisolon - abdosierend. Nach 5 Monaten war ich - genau nach Einnahmeplan - bei 5 mg angelangt, als gleichzeitig MTX wirkte. So hat es gepasst.

    Ich bin auch vom Fach und löchere meine Ärzte, bis ich alles weiß, was ich denke wissen zu müssen, um bis zum nächsten Termin über die Runden zu kommen. Den Rest hab ich hier erfahren, denn hier wissen alle, wovon sie reden, denn sie erleben es.
    Ärzte habens nur gelesen und hörens von jedem Patienten vermutlich anders, nie selbst gespürt, denk ich mir.

    Mir wurde mal im Krankenhaus gesagt, die letzten 2,5 mg Prednisolon könnte ich einfach weglassen, das ist ja homöopathische Dosis.
    Dieser Chefarzt kennt es zwar von seiner Seite aus, medizinisch mag das auch kein Problem sein, aber er hat noch nie 2,5 mg abgesetzt, und dann einen Schub bekommen.
     
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  14. kukana

    kukana Moderatorin

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    Bevor man Cortison reduziert sollte das Basismedikament wirken. Bei MTX dauert das ca. 12 Wochen, bei manchen azch länger.
    Dein Schub kommt also von der zu frühen Reduzierung. Nicht vom MTX.
     
  15. Maki

    Maki Mitglied

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    Danke euch allen. Den Text mit der homöopathischen Dosis habe ich auch oft gehört. Und ich bekam immer das Gefühl, dass ich mich nicht bilderbuchmäßig zeige. Ich bin euch echt dankbar.
     
  16. Maki

    Maki Mitglied

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    Ich sollte wirklich sofort mit Cortison aufhören. Aber es geht nicht. Eure Erfahrungen geben mir echt zu denken. Ich hatte heute Mittag tatsächlich eine gute Phase von 6 Stunden. Bin erleichtert. Ihr habt alle recht gehabt und mich etwas weiter gebracht:1blue1:
     
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  17. Maki

    Maki Mitglied

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    Ihr Lieben,
    Nächsten Donnerstag abends als letzte habe ich MRT LWS. Ich habe jetzt viel in den Archiven hier gestöbert. Es heißt vorm MRT Cortison absetzen. Damit man was sieht? Mein Schub ist jetzt wenigstens am Nachmittag abgemildert mit 1 mg Cortison, dafür bin ich schon dankbar. Die LWS ist so steif, was soll ich davon haben, dass die Entzüngung besser zu sehen ist , wenn das Cortison weg ist? Zumal ich dann einfach nicht liegen könnte. Die Radiologie hat mir auch einen früheren Termin morgens um 7 angeboten. Allein bei der Vorstellung möchte ich schreien. Ich kann aber vermelden, dass das Ibu ausnahmsweise gut hilft. Weiß jemand die Maximaldosis?
     
  18. Catwoman55

    Catwoman55 Bekanntes Mitglied

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    Ja, das mit dem Absetzen kann ich verstehen. Ich habe auch im Frühjahr auf Anraten meines Rheumatologen das Cortison abgesetzt. Auch von 2.5 mg nochmals auf 1.25 mg dann auf 0. Die ersten zwei Wochen dachte ich das klappt, dann ging es wieder los mit den Beschwerden (Sz - nicht so extrem aber störend und Morgensteifigkeit). Also reicht mir das Leflunomid, das ich als Basis habe nicht aus. Jetzt habe ich den Salat. Auf der einen Seite war's gut, dass ich vom Cortison unten war wegen der vielen Impfungen (Shingrix, und Covid) andererseits hat sich dann auch noch ein Karpaltunnelsyndrom gezeigt und jetzt soll ich auf Biological eingestellt werden, was mir Mühe macht weil ich denke die Kombi mit Leflunomid und 2.5 mg Prednisolon war eigentlich super (keine Beschwerden - Remission). Und es heisst ja immer "never change a winning team".
     
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  19. Aida2

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    Mhhhh @
     
  20. Clödi

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    Bei 1mg Cortison brauchst du dir wohl keine Sorgen zu machen, dass das MRT dadurch nicht aussagekräftig sein könnte. Ich würde es daher nicht weglassen.

    Die maximale Einzeldosis liegt bei 800mg. Die Tageshöchstdosis bei 2400mg.
     
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