1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

MTX, Angst und 1000 Fragen

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Margit, 22. Januar 2004.

  1. Margit

    Margit Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Dezember 2003
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Fehring
    Hallo Ihr Lieben,
    hab soeben von meinem Rheumatologen den Termin für meine Einstellung
    auf MTX zum spritzen bekommen. Bin schon irgendwie vorbereitet gewesen,
    nun aber doch voll daneben.
    Ich hab irgendwie Angst, das ganze nicht so auf die Reihe zu bekommen.
    Leide auch schon wegen der Erkrankung cP, da ich einfach noch nicht
    richtig damit umgehen kann, das gerade auch ich daran erkrankt bin.
    Will meine Familie mit meinen Problemen auch nicht ständig belasten und
    so weine ich dann halt im stillen Kämmerlein, wenn es gar nicht mehr geht.
    Wer hat Erfahrung mit dem spritzen von MTX. Es hat geheißen einmal die
    Woche. Gibt es Nebenwirkungen, die nach dem spritzen auftreten? Wie
    ist das wenn man in Urlaub ist? Werden die Schmerzen (Handgelenke, Knie-
    und Knöchel ) dann schnell besser oder dauert es länger?
    Ich hab schon so viele Beiträge gelesen und bitte euch, mir ein bisschen
    zu helfen.
    Ich danke euch schon recht herzlich und wünsch allen eine schmerzfreie Zeit.
     
  2. Meyer

    Meyer Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2003
    Beiträge:
    84
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niedersachsen
    Hallo liebe Margit,

    ich bekomme sei April letzten Jahres MTX gespritz. Wir sind ganz niedrig bei 5 bzw. 7,5 mg angefangen. Ich bekomme jetzt 15 mg jede Woche gespritzt. Diese Dosis wird jetzt nochmal erhöht, weil ich das Cortison noch nicht ausschleichen kann.
    Mit MTX geht es mir erstmals nach 2 jähriger Dauerschubphase wieder besser.

    Nebenwirkungen:
    Ich habe immer Kopfschmerzen danach und ein bißchen Übelkeit. Seit zwei Monaten
    auch immer wieder Entzündungen im Mund. Bekomme jetzt Folsäure dazu. Außerdem
    bin ich etwa 1 Tag ein bißchen müde und schlapp.

    Ich kann dir nur raten versuchs. Meine Lebensqualität ist gestiegen(genau wie meine Leberwerte ). Ich hatte und habe immer etwas Angst vor MTX, aber keine Alternative .
    Wenn man gut eingestellt ist, gut betreut und kontrolliert wird ist MTX eine gute Sache.

    Nur Mut!
    Hoffe ich konnte dir helfen.
    Liebe Grüße
    Nea
     
  3. Mali

    Mali friedliche Elfe

    Registriert seit:
    5. Januar 2004
    Beiträge:
    419
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Lüdenscheid (Sauerland, NRW)
    Hallo Margit,

    ich bekomme seit Dienstag MTX- Spritzen. Ich soll mir die Dinger selbst verabreichen. Der Dok hat uns das gezeigt. Sie werden subcutan, also unter die Haut im Bauchbereich gespritzt. Ich habe damit kein Problem. Im Urlaub bin ich dadurch unabhängig. Ich habe eine Packung für 5 Wochen zu Hause. Nebenwirkungen sind bis jetzt auch ausgeblieben. Aber da reagiert jeder anders drauf, und es war ja auch erst die 1.Spritze. Dazu muss ich 24h später 2 Tabletten Folcur (Folsäure) nehmen.

    liebe Grüße,

    Mali
     
  4. Guggi

    Guggi Guest

    Hallo Margit,

    ich hatte insgesamt 7 Spritzen hinter mir als die Leberwerte um das 10fache gestiegen sind. Neue Laboruntersuchungen zeigen jetzt, daß sich die Werte wieder normalisiert haben. Mein Rheumatologe geht davon aus, daß meine Werte verwechselt worden sind, da sie sich normalerweise nicht schon nach so kurzer Zeit wieder normalisieren können. Ich werde also mit MTX weitermachen. Ich spritze auch selbst, um immer unabhängig zu sein. Nebenwirkungen hatte ich gar keine.

    Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mir auch gern mal eine PN senden. Hier im Forum findest Du viele Beiträge zum Thema MTX, aber wenn man wie Du eine gezielte Frage stellt, dann antworten sehr viele darauf und das ist sehr, sehr schön.

    Übrigens: Als ich das erste Mal gesagt bekam, daß ich mit MTX behandelt werden müsste,
    habe ich bitterlich geweint. Ich dachte, ich könnte meine Schmerzen nur mit Gymnastik, Wassergymnastik, Tens, Fahrradfahren und gezielter Krankengymnastik bekämpfen. Das
    schafft alles nur eine tolle Linderung für den Alltag, aber die Ursache wird dadurch leider
    nicht bekämpft.

    Viele Grüße.
    Guggi
     
  5. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

    Registriert seit:
    8. Januar 2004
    Beiträge:
    411
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Thüringen
    Ich habe zwar keine Erfahrungen mit MTX...

    aber ich kann Dir ansonsten sehr gut nachfühlen.
    Ist doch gar nicht so unverständlich, daß Du mit Dir selbst und dem Annahmen des cP erstmal zutun hast und nicht gerade Freudensprünge machst, weil Du es hast. Ich selbst habe seit über 35 Jahren cP - hat als Kind mit 6 Jahren angefangen und weiß, wie es ist. Wie lange weißt Du, daß Du cP hast ?
    Du wirst Deinen Weg finden, glaube mir. Und wenn Dir dabei immermal nach Weinen ist, dann weine, schimpfe oder klage. Das entlastet die Seele etwas. Jedenfalls besser als alles zu schlucken und langsam aber sicher einzugehen wie eine Primelchen im Topf.
    Ich habe auch oft weinen müssen und manchmal erwischt es mich an schlimmen Tagen auch heute noch.
    Zum MTX möchte ich nur sagen, auch wenn ich selbst keine Erfahrungen damit habe, denke ich, es bringt Dich bestimmt weiter. Ich habe hier von vielen gelesen, daß es ihnen gut geholfen hat. Letztendlich ist es wichtig, daß Dir das Medikament hilft, Deine Lebensqualität zu verbessern. Und wenn Du es Dir sogar selbst spritzen kannst , bist Du auch nicht so abhängig im Urlaub. Aber auch an Urlaubsorten gibt es Docs, die Dir das spritzen können. Du mußt dann nur eine Verordnung dabei haben von Deinem behandelnden Arzt, soweit ich weiß.

    Mach Dir jetzt erstmal nicht zu viele Gedanken, versuche es einfach. Ich würde mich freuen, wenn Du wieder schreibst, wie es Dir weiter ergangen ist.

    Ganz liebe Grüße und angenehme Tage mit wenig Schmerzen
    wünscht Dir Nenufar
    Übrigens
     
  6. Iti

    Iti Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    516
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    ROW
    MTX und tausend Fragen

    Hallo Margit

    Begrüße Dich hier im Forum erst einmal recht herzlich. Schön, dass Du zu uns gefunden hast.
    Aber Vorsicht, Rheuma Online kann süchtig machen.

    Seit Oktober 03 bekomme ich einmal wöchentlich 20 mg MTX iv. gespritzt und nehme außerdem noch Decortin H z. Zt. 7,5 und 10 mg im tägl. Wechsel. Bin am herunterschleichen mit dem Corti.
    Bekomme diese Meds. aufgrund einer unspez. Kollagenose. Sie sind mir in einer Reheumaklinik verordnet worden. Wahrscheinlich muss die MTX Dosis bei mir noch erhöht werden, da meine Erkrankung im Moment sehr aktiv ist. Habe nächste Woche einen Kontrolltermin beim Rheumatologen und der hat es schon so halbwegs angekündigt.

    Das MTX vertrage ich bisher recht gut. Bin an dem Tag und den dauffolgenden lediglich etwas müde und das Essen schmeckt mir dann nicht so gut. Kann ich aber ganz mit umgehen.
    Darum lass ich es mit immer erst am späten Nachmittag spritzen, so dass ich dann so einiges verschlafe. Folsäure nehme ich auch anschließend. Nach der Einnahme davon verschwinden die Befindlichkeitssrörungen dann recht bald.
    Anfangs war ich ganz überrascht und auch noch etwas unbedarft, als man mir in der Rheumaklinik sagte, dass ich MTX nehmen sollte (zuvor habe ich nur hochdosiert Corti genommen) aber im nahhinein muss ich sagen dass es so gut ist, denn die Corti Nebenwirkungen sind erheblich schwerer.

    Dass Du oft traurig bist kann ich gut verstehen.
    Es ist nicht so einfach sich an den Gedanken zu gewöhnen so eine Erkrankung zu haben und auch die Beschwerden sind ja nicht ohne. Habe selber auch oft daran zu knabbern es wird aber langsam besser und Rheuma Online hat mit dabei geholfen.

    Wünsche Dir alles Gute, nicht so viele Schmerzen und das MTX hat schon vielen geholfen

    Iti
     
  7. Iti

    Iti Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    516
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    ROW
    MTX und tausend Fragen

    Hallo Margit

    Begrüße Dich hier im Forum erst einmal recht herzlich. Schön, dass Du zu uns gefunden hast.
    Aber Vorsicht, Rheuma Online kann süchtig machen.

    Seit Oktober 03 bekomme ich einmal wöchentlich 20 mg MTX iv. gespritzt und nehme außerdem noch Decortin H z. Zt. 7,5 und 10 mg im tägl. Wechsel. Bin am herunterschleichen mit dem Corti.
    Bekomme diese Meds. aufgrund einer unspez. Kollagenose. Sie sind mir in einer Reheumaklinik verordnet worden. Wahrscheinlich muss die MTX Dosis bei mir noch erhöht werden, da meine Erkrankung im Moment sehr aktiv ist. Habe nächste Woche einen Kontrolltermin beim Rheumatologen und der hat es schon so halbwegs angekündigt.

    Das MTX vertrage ich bisher recht gut. Bin an dem Tag und den dauffolgenden lediglich etwas müde und das Essen schmeckt mir dann nicht so gut. Kann ich aber ganz mit umgehen.
    Darum lass ich es mit immer erst am späten Nachmittag spritzen, so dass ich dann so einiges verschlafe. Folsäure nehme ich auch anschließend. Nach der Einnahme davon verschwinden die Befindlichkeitssrörungen dann recht bald.
    Anfangs war ich ganz überrascht und auch noch etwas unbedarft, als man mir in der Rheumaklinik sagte, dass ich MTX nehmen sollte (zuvor habe ich nur hochdosiert Corti genommen) aber im nahhinein muss ich sagen dass es so gut ist, denn die Corti Nebenwirkungen sind erheblich schwerer.

    Dass Du oft traurig bist kann ich gut verstehen.
    Es ist nicht so einfach sich an den Gedanken zu gewöhnen so eine Erkrankung zu haben und auch die Beschwerden sind ja nicht ohne. Habe selber auch oft daran zu knabbern es wird aber langsam besser und Rheuma Online hat mit dabei geholfen.

    Wünsche Dir alles Gute, nicht so viele Schmerzen und das MTX hat schon vielen geholfen.

    Iti







    Iti
     
    #7 24. Januar 2004
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2004
  8. Trivia

    Trivia Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    229
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niederrhein
    Hallo Margit,

    vielleicht kann ich Dir mit meinem Beitrag etwas Mut machen. Ich nehme MTX (20 mg.) seit 1,5 Jahren, spritze selbst und habe kaum Nebenwirkungen. Bei mir hat die Wirkung so nach 8-10 Wochen eingesetzt. Sehe es als Chance, dass es Dir hoffentlich bald besser geht. Ich kam Anfangs auch nicht mit der Diagnose klar und hatte schwere Depris.
    Letztendlich mußt Du für Dich Deinen Weg finden, aber ich habe meine Gefühle nicht versteckt. Dafür ist Familie ja da, dass sie einen unterstützt und hilft in solch schweren Lebenssituationen. Du würdest das bestimmt auch machen für Deine Familie. Versuche sie zu informieren, was Du genau hast und beziehe sie mit ein. Dann werden sie umsomehr Verständnis haben.
    Im Urlaub nehme ich die Spritze entweder mit oder ich steige kurzfristig auf Tabletten um, da die Spritzen kühl gelagert werden müssen.
    Ich wünsche Dir alles, alles Gute!
    Trivia
     
  9. Annette1

    Annette1 Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juni 2003
    Beiträge:
    66
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bayern
    Hallo Margit,

    ich habe auch seit 4 1/2 Jahren cP, seit 4 Jahren nehme ich MTX (15 mg), zuerst als Tabletten, dann als Spritzen, da die Tabletten für mich nicht ausreichend gewirkt haben. Mit den Spritzen habe ich auch weniger Nebenwirkungen; ich empfinde die Übelkeit nicht so lange wie bei den Tabletten. Inzwischen habe ich auch das Spritzen (in die Bauchdecke) gelernt, so dass ich unabhängig bin. Wie schnell die Wirkung einsetzt, kann ich nicht so genau sagen; ich habe zuerst Cortison genommen (ca. 3 Monate), das ich aber wieder ganz ausschleichen konnte, da inzwischen das MTX gewirkt hat. Meine Blutwerte sind gut, manchmal sind die Leberwerte ganz leicht erhöht, aber das ist nicht weiter schlimm.

    Ich lebe und arbeite (Vollzeit im Bürobereich) wie "Gesunde", fahre Skilanglauf (wie heute) oder fahre mit dem Rad, arbeite im Garten. Schmerztabletten gegen Rheuma nehme ich sehr selten; lediglich Wetterumschwünge merke ich in meinen Gelenken. Ich habe also bisher großes Glück mit meiner Krankheit gehabt und hoffe, dass dieser Zustand auch möglichst lange anhält.

    Damit wollte ich dir nur zeigen, dass die Krankheitsverläufe sehr unterschiedlich sind und sich durch diese Krankheit nicht das ganze Leben ändern muss, auch wenn man am Anfang meint, dass die Welt über einen hereinbricht.

    Also, viel Erfolg bei der MTX-Therapie und herzliche Grüße
    Annette :)