1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

MRT-Befunde richtig beurteilt?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von lumpi64, 11. August 2016.

  1. lumpi64

    lumpi64 Mitglied

    Registriert seit:
    15. März 2013
    Beiträge:
    688
    Zustimmungen:
    6
    Hallo allerseits,

    ich habe manchmal tatsächlich das Gefühl, als würde Radiologen die MRT-Befunde nicht immer richtig auswerten bzw. nicht alles in ihrem Befund aufzählen. Das ging mir nun schon 2 mal so. Die ISG-Entzündung sah der Orthopäde, der Radiologe fand alles ok. Vor kurzer Zeit war ich wg. meinem Knie in der Röhre und dabei wurde der Innenbandabriss und der Meniskusanriss erwähnt....das lädierte Kreuzband und die Sehnenansatzentzündungen aber nicht. Mein Orthopäde schaut sich die Bilder erst mal ohne mitgeschickte Befunde an und wertet selber aus. Er sitzt mit mir dabei gemeinsam vor dem Monitor und erklärt mir jeden hellen und dunklen Fleck. Er lobt aber jedes mal die gute Qualität der Bilder, bei den Befunden schüttelt er des Öfteren mal den Kopf. Nur mit dem Befund meines Sprunggelenkes ging er völlig konform.

    Jetzt war ich wg. meiner HWS im MRT - gleiches Institut wg. der guten Bilder. Den Befund und die CD habe ich nun selbst, Termin beim Neurochirurgen habe ich demnächst. Im Befund werden die BSV C5/C6 und C6/C7 überhaupt nicht erwähnt (obwohl selbst ich die auf den Voraufnahmen (ein paar Jahre her) sehr gut sehen kann. Ebenfalls finden Unk- und Spondylarthrosen keine Beachtung, die aber in den beiden Vorbefunden (andere Institute) erwähnt wurden. Find ich seltsam.....

    Allerdings muss ich sagen, dass der Radiologe das jetzige MRT mit KM gemacht hat wg. der PSA. Es ist aber von degenerativen Veränderungen des Atlantodentalgelenks die Rede. Das könnte auch mit meinen Beschwerden übereinstimmen. Nackenschmerzen, Armschmerz mit Schwäche und Dysästhesien im Arm und Gesichtshälfte. Ist ok so und lt. Befund wohl nicht weiter schlimm (das widerum freut mich:top:). Jetzt werde ich demnächst die Bilder dem Neurochirurgen zusammen mit den Voraufnahmen vorlegen und bin jetzt echt gespannt, was der sagt.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Es geht mir jetzt nicht darum, Fachärzte zu verunglimpfen....aber etwas komisch find ich das dann doch:rolleyes:
     
  2. atmosphere

    atmosphere Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juli 2014
    Beiträge:
    203
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Ja habe ich ohne Ende. Bei mir sind schon Erosionen gefunden worden die nicht da sind, Vorbefunde weg gelassen worden, Entzündungen in Gelenken gefunden worden, die gefragt waren und gar keine Probleme haben. u.u.u. Selbst gesicherte Diagnosen wurden schon verneint.

    Man muss dazu wissen, das Radiologen im Allgemeinen nur das beurteilen nach dem auf der Überweisung gefragt wird und nicht alles was technisch möglich und sichtbar ist. Es sei denn sie finden was grundsätzlich auffälliges. Das ist aber so gut wie nie der Fall.
    Zu Deutsch, wenn du sowieso Arthrose hast werden die das nicht immer wieder im Bericht erwähnen, wenn Dein Arzt nicht gerade eine Verlaufskontrolle anfragt.
    Allerdings wäre ich auch vorsichtig mit der Beurteilungsfähigkeit von MRT Bilder bei niedergelassenen Ärzten auch wenn es ein guter Orthopäde ist.
    MRTs sind sehr komplex und nicht umsonst ist das eine eigene medizinische Ausrichtung.
    Dann gilt auch gerne mal .... drei Ärzte drei Meinungen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
    Nach meiner nun 30 jährigen Erfahrung mit dem ganzen schul-medizinischem Apparat und wirklich unzähligen MRTs bin ich der Meinung man muss sich leider als Patient damit gut auseinander setzen um eine Übersicht seiner Erkrankung zu bekommen. Je nach Arzt kann der mehr oder weniger dabei helfen. 100% verlassen würde ich mich nie auf eine Aussage.
     
    #2 11. August 2016
    Zuletzt bearbeitet: 11. August 2016
  3. Kunozerus

    Kunozerus Mitglied

    Registriert seit:
    3. Mai 2015
    Beiträge:
    86
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Wendland, wo die Wölfe wohnen
    Hallo,

    vielleicht gucken die nur auf das, was auch in der Anforderung vom überweisenden Arzt steht? :vb_confused:

    Ich hatte das auch schon (z.B. bei Problemen im Mittelfingergrundgelenk), dass auf der Überweisung Verdacht auf Blablabla stand, genau das wurde dann auch im schriftlichen Bericht des Radiologen erwähnt, aber eben nur das. Und das daneben liegende Zeigefingergrundgelenk, aus dem das nächste Ödem schon rauswinkte, wurde nicht mal angeguckt.
     
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. März 2012
    Beiträge:
    3.886
    Zustimmungen:
    17
    Ort:
    Bayern
    Ich hab das auch schon gehört, dass wohl nicht alle Radiologen die MRT-Bilder richtig auswerten können.

    Bisher bin ich meist an gute Radiologen gekommen, die die Bilder sehr gut und ausführlich kommentiert haben. Einer war vor Jahren ein bisschen übereifrig und hat meine Bandscheibenschäden und -vorwölbungen derart dramatisiert, dass ich befürchtete, ich sei nun reif für den Sperrmüll. Meine Rheumatologin konnte mich dann beruhigen, indem sie mir erklärte, dass solche Befunde häufig seien und viele, die nichts davon wissen, auch gar keine Beschwerden hätten.

    Beim letzten MRT meiner HWS gab mir ein Radiologe einen mündlichen Kurzbefund und zeigte mir auf den Bildern ein paar Bandscheibenvorfälle, die schuld seien an meinen Nervenschmerzen. Den Befund schrieb dann seine Kollegin, die nur Vorwölbungen sah; die Knorpelringe seien noch intakt. Ich hab ja auch sonst keine Beschwerden an der HWS. (Im Endeffekt war es dann eh eine Nervenentzündung, die mir die Schmerzen bereitete.)

    Es ist also gut, wenn der überweisende Arzt sich die Bilder selber anschaut und nicht nur den Radiologiebericht liest.
     
  5. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.712
    Zustimmungen:
    31
    Ort:
    Gelsenkirchen
    Schlechte Befundung ist mir auch schon passiert, deshalb verlasse ich mich nie auf die Befundberichte
    der Radiologen.
    Mein Neurologe und auch der Orthopäde sehen sich immer erst die CDs an und sagen, was sie darauf sehen.
    Anschliessend vergleichen sie mit dem Radiologenbericht und häufig erfolgt ein Kopfschütteln :). Besonders
    bei neurologischen Befunden liegen die oft daneben.

    LG Heidesand
     
  6. lumpi64

    lumpi64 Mitglied

    Registriert seit:
    15. März 2013
    Beiträge:
    688
    Zustimmungen:
    6
    Moin allerseits,

    dann berichte ich mal;) War inzwischen beim Neurochirurgen. Der Radiologe hat die BS-Vorfälle sozusagen unter den "Tisch fallen lassen", weil sie sich im Gegensatz zu den Voraufnahmen nicht wesentlich verändert/verschlechtert haben. Die Arthrosen auch nicht.....das find ich super. :top::top: Die Kopfgelenkarthrose weniger, wobei die auf den Bildern nicht so schrecklich dramatisch aussieht. Ärgern tut die mich trotzdem:confused:.

    Musste wg. der Hüfte (wieder beg. Coxitis, ein Indiz, dass Cimzia nicht mehr so wirkt, wie es soll) einen Cortisonstoß machen. Aber erst nach dem MRT;). Aber meine Beschwerden waren dadurch absolut gebessert. Jetzt bin ich wieder bei 2,5 mg/Tag und alles wieder wie vorher. Das find ich blöd.....:vb_confused:

    Entzündungen waren im MRT nicht zu sehen.....wurde netterweise mit KM gemacht.....na ja, beruhigend, dass sich diese BS-Vorfälle nicht verschlechtert haben. Allerdings riet mir der Neurochirurg doch noch mal zu einem Kopf-MRT. Immer mal wieder kommt diese Verdachtsdiagnose einer MS zur Sprache, konnte aber noch nie gesichert werden. Diese unspezifischen Entmarkungsherde haben lt. den Ärzten ganz viele Menschen im Kopf. Mhhh.....ich selbst glaub da auch nicht so wirklich dran. Und irgendwie hab ich auch keinen Nerv, wieder zum Arzt z. B. Neurologen zu marschieren.
     
  7. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2009
    Beiträge:
    3.443
    Zustimmungen:
    84
    Ort:
    Norddeutschland
    habe meine letzten Aufnhamne von LWS und ISG vom Neurochirurgen prüfen lassen - ist mit der Auswertung des Radiologen identisch...

    Muss nun doch Tableten nehmen 2 x eine Novalgin... wenn das in 14 Tagen keine Besserung bringt, wird mir unter CT Aufnahme ein Lokalanästhetikum in die Stelle gespritzt,wo die Ursache meiner Beschwerden liegt....