Hallo. Ich bin 31 und seit fast einem Jahr an diesem MO erkrankt.
Immer wieder kriege ich zu hören, dass es total untypisch ist, als Frau in diesem Alter daran zu erkranken. Aber es ist nunmal so.
Angefangen hat das Ganze im März 2007 mit Schmerzen an der rechten Seite. Erst dachte ich, ich wäre wieder schwanger (was sich im Nachhinein aus bestätigt hatte) aber das waren nicht die Schmerzen. Ich bin natürlich nicht gleich zum Arzt. Erst Mitte April bestätigte mir der Gynäkologe die Schwangerschaft, meinte aber zugleich, dass mein Urin nicht in Ordnung wäre. Bin dann gleich zum (unfähigen) Urologen und der gab mir Antibiotika und ich sollte wegen einer Blasenentzündung in einer Woche wieder kommen. Zwei Tage später habe ich das Kind verloren (war in dem Moment nicht so dramatisch, denn die Schmerzen waren unerträglich) Am 26. April 2007 ging ich dann lieber mal zu meinem Hausarzt, dieser schrieb mich dann erstmal krank, denn vor Schmerzen konnte ich nicht mehr arbeiten. Am Zweiten Mai bin ich dann selber nachts als Notfall mit meinern Mutter ins KH gefahren. Die legten mir zwar gleich einen Fistel Katheter, wußten aber überhaupt nicht, was ich überhaupt habe. Nach einer Woche KH entschie man sich dann (LEIDER) mir meinen ganzen Bauch lang runter aufzuschneiden. Man entnahm zwar eine Gewebeprobe, wußte aber immer noch nicht damit anzufangen. Nach 16 Tagen KH und Dauer-Antibiotika verwies man mich in ein anderes KH. Dort erkannte man sofort an der Gewebeprobe den MO. Ich bekam dann ab Ende Mai Kortison und Cellcept.
Im Juli konnte man dann endlich den Fistel Katheter in eine Harnleiterschienung tauschen. Aber ständig hatte ich einen Harnleiterinfekt und schluckte ständig Antibiotika. Gegen viele AB bin ich nun schon immun.
Zum großen Glück meinte eine entscheidende Person bei meiner Arbeit mich dann auch noch menthal fertig machen zu müssen, von wegen, "ich wär doch gar nicht krank" und so.
Im November machte ich eine Mutter-Kind Kur und zwei Tage vorher entnahm man auch die Schiene aus dem Harnleiter. Es schien alles gut zu werden. Kein Nierenstau, Kein Krea Anstieg. Auch Kortison sollte ich nach und nach abbauen. Die letzte nahm ich am 29.02.08 und am 01.04.08 kam der super Aprilscherz auf mich zu. Als Notfall wieder ins KH und gleich wieder eine Schiene rein.
Seit dem ist mein Blutdruck erhöht und meine Medikamente werden nun auf Rapamune umgestellt.
Man vermutet, dass weder dass Kortison noch das Cellcept angeschlagen hat, denn die MRT-Bilder zeigen, dass der MO seit letztem Jahr weiter gewachsen ist.
Wenn ich so Eure Berichte lese, kriege ich echt Angst.
Ich bin noch jung und habe einen erst 4jährigen Sohn.
Würd mich freuen, mal was zu hören, was mich ein wenig aufmuntert.