1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Morbus Bechterew

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Meggie, 1. Dezember 2008.

  1. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2007
    Beiträge:
    833
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Unterfranken
    Ich hab mal ne Frage, wie kann man den ARzt dazu bewegen, eine Untersuchung in Hinblick auf diese Diagnose zu machen. Also, welche Untersuchungen müssten gemacht werden? habe mich über Symptome dahingehend informiert und den VeRdacht, dass isch das haben könnte. Nicht dasss ich es unbedingt bräuchte. Aber die Rückenschmerzen bringen mich manchmal fast um und ich muss einfach loslaufen, dass es einigermaßen geht.
     
  2. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Mai 2005
    Beiträge:
    622
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallo Meggie,

    das aller erste was gemacht werden muß ist eine Ganzkörperszintigraphie.

    Durch diese Aufnahmen kann er dann erkennen ob sich akut eine Entzündung an den von MB typischen Bereichen abspielt. siehe auch unter:
    http://www.rheuma-online.de/a-z/m/morbus-bechterew.html

    LG

    Michael
     
  3. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2008
    Beiträge:
    699
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Meggie,

    meines Erachtens ist ein Szintigramm nicht sehr sinnvoll.
    Am besten kann man Veränderungen der Wirbelsäule und/oder der Ileosacralgelenke im MRT sehen.

    Allerdings sollte zur Darstellung der Ileosakralgelenke eine spezielle Technik (STIR) angewandt werden oder Kontrastmittel benutzt werden.

    Sollten sich im MRT Hinweise auf eine Sacroileitis oder eine Spondylarthritis ergeben, sollte im Blut der HLAB 27 bestimmt werden.


    Gruß waschbär
     
    #3 1. Dezember 2008
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2008
  4. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2007
    Beiträge:
    833
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Unterfranken
    hallo mwoebke,
    Ich habe schon verschiedene onlinetests in der Richtung gemacht. Sogar von der rheumatologie des Benjamin-Franklin in BErlin. jedesmal wird angezeigt, das VERdacht auf entzündl. Wirbelsäulenerkrankung besteht. aBer ich konnte meinen ARzt noch nicht davon überzeugen, dass entsprechende untersuchungen gemacht werden.
    Ja, als jetzt meine Daumensattelgelenksarthrose operiert wurde, meinte er, ich solle doch REnte beantragen und nicht mich von OP zu Op schleppen.
    Das ist doch keine Einstellung mit der ich was anfangen kann.
     
  5. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Mai 2005
    Beiträge:
    622
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallo Meggie,

    in Deinem Fall würde ich empfehlen einen weiteren Arzt aufzusuchen.

    Mit der Meinung die er bei Dir vertritt würde ich mich nicht so schnell abfinden.

    LG

    Michael
     
  6. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2007
    Beiträge:
    833
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Unterfranken
    Danke michael, das werde ich, sobald ich wieder fahrtüchtig bin.
     
  7. choco

    choco Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. November 2008
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberhausen NRW
    Diagnose Morbus Bechterew

    Hi Meggi, bin zwar auch noch ein Neuling auf diesem Gebiet, da bei meinem Bruder die Diagnose Morbus Bechterew steht, kann ich Dir vielleicht doch ein paar Infos geben. Durch eine Blutuntersuchung auf den genetischen Defekt HLA B27(was ich als erstes klären lassen würde) lässt sich Morbus Bechterew nicht zu 100% nachweisen ! Er ist aber ein konkreter Hinweis. Auch läßt sich kein Rheumafaktor nachweisen ! Erst wenn die Krankheit fortgeschritten ist, sprich "Knochenverhärtungen" schon auftreten,kann man es eindeutig durch ein szintigramm/ MRT diagnostizieren ! Leider nicht so toll ! Versuche schon seit 5 Jahren, bei versch. Ärzten, einen Test zu veranlassen, wurde aber trotz Krankheit meines Bruders abgelehnt, da unwahrscheinlich! (weibl. 36 J.) Jetzt, beim 5. Arzt, hab ich es endlich geschafft mich durchzusetzen (morgen weiß ich mehr)! Auf Nachfrage bei meiner Kasse liegt die Untersuchung im Ermessen des Arztes ! Also, lass nicht locker ! Wünsche viel Glück, Marion :)
     
  8. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Mai 2005
    Beiträge:
    622
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallo Meggie,

    das mit dem HLA B27 Marker ist schon ein sicheres Zeichen. Aber bei 95% mit positiven Marker bricht kein MB aus.
    Ich will damit sagen das es auch ein MB gibt der seronegativ verläuft.
    Viele Ärzte wollen was im Blut finden und möglichst auch auf den Röntgenbilder. Aber das mit dem Blut kann/wird man vielleicht mal was finden. Und bis man auf den Röntgenbildern was findet können schon Jahre vergehen.

    Es ist manchmal ein langer Weg bis zur Diagnose, bei mir hat es 4 Jahre gedauert und ich bin bei 4 Ärzten gewesen bis die Diagnose stand.

    Ich wünsche Dir viel Glück

    LG

    Michael
     
  9. mypleasure

    mypleasure Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Dezember 2008
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    köln
    Hallo in die Runde,

    da härre ich auch mal eine Frage. Seit heute weiß ich offiziell das ich Morbus Bechterew habe. Die letzten Monate waren verschiedene Körperteile angeschwollen, Knie-Bein, Fuß, Handgelenk, dazu Schmerzen im Rüvken und im eine Sperre im Kiefer. Ich nehme nun seit zwei Wochen Decortin und Arcoxia (von Arcoxia ist mein Hausarzt nicht begeistert, angeblich sollen einige Produkte schon wieder vom markt genommen worden sein) - jedenfalls kann ich mich nun schmerzfreier Bewegen. Ab Montag soll ich dauerhaft Azulfidine nehmen, kennt sich jemand damit aus?
    Welche Möglichkeiten gibt es noch sich irgendwie zu Rüsten? Mein Arzt sagte auf die Frage "Schauen Sie mal im Intenet"....tja und hier bin ich.
    Welche Erfahrungen habt ihr mit Ärzten? Ich bin in der Uni-Klinik köln.
    Gibt es Sportgruppen die sich darauf beziehen?

    Liebe Grüße
     
  10. Artep

    Artep Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. Oktober 2008
    Beiträge:
    214
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Mecklenburger Seenplatte
    Liebe Meggy, diese Antworten habe ich auch von meinem ersten Rheumadoc bekommen : Frau, zu alt, zu beweglich. Mittlerweile ist es aber so, dass das Verhältnis beim Bechterew Frau zu Mann 1:1 ist.
    Um das Sprichwort zu bestätigen - eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus - habe ich die Diagnose Psoriasis Arthritis bekommen. Mein Vater hat, obwohl seit Jahrzehnten Psoriasiker, die Diagnose Bechterew.
    Aber was soll`s, die Behandlung ist die selbe, die Symptome auch.
    Bei dem Antigen HLAB27 ist es halt so, dass dieses auch bei Gesunden vorkommt, aber eine hohe Prozentzahl von Menschen, die an seronegativen Spondylarthrien leiden, weisen dieses auf. 3-5 % MB-Erkrankter haben das Antigen aber nicht. Es ist schon verwirrend.
    Aber bei Vorhandensein (würde ich eventuell auf meine Kosten testen lassen) des HLAB27, Morgensteifigkeit über 30 Minuten und länger als 3 Monate, Schmerzen bei Ruhe, schlechtem Schlaf (Durchschlafstörungen), eventuell Sehnenansatzentzündungen und Nachlassen der Schmerzen beim Einsatz von NSAR würde ich auf jeden Fall den Arzt wechseln.
    Ist das ein Rheumadoc? Oder der Hausarzt, zu dem man ja Vertrauen haben sollte.....
    Liebe Grüße
    Petra
     
  11. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Mai 2005
    Beiträge:
    622
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallo,

    ich nehme Arava, Prednisolon, spritze Enbrel und nehme zudem Tramal Long und Paracetamol. Bin eigentlich ganz zufrieden damit auch wenn ich mich in eienem neuen Schub befinde.
    Es gibt die Möglichkeit an Funktionssport teilzunehmen, der wird über die RheumaLiga angeboten oder Du machst Reha Sport der Dir vom Arzt verordnet wird, den bieten schon viele Sportvereine an.

    LG

    Michael
     
  12. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2007
    Beiträge:
    833
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Unterfranken
    Hallo,

    vielen Dank für die vielen tollen Tipps.
    Bei wem ich bisher mit meinen Rückenschmerzen war ist einmal der Rheumatologe, der gleichzeitig Orthopäde ist und der Hausarzt. Beide schieben es auf die Bandscheibenvorfälle und die Fibromyalgie. Da aber wie gesagt von den Symptomen, die bei Rho TV geschildert werden zutreffen, ein Infoheft über die Krankheit mir ebenso den VErdacht geliefert hat, bin ich jetzt eben auf der Suche nach Bestätigung desselben.
    Hat von euch auch jemand Fibro?
     
  13. Artep

    Artep Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. Oktober 2008
    Beiträge:
    214
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Mecklenburger Seenplatte
    Hallo Meggie, vor der Diagnose der PsA hat mir ein anderer Rheumadoc diagnostiziert, dass ich Fibro habe, allein aus dem Grund, dass ich ihm erzählt habe, dass mir die Sehnenansätze Schmerzen bereiten. Er hat mich nicht körperlich untersucht. Fibro kann aber durch NSAR nicht oder nur gering gemildert werden. Ich hatte mit Arcoxia durchschlagenden Erfolg, nur leider heftige Nebenwirkungen. Und aus dem Grund sind diese Medis auch keine Dauerlösung. Länger als 48 konnte ich nicht aussetzen, dann fingen die Schmerzen wieder an.
    Wie kommst Du denn so schnell an einen Termin beim Rheumadoc?????
    Bei uns dauert das und dauert das....
    Orthopädischer Rheumadoc ist eh nicht gut, ist immer zuerst Orth. bevor der im Schnellverfahren erworbene Rheumadoc hervor kommt. Internistischer Rheumadoc ist am besten.
    Liebe Grüße und schönes WE
     
  14. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2007
    Beiträge:
    833
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Unterfranken
    Hallo artep,
    Den schnellen Termin bekomme ich auchnur beim orth. Rheumadoc. Beim anderen kann es schon mal drei Monate dauern. ich werde wohl nächste Woche mal anrufen und einen Termin machen müssen. Ist wohl an der zeit, war das letztemal im Juli vorigen Jahres.
     
  15. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Mai 2005
    Beiträge:
    622
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallo Meggie,

    auch kann Dir nur empfehlen einen Int.Rheumadoc aufzusuchen denn die Orthopädischen Rheumadoc sind bei der Medikamenten Verschreibung oftmals überfordert.

    LG

    Michael
     
  16. merre

    merre Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    3.890
    Zustimmungen:
    24
    Ort:
    Berlin
    Spondylitis ankylosans / MB

    ...der Patient zeigt seit mehr als 3 Monaten (minimum) Schmerzen im unteren Rückenbereich, die in ein oder beide Beine ausstrahlen.
    -eine Sakroilitis (schon Verdacht reicht) ist anzunehmen.
    -der Patient ist HLA-B27 positiv, die Entzündungswerte sind erhöht.
    -die Sakroiliakalgelenke (Kreuz-Darmbeinfugen) zeigen im Federungstest Bewegungseinschränkungen.
    -der Patient berichtet, dass bei Schritten, die ins Leere gehen heftige Schmerzen im Gesäßbereich, oberer Teil auftreten (in ein Lochtreten-Syndrom).
    -nachts treten in der 2. Hälfte Schmerzen im Rücken und Gesäßbereich auf
    -Schmerzen bessern sich bei Bewegung
    -es wird von einer Morgensteifigkeit von ca 1 Stunde berichtet
    -nach Angaben des Patienten helfen Paracetamol oder Ibuprofen, oft aber nur mäßig
    -die Schmerzen sind bei längeren Beschwerden schubweise aufgetreten

    dann käme noch die Frage nach einer Iritis/ Regenbogenhautentzündung...

    wenn 4 Punkte anzunehmend sind, sollte wegen einer Diagnose MB genmauer diagnostiziert und terapiert werden

    Gute Besserung "merre"

    achja noch vergessen, man ist äußerst schlecht drauf (verschlöechterter Allgemeinzustand) und zwitweise arg gereizt....die Frauen bissl mehr wie...naja nurn bissl...
     
  17. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2007
    Beiträge:
    833
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Unterfranken
    Die Schmerzen im unteren Rücken habe ich seit über 10 Jahren. Vor allem morgens gegen 5 Uhr wache ich auf und kann nicht merh liegen. Irgendwann muss ich dann aufstehn. Ich humple dann wie eine Greisin zum Bad. Erst durch die heiße Duschen und gezielte Gymnasstik oder walken, kann ich mich dann einigermaßen bewegen.
    ich habe dem Arzt schon oft gesagt wie es ist, auch, dass die Schmerzne mal ins rechte oder linke BEin ausstrahlen usw. Ich bekam allerdings immer nur Spritzen mit Lidocain oder sowas. Durch gezielte Suche nach ursachen kam ich eben auf den VErdacht, es könne was mit Spondilitis ankylosans zu tun haben. Was gegen die Schmerzen hilft ist ARcoxia und Rantudil, da kann ich einigermaßen mit leben. Aber ne Diagnose steht eben noch nicht. Ich trau mich schon garnicht mehr die Ärzte nach was zu fragen aus dem Grund: Die kommt ja dauernd mit was anderem daher.
     
  18. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Mai 2005
    Beiträge:
    622
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
  19. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2007
    Beiträge:
    833
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Unterfranken
    Hallo Michael, danke für Deine Mühe, hab mir den Bogen gleich ausgedruckt und den Link nachgelesen. Mal sehn was weiter geht. Habe momentan natürlich weniger Schmerzen, da ich wegen der Daumenop nicht arbeite und bin deswegen auch nicht so erschöpft wie sonst üblich. Außerdem nehme ich ja zusätzlich Schmerzmedis. Habe aber im Moment stärkere Beschwerden im Nackenbereich. Naja, morgen geh ich erstmal zum HA, falls meiner da ist (ist ne GEmeinschaftspraxis).