Hallo
bin neu hier, aber habe gleich zwei wichtige Fragen. Seit mehr als einem Jahr habe ich Schmerzen im Hüftbereich, meist links aber auch manchmal rechts. Mein Orthopäde hat mich zum MRT geschickt, die haben Sakroiliitis entdeckt. Ich wurde dann an einen Rheumatologen überwiesen. Dieser hat ein Blutbild machen lassen, war aber etwas unfreundlich, meinte er könnte nicht sagen warum meine Hüfte schmerzt und ich soll einfach weiter Diclofenac nehmen. Ich habe mir bei einem anderen Rheumatologen eine Zweitmeinung geholt, und dieser hat mir die Diagnose ‚Morbus Bechterew‘ innerhalb 10 Sekunden gestellt (wirklich!). Jetzt bin ich etwas verwirrt. Kann man MB so leicht diagnostizieren? Was würdet ihr bei folgendem Krankheitsbild sagen:
28 Jahre alt, sportlich
2 Meter, 86 Kilogramm
HLA-B27 positiv
Sakroiliitis
Schmerzen kommen und gehen, manchmal stark und manchmal nicht
Aber:
Manchmal auch Schmerzen nach Einnahme von NSAR (obwohl sie meistens helfen)
Nicht immer Wiederkehr der Schmerzen nach absetzen der NSAR
Schmerzen manchmal auch wo anders: im Pubisknochen oder Hüftgelenk
LWS gesund
Keine Morgensteifigkeit (noch nie)
Keine Besserung bei Bewegung oder Verschlechterung beim Sitzen/Stehen
Schmerzen nicht morgens, sondern immer zufällig irgendwann
Keine Ausstrahlung in die Oberschenkel
Keine Iritis
Keine Versteifung (null Finger-Boden-Abstand)
Keine Schuppenflechten
Keine Verwandte mit Rheuma
Keine Entzündungswerte
Keine Rheumawerte
Jetzt kommt die wirklich schwerwiegende Frage. Ich werde im Januar das Lehramtsreferendariat anfangen. Hier bin ich Beamter auf wiederruf, und bekommt Beihilfe. Es wäre daher sinnvoll eine Private Krankenversicherung abzuschließen. Bei den Anträgen muss ich aber sehr genau und sehr ehrlich sein (also nichts verschweigen) sonst können die mir später vieles verweigern oder sogar die Versicherung kündigen.
Was soll ich bei meinem Antrag jetzt angeben? Beide Diagnosen? M.B. steht nämlich unter den Krankheiten die eine automatische Ablehnung auslösen
Was könnte ich hier tun? Eine dritte Meinung holen? Mit der PKK diskutieren?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich laut Gendiagnostikgesetzes nicht verpflichtet bin mein HLA-B27 anzugeben... was auch ein Grund für Ablehnung ist. Stimmt das?
Vielen Dank für alle Infos und Erfahrungen
~Ben
bin neu hier, aber habe gleich zwei wichtige Fragen. Seit mehr als einem Jahr habe ich Schmerzen im Hüftbereich, meist links aber auch manchmal rechts. Mein Orthopäde hat mich zum MRT geschickt, die haben Sakroiliitis entdeckt. Ich wurde dann an einen Rheumatologen überwiesen. Dieser hat ein Blutbild machen lassen, war aber etwas unfreundlich, meinte er könnte nicht sagen warum meine Hüfte schmerzt und ich soll einfach weiter Diclofenac nehmen. Ich habe mir bei einem anderen Rheumatologen eine Zweitmeinung geholt, und dieser hat mir die Diagnose ‚Morbus Bechterew‘ innerhalb 10 Sekunden gestellt (wirklich!). Jetzt bin ich etwas verwirrt. Kann man MB so leicht diagnostizieren? Was würdet ihr bei folgendem Krankheitsbild sagen:
28 Jahre alt, sportlich
2 Meter, 86 Kilogramm
HLA-B27 positiv
Sakroiliitis
Schmerzen kommen und gehen, manchmal stark und manchmal nicht
Aber:
Manchmal auch Schmerzen nach Einnahme von NSAR (obwohl sie meistens helfen)
Nicht immer Wiederkehr der Schmerzen nach absetzen der NSAR
Schmerzen manchmal auch wo anders: im Pubisknochen oder Hüftgelenk
LWS gesund
Keine Morgensteifigkeit (noch nie)
Keine Besserung bei Bewegung oder Verschlechterung beim Sitzen/Stehen
Schmerzen nicht morgens, sondern immer zufällig irgendwann
Keine Ausstrahlung in die Oberschenkel
Keine Iritis
Keine Versteifung (null Finger-Boden-Abstand)
Keine Schuppenflechten
Keine Verwandte mit Rheuma
Keine Entzündungswerte
Keine Rheumawerte
Jetzt kommt die wirklich schwerwiegende Frage. Ich werde im Januar das Lehramtsreferendariat anfangen. Hier bin ich Beamter auf wiederruf, und bekommt Beihilfe. Es wäre daher sinnvoll eine Private Krankenversicherung abzuschließen. Bei den Anträgen muss ich aber sehr genau und sehr ehrlich sein (also nichts verschweigen) sonst können die mir später vieles verweigern oder sogar die Versicherung kündigen.
Was soll ich bei meinem Antrag jetzt angeben? Beide Diagnosen? M.B. steht nämlich unter den Krankheiten die eine automatische Ablehnung auslösen
Was könnte ich hier tun? Eine dritte Meinung holen? Mit der PKK diskutieren?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich laut Gendiagnostikgesetzes nicht verpflichtet bin mein HLA-B27 anzugeben... was auch ein Grund für Ablehnung ist. Stimmt das?
Vielen Dank für alle Infos und Erfahrungen
~Ben