1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

"Monarthritis re. Ellbogen" / "atypische Rheumatoide Arthritis"

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von faxe, 11. Januar 2011.

  1. faxe

    faxe Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2011
    Beiträge:
    37
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Südhessen
    Schon vor über einem Jahr hatte ich Probleme mit meinen Schultern: Der damals konsultierte Orthopäde tippte auf ein Impingementsyndrom und wollte mich operieren lassen (was ich dann aber verweigert habe).

    An meinem rechten Ellenbogen hat sich dann vor ca. 4 Monaten ein Knochenödem entwickelt; es ist mir seither nicht möglich den rechten Arm vollständig auszustrecken. Ein anderer Orthopäde (ausgebildeteter aber nicht mehr als solcher praktizierender Rheumatologe) hat mich dann an einen internistischen Rhematologen überwiesen.

    Vor einer Woche hat meine Rheumatologin dann die Diagnosen "Monartritis re. Ellenbogen" / "atypische Rheumatoide Arthritis" festgestellt.

    An Blutwerten sind verändert: Blutsekungsgeschwindigkeit (35 mm/h), CRP (8.8 mg/l), Rheumafaktor (23.1 IU/ml), anti-CCP (541.1 RU/ml).

    Eine durch eine Infektion entstandene Arthritis kann offensichlich ausgeschlossen werden (zwar zeigt sich ein positiver Borrelien IgM-Titer im ELISA, der im Westernblot allerdings nicht bestätigt werden konnte).

    Erblich vorbelastet bin ich auch: Meine Mutter hat seit ihrem 35. Lebensjahr chronische Polyarthritis.

    Jetzt wurde mir eine Basistherapie mit Sulfasalazin verordnet; zusätzlich 15 mg Prednisolon (das alle 2 Wochen um 2.5 mg reduziert werden soll).


    Mir wurde gleich 1-0-1 Sulfasalazin 500 verordnet; am zweiten Tag der Einnahme bekam ich schon mal heftige Kopfschmerzen, weswegen ich erst mal so wie in der Packungsbeilage angegeben anfange: mit 0-0-1. Kopfschmerzen sind jetzt besser; allerdings habe ich seit letztes Wochenende eine mit Fieber einhergehende Erkältung; ich bin jetzt am rumstudieren, ob das Fieber (das für mich bei Erkältungen eher untypisch ist) etwas mit den Medis zu tun haben könnte...

    Was meint Ihr? Ist diese Art von Therapie bei der vorliegenden Diagnose in Ordnung? Oder sollte ich mir besser nochmals eine zweite Meinung einholen?

    Die medikamentöse Therapie ist ja leider nicht ganz ohne...
     
  2. josie16

    josie16 PsA

    Registriert seit:
    16. Mai 2010
    Beiträge:
    2.094
    Zustimmungen:
    24
    Hallo Faxe!
    Herzlich Willkommen hier im Forum!
    Durch die Einnahme von Sulfasalazin wird ja dein Immunsystem runtergerfahren, deshalb können jetzt Erkältungen/grippale Infekte, häufiger vorkommen, als bisher und sie können auch massiver ausfallen, als bisher. Es kann z.B. sehr gut sein, daß man normalerweise bei einer Erkältung nie Fieber gehabt hat, mit der Einnahme vom Basismedikament kann es aber häufiger vorkommen, daß eine Erkältung mit Fieber gekoppelt ist.
    Wie hoch ist das Fieber?
    Wenn es sehr hoch ist, solltest Du mit deinem Rheumatologen Rücksprache nehmen, es kann sein, daß dann das Sulfasalazin abgesetzt wird, bis die Erkältung mit dem Fieber wieder besser ist.
    M.Meinung nach ist die Therapie in Ordnung, es wird jetzt erstmal geprüft, wie Du auf das Mittel ansprichst, wenn es dir gut hilft, ist es in Ordnung, wenn die Wirkung nicht zufriedenstellend ist, wird das nächste ausprobiert.
     
  3. faxe

    faxe Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2011
    Beiträge:
    37
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Südhessen
    Hallo Josie16!

    Danke für die nette Begrüßung! Werde demnächst auch etwas unter "Ich bin neu!" schreiben...

    Wundert mich, da im Beipackzettel nicht viel von dieser Infektanfälligkeit steht... Ich war ja ursprünglich ganz froh, daß die Wahl der Rheumatologin nicht auf MTX gefallen ist. Gemäß der Einteilung der Rheuma-Liga ( http://www.rheuma-liga.de/home/layout2/page_sta_251.html ) zählt Sulfasalazin ja zu den "klassischen Basistherapeutika", MTX allerdings zu den "Immunsuppressiva". Außerdem nehme ich das Sulfasalazin erst seit ein paar Tagen (und in recht geringer Dosierung), so daß ich annehmen würde, daß es bis jetzt noch nicht das Immunsystem unterdrückt (falls es das überhaupt jemals tun wird). Ich dachte da eher an eine allergische Reaktion...

    Falls grippale Infekte sich in Zukunft häufen bzw. die Symptome dann ähnlich heftig sein werden, wie in den letzten paar Tagen, so wäre dies für mich tatsächlich ein Grund, das Sulfasalazin abzusetzen, schon alleine, weil ich mir nicht leisten kann, ständig krank geschrieben zu werden. Wirken Biologicals denn spezifischer (d.h. gehen diese denn nur auf das "böse" Rheuma verursachende Immunsystem los, und lassen das "Gute" in Ruhe)?

    War auch kurz davor meine Rheumatologin anzurufen; gestern abend hatte ich 39° Fieber; heute allerdings ist meine Körpertemperatur wieder normal.

    Was die Entzündungsbeschwerden angeht, so geht es mir - wohl dank Prednisolon - so gut, wie schon lange nicht mehr. Dies soll ja bis auf 5 mg reduziert werden; hoffe, daß bis dann das Sulfasalazin "greift" (und ich bis dahin keine größeren Nebenwirkungen habe).