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Miteinander?

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von took1211, 22. April 2012.

  1. took1211

    took1211 Guest

    Mir fehlt die Wärme,Herzlichkeit und echte Anteilnahme,kein Mitleid,
    unserer Mitmenschen.
    Wo sind das ehrlich gemeinte Lächeln und ein paar freundliche Worte?

    Verlange ich zu viel oder bin ich als Rheumatiker zu empfindlich?
    Was sagt ihr denn dazu?Was ist los mit der Menschheit?

    lg took
     
  2. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

    Registriert seit:
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    entenhausen
    liebe took,

    du wirst deine gründe haben für deine fragen, entsprechende erfahrungen....

    du hast recht, desinteresse und egoismus gibt es sicher auch überall,
    dennoch, hast du nicht beispielsweise in diesem forum bereits positives selbst erfahren? hast du nicht gelesen, dass andere hilfe und zuwendung bekommen, unterstützung und rat? das geschieht nicht nur in diesem oder anderen foren, sondern auch in der realen welt. vielleicht hat der eine oder andere schwierigkeiten dinge so zu interpretieren wie sie gemeint sind, wie oft gibt es missverständnisse? ich erlebe selber die von dir angesprochenen werte in der realen welt überall, bei vielen menschen, und freue mich darüber! manchmal hilft es auf andere mit einem lächeln zuzugehen ;-)

    ich wünsche dir für die zukunft viele positive erfahrungen, den einen oder anderen nackenschlag, heile welt gibt es nicht, kann man dann besser verdauen ;-) marie
     
  3. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hallo took1211,

    ich glaube, ich weiß, was du meinst, und kann dich sehr gut verstehen.
    Mir gehen oftmals ähnliche Gedanken anlässlich der verschiedensten Situationen und Begegnungen durch den Kopf. ;)

    Deine Empfindung, dass Wärme, Herzlichkeit und Anteilnahme rarer geworden sind, teile ich - und ich habe ständig mit vielen Menschen zu tun.
    Ich denke, dass ein großer Anteil daran unserer auf Funktionieren ausgerichteten Welt geschuldet ist (das ist auch das, was Kranke und Behinderte oft sehr belastet, manchmal ausgrenzt und mit Sicherheit nicht selten klar benachteiligt).
    Ein anderer Aspekt ist unsere schnelllebige Zeit mit dem auffälligen, sehr ausgeprägten und verbreiteten egoistischen und konsumorientierten Denken.

    Wer mit Konsumieren und Egopflege ständig beschäftigt ist, hat für andere Werte weniger Zeit.....
    Das "soziale Denken" wird in unserer gegenwärtigen Gesellschaft zwar immer wieder genannt, gemeint damit wird aber oft die Fokussierung vor Allem auf den eigenen Vorteil, der ja irgendwo im "Sozialen" auch seinen Platz hat - es ist allerdings eine Frage der Wichtung!

    Gefühle wie Empathie oder aktives Kümmern (im Sinne von Pflege im engeren oder weiteren Sinne) sind etwas aus der Mode gekommen und gelten so manchem Zeitgenossen als irgendwie "spießig", "uncool" oder "öde". Das virtuelle Leben (z. B. in den elektronischen Medien) - manche haben höchstens ein rudimentäres anderes zu bieten.... - tut das Seinige zur Vereinzelung. Dabei geht die Beziehungsfähigkeit schon gerne mal verloren.

    Ich könnte jetzt noch stundenlang weitersinnieren, aber ich denke, du verstehst ungefähr, dass deine Wahrnehmung/Sorge/Traurigkeit darüber mich auch umtreibt. :mad:

    Liebe Grüße, Frau Meier
     
  4. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    ganz spontan

    fallen mir die sätze ein:

    - man erntet das, was man gesät hat

    - wie es in den wald hineinschallt, so hallt es zurück

    - was du aussendest, kehrt zu dir zurück



    .......nur mal so als gedankenanstoß.....


    freundliche grüße von mni :)
     
  5. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Ich möchte im Nachtrag allerdings nicht versäumen, Marie Recht zu geben, die darauf hinweist, dass es trotz Allem auch noch empathische Menschen gibt und du Herzenswärme und Begeisterung ebenso finden kannst wie Beziehung(en) und Anteilnahme - die Fähigkeit hierzu ist nur vielleicht dünner gesät.

    Die eigene Wärme, Herzlichkeit und das Freisein von Ressentiments, Neid und Feindseligkeit kann dir im Zweifelsfall keiner nehmen :o
    Die Kunst liegt vielleicht darin, noch besser hinzusehen und aktiv die fruchtbaren (nicht reproduktionstechnisch gesehen :D) zwischenmenschlichen Beziehungen zu suchen und zu hegen/pflegen.

    Das geht! ;)
     
  6. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Ort:
    Bärlin :-)
    Mni,
    du hast es auf de Punkt gebracht.
    Ich habe mir soviele Gedanken gemacht und fast ein
    Endlosposting auf den Weg gebracht.
    Biba
    Gitta
     
  7. took1211

    took1211 Guest

    Hallo Mni,
    ich glaube nicht,dass man das mit Sprichwörtern so einfach belegen kann.

    Es gibt tag täglich Situationen im Leben,in denen ich eine gewisse menschliche
    Kälte oftmals beobachtet habe.
    Beim Einkaufen neulich warteten viele Kunden in der Schlange an der Kasse.
    Eine ältere Dame suchte ihr Portemanaise in der Tasche und brauchte eine
    Weile dafür.Ich war erschrocken darüber,welche verletzende Sprüche
    abgegeben wurden.Mir tat die Frau leid und ich bot ihr meine Hilfe an.
    Sind es der Stress,die Hektik,der Frust usw.,die Menschen so unpassend
    reagieren lassen? Darüber habe ich mir eben mal Gedanken gemacht.

    Ich selbst gehe immer freundlich und hilfsbereit auf Menschen zu,weil es
    das Miteinander positiv beeinflusst.

    @ Liebe Marie,wir sind da leider aneinander vorbei mit den Gedanken.
    Seit ich in diesem Forum Mitglied bin habe ich sehr wohl festgestellt,dass
    das Austauschen in einer freundlichen,fürsorglichen und anteilnehmenden
    Art und Weise erfolgt.Und das empfinde ich als sehr angenehm.

    Ich selbst habe keine persönlich schlechten Erfahrungen gemacht,sondern nur Beobachtungen,die mich zum Nachdenken anregten.

    Liebe Grüße.took


     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    4.654
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    bei Frau Antje
    im grössten schmerz sollte man sich niemals den kleinigkeiten im leben verschliessen: sehen, riechen, fühlen, hören.

    was hat es mich gefreut als ich in einem fremden vorgarten schneeglöckchen sah, im märz ein veilchen am wegesrand, morgens die vögel zwitschern hörte, auf einen freundlichen menschen traf, der mir die tür aufhielt. alles keine selbstverständlichkeiten!
    ich bin dankbar für alles schöne, das mir begegnet. gestern war ich draussen, ging auf dem bürgersteig, plötzlich stolperte mir ein kleinkind entgegen, stolz und schokoverschmiert auf eigenen beinchen laufen könnend, eh ich mich versah, griff es haltsuchend an meine hosenbeine, strahlend und ich freute mich. die hose ist heute in der wäsche, wenig arbeit für so ein grosses urvertrauen, das ich gestern verspüren durfte.
    gruss
     
  9. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    2.875
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    Ort:
    an einem fluss
    Miteinander

    @hallo took

    für mich steht bei deiner frage schon alleine die feststellung die frage nach
    wärme und herzlichkeit, das problem, dass die unbilden der gesellschaft,
    vor allem verlust des arbeitsplatzes und somit verlust der eigenen wertigkeit,
    schon dazu führt, dass menschen verbittert und enttäuscht sind.

    damit sind sie, für den anderen teil der bevölkerung kaum noch greifbar.

    dinge die den lebensaltag beeinflussen (oft negativ) werden immer mehr.
    dazu zählt besonders die eigene krankheit, die den menschen dann plötzlich in
    seiner ganzen härte trifft.

    damit ist doch programmiert, dass diese menschen sich erst wieder neu
    orientierung müssen, um mit dieser situation fertig zu werden. manche
    können es, andere wiederum nicht, die ggf. dann dinge nicht mehr reell
    sehen und den umgang mit anderen menschen u.a. auch wieder verlernen,
    weil ihre sorgen einfach überhand nehmen.

    versucht da nicht ein jeder, dies zu erhaschen? freundlichkeit, wärme....

    hier im netz, wird man die gefühlte wärme und herzlichkeit kaum greifen können.
    denn ob hinter dem user auch wirklich "eine wahre" person mit den zuvor
    genannten dingen dann auch real existiert, scheint erst einmal nicht ersichtlich zu sien.

    erst wenn sich daraus feste beziehungen entwickeln, in sinne von freundschaft,
    bekanntschaft etc. merken wir, wer sich wirklich dahinter verbirgt.

    das entschuldigt aber trotzdem nicht, ohne einer solchen bindung, nicht trotzdem
    höflich und freundlcih rüber zu kommen,

    forscher sagen nicht umsonst: an der stimme des menschen können wir bereits
    am telefon erkennen ob er lächelt, ob er traurig oder aber freundlich ist.

    aber können wir das auch hier , am geschriebenen wort?

    ja!denn ob ich ein nettes wort benutze oder ein unfreundliches, könnte schon einen hinweis
    geben. könnte aber auch daruf hindeuten, derjenige hatte heut einen schlechten tag und hats
    nicht so gemeint. dann denke ich, kann man das auch später revidieren.

    für den umgang untereinander steht denke ich, aber immer noch dir frage der form
    des umganges! deswegen muss man jedoch nicht einer meinung sein! das wäre
    wohl eher kein anzeichen dafür, denn man kann auch unterschiedlicher meinung sein,
    aber trotzdem auch nett und höflich!

    @took, unsere welt ist so verdammt schnelllebig geworden, mit all sienen facetten.

    das tehma ist hoch interessant und lässt viele vermutungen und aussagen zu.

    liebe grüße sauri