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Mit Rheuma ins Ausland????

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von Luu, 19. Dezember 2009.

  1. Luu

    Luu Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben! :)

    Gibt es unter euch schon welche, die es gewagt haben mit Rheuma eine längere Zeit (mehrere Monate/Jahre) ins Ausland zu gehen? Derzeit plane ich ein Auslandsjahr für 2010 nach Australien, der Haken ist aber wieder Medikamente,vorort verfügbare Ärzte,Blutuntersuchungen etc.

    vielleicht könnt ihr mal erzählen, wie ihr das organisiert habt und wie ihr an die Ärzte gekommen seid :)
    Es wäre mir eine große Hilfe.

    Vielen Dank schon im Voraus
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Schreib doch mal Atti an, sie war schon längere Zeit unterwegs in Südamerika und auch in Asien und kann dir bestimmt Tips geben.

    zu Australien:
    http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Australien/Sicherheitshinweise.html#t7
    Informationen vom Auswärtigen Amt

    http://www.rheumatology.org.au/
    http://www.rheumatology.org.au/otherpages/search.asp
    Australische Rheuma Organisation mit Suchfunktion nach Rheumatologen

    Möglicherweise musst du Medikamente mitnehmen oder vor Ort verordnen und kaufen. Dazu benötigst du aber sicherlich eine Art Attest über deine Erkrankung und die Medikamente die du benötigst.

    Gruß Kuki

    PS: für alle die sonst noch im Ausland mal nach einem Rheumatologen suchen:
    http://www.rheumatology.org/directory/geo.asp?aud=pat Weltweite Adressensuche, nicht vollständig aber bestimmt hilfreich
     
    #2 19. Dezember 2009
    Zuletzt bearbeitet: 19. Dezember 2009
  3. pandea

    pandea Neues Mitglied

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    hey luu,
    also ich war letztes jahr 4 monate in kenya und tobe mich im moment für 5 monate in indien aus.
    meiner meinung nach ist rheuma kein grund nicht ins ausland zu gehen. und australien ist jetzt nicht gerade ein rückständiges land was den medizinischen bereich angeht.
    ich habe die erfahrung gemacht, dass man immer findet was man sucht, wenn man nur genug energie reinsteckt. soll heißen, dass ich bisher immer einen rheumatologen gefunden habe, wenn ich ihn gebraucht habe. gesucht habe ich dann im internet oder ich habe einheimische gefragt.

    das einzige problem ist die versicherung. die meisten auslandsversicherungen übernehmen die kosten nicht für vorerkrankungen. andere übernehmen die kosten nur nicht, wenn man geplant hat sich im ausland zu behandeln zu lassen (was im fall von rheuma eigentlich nicht zu trifft, es trotzdem schwer nachzuweisen ist und sich viele versicherungen quer stellen). andere, die auch vorerkrankungen mit einschließen sind sehr sehr teuer. da lohnt es sich je nach land manchmal mehr die kosten einfach selber zu übernehmen.

    blutuntersuchungen kann man meistens einfach so machen, da die häufig als private leistung zählen und man die privat zahlen muss.

    ich würde die meisten medikamente selber mitnehmen, soweit es mögich ist. wenn du für ein jahr weggehen willst, dann bietet sich das natürlich nicht an. aber besser ist, wenn du für die ersten 2-3 monate versorgt bist. dann hast du zeit dich zu orientieren.
    gut ist dann auch, wenn du kopien von deinen letzten befunden mitnimmst und dir vn deinem rheumatologen einen brief ausstellen lässt mir diagnose und behanlungsform.
    am besten in englisch- oder du übersetzt es.ich weiß aber nicht, inwiefern es dann belaubigt sein muss.
    dann hat der arzt vorort eine idee, was genau du hast udn was schon gemacht wurde.

    weißt du denn schon wohin du gehen willst- also welche stadt? dann könntest du nämlich schon von deutschland aus nach rheumatologen recherchieren und dort dann anrufen und die situation evtl scho mal mit dem arzt besprechen. und vielleicht können die ärzte unter sich auch mit einander telefonieren. hängt davon ab, wie stabil dein zustand ist.

    ich selber hatte in kenya keine probleme mit dem rheuma, eher da gegenteil. das wetter hat mir sehr sehr gut getan.
    hier in indien (in bin in mumbai) ist es recht schwül und stickig und ich habe einen dicken schub bekommen. habe aber hier einen rheumatologen gefunden und habe mir hier auch kortison spritzen lassen und mache nun einen oralen kortisontoß.
    hat mich zwar etwas geld gekostet, weil er privatarzt ist, aber soo viel war es jetzt auch nicht. vielleicht 80 eu mit allem.

    also wenn du nach australien willst sollte dem nichts im wege stehen!!!!

    liebe grüße
    victoria
     
  4. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo,

    ich glaube prinzipiell sicherlich dass es möglich ist, dass du mit rheuma ins ausland gehts... aber das hängt sicherlich auch einbissl von dir/ deiner situation/ deinen finanzen ab!

    ich war in schweden... brauche einmal im monat meine infusion und halt alle meine anderen medikamente.
    die infusionen haben mir nach laaaaaaaaangem hin und her meine rheumatologin raufgeschickt- weil 1. kühlware, aus gewissen gründen konnte ich sie selbst nicht mitnehmen und 2. arzneimittel nicht einfach so von irgendwem verschickt werden können. im flieger selbst mti attest kannst du sie aber sicherlich mitnehmen! rheumatologen in schweden zu finden war nicht schwer..... aber versicherungstechnisch/ finanziell zahlt man im endeffekt viel selbst.
    wann man seine medis eher spritzt geht das sicherlich einfacher.

    also ich glaub wenn dus dir leisten kannst ists sicherlich kein großes problem ins ausland zu gehen!
    alles gute!
    lg petra
     
  5. suserl

    suserl Registrierter Benutzer

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    Ich glaube mit guter Vorbereitung und dem nötigen Kleingeld sollte dem Traum einer längeren Auslandsreise nichts im Weg stehen.
    Man sollte sich allenfalls drauf vorbereiten, dass nicht alles so reibungslos und einfach klappt wie hier zu Hause. Aber speziell Australien ist in medizinischer Hinsicht gut entwickelt und das sollte schon klappen.

    Viel Spaß :top:
     
  6. biene2

    biene2 Neues Mitglied

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    Hallo Pandea,

    Mensch, was Du schreibst finde ich echt spannend!
    Ich fuer mich, hatte naemlich schon mit allen Fernreisen in heisse schwuehle Laender abgeschlossen.
    Kannst Du vielleicht etwas mehr schreiben, welche Medis Du nimmst, und in welcher Hoehe?

    Durch mein Metrotrexat, dachte ich bisher immer, es waere lebensmuehde in Fernelaender zu reisen, da dort schliesslich eine riesen Herrausforderung fuer unser Imunsystem wartet. Grade Indonesien und Indien wuerden mich Interessieren, bin aber so ein Angsthase...

    Kannst Du bitte etwas mehr ueber Dich schreiben, auch wie es dir in den ersten Monaten in den Laendern gegangen ist bisher? Auch vielleicht wie alt Du bist und wie lange du die Krankheit schon hast?

    Ich danke Dir im Vorraus
    Biene2
     
  7. uli

    uli Mitglied

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    Du solltest dringend mit deiner Krankenkasse abklären, ob sie dir eine Kostenzusage für ein Jahr gibt. Es gibt kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und Australien, daher gibt es keinen Rechtsanspruch auf Kostenübernahme. Falls du sin Australien studieren möchtest, schau dir bitte folgenden Link an: http://www.auslandsstudium-mit-behinderung.de/2009/10/krankenversicherungsschutz-fur-studierende-im-nicht-eu-ausland/

    Ich glaube nicht, dass dein Rheumatologe Humria für ein Jahr im voraus verschreibt, da hierfür engmaschige Kontrollen erforderlich sind.
    Du wirst keine private Krankenkasse finden, die diese Kosten übernimmt. Notfalls musst du alle drei Monate nach Hause fliegen. Es ist immer noch billiger als die Medis selber zu zahlen.
    Ansonsten kannst du unproblematisch fahren. Hier alle Dinge, die du beachten solltest:
    http://www.rheumazentrale.de/beitraege/aktuell/rheuma-im-alltag-97.html


    "Daneben kann man vor dem Auslandsaufenthalt mit seiner Krankenkasse sprechen, um für diese Erkrankung dann auf jeden Fall in dem Urlaubsland - gleichgültig wo dies liegt - Versicherungsschutz zu genießen."

    http://www.vz-nrw.de/UNIQ126296232127243/link11256A.html


    Viel Glück

    Uli