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Werner
Guest
Hallo Leute,
wer Rheuma hat, verzweifelt oft an der Situation, weil oft die Besserung der Krankheit oder der Beschwerden lange auf sich warten läßt oder ständig sogar eine Verschlimmerung eintritt. Das ist übel.
Zu den Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen noch Verspannungen, Depressionen, Unzufriedenheit und Wut dazu.
Im Berufsleben, in der Famile, bei Freunden und im Alltag versteht man die Probleme nicht so recht und mit der Zeit isoliert man sich, verliert wegen der Krankheit möglicherweise noch seinen Job und kann die sportlichen - und Freizeitaktivitäten nicht mehr ausführen.
Man wird noch unzufriedener und nimmt jeden vermeintlichen Strohhalm zur Besserung der Krankheit an. Leider bringt das meist nichts mehr.
Ich denke, es ist jedem viel geholfen, wenn er oder sie die Einstellung zum Leben und den damit verbundenen Zwängen überdenkt und neu anpaßt.
Man sollte sich vom aufgedrängten Leistungsdenken verabschieden und auf den Körper hören, der durch das Rheuma natürliche Bremsen eingebaut hat.
Am Arbeitsplatz sollte man ruhig mit dem Chef über das Problem sprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen (gleitende Arbeitszeit, Arbeitsplatzgestaltung usw.). Ansonsten fällt früher oder später ein schlechtes Bild auf einen selbst, weil andere >> Kollegen << dem Chef das sowieso stecken.
Wenn in der Freizeit Schmerzen da sind, kann man nicht raus und beschäftigt sich mit schönen Sachen, die man eigentlich schon lange machen wollte.
Ausgedehnte Spaziergänge oder Radtouren sind für Gesunde zwar schön, aber als Rheumi reichen auch wenige 100 Meter in schöner Gegend, die intensiv genossen werden können.
Ein großer Vorteil bei Feiern ist sogar, daß man auch vorzeitig gehen kann, wenn es einem nicht gefällt, grins - man hat ja eine Entschuldigung.
Und sich mit eine Pulle Wein den Kopf vollhauen ist, glaube ich, nicht so schön, als ab und zu ein sehr gutes Gläschen zu genießen.
Als Rheumi gehen die Uhren irgendwie etwas langsamer. Will man den alten Takt beibehalten, wird das auf Dauer nicht schaffen.
Dafür kann man wieder alles intensiver genießen und wieder Freude an ansonsten selbstverständlichem haben.
Die Frage ist, ob man bereit ist, das zu akzeptieren.
Ich selbst freue mich über jeden neuen Tag, richte meine Tätigkeiten nach meinen Gelenkproblemen und muß eigentlich sagen, daß ich erstaunt bin, was ich trotz der starken Behinderung noch alles fertigbringe.
Das ist zwar kein Maßstab zu früher (ich brauche etwa 5 mal so lange), aber ich bin stolz drauf.
Vielleicht konnte ich einigen etwas helfen, sich mit der Krankheit zu arrangieren.
Alles Gute und viele liebe Grüße
Werner
wer Rheuma hat, verzweifelt oft an der Situation, weil oft die Besserung der Krankheit oder der Beschwerden lange auf sich warten läßt oder ständig sogar eine Verschlimmerung eintritt. Das ist übel.
Zu den Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen noch Verspannungen, Depressionen, Unzufriedenheit und Wut dazu.
Im Berufsleben, in der Famile, bei Freunden und im Alltag versteht man die Probleme nicht so recht und mit der Zeit isoliert man sich, verliert wegen der Krankheit möglicherweise noch seinen Job und kann die sportlichen - und Freizeitaktivitäten nicht mehr ausführen.
Man wird noch unzufriedener und nimmt jeden vermeintlichen Strohhalm zur Besserung der Krankheit an. Leider bringt das meist nichts mehr.
Ich denke, es ist jedem viel geholfen, wenn er oder sie die Einstellung zum Leben und den damit verbundenen Zwängen überdenkt und neu anpaßt.
Man sollte sich vom aufgedrängten Leistungsdenken verabschieden und auf den Körper hören, der durch das Rheuma natürliche Bremsen eingebaut hat.
Am Arbeitsplatz sollte man ruhig mit dem Chef über das Problem sprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen (gleitende Arbeitszeit, Arbeitsplatzgestaltung usw.). Ansonsten fällt früher oder später ein schlechtes Bild auf einen selbst, weil andere >> Kollegen << dem Chef das sowieso stecken.
Wenn in der Freizeit Schmerzen da sind, kann man nicht raus und beschäftigt sich mit schönen Sachen, die man eigentlich schon lange machen wollte.
Ausgedehnte Spaziergänge oder Radtouren sind für Gesunde zwar schön, aber als Rheumi reichen auch wenige 100 Meter in schöner Gegend, die intensiv genossen werden können.
Ein großer Vorteil bei Feiern ist sogar, daß man auch vorzeitig gehen kann, wenn es einem nicht gefällt, grins - man hat ja eine Entschuldigung.
Und sich mit eine Pulle Wein den Kopf vollhauen ist, glaube ich, nicht so schön, als ab und zu ein sehr gutes Gläschen zu genießen.
Als Rheumi gehen die Uhren irgendwie etwas langsamer. Will man den alten Takt beibehalten, wird das auf Dauer nicht schaffen.
Dafür kann man wieder alles intensiver genießen und wieder Freude an ansonsten selbstverständlichem haben.
Die Frage ist, ob man bereit ist, das zu akzeptieren.
Ich selbst freue mich über jeden neuen Tag, richte meine Tätigkeiten nach meinen Gelenkproblemen und muß eigentlich sagen, daß ich erstaunt bin, was ich trotz der starken Behinderung noch alles fertigbringe.
Das ist zwar kein Maßstab zu früher (ich brauche etwa 5 mal so lange), aber ich bin stolz drauf.
Vielleicht konnte ich einigen etwas helfen, sich mit der Krankheit zu arrangieren.
Alles Gute und viele liebe Grüße
Werner