1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Mit Kanonen auf Spatzen schießen????

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Hasenzahn85, 5. Oktober 2011.

  1. Hasenzahn85

    Hasenzahn85 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. November 2010
    Beiträge:
    40
    Zustimmungen:
    0
    Huhu zusammen..........

    Ich habe da mal wieder eine Frage.
    Kurz zu mir:
    Seit Mai 2010 Verdacht auf undifferenzierte Spondyloarthritis.
    Erst gabs Celebrex, da ließ die Wirkung nach. Dann gabs 90er Arcoxia, das habe ich gar nicht vertragen, dann gabs 60er das hab ich Abends genommen und Mittags hatte ich wieder Schmerzen. Zudem gabs Magenprobleme. Nun gabs vom Rheumadoc 600er Ibus, eine Morgens eine Abends.
    Ich hab dann selbstständig ne dritte Mittags genommen. Nun schimpft meine Hausärztin die Ibus seien für mich viiiiiieeeel zu hoch dosiert. ich soll MAX!!!!! 2 Ibus nehmen. Sie hat mir nun Katadolon und Magnesium verschrieben. Die Apothekerin meinte ich soll viel Zeit zwischen Ibus und Katadolon lassen, also bitte Mittags keine Ibu nehmen.
    Nun sitze ich hier, hatte heute Morgen Ibu und Pantozol und darf bis heute Abend nix mehr nehmen. Meine Gelenke mucken aber tierisch, mein Ischias bringt mich seit gestern um........
    Mein Rheumadoc meint solange ich seronegativ bin und man auf keinem Bild was sieht, die Gelenke nicht dick oder heiß sind, will er nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und ich soll einfach mal Geduld haben, dass wir mal ne stabile Remission schaffen.......ich bin unzufrieden.
    Was würdet ihr machen? Trotz unklarer Diagnose den Doc wechseln? Nochmal hindackeln und sagen, dass das Zeug nix hilft? Ich bin grade ratlos und tierisch genervt.
     
  2. BARO1402

    BARO1402 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Dezember 2010
    Beiträge:
    76
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Leimen
    Hallo Hasenzahn85,

    das kommt mir alles ziemlich bekammt vor. so erging es mir mit meiner letzten Rgeumaärztin genauso. Arcoxia und Sport das sollte genügen. (Bin HLA-B27 Positiv. Habe noch eine axialen Spndyloatritihis. Vorstufe von Bechterew) Die Diagnose bekam ich letztes Jahr.
    Erst als eine Neue in der Praxsis war, wurde ich anderst Behandelt. Bekam dann einen schmerztherapei. Jede Menge Schmerzmedis und MTX. Wurde nicht besser, bis sie mich nach Baden-Baden in die Rheumaklinik überwies. Anfangs war ich etwas irritiert. Aber jetzt muss ich sagen habe ihc es sehr gut in den Griff bekommen. Ich Nehme weiter MTX, (Celebrex, Valeron nach bedarf) und Lyrica.
    Gut die schmerzen sind nicht weg, damit muss ich leben. Aber ich bin so weit, das ich wieder am Leben teil haben kann. Das ist letztendlich das wichtigste.

    Also mir hat "Der Arztwechsel echt geholfen" aber sicher kann man sich da nie sein. Zumindest ist es ein Versuch wert. Denn wenn man seinem Arzt nicht vertraut, wie soller einen dann helfen?
     
  3. josie16

    josie16 PsA

    Registriert seit:
    16. Mai 2010
    Beiträge:
    2.094
    Zustimmungen:
    24
    Hallo Hasenzahn!
    Es kommt mir auch sehr bekannt vor.
    Soviele Möglichkeiten gibt es nicht, entweder Du gehtst hin und sagst, daß die Schmerzmedikamente nicht helfen, wenn er alle NSAR durch hat, dann muß er normalerweise von alleine sich GEdanken machen, wie es weitergehen soll und doch die Kanonen rausholen.
    Ich würde es davon abhängig machen, ob Du mit diesem Rheumatologen gut auskommst, also ob Du dich bei ihm gut aufgehoben fühlst, ob Du Vertrauen hast.

    Wenn das nicht so ist, dann solltest Du wechseln, wenn es irgendwie möglich ist. Hol dir aber bei einem neuen einen Termin und geh solange weiterhin zu deinem jetztigen Rheumatologen.
    Es dauert ja immer seine Zeit, bis man einen 1.Untersuchungstermin bekommt, nicht daß Du dann ohne Rheumatologen dastehst, falls es dir schlecht geht.
     
  4. unknown

    unknown Guest

    Irgendwie scheint Deinem Reumadoc nicht geläufig zu sein das bei Spondyloarthritis keine Entzündungswerte im Blut nachweisbar sind und es auch nie sein werden.
    Spondarth. ist leider kein Spatz und nahe MB!

    Da die Schmerzen in Gelenken usw. ihre Quelle in der WS haben werden auch die Gelenke nie anschwellen.
    Celebrex ,Arcoxia wirken hier nicht.

    gegen die Schmerzen sind Opiade auf Dauer weniger belastend als NASR und vor allem wirksamer. Was die den Suchtfaktor betrifft so kannst Du drüber Nachdenken wenn du das Zeug nicht mehr brauchen solltest, was wahrscheinlich ohne hin nie sein wird.
    Bei mir werden mit Tramal all die Begleitschmerzen einigermaßen gut unterdrückt, ein totales zudröhnen möchte ich selbst nicht, da ich etwas Körpergefühl behalten möchte. Einige Wenige Schmerzchen sind das normale Feedback des Körpers und sollten bleiben (meine Ansicht).


    siehe zum Thema auch
    http://www.rheuma-online.de/a-z/s/seronegative-spondarthritis.html
    http://www.rheuma-online.de/a-z/m/morbus-bechterew.html

    Ich denke Du solltest wieder und Wieder hindackeln bis er dich nicht mehr sehen kann oder ein Rotweiler vor seinem Zimmer steht.
    Einen Wechsel des Docs solltest Du erwägen, am besten zu einem der mit MB befasst ist.
     
    #4 6. Oktober 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Oktober 2011
  5. Hasenzahn85

    Hasenzahn85 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. November 2010
    Beiträge:
    40
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen und vielen Dank für eure Post!!!

    Zunächst muss ich einmal sagen, dass ich meinem Arzt voll und ganz vertraue und ihn auch sehr gur leiden kann. Er hat mich damals vond er Intensivstation in die Rheumatologie geholt und behandelt nun auch weiter, obwohl ich ja scheinbar zu den seltenen komplett negativen Fällen gehöre.
    Ich habe ehrlich gesagt Angst mir einen anderen Rheumatologen zu suchen, der mich dann am Ende fragt was ich bei ihm will weil ich ja gesund sei und mir das nur einbilde.........


    @josie16:
    Ich habe, wie oben ja schon geschriebe, Vetrauen in meinen Doc, aber ich habe auch keine Lust jetzt alle NSAR durchzuprobieren bis ich aus dem Schub rauskomme. Allerdings finde ich es auch etwas merkwürdig da schon nach ner Woche wieder auf der Matte zu stehen mit "hilft nix, nächstes Medi!". Der denkt doch ich hab gar keine Geduld!.....

    @Erzesel:
    Deine Links habe ich schon mehrmals interessiert gelesen, darum wundert es mich auch, dass du sagst bei einer Spondarthritis gibt es keine Gelenkbeteiligungen, denn z.B, die ISGs sind doch "Gelenke", ebenso steht in einem deiner Links folgendes:


    • Beschwerden, Symptome, Krankheitszeichen finden sich neben dem typischen Rückenschmerz an weiteren charakteristischen Stellen des Körpers:
    • Entzündungen großer Gelenke (Knie, Hüften, Schultern) (Arthritis)
    • Entzündungen kleinerer Gelenke, dann besonders mit begleitenden Entzündungen eines ganzen Fingers oder einer ganzen Zeh (Daktylitis)
    Weitere diagnostische Merkmale sind eine eingeschränkte Atembreite, die Entzündung von Gelenken (Arthritis), aber auch den Entzündung von Sehnenansätzen (Enthesitis; Enthesiopathie) oder Entzündungen von Organen
    Häufig beginnt ein M. Bechterew auch mit Symptomen außerhalb der Wirbelsäule. Typische Erstsymptome eines M. Bechterew sind beispielsweise:

    • Gelenkentzündungen (Arthritis), dabei sind typischerweise große Gelenke der unteren Körperhälfte betroffen (am häufigsten das Kniegelenk)
    (Oder liege ich hier falsch? Jemand aus dem Chat hat die gleiche Diagnose wie ich und nach geschwollenen Sprunggelenken auch Sulfa bekommen).

    Dass es keine Werte im Blut gibt, denke ich weiß er sehr wohl, sonst hätte er mich sicher schon als Hypochonder nach Hause geschickt, ebenso scheint er ja auch zu wissen (wie in deinem Link zum Bechterew steht) dass bildgebende Verfahren negativ sein können. Wie oben schon gesagt, ich vertraue meinem Doc und ich bin ehrlich ich scheue einen Arztwechsel. Zudem gehört das Ansprechen auf Entzündungshemmer zu den Frühdiagnosekriterien einer Spondarthritis (leider kann ich dir nicht mehr belegen wo ich das gelesen habe, muss aber auch hier gewesen sein.....denke ich.....).

    Wie gesagt, ich denke dass mein Doc schon weiß was er tut, immerhin war ich von Februar bis April/Mai schmerzfrei........
    Ich weiß, ich frage hier nach Rat und wehre alles ab. Aber es geht mir nicht um einen Arztwechsel, ich wollte lediglich wissen ob bei jemandem mit ähnlicher Geschichte schon Kanonen ausgepackt werden, ob dieser Weg vielleicht doch der richtige ist.
     
  6. anurju

    anurju anurju

    Registriert seit:
    13. März 2011
    Beiträge:
    3.375
    Zustimmungen:
    71
    Ort:
    Im schönen Rheinland
    Hallo,

    nur ganz kurz - es gibt wirksamere Entzündungshemmer für Spondarthriden als Ibu.
    Ich bekomme z.B. Meloxicam und das wirkt deutlich besser als Ibuprofen.
    In meinem Fall war es gut, dass ich parallel zum Rheumatologen auch von einem Schmerzmediziner betreut werde - die können die Abstimmung der Medikamente oft einfach auch sehr gut...
    Dass du deinem Rheumatologen vertraust ist schön - schließt aber nicht aus, dass man sich bezüglich der Medikamentation auch anderen Rat holt.

    Wenns dich interessiert schau mal unter Suche nach Schmerztherapie - da ist ein Beitrag von mir...

    Alles Gute von anurju
     
  7. Hasenzahn85

    Hasenzahn85 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. November 2010
    Beiträge:
    40
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Anurju,

    ich bin im April umgezogen und habe mir deshalb auch eine neue Hausärztin gesucht, sie ist auch Schmerztherapeutin und hat mir nun geraten, dass Ibu nur noch Morgen zusammen mit dem Pantozol zu nehmen (ich sei mit 55kg einfach zu leicht) Abends soll ich jetzt Katadolon und Magnesium nehmen.
    Das hab ich gestern Abend gemacht........naja ich bin schnell eingeschlafen (um 20 Uhr) und lag dann aber bis fast 1 uhr wach. Ich merke, das meine Schmerzen nicht mehr so "ausstrahlen" mir also nicht mehr "alles weh tut". Aber die Punkte der Rheumaschmerzen (Bws, Knie und Fuß) sind heute (trotz Ibu heute Morgen) wieder mal super fies......
    Ich komme mir aber blöd vor ständig wieder da hin zu rennen und zu sagen: "Hilft nix". Ich denke immer ich sollte vielleicht mal zwei/drei Wochen warten und wenns dann nicht besser ist wieder meckern.......ich will ja auch nicht das meine Arbeit beim ersten Versuch direkt zerrissen und für schlecht befunden wird. Es sei denn sie ist es auch...........und das will ich hier ein bisschen "vorfühlen"(hinsichtlich der Arbeit der Docs natürlich).
    Montag hab ich nen Termin zur Manuellen Therapie, hoffe die kriegen BWS und Schulter wieder frei......