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Migräne und Spannungskopfschmerz

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Marly, 23. Juni 2015.

  1. Marly

    Marly Aktives Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,

    ich eröffne hier einen eigenen Thread zu dem Thema, da er in den "Lebenskrisen" nicht von jedem gefunden wird, der evtl. Interesse am Austausch hat.


    Eigene Erfahrungen können jedem weiterhelfen. Ich z.B. habe Traubenzucker am Bett liegen, wenn ich nachts mit Migräneschmerz aufwache, nehme ich ein kleines Stück und machmal hat es die Migräne rechtzeitig vergrault.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag wünscht
     
    #1 23. Juni 2015
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2015
  2. christine631

    christine631 Neues Mitglied

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    Kohlehydratarme Ernährung bedeutet ja nicht, dass man auf Obst und Gemüse verzichtet. Ein Apfel oder vielleicht ein Glas Orangensaft bringen genausoviel wie Traubenzucker.
    Und Glucose kommt auch aus Obst und Gemüse, wie auch die Fructose. Das sind alles Zuckerarten, die natürlich nicht unbegrenzt verzehrt werden sollten.

    christine
     
  3. Faustina 24

    Faustina 24 Mitglied

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    Hallo Marly,
    super Idee, hierher zu wechseln!:top::D Ich hatte gestern erst beim Stöbern eure Beiträge in diesem Faden gefunden, das war echt Zufall.

    Danke für die Informationen bzgl. der Kohlenhydrate, ich glaube, ich sollte mir das Buch von Prof. Göbel mal besorgen. Die Seite der Schmerzklinik Kiel kenne ich gut, da bin ich seit ein paar Wochen Dauergast und habe schon viele nützliche Infos gefunden und mir das Kopfschmerztagebuch runtergeladen.

    Irgendwie habe ich ja über all die Jahre selbst rumexperimentiert und gemerkt, dass es mir guttut, wenn ich abends, bevor ich schlafen gehe, nochmal eine Kleinigkeit esse, bevorzugt KH. Gewichtsprobleme habe ich glücklicherweise keine, da macht das auch nichts.Überhaupt kann ich schlecht auf Kohlenhydrate verzichten und gerade abends habe ich sie auch gerne in warmer Form, z.B Pellkartoffeln oder Reis, das vertrage ich vom Magen her besser.
    Ich könnte mich nur ärgern, dass ich nicht schon viel früher zum Neurologen gegangen bin, aber das Rheuma stand die letzten Jahre immer im Vordergrund und auch in der Familie waren die letzten Jahre wirklich hart und es gab viele Probleme. Nun sind aber hoffentlich bessere Zeiten angebrochen und ich kann mich auch ein bisschen um mich selbst kümmern.

    Die Reha hatte ich übrigens wegen meiner rheumatischen Erkrankung beantragt, nicht wegen der Migräne. Ich hatte auch schon während einer Reha heftige Migräneanfälle und da waren sie in der Rheumaklinik recht ratlos, wie sie mich da behandeln sollten, haben aber immerhin ein neurologisches Konsil organisiert.

    Die von Prof. Göbel empfohlene 10/20er Regel versuche ich natürlich einzuhalten, um ja nicht in einen MÜK zu kommen. Das ist nicht immer leicht, gerade wegen der Schmerzmittel für´s Rheuma und wenn von Monatsanfang bis -mitte schon viele Migränetage waren und noch so viel vom Monat übrig ist.

    Mit dem Zolmtriptan komme ich auch gut klar, es wirkt zwar nicht ganz so schnell wie Sumatriptan, aber das sind Schmelztabletten und die sind besser, weil ich oft auch heftiges Erbrechen habe und das Sumatriptan dann häufig gar nicht erst im Magen ankam. Damit es nicht wie früher meist zu einem Rebound kommt, nehme ich dann so nach 2 Stunden nochmal 1 Naproxen.

    Diese Aura ist bei mir wirklich heftig, das baut sich zwar langsam auf, aber am Ende sehe ich fast gar nichts mehr und dieses Flimmern ist echt unheimlich. Dann kommt das Kribbeln in den Armen und Händen und ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren. Gerade beim Autofahren gab es da schon öfter Probleme und ich musste mich irgendwo abholen lassen.

    Mit Spannungskopfschmerzen habe ich zum Glück keine Probleme, aber es reicht auch so schon, gell. Die Rheumaschmerzen sind schon schlimm, aber die Migräneschmerzen legen mich komplett lahm, da hilft nur noch, Bett, dunkles Zimmer, keine Geräusche, Schüssel neben das Bett.
    Gestern habe ich den aufziehenden Anfall ganz gut in den Griff gekriegt, aber wenn jetzt der Wetterwechsel wieder kommt und es wärmer wird, kann ich schon wieder damit rechnen, dass ich flach liege wegen der Migräne.

    Wie geht es euch denn heute? Habe noch gar nicht im Forum gelesen......

    @Berghexe, was macht der Kopf?

    Liebe Grüße
    Faustina
     
  4. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    Heute wieder Migräne

    Hallo,

    ich habe seit gestern früh um 2 Uhr Migräne. Bei uns in Bonn ist es kalt und regnet. Ist normalerweise aber kein Wetter, beidem ich mit Migräne reagiere.

    Ich habe sehr unregelmäßig Anfälle, manchmal jede Woche, manchmal mehrere Wochen nicht. Neurologe will auf Betablocker setzen, aber ich weiß noch nicht, ob ich wirklich jeden Tag noch ein Medi mehr nehmen möchte.
    Lt. Aussage des neurologen bessern sich dann die Anfälle von der Stärke her nicht wirklich, aber die Anfallhäufigkeit kann sich um 50 % reduzieren.

    Ich bin noch sehr unschlüssig, was ich machen werden.

    LG Ruth
     
  5. Berghexe

    Berghexe Neues Mitglied

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    Hallo,
    echt super, dass das nun ein eigener Thread ist:top:. Ich hab heute auch Kopfschmerzen sind aber eher Spannungskopfschmerzen somit kann ich meinen tgl. Pflichten eineigermaßen nachkommen. Wie gesagt, hab ich immer noch Angst vor dem nächsten Migräneanfall, ich hab immer das Gefühl ich befinde mich im Augenblick in der Ruhe vor dem Sturm. Die Spannungskopfschmerzen sind zwar auch nicht toll, aber kein Vergleich zur Migräne. Bei mir kam sie ja letzten August so heftig und ich hatte bis Ende Dezember vier Attacken pro Woche. Dann war mit steigendem Cortison für Rheuma eine Reduktion auf einmal pro Woche. Und dann vor den Ferien der Supergau mit der siebentägigen Dauerattacke mit morgens und abends Anfall und dem ganzen Programm. Dann bekam ich ja Paracetamolinfusion mit 250 mg Cortison und seitdem kamen nur zwei leichtere Anfälle.
    Ich habe Angst, da ich nun wöchentlich das Cortison reduziere ( denn Humira wirkt:vb_redface:), dass die Anfälle dann schlimmer werden.
    Wie du Ruthi, weiß ich noch nicht ob ich meinem Körper das Topiramat antun soll.
    Hat jemand von euch es mal mit pflanzlichen oder homöopathischen Sachen versucht und damit Erfolg gehabt?
    Man liest viel, Pestwurz und Weidenrinde soll helfen. Ebenso stand letztes Mal in der Zeitung, dass ein Lidocain Nasenspray, welches man sich in der Apotheke zusammenwischen lassen soll, viel bei Migräne bringen soll. Keine Ahnung.

    Der Neurologe hat mir im Grunde auch nicht viel helfen können. Meine Rheumatologin meint ich soll noch zwei Wochen mindestens warten bevor ich mit demvorbeugenden Mittal anfange. Es ist nur immer schwierig, denn im Augenblick hab ich ja hptsl. nur Spannungskopfschmerzen oder leichte Attacken, aber irgendwann wird sie wieder mit voller Wucht zuschlagen.
    Liebe Grüße,
    berghexe
     
  6. Mona-Lisa

    Mona-Lisa habe RA seit 2011

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    Hallo!
    Ich hatte bei meinem Schmerztherapeuten zum Anfang des Jahres ne Ozon-Therapie gemacht.
    Das waren insgesamt 10 Sitzungen, alle 2 Wochen, da wurde dann etwas Blut abgenommen, mit irgendwas "angereichert" (Ozon??), dann wieder in die Vene zurückgepumpt.
    Mir hatte das sehr gut geholfen. Ist aber leider ne IGEL-Leistung... Und meine Venen sind leider nicht die besten.
    Nun ist diese Therapie ne Weile her, und ich merke, dass es wieder schlimmer wird.

    Was mir sehr oft auffällt: Als erstes Anzeichen meiner Migräne-Attacken gehen die Rheuma-Schmerzen weg. Komisch, nicht wahr?
    Und dann kommen die gemeinen Kopfschmerzen.

    Liebe Grüße,
    Mona
     
  7. Faustina 24

    Faustina 24 Mitglied

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    Hallo,

    Berghexe, genau so ist es, man hat ständig das Gefühl, es ist die Ruhe vor dem nächsten Sturm und ist ständig in Hab-Acht-Stellung. Das war ja wirklich ein Megaanfall und du bist ja wirklich durch die Hölle gegangen!
    Soweit ich weiß, das ist jetzt aber nur angelesen, wird Cortison in hoher Dosierung zur Unterbrechung einer Migräneattacke eingesetzt, deshalb kann ich gut verstehen, dass du jetzt Angst hast, wenn du das Corti reduzierst.
    Ich weiß auch nicht, ob ich mir das Topiramat antun würde, das ist ja schon ein heftiges Medikament und da wir ja auch sonst nicht gerade Hustenbonbons zu uns nehmen, bin ich da auch am überlegen. Das Nortrilen jedenfalls geht bei mir gar nicht, Zittern, Schwindel, heftiges Schwitzen, Herzrasen und ich bin total ausgetrocknet davon.Meine Mundschleimhaut ist total hinüber. Die Schmerzen sind zwar besser, aber die NW sind mir zu heftig.
    Zu Pestwurz und Weidenrinde kann ich nichts sagen. Bei mir hat das hochdosierte Magnesium(citrat) in Verbindung mit Vit B2 und B12 ganz gut geholfen, allerdings macht das Magnesium ganz schönen Durchfall.
    Super,dass das Humira wirkt! Das freut mich für dich. Ich hatte das auch mal und war lange Zeit sehr zufrieden damit. Nur hat es dann irgendwann die Wirkung eingebüßt und ich musste das Medi wechseln.

    Mona, das mit dem Ozon ist echt interessant und es ist doch toll, wenn es dir geholfen hat. Irgendwie kommt mir das Ganze vor, wie ein Stochern im Nebel mit der Hoffnung, dass irgendwann irgendetwas hilft.
    Eigenartig mit den Rheumaschmerzen bei dir, gell. Ich habe das jetzt noch nicht so beobachtet, aber ich habe oft schon am Tag bevor die Migräne kommt heftige Nies- und Gähnattacken und mir tränen die Augen.

    Ruthi, das tut mir leid, hoffentlich geht es dir inzwischen besser! Das kann ich gut verstehen, dass du unschlüssig bist wegen der Betablocker, noch ein Medikament mehr, das regelmäßig eingenommen werden muss.Aber wen die Attackenhäufigkeit weniger wird, ist das vielleicht auch schon ein Erfolg?

    Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und keine Migräneattacke heute Nacht und morgen.Rheumaschmerzen müssen auch nicht sein,gell!;)

    Liebe Grüße
    Faustina
     
  8. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Ich reihe mich zu den Migräne geplagten mit ein , habe diese zwar nicht mehr so häufig wie als junger Mensch ,aber wenn ich sie habe dann schon heftig. Ich nehme Betablocker seit einem Jahr und die Attacken sind weniger geworden. Würde das aber nicht als Wundermittel bezeichnen. Ich meide bestimmte Lebensmittel ,wo ich weiß die ,die Anfälle auslösen können. Dazu kommt , das ich extrem Wetterfühlig bin. Bei Wind reagiert der Kopf und bei warme Luftdruck und der steht uns ab nächste Woche bevor , da graut einen schon Tage vorher. Noch helfen bei einem Anfall Rizathriptan .
    Ich habe die Migräne auch einer meiner Töchter vererbt , sie leidet aber noch viel heftiger , hat schon soviel ausprobiert , ist die Migräne verschwunden hat sie einen Dauerspannungskopfschmerz , sie tut mir echt leid ,wie sie sich quält .
    Deshalb bin ich froh , wenn ich hier dabei sein kann , vielleicht finde ich immer mal neue Tipps und vielleicht hilft das ein oder andere ein wenig.

    ich wünsche Euch einen schönen Tag.

    Lg. delphin
     
  9. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Meine Mutter und mein Vater hatten "schon immer" Migräneanfälle, mir wurde die Neigung dazu vererbt, meine beiden Schwestern haben fast keine Last mit Kopfschmerzen.
    Spannungskopfschmerzen hatte ich schon als Kind und seit bestimmt 25 Jahren dazu noch Migräne, mal weniger, mal mehr, derzeit zu oft :rolleyes:

    Ich nehme Betablocker und Triptane, aber manchmal hat das Leben nichts mit "lebenswert" zu tun.

    Einige Auslöser kenne ich. Ich vermeide zuviel Zucker, trinke kaum Alkohol, Stress versuche ich zu vermeiden, indem ich Dinge klären möchte, was halt nicht immer gelingt.
    Dazu kommt eine instabile HWS und der Atlas reagiert manchmal so sensibel auf Kopfneigungen, dass damit Migräneanfälle ausgelöst werden. Ich kenne diese Kopfhaltungen und versuche sie zu vermeiden, z.b. starke Neigungen nach hinten und vorne, beim Autofahren drehe ich nicht Kopf, sondern den Oberkörper etc.
    Ein weiterer Auslöser sind die abrupten Wetterumschwünge, daran kann ich nichts ändern und leider treten sie viel zu oft auf.

    Rheumaschmerzen können sehr schlimm sein, Migräne ist der Supergau.
     
  10. Marly

    Marly Aktives Mitglied

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    @christina: Obst und Gemüse gehören auch zu komplexen KH genau wie Hülsenfrüchte.

    Gestern gegen Abend war die Migräne weg, heute morgen wieder da. Diese Pause habe ich oft....das Gute ist, ich nehme dann weniger Schmerzmittel. Dafür kam dann im Laufe des Vormittags Übelkeit hinzu, gerade als ich von der Massage kam.


    Ich habe festgestellt, dass die innere Einstellung die Attacken beeinflußt. Gehe ich davon aus, dass ich Migräne bekomme, weil z.B. das Wetter umschlagen soll, dann bekomme ich sie auch. Informiere ich mich überhaupt nicht über das Wetter und klopfe vielleicht noch (EFT) dagegen, bleibt die Attacke manchmal aus.
     
    #10 24. Juni 2015
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2015
  11. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Naja, man kann sich auch über das Wetter informieren, ohne Migräne zu bekommen ;)
     
  12. Marly

    Marly Aktives Mitglied

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    ... sicher, wenn man keine wetterbedingte Migräne hat....

    ...ist eigentlich auch nur ein Beispiel dafür, dass man Anfälle durch seine Einstellung steuern kann. Allerdings ist es sehr schwer eine total gelassene Einstellung gegenüber Triggerfaktoren zu bekommen, wenn man schon sei Jahrzehnten darauf reagiert....
     
  13. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Das ist mir schon klar. Aber ich persönlich möchte nicht in allen Bereichen mein Denken an die Migräne anpassen, sondern einen guten Mittelweg mit diversen Ausnahmen nach oben und unten führen.

    Stress und Emotionen können ja auch nicht vollständig vermieden werden und da hilft es mir persönlich nur, dass ich meine Einstellung zu den Schwierigkeiten verändere.
    Wie gesagt....das ist meine ganz persönliche Sicht. :)
     
  14. Faustina 24

    Faustina 24 Mitglied

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    Hallo ihr lieben Migränegeplagten,

    wie geht es euch heute?

    @Marly: das tut mir wirklich leid, dass du schon wieder einen Anfall hast! Bewegung und wie in deinem Fall Massage, machen das Ganze bei mir eigentlich immer schlimmer.
    Vielen Dank für deine Infos, sehr interessant! Und das stimmt wirklich, ich könnte oft Antworten geben, bevor eine Frage gestellt wird oder noch ganz ausformuliert ist. Kurz vor einem Anfall oder währenddessen geht dann dafür aber gar nichts, absoluter Stillstand.

    Die innere Einstellung spielt sicher eine Rolle und man kann ja nicht alle Triggerfaktoren vermeiden.
    Mein Kopf hat mir vorgestern schon gemeldet, dass das Wetter umschlagen wird und besser wird. Bei uns scheint inzwischen die Sonne. Schön, aber leider habe ich Migräne.
    Der einzige Trost ist halt, dass es irgendwann wieder vorbei sein wird.

    Liebe Grüße
    Faustina
     
  15. Berghexe

    Berghexe Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich bin so froh, dass ich hier nicht alleine bin. Viele können sich einfach nicht vorstellen wie schlimm Migräne ist. Sie denken, ach das sind doch nur Koofschmerzen. Das stimmt aber nicht. Ich hatte gestern Abend einen Migräneanfall. Gott sei Dank ist er jetzt weg. Das mit dem Gehirn passt 100% auf mich ich durchdenke alles und überlege mir warum alles so ist wie es ist. Ich träume auch sehr viel und intensiv. Drei versch. Träume an die mich auch noch erinnern kann sind keine Seltenheit. Ich denke immer und dauernd. Das mag ein Grund sein, aber das kann ich persönlich nicht abstellen. Ich binnen sehr emotionaler Mensch. Stress ist definitiv ein Triggerfaktor bei mir. Aufregung und Sorgen auch. Und ebenfalls die Schwiegermutter;). Aber manchmal überfällt sie mich auch einfach so. Eigentlich würde doch das Rheuma gelangen warum muss man dann auch noch Migräne dazu haben?

    Ich kann das unterschreiben was Sabinerin sagt, Migräne empfinde ich auch als Supergau und wie gesagt ich war letztes Mal soweit, dass ich mich freiwillig hätte ins künstliche Koma setzen lassen. Ich will das nicht mehr.

    An Migränetagen finde ich es schlimm, dass man an nix teilhaben kann. Man liegt wie ein im Todeskampf liegender auf der Couch und hofft nur dass es vorbeigeht. Tut mir leid, dass ich es so drastisch schreibe, aber wenn der Migräneanfall einen voll erwischt ist es bei mir so.

    Mir tun dann auch immer die Kids leid, weil man gar nix mit Ihnen machen kann geschweige denn über was reden kann.

    Liebe Grüße,
    berghexe
     
  16. Marly

    Marly Aktives Mitglied

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    Hallo Faustina,

    tut mir leid, dass du auch einen Anfall hast :(.

    Nach der Behandlung gestern beim HP gehts dem Kopf gut, ich mache eine 3-Tage-Behandlung und hoffe, dann länger Ruhe zu haben. Ich habe ihm erzählt, dass ich in die Schmerzklinik gehe im August und erfindet sehr gut, dass dort viel über den Kopf gearbeitet wird, also wie man mit Stress umgeht, Triggerfaktoren positiv beeinflussen kann, Tagesablauf, Ernährung, Maßnahmen bei Beginn einer Attacke, Medikamentenpause usw.
    Es hat mich gefreut, dass er mich dabei unterstützt.


    Ich wünsche einen schmerzfreien Tag,
     
    #16 25. Juni 2015
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2015
  17. Marly

    Marly Aktives Mitglied

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    Liebe Berghexe,

    deine Beschreibung des Supergaus ist nicht drastisch. Ich empfinde es genauso. Manchmal hält meine Migräne bis zu einer Woche an gefolgt von weiteren Kopfschmerztagen.

    Ich hasse dieses " Ausgeschaltet sein" und es zieht mich unglaublich runter, wenn ich deswegen etwas verpasse, worauf ich mich sehr gefreut habe und auch nicht nachzuholen ist. Das Verständnis ist unterschiedlich, einige verstehen es gut, einige weniger.


    Mein Mann erzählte mir neulich, dass ein Kollege über einen anderen sagte: der kommt nicht, der nimmt sich seine Migräne ...und blöd dabei gegrinst hat....

    So was regt mich total auf. Ich hatte früher oft das Gefühl, dass ich mich rechtfertigen muß, wenn ich Migräne habe. Heute mache ich das nicht mehr. Auch wenn es total fies ist, denen wünsche ich einen einzigen Anfall, damit sie mal wissen, wie schlimm das ist.
    Ich finde meine Fibro auch zum Abgewöhnen, aber wie viele hier schreiben, ein Migräneanfall ist der Horror und ich habe schon zu meinem Arzt gesagt, dass ich noch einen Anfall nicht durchstehe.....



    Liebe Grüße
     
    #17 25. Juni 2015
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2015
  18. Faustina 24

    Faustina 24 Mitglied

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    Hallo Marly,

    vielen Dank!:) Ich finde es total lieb von dir, dass du dir solche Mühe machst und uns mit tollen Infos versorgst. Das ist wirklich interessant, denn so tiefgreifend habe ich mich damit noch gar nicht befasst. Die Schmerzklinik in Kiel ist da wohl auch die führende Adresse.
    Tja, Koffein.....also mit Kaffee, Cola und Schokolade habe ich da ja gar keine Probleme, nur vom Tee (schwarz oder grün) kann ich nicht lassen, erhält mich regelrecht aufrecht. Ich versuche nun, ihn nicht so stark aufzubrühen und auch mal auf Kräutertee auszweichen, aber letzterer schmeckt mir nicht so wirklich.

    Danke für dein Mitgefühl! Heute ist es etwas besser, die Nacht war aber wieder schlimm, ich musste mehrmals erbrechen und diese Hammerkopfschmerzen sind viel schlimmer als die Rheumaschmerzen. Dieses Hämmern und Pochen, das ist der blanke Horror.
    Berghexe hat das, finde ich genau richtig geschildert und es ist wirklich der Super-Gau. Es geht dann einfach gar nichts mehr und wer das noch nie hatte, darf sich da wirklich kein Urteil erlauben.Ich finde es auch schlimm, dass man so oft Dinge absagen muss, die man mit dem Rheuma ja noch irgendwie hingekriegt hätte, aber wegen der Migräne nicht tun kann und dann auch noch auf totales Unverständnis stößt. Da hilft nur, sich ein dickes Fell zulegen, aber das haben Rheumatiker und Migränegeplagte eher selten.

    Heute kann ich mich auch wieder total schlecht bewegen, mir schmerzen die Gelenke noch zusätzlich, während die Migräne im Hintergrund immer noch das Hirn beschäftigt....aber heute ist "Drogentag" d.h. ich spritze mein Biologikum, da sollte es wenigstens rheumatechnisch bald besser werden.:top::p

    Ich wünsche euch einen schönen Nachmittag, bei uns scheint die Sonne:vb_cool: und ich finde es schön, dass wir uns hier gefunden haben!:)

    Liebe Grüße
    Faustina
     
  19. ruthi2012

    ruthi2012 Mitglied

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    Hallo !

    Gestern war ich den ganzen Tag außer Gefecht. Mir war übel, ich hatte Bauchschmerzen, Schwindel, Durchfall und Migräne ( den dritten Tag).

    Heute geht es mir wieder ganz gut, sodaß ich arbeiten gehen konnte. Ist alles nur noch in "Lauerstellung". Daher bin ich sehr vorsichtig und vermeide körperliche Anstrengung.

    Allerdings ist die Wetterlage heute in Bonn sehr schwül und erheblich wärmer als die Tage vorher. Das erklärt wieder einmal meine wetterbedingte Migräne.

    Ich hoffe, ich habe jetzt mal ein paar Wochen Pause.

    LG

    Ruth
     
  20. Berghexe

    Berghexe Neues Mitglied

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    Hallo !
    danke Marly für die Infos. Kaffee ist bei mir kein Problem, trinken jeden Tag in der Woche eine Tasse mehr nicht.
    Ich finde es auch toll, dass wir uns hier gefunden haben, denn das hilft mir unter Gleichgesinnten zu sein. Und wie gesagt viele wissen nicht was Migräne bedeutet. Mein Mann weiß es und hat dafür Verständnis. Er hat zwar selber noch nie Migräne gehabt und sagt auch er kann sich das gar nicht vorstellen wie das ist. Aber da er miterlebt wie es mir geht sieht er es ja. Er ist jedes Mal geschockt wie schlimm das ist.
    Ich finde es auch schlimm, dass man dadurch Sachen verpasst. Ich hab heute mal in der Apotheke gefragt, ob es da nicht was pflanzliches und homöopathisches zur Vorbeugung gibt, die Apothekerin wird mal schauen. Mal schauen, man greift ja jeden Strohhalm. Ich war auch vor der Rheumadiagnose wegen der Migräne bei ner Heilpraktikerin. Sie hatte mir ein spagyrisches Mittel gemixt, hat aber auch nicht so geholfen und dann kam das mit der Rheumadiagnose und sie wollte erst mal abwarten. Wenn jetzt mal Ruhe eingekehrt ist mit dem Rheuam werde ich wieder zu ihr gehen.

    Heute geht es mir gut, leichte Spannungskopfschmerzen, hoffentlich bleibt es so.
    Ich hoffe ihr habt auch einen schmerzfreien Tag.
    liebe Grüße,
    Berghexe