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Methotrexat

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von delino, 17. Oktober 2006.

  1. delino

    delino Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich war heute mit meinem Sohn wieder bei unserer Rheumaärztin. Sie will ihm ein neues Medikament geben, weil nur Proxen nicht hilft.
    Sie will das Knie momentan nicht punktieren sondern ihn auf Methotrexat umstellen.
    Sie hat mich über die Nebenwirkungen (Leber, Übelkeit) aufgeklärt und mir, bzw. uns 14 Tage zeit zum Überlegen gegeben.
    Wie sind euere Erfahrungen mit dem Medikament? Habt ihr vorher noch anderes probiert oder soll man gleich damit anfangen? Wie wird es wirklich vertragen, und nehmen die Kinder es ein oder gibt dabei Probleme?
    Irgentwie bin ich ziemlich ratlos.

    Liebe Grüße
    Andrea und Julian
     
  2. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Jeder muss für sich entscheiden!

    Hallo Andrea/Julian,

    zunächst ein Tipp: Du kannst hier im Forum unter Rheuma A-Z viele Hinweise "studieren"; auch die Suchfunktion bringt sicher was, denn MTX ist sozusagen ein "Dauerbrenner".
    Grundsätzlich ist MTX ein Medikament, dass oft nach ein paar Wochen bereits wirkt und z. B. den RA-Entzündungsprozess mildern kann (oft zusammen mit einer anderen Basismedikation, z.B. Azulfidine).

    Die Nebenwirkungen solch starker (auf das Immmunsystem einwirkenden!) Medikamente können leicht sein - oder aber sehr stark. Das hängt vom individuellen Organsimus ab, von der Dosierung usw. Niemand kann das genau vorhersehen.

    Man sollte deshalb schon auf der Hut sein und kleinste Warnzeichen beherzigen - ohne sich gleich "verrückt" zu machen!

    Ich gebe als MTX-Betroffener mal ein wichtiges Beispiel (von vielen möglichen Nebenwirkungen):

    Durch eine bei MTX-Medikation eintretende sog. Immunsuppression können z. B. Krankheitserreger, die sich bereits im Körper befinden (z. B. Herpesviren), die aber normalerweise keine Krankheit zutage treten lassen würden, plötzlich "die Oberhand gewinnen" (weil das Immunsystem durch MTX gewollt abgeschwächt wird!).

    Dann kann u. a. ein Herpes Zoster als sehr schmerzhafte Gesichtsgürtelrose auftreten, was üble Folgen haben kann (u. a. Geischtsnerv- und Augenbeteiligung).

    Deshalb (und dies ist ein wichtiger Tipp!:o ) sollte man u. a. sämtliche Pusteln oder juckende Hautveränderungen im Kopfbereich sofort ernst nehmen und zum Arzt gehen, um unverzüglich antivirale Medikamente verordnet zu bekommen.

    Wenn man das "verschlammt" und erst mal als harmlos ansieht, ist es innerhalb von drei Tagen fast schon zu spät: Dann helfen nur noch stationäre Behandlung mit zig Infusionen pro Tag. So war`s bei mir....:D

    Also: Aufpassen sollte man schon, denn MTX ist kein "Drops"!

    Viel Erfolg! :)
     
  3. susigo

    susigo Neues Mitglied

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    Mtx

    Hallo...
    ich kann nur positives über MTX berichten.Hatte die Tablettenform einmal die Woche plus Folsäure am nächsten Tag.
    Kaum Nebenwirkungen und war dadurch fast zwei Jahre Beschwerdefrei.Leider abgesetzt wegen Kinderwunsch...danach wieder Schübe.Möchte auf jedenfall damit später wieder beginnen.
    Allerdings hört man auch viel schlechtes,jeder verträgt es nicht und wie es mit Schädigungen nach Langzeiteinnahme aussieht,weiß auch noch niemand(Leber,Nieren ect.)
    Und dann bei Kindern:confused:
    Ich verstehe Deine Sorge.Aber wenn nichts anderes richtig wirkt und Dein Arzt gute Erfahrungen hat,wär's sicher ein Versuch wert...wie gesagt,meine Erfahrung war gut.
    LG Susi
     
  4. Power

    Power Registrierter Benutzer

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    Hallo delino,

    meine Tochter bekommt das MTX jetzt seit 7 Jahren und verträgt es eigentlich ganz gut. Ich spritze es ihr einmal die Woche unter die Haut und das lässt sie mehr oder weniger über sich ergehen. Wer lässt sich schon gerne pieken!?
    Sie ist nicht öfter krank als andere Kinder auch. Der einzige Nachteil: Nach der Medikamentengabe ist ihr immer ziemlich übel und das kann auch schonmal den ganzen Tag anhalten. Aber es hilft gegen die ständigen Entzündungen und deshalb sind wir froh, dass es dieses Mittelchen gibt.
    Ausser dem MTX bekommt sie noch Cortison, Naproxen, Imurek und Genotropin. Also, so "verteufelt" ist das MTX nicht immer! Uns hat man anfangs ziemlich viel Angst deshalb gemacht.......es wird viel erzählt, wenn der Tag lang ist.......!
    Mein Rat: Probiert es aus! Kommt dein Sohn damit nicht zurecht, kann es ja auch wieder abgesetzt werden!

    Alles Gute!

    Gruss
    Power :)
     
  5. delino

    delino Neues Mitglied

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    wir versuchen´s jetzt

    Hallo

    danke für Eure zuschriften. Es hat mir bei der Entscheidung sehr geholfen. Wir fangen nächstes Wochenende damit an, weil vorher noch ein MRT gemacht werden muß.
    Das letzte Röntgenbild vom Knie war leider sehr schlecht und deshalb ist jetzt wirklich Eile geboten.
    Meine Rheumatologien spricht von sehr agressivem Verlauf. Was deshalb überraschend ist weil er kaum in der Bewegung eingeschrenkt ist und auch fast nie schmerzen hat.
    Hat mich gestern umgehauen diese Nachricht. Nun hoffe ich sehr auf die Wirkung von Methotrexat, damit die Werte nicht mehr steigen sondern endlich fallen.

    Bis bald
    Andrea und Julian
     
  6. Neli

    Neli Optimistin

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  7. ChazyChazz

    ChazyChazz Neues Mitglied

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    Hallo Delino,

    bei mir selbst wurde vor kurzer Zeit eine MTX-Therapie gegen RA angefangen (leider gottes mit Spritzen, ich hasse die Dinger). Ich bin ebenfalls eigentlich noch fast ein Kind (17) und vertrage es bis jetzt OHNE jegliche Nebenwirkungen. Nebenbei bekomme ich noch Cortison und Folsäure.

    Gruß Chazz
     
  8. Trudi

    Trudi Neues Mitglied

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    Meine 8-jaehrige Tochter bekommt seit 2 Monaten 7,5mg MTX woechentlich. Ich spritze es selbst. Sie hat leider wie ich chron. Polyarthritis. Barbara hat mit dem Mtx keinerlei Nebenwirkungen und es hat schon nach der 2. Spritze seine Wirkung entfaltet. Jetzt ist sie komplett beschwerdefrei und ich hoffe, dass es noch lange so bleibt.
    Ich selbst habe MTX vor einigen Jahren auch ausprobiert, musste es aber wegen zu starken Nebenwirkungen wieder absetzen. Wie Du siehst, ist die Wirkung innerhalb der Familie auch nicht immer dieselbe.

    Alles, alles Gute fuer Deinen Sohn
    Trudi
     
  9. Eisbär

    Eisbär Neues Mitglied

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    Hallo Andrea

    Mein Julian ;) mittlerweile 13 jahre jung und seit seinem 7. lebensjahr an cp erkrankt bekommt MTX und Enbrel !!!

    Das MTX bekommt er 1x Woche im Orangensaft so das er nicht weiss was das leckerli gibt (Spritzenlösung im O-Saft)!!!;)

    Das klappt wunderbar , er bekommt allerdings jeden tag sein glas O-saft vor dem schlafengehen .

    Die Blut und leberwerte sind o.K. !! Unter Quensyl hatte er z.B stark erhöte Leberwerte !!!

    Gruß eisbär
     
  10. delino

    delino Neues Mitglied

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    Danke an alle

    Julian nimmt des MTX jetzt seit 2 Wochen. Er verträgt es gut und auch seine Blutwerte sind super.
    Wir haben noch einige Untersuchungen vor uns aber ich hoffe das dann eine ruhigere Zeit kommt.
    Ich wünsche euch allen einen schönen und vorallem schmerzfreien Advent.

    Liebe Grüße
    andrea und Julian