Meniskus Schwund durch chronische Polyarthritis?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von blauermatiz, 3. Februar 2017.

  1. blauermatiz

    blauermatiz Registrierter Benutzer

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    Hallo Zusammen,
    ich war lange Zeit nicht mehr hier. Nun habe ich aber ein Problem bei dem ich nicht mehr weiter weiß.
    Seitdem ca. einem Jahr habe die massive Probleme mit meinem linken Knie.
    Zuerst war ein dicker Erguss drin. Doc hat punktiert. Danach hatte ich leider nur eine Woche Ruhe. Dann war das Knie wieder dick.
    Doc hat geröngt und eine Arthrose festgestellt.
    Hab versucht mit erhöhtem Kortison, hochlegen und kühlen versucht es so in den Griff zu bekommen. Hat leider nicht geklappt.
    Nach ca. 5 Monaten noch eine Punktion.
    Diese hielt aber auch nicht lange an.
    Bin dann zur RSO geschickt worden.
    Danach hatte ich 6 Wochen Ruhe.
    Die RSO wurde nach ca.2 Monaten nochmal wiederholt. Diesmal ohne Besserung.

    Jetzt hatte ich die Nase voll und bin zu einem Orthopäden gegangen. Der stellte fest, dass ich einen Meniskus Schaden habe. Er hat mich zur weiteren Abklärung ins MRT geschickt. Heute war Besprechung:
    Innerer und äußerer Meniskus sind nicht mehr vorhanden. Also nicht gerissen sondern einfach nicht mehr da
    Das Rheuma hat die Menisken einfach "aufgefressen"
    Der Orthopäden hat jetzt erstmal eine Eigenblutbehandlung vorgeschlagen. Kostet 120€ pro Spritze. 3Stück werden wahrscheinlich nötig sein.
    Ansonsten bleibt nur noch ein künstliches Kniegelenk.
    Ich bin erst 43Jahre alt.

    Hat jemand Erfahrung mit sowas?
    Ich bin total geschockt, da ich nicht wusste das Rheuma sowas machen kann.
     
  2. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Blauermatz!
    und was soll diese Behandlung bewirken? Den nicht mehr vorhandenen Meniskus können die Spritzen nicht mehr herzaubern.
    Ich verstehe, daß Du geschockt bist, aber daß dir diese Therapie in deinem Fall weiterhilft, ist zu bezweifeln und dann kommt noch dazu, daß es schon bei Betroffenen, die kein Rheuma haben, risikant ist, mit den intraartikulären Injektionen, da ein hohes Infektionsrisiko da ist, bei immunsupremierten Patienten ist es noch höher, ich habe einfach zuviel Patienten im KH gesehen, die dann mit einer Spülsaugdrainage im Bett lagen, nach einer Injektion ins Knie.

    Wichtig wäre jetzt zu wissen, sie groß der Knorpelschaden im Knie ist und dann muß man sich Gedanken über Therapiemöglichkeiten machen.
     
  3. Maine Coonchen

    Maine Coonchen Registrierter Benutzer

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    Hallo Blauermatiz,
    habe mit meinem Knie ähnliches erlebt. Hatte zwar einen Vorschaden durch einen Sportunfall, bei dem mir vor über 30 Jahren die Hälfte des Meniskus entfernt wurde. Heutzutage können Sie diesen wieder annähen, nur damals waren sie nicht so weit. Den Rest hat die Arthritis aufgefressen. Habe jetzt seit 3 Monaten ein Knie TEP. Die dauernden Schmerzen sind weg. Nur quält mich seitdem eine Schleimbeutelentzündung mit Erguss, laut OP Arzt, Orthopäde und Rheumatologe eine weitere Gemeinheit der Arthritis. Bin deshalb nur bedingt zufrieden, weil es mir zu lange dauert. Nur die Ärzte sind super zufrieden mit der Beweglichkeit etc. Ich sei zu ungeduldig. Wie du an meinem Beispiel siehst kann die Arthritis im Knie richtig wüten. Sorry das ich dir nichts positives dazu sagen kann.
    LG
    Coonchen
     
  4. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Ein Orthopäde, der mir wegen Meniskusschaden eine Eigenblutherapie mit Selbstbezahlung "andrehen" möchte wäre mir sehr suspect und der würde mich nie wieder in seiner Praxis sehen.
     
  5. aischa

    aischa Guest


    mich auch nicht!!;)
     
  6. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Würde ich auch auf gar keinen Fall machen! Der Einzige, der davon profitiert, ist der Orthopäde. Meine Mutter hat sich auch was andrehen lassen, was völlig überflüssig und sinnlos ist, aber eben viel Geld kostet :mad:.
    Geh zu einem anderen Orthopäden und lass dich bitte nochmal beraten, ob und welche Möglichkeiten es für dich gibt. Ärzte, die Einem solche 'Leistungen' aufs Auge drücken wollen, sind meiner Meinung nach sehr weit davon entfernt, dem Patienten wirklich helfen zu wollen. Da muss hauptsächlich das eigene Befinden (sprich: die Kohle) stimmen.
    Ich meine, ich hätte mal davon gehört, dass Rekonstruktionen bzw. Implantate möglich sind. Aber das nur unter Vorbehalt...
     
  7. Hummel59

    Hummel59 Registrierter Benutzer

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    Ich habe jetzt über ein Jahr ein Knie TEP, bei mir fing es vor ca 13 Jahren auch mit einem Meniskusschaden an.
    Also eine reine Eigenbluttherapie erscheint mir auch nicht sehr erfolgsversprechend.
    Außer, es ist eine Orthokin Behandlung, das wird ja auch aus dem eigenen Blut gewonnen. Aber irgendwie aufbereitet, so dass der Knorpel sich regeneriert. Das hatte ich auch vor 13 Jahren und es hat ca 2 Jahre gut geholfen. Bei mir waren es allerdings 8 Spritzen, wenn ich mich richtig erinnere.

    Ebenfalls helfen können Hyaluronsäure Spritzen, aber auch das nur für einen beschränkten Zeitraum. Wenn kein Meniskus mehr da ist, läuft halt Knochen auf Knochen, sprich Schmerzen. Dann ist es einfach nur noch die persönliche Abwägung, Schmerzen noch aushalten oder Knie TEP.
     
  8. Katy

    Katy Registrierter Benutzer

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    Hi blauermatiz
    was nicht mehr da ist kann auch nicht mehr wiederkommen:eek:.
    Wie die anderen schrieben, tut es eher dem Geldbeutel des Orthopäden gut, als dir und deinem Knie.
    Hol dir eine Zweitmeinung ein und geh mit deinen Bildern zu einem anderen Arzt. Ich weiß nicht wo du aus dem Ruhrpott her kommst, aber in Haltern am See gibt es einen sehr fähigen Orthopäden, der auch nicht sofort das Messer wetzt, wenn es nicht sein muss. Wenn du Fragen hast, gerne per pn.

    LG Katy
     
  9. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Hier eine - zugegeben nicht ganz neue - Stellungnahme der DGRh zum Thema Orthokin:

    http://dgrh.de/testellungnahmen.html
     
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