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Meine Mama hat chronische Polyarthrits. Wie kann ich ihr helfen! Bitte um Rat!

Dieses Thema im Forum "Austausch für und mit Angehörigen" wurde erstellt von rebeka007, 7. November 2009.

  1. rebeka007

    rebeka007 Neues Mitglied

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    Hallo an alle!

    Ich habe auch Rheuma und kann daher meine Mutter nur zu gut verstehen. Also, wo soll ich anfangen....
    Meiner Mutter haben sie nach langen Untersuchungen und Fehldiagnosen jetzt die chronische Polyarthritis festgestellt und sie zum Rheumatologen überwiesen. Den Termin dafür hat sie am 17.12.09 und bis dahin Tabletten für die starken Schmerzen verschrieben. Die helfen aber nichts und die Schmerzen werden von Tag zu Tag größer und unerträglicher, hinzu kommt noch der Bewegungsverlust. Bei jeder noch so kleinen Bewegung hat sie höllische Schmerzen, ja sie kann sich mittlerweile nicht mal auf den Beinen halten. Mich wundert es aber bei der ganzen Sache, daß sie noch kein Cortison dafür bekommen hat. Die Hausärztin war letztes mal drauf und dran, es ihr zu verschreiben und meinte dann nur, das soll lieber der Rheumatologe machen, sie kann das nicht verantworten. Ich fürchte nur, daß das meine Mutter bis zum 17.12. nicht aushalten wird. Sie ist mit den Kräften am Ende. Ich will jetzt da am Montag früh anrufen und Dampf machen, sie sollen ihr unbedingt Cortison verschreiben. Mein Hausarzt hat das damals auch getan, ich hätte auf den Termin vom RT 3 Monate warten müssen, wie denn mit diesen Schmerzen?? Ich fühle mich so hilflos. Sie klagt über Schmerzen und ich helfe, wo ich nur kann. Ich koche für sie, wenn ich Zeit habe, ich mache den kompletten Haushalt, Fußpflege, Einkäufe, etc. Es ist aber nun so, daß ich vollzeit beschäftigt bin und eine Filiale zu leiten habe mit allem drum und dran. Deswegen kann ich mich nicht 24 stunden um sie kümmern. Nun meine Frage an euch erfahrenen Rheumis hier. Ab wann ist sie ein Pflegefall in den Augen der Krankenkasse und gibt es die Möglichkeit, sich Essen nach Hause liefern zu lassen und wer übernimmt die Kosten? Im Moment ist es so, daß sie rein gar nichts alleine machen kann, selbst auf die Toilette gehen wird immer schwerer. Und die Hausärzte sind auch merkwürdig. Lassen sie 2 Stunden im Wartezimmer hocken und sie krümmt sich vor Schmerzen und schwitzt sich die Seele aus dem Leib, und dann bekommt sie auch noch so komische Blicke zugeworfen, frei nach dem Motto, was hat sie denn? Alles halbso wild. Ich weiß langsam echt nicht mehr weiter, vor allem, weil ich das Gefühl habe, daß meine Mutter meint, es sei nicht genug was ich für sie tue. Aber mehr geht beim besten Willen nicht. Deswegen brauche ich hier eure Hilfe. Ratet mir nicht, einen anderen Hausarzt zu suchen, denn dafür hat sie keine Kraft mehr. Ich frage mich nur, warum sie bis jetzt keiner ins Krankenhaus geschickt hat. Mich wollten sie damals ins Krankenhaus verfrachten, und ich war bei weitem nicht so beieinander, wie sie es jetzt ist.
    Bitte helft mir! Ich weiß keinen Rat mehr.
    DANKESCHÖN!!!!!!!
    LG Rebeka
     
  2. Geli07

    Geli07 Neues Mitglied

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    Hallo Rebeka,:top:

    Die Rheumatologen haben auch Notfalltermine.Wenn nicht, Rheumatologen wechseln. Es gibt genügend.
    Da kann deine Mama innerhalb von drei Tagen einen Termin bekommen.
    Ich spreche aus eigener Erfahrung.
    Ausserdem,dranbleiben nicht abschütteln lassen.


    Wünsche dir und deiner Mama alles alles gute. Drücke dir ganz feste die Daumen.

    liebe Grüße
    Angelika
     
  3. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Hallo rebeka,

    am Wochenende gibt es bei uns Notfallpraxen, die man ansteuern kann.
    Wenn Deine Mama nicht laufen kann, bestell einfach den Arzt ins Haus.
    Du kannst ihm dann vor Ort die Sachlage erklären und eine Einweisung
    ins Krankenhaus erbitten bzw. einfordern. Zumindest ein Rezept für Cortison kann er schreiben, sinnvoll wäre, wenn Du einen neueren Laborbefund zu Hause hättest.

    Im KH gibt es Sozialbeauftragte, die einen Antrag auf Pflege stellen können, der geht meist schneller durch.
    Zum Essen, das muss Deine Mutter selbst bezahlen. Es gibt grosse Unterschiede beim "Essen auf Rädern", in Qualität und Preis. Bei uns hat die Caritas die Nase vorn, die haben allerdings hier eine eigene Küche.

    Ich weiss, das ist alles nicht einfach. Ein Notarzt wäre aber die schnellste Lösung, vor allem, wenn der HA nicht aktiv wird.

    Ich wünsche Euch schnelle Hilfe.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  4. rebeka007

    rebeka007 Neues Mitglied

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    Vielen Dank für die Antworten!

    In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Sie liegt seit Montag auf mein Drängen hin im Krankenhaus in Schweinfurt und am Dienstag wurde sie operiert. Tumor in der Wirbelsäule. Auf den Befund davon warten wir noch, aber ist noch ein Tumor weiter unten an der WS den sie so nicht entfernen konnten, da sie sonst querschnittsgelähmt bleiben wird. Daher wird da entweder eine Bestrahlung gemacht oder Chemotherapie.
    Erst mal bin ich über den Befund entsetzt und schockiert, aber ich muß für meine Mama jetzt stark sein. Und dann kommt noch die Wut über die Ärzte, die sie wohl bis heute bei mir daheim gelassen hätten ohne mein Zutun. Ich bin empört. Aber zuerst muß ich mich um meine Mama kümmern. Dann ist ihr Hausarzt dran!

    Danke für eure Hilfe!
    LG Rebeka
     
  5. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Hallo Rebeka,

    das ist ja ein Hammer, gut das Du gehandelt und Deine Mutter ins KH gebracht hast. Ich hoffe für Euch beide, dass die Behandlung einen positiven Verlauf nimmt. Dafür drücke ich Euch die Daumen.

    Jetzt solltest Du wegen der Pflege aktiv werden und die Sozialbeautragten im KH ansprechen, damit ein Antrag bei der Pflegekasse gemacht wird. Solange Deine Mutter im KH ist, muss die Begutachtung innerhalb 14 Tagen erfolgen. Dann sollte, wenn sie nach Hause kommt, alles in trockenen Tüchern sein.

    Ich wünsche Dir Ruhe, Geduld und Kraft.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  6. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    mutter

    hallo rebeka,
    ich wünsch dir für die nächste zeit viel kraft um das alles zu bewältigen.
    aber, bis eine pflegestufe bewillgt wird vergeht immer etwas zeit.der sozialdienst sollte hier dein ansprechpartner sein und dafür sorge tragen, dass wenn absehbar die mutti entlassen wird, häusliche betreuung verordnet wird, das ist so üblich.eine dauehafte vo erfolgt meist bei feststellung des pflegebedarfes.dazu ist es dann erforderlich, dass ein pflegedienst die mutti anschaut und einschätzt, wieviel aufwand zu leisten ist.du bist also nicht allein, um das zeitlich alles bewältigen zu können.
    bestimmte lesitungen übernehemen nicht die krankenkassen.auch hier solltest du dann mit dem pflegedienst gemeinsam beraten was wann zu machen ist und was machbar ist.es ist manchmal auch ein schwere finanzielle entscheidung.aber erst mal soll die gnesung deimer mutter im vordergrund stehen.
    ich drück dich und wünsch alles gute!
    lg saurier:a_smil08:
     
  7. rebeka007

    rebeka007 Neues Mitglied

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    Viele lieben Dank an Heidesand und saurier!
    Es tut gut, tröstende Worte zu bekommen und vor allem hilfreiche Tipps. In so einer Situation war ich noch nie und bin auf diesem Gebiet total unbeholfen. Aber jetzt weiß ich ja, was als nächstes zu tun ist. Noch ist ja ungewiss, wie lange sie im KH bleibt und ob sie so bald entlassen wird, es steht ziemlich schlecht um sie. Aber besser vorsorgen als nachsorgen.

    Ich drücke euch auch alle und bin froh, daß ihr alle da seid für mich. Es hilft mir, gibt mir Kraft und Mut. Und das brauche ich jetzt, vor allem weil ich auch eine Rheuma-Kranke bin und Angst vor meinem nächsten Schub habe in so einer psychischen Belastung. Aber ich vertraue auf Gott und daß er uns alle nicht im Stich läßt. Dann schaffen wir das alles.

    DANKE! DANKE DANKE!!!!!!!!