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Meine fünf Minuten habe

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von mamaela, 17. Juni 2008.

  1. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Hu hu,

    also versteht mich bitte nicht falsch ok, ich bin froh, das ich die EU Rente durch habe und eigentlich sollte ich nun echt glücklich sein :cool:

    Nur im Moment hab ich mal wieder so eine tolle Phase und weiß nicht was ich damit machen soll. Ich bin erst 33 Jahre und mir fällt die Decke auf den Kopf. Ich würde so gerne wieder arbeiten gehen wollen.

    Nur wenn ich aber dann meine Medis nehme, bin ich zwei - drei Tage mit Müdigkeit außer gefecht gesetzt, das ich mich frage, wie sollte das auch gehen. Dann frühs die Schmerzen beim aufstehen und auch zwischendurch, wo soll das hinführen?

    Mir fehlt im Leben was, das kann es doch noch nicht gewesen sein oder doch?

    Sorry, bitte nicht mißverstehen.

    LG Manu
     
  2. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo mamaela,
    ich kann das gut verstehen, wenn man nur noch zu hause ist und eigentlich nur seinen alltag zu meistern hat fällt einem einfach irgendwann die decke auf den kopf, weil das ziel fehlt. mir ging das zu beginn meines ersten rheumaschubes ganz ähnlich. da war ich bereits ein halbes jahr arbeitslos und wusste nicht wohin. ich hatte einfach keinen antrieb mehr in meinem beruf arbeiten zu wollen und auch zu hause gab es nichts, was mir eine perspektive hätte verschaffen können. erst durch die darauffolgenden umstände habe ich wieder ein ziel für mich entdeckt, auf welches ich nun seit 4 jahren hinarbeite, mal mehr, mal weniger intensiv, je nachdem, wie die kräfte es zulassen. ich nenne mein ganz persönliches ziel hier ganz bewusst nicht (manche wissen eh, was ich meine :cool:), weil dies mein ganz persönlicher weg ist, der für andere aber womöglich zuviel wäre.
    vielleicht kannst du versuchen, deine berentung positiv zu sehen, weil dir nun alle möglichkeiten offen stehen, dinge zu tun, für die du vorher (durch arbeit, kinder, eigene erkrankung) nicht mal annähernd zeit gehabt hättest.
    und gerade, weil du umständehalber viel zeit in deine kinder investieren musst, ist dies die gelegenheit etwas für dich zu tun, nur für dich und niemand anderen. was das ist, musst du selbst entscheiden. vielleicht findet sich tatsächlich etwas, was du trotz der einschränkungen durch die nebenwirkungen deiner medis machen kannst und was für dich befriedigend ist, weil du es gern und für dich tust.

    liebe grüsse :knuddel:
    lexxus
     
  3. larissa94

    larissa94 Neues Mitglied

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    hallo Mamaela,

    nicht nur dass ich Dich gut verstehen kann, sondern es würde mich eher wundern, wenn Du nicht mal Deine "5 Minuten" hättest.
    Ich bewundere besonders alle jungen Menschen hier bei ro, die alles, was ihnen diese Krankheit aufbürdet, einigermaßen bewältigen !
    Ich habe nun den größten Teil meines Lebens schon hinter mir und obwohl ich nicht mehr so gefordert bin wie ein junger Mensch, machen mir die täglichen krankheits-/medikamentenbedingten Probleme immer wieder ziemlich zu schaffen.
    Wenn ich mich nun in Deine Lage versetze, Verantwortung für Familie, speziell die Kinder, Haushalt, Krankheit und die Perspektiven, die man hinsichtlich der Krankheit hat - da stehen einem die drolligen 5 Minuten wirklich zu!
    Hefte Dir einen Zettel an die Pinwand und male in bunten Farben darauf, was Du alles schon bewältigt hast und was Du jeden Tag leistest.
    Und dann beherzige den Rat von Lexxus.Fang mit kleinen Schritten an und nutze die Chancen, die Dir durch die Verrentung offen stehen FÜR DICH!
    Ich wünsche Dir einen in jeder Hinsicht sonnigen Tag!
    Herzlich
    Larissa
     
  4. Rabenmami

    Rabenmami Neues Mitglied

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    Das "Hoch" im Norden
    Hi!

    Also ehrlich: Wenn Du mit 5 Minuten auskommst, bist Du mega-spitzen-Klasse!
    *Trostknuddel*
    Irgendwie ist es nämlich schon ein entmutigendes Gefühl, so schwarz auf weiß zu lesen, dass auch eine Behörde (die ja sicherlich lange, lange Zeit der Meinung war, Du solltest Dich mal lieber nicht so anstellen! ;)) Dich für dauerhaft arbeitsunfähig befindet.

    Aber was darin nicht erwähnt ist, ist, dass es Dir nun eigentlich freisteht, Deine Fähigkeiten nutzbringend dort einzusetzen, wo nicht ausschließliches Leistungsdenken im Vordergrund steht.
    Und dass Du in Deiner Familie nicht arbeitest - lies das noch mal durch, atme tief ein und aus... ja oki, hier ist ein Taschentuch, Lachanfälle können doch aber trotzdem sehr befreiend sein, oder? ;) - kann ja nun wirklich keiner sagen!

    Und nein: Das ist es nicht gewesen. Das ist nämlich nur die amtliche Sicht der Dinge. Eine einzige Facette Deines Lebens. Und ja, ich weiß, das weißt Du auch :top:
    Trotzdem: Gestehe Dir das Tief ruhig zu. Du hast alles Recht der Welt dazu. Tu Dir bitte etwas Gutes; sei Dir selbst eine Freundin und nicht der strenge Linienrichter, oki? Deine Erkrankung ist nur ein Teil von Dir, aber Du bist viel mehr als die Summe aller Einzelteile.

    *mal lieb in den Arm nehm*
    Trostknuddels
    die Rabenmami
     
  5. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Hu hu Ihr Süßen,

    ohja die 5 Minuten können lang sein :D

    Hm naja es ist ja erstmal Zeitrente, es kann sich ja schlagartig ändern :rolleyes:

    Das ist so mein Problem, was ist wenn, ich weiß 1 Jahr ist noch lange hin, aber was wird bis dahin, was passiert ab dann.

    Hätte viele Pläne, aber die mir in der Situation nichts nützen. Mein Traum wäre und das sag ich ehrlich, einen eigenen kleinen Laden zu führen. Jedoch selbständig und privat versichert usw. ich glaub das kann ich knicken, weil das überhaupt nicht funktionieren würde. Die Frage ist dann eben, wie kann man noch arbeiten, wenn iche h schon als arbeitsunfähig eingestuft wurde.

    Es ist halt ein Traum, eigentlichs ollte man es versuchen zu verwirklichen, aber da fehlen mir die finanziellen Hilfen und das wörtchen wenn, doch die blöde Krankheit nicht wäre. Jedoch ist die Angst viel größer wieder tief zu fallen, dort wo ich im Moment bin und versuche halt mit Hilfe wieder rauszukommen.

    Aber ich denke ihr wißt was ich meine.

    Jep ich geb die Rente mit vollen Händen aus :uhoh: Wenn ihr mich sehen tätet, ihr würdet mich für verrückt erklären und die mit der weißen Jacke zu mir nach Hause schicken lassen (gut das keiner weiß wo ich wohne :D)

    Öhm ich war beim Friseur, ich hab für 1000€ alle (Kinder, Mann und einschließlich mich eingekleidet) Das hatte ich bestimmt schon Jahre nicht mehr, für mich mal neue Klamotten. Mein Mann hält mich für irre :eek: Aber was solls. Nun kommt noch der Urlaub im August, den ich bezahlt habe, dann kommt die Kur, wo auch noch Geld fließt. Öhm ich bin irre :uhoh:

    Im Moment versuch ich einfach zu leben, ich weiß ja nicht was in einem Jahr ist.

    Das schlimme ist, ich mach mir schon gedanken darüber, was mal später wird. Mein Mann möchte das Bad sanieren, ist aber nicht unser Haus. Ich meinte nur, was ist wenn wir mal ausziehen müssen, wenn ich Probleme habe mit der Treppe usw. Ich mach mir sorgen, das wir dafür Geld ausgeben und ich nicht weiß was auf mich zu kommt :sniff:

    Aber auf der anderen Seite hat mein Mann recht, das sieht gräuslich aus.

    Vielleicht liegt es daran, das ich momentan zuviel Geld habe :uhoh: Denn ich war seit die Zwillinge da sind, ja auf mein Mann angewiesen. Somit bin ich nie an das Geld von ihm gegangen.

    Das macht mir irgendwie Angst. Geld auszugeben, was ich eigentlich nicht wirklich verdiene (arbeitsmäßig). Man fühlt sich irgendwie komisch :( Aber andererseit, ich kann ja nichts dafür, ich würde gerne die Zeit zurückstellen und die Krankheit überspringen. Ich denke aber das geht allen hier so. Aber das alles macht mir große Angst, weil ich nicht wirklich mehr ein Ziel habe :-(

    So nun fühl ich mich etwas besser :rolleyes:, denn ich hab Euch.

    Kuss Manu