Melen
Neues Mitglied
Hi ihr,
erstmal ein riesiges und lautes HALLO an euch alle. Habe hin und wieder hier gelesen und mich eher wenig zu Wort gemeldet.
Ehrlich gesagt habe ich sehr sehr lange gebraucht bis ich begriffen habe, dass ich wahrscheinlich (noch keine Diagnose!) eine rheumatische Erkrankung habe. Bis vor kurzem habe ich alles abgetan a la "Ich bin so jung, das kann nicht sein" usw. Ich glaub ich wollte es nicht wahr haben... oder war es gar eine Art Schutzfunktion des Gehirns, dass ich es verdrängt habe..?! Naja jedenfalls hab ich die Schmerzen runter gespielt und gehofft dass es wieder von alleine verschwindet und zwar so schnell wie es gekommen ist.
Durch dieses Forum habe ich immer wieder gemerkt, dass man damit leben kann. Dass es wichtig ist, zu wissen was genau man eigentlich hat. Dass man lernt damit umzugehen. Aber ich denke, da hab ich noch einen weiten Weg vor mir.
Hach, wen interessiert das denn ... sorry, ich schweife ab :o
Da ich (noch) keine eindeutige Diagnose habe, wollte ich mal hier fragen, ob ihr mir helfen könnt. Einige von euch haben ja echt schon sehr viel Erfahrung und können mir vielleicht sagen in welche Richtung das geht bei mir.
Mir ist klar, dass das keine ärztliche Diagnose ersetzt, aber es ist einfach irgendwie blöd nur rumzusitzen und zu warten ohne zu wissen, was genau man hat.
Also ich tippe mal meine Werte ab:
"klinische Chemie":
alles in Ordnung
"Kohlenhydratstoffwechsel":
alles in Ordnung
"Nierenfunktion":
alles in Ordnung
"Eisenstoffwechsel":
Ferritin: 39,4 - Wert wahrscheinlich in Folge Akut-Phase-Reaktion erhöht
Beurteilung Eisenstoffwechsel: Volle Eisenspeicher - funktioneller Eisenmangel
"Elektrolyte":
alles in Ordnung
"Knochen- und Mineralstoffwechsel":
alles in Ordnung
"Fettstoffwechsel":
Cholesterin, Triglyceride in Ordnung
Eiweißelektrophorese ---> was bedeutet das denn?
Albumin Absolut: zu niedrig
á 1-Globulin Absolut: viel zu hoch
á 2-Globulin Absolut: zu hoch
ß 1-Globulin Absolut: zu hoch
Quotient Albumin/Globulin: zu niedrig
"Plasma und Akutphasenproteine":
Totalprotein und ASL in Ordnung
CRP 68,5 (normal bis 5,0)
"Autoimmunerkrankungen":
Rheumafaktorscreening 3,4 (normal bis 30)
Anti-CCP-IgG-Ak 2,5 (negativ < 25)
Anti-RA33-Ak 1,0 (negativ < 25)
COMP 5,3 (bis 10: geringes Risiko für aggressive Gelenkszerstörung - Kontrolle in einem Jahr)
"Autoantikörper Stufendiagnostik":
Beurteilung Hep2 (IIFT) negativ
Beurteilung KSL (IIFT) negativ - kein Hinweis auf zytoplasmatische Autoantikörper wie AMA, ASMA, GPA und LKM.
"Elisa-Diagnostik":
ANA-Screen (Elisa) negativ
"Bakterielle Infekte/Parasitosen":
sämtliche Borrelia negativ
sämtliche Chlamydia negativ
Salmonella thypi 0 positiv
7 weitere Salmonella negativ
Yersinia negativ
"Weißes Blutbild":
Leukozyten normal
"Diff/maschinell":
alles im Normalbereich
"Rotes Blutild":
Erythrozyten, Retikulozyten im Normalbereich
Retikulozyten Reif: erhöht - 90 (Norm: 22,5 bis 79,20)
Reti-Reifungsindex im Normbereich
Hämoglobinäquivalent der Retikulozyten: zu niedrig - 24,7 (Normal: ab 28)
Hämoglobin: zu niedrig - 10.4 (Normal: 12,3 bis 15,3)
Hämatokrit: zu niedrig - 32,7 (Normal: 35 bis 47)
MCV normal
MCH zu niedrig - 25,7 (Normal: 28 bis 33)
MCHC zu niedrig - 31,8 (normal: 32,0 bis 36,0)
Beurteilung Rotes Blutbild: Anämie, normochrom, normozytär
"Thrombozyten":
Thrombozyten erhöht - 559 (normal: 150 bis 350)
Beurteilung: Thrombozytose
"Immunol. Leukozytenphänotypisierung":
HLA-B27 (Durchflusszyt.) positiv
"Senkung":
Blutsenkungsgeschwindigkeit 1h: 81 (normal: 3 bis 13)
Blutsenkungsgeschwindigkeit 2h: >120 (normal: 7 bis 20)
So, das waren mal alle, die mir wichtig erschienen. Wenn etwas wichtiges fehlt, bitte sagen.
Da das nun eh schon so lang wird, verfasse ich meine dazugehörige Leidensgeschichte kurz in Stichworten:
Im Alter von ca. 10 Jahren Schwellung und Schmerzen im re. Vorfuss - sämtliche Ärzte - zuletzt im AKH Wien Kinderrheumaambulanz: Behandlung mit Proxen Tabletten, Diagnose: "Naja das wird halt irgend a so ein Rheuma-Zeug sein!" - nach ein paar Monaten war alles vorbei - wurde nicht wieder bestellt.
Letzten Herbst (jetzt im Alter von 21) Schwellung und Schmerzen im re. Knie, aufgetreten nach operativen Entfernung eines Weisheitszahns. War dann auf der Rheumaambulanz Wr.Neustadt - seitdem Xefo und Magenschutz - kontinuierlich besser geworden, kann wieder normal gehen, durch leichten Sport etc. wirds immer besser, ABER: es kommt mir vor als würde es jetzt stagnieren, also keine weitere Verbesserung eintreten.
Achja, MRT vom re. knie ergab diffuses Knochenmarksödem.
Neben den Knieschmerzen traten so nebenbei immer wieder andere Wehwehchen auf. Einmal war's die Hüfte bzw. genau gesagt die Leiste (physiotherapeutin meinte, das sei der Muskel, der so schwach geworden war,MRT Hüfte war normal),
dann wieder mal Schulter (ein kräftiges Stechen),
nachts tat mir der untere Rückenbereich öfters weh,
außerdem tut mir ziemlich oft der Nacken weh (als wäre ich immer stark verspannt)
Morgensteifigkeit natürlich auch vorhanden. Das ist so ein Gefühl als müßte mein Motor erst mal warm werden bis ich voll einsatzbereit bin
Nach ca. 1 Std. gehts dann mal schlechter mal besser so über den Tag und spät nachmittags (ca. 17 Uhr) beginnt die große Müdigkeit und Erschöpftheit, ab dann schmerzt wieder alles verstärkt.
hmm.. ich glaub, das war mal alles... eh genug :o
achja, was mir noch aufgefallen ist:
in letzter zeit knackst meine Wirbelsäule oft wenn ich mich im Bett umdrehe etc. (wie ein Fingerknacken nur eben bei den Wirbeln bzw. am Rücken). Kennt das jemand? Hatte ich früher eig. nie bzw. sehr selten.
Ach, jetzt wurde es doch so lang. :o Tut mir sehr leid, aber es tut gut, sich das alles mal von der Seele zu schreiben. Wenn ich das alles lese wird mir erst richtig bewusst, was ich alles für "wehwehchen" habe... bin das wirklich ich?
Auf jeden Fall APPLAUS für denjenigen, der das alles gelesen hat

Liebe Grüße
Melen
erstmal ein riesiges und lautes HALLO an euch alle. Habe hin und wieder hier gelesen und mich eher wenig zu Wort gemeldet.
Ehrlich gesagt habe ich sehr sehr lange gebraucht bis ich begriffen habe, dass ich wahrscheinlich (noch keine Diagnose!) eine rheumatische Erkrankung habe. Bis vor kurzem habe ich alles abgetan a la "Ich bin so jung, das kann nicht sein" usw. Ich glaub ich wollte es nicht wahr haben... oder war es gar eine Art Schutzfunktion des Gehirns, dass ich es verdrängt habe..?! Naja jedenfalls hab ich die Schmerzen runter gespielt und gehofft dass es wieder von alleine verschwindet und zwar so schnell wie es gekommen ist.
Durch dieses Forum habe ich immer wieder gemerkt, dass man damit leben kann. Dass es wichtig ist, zu wissen was genau man eigentlich hat. Dass man lernt damit umzugehen. Aber ich denke, da hab ich noch einen weiten Weg vor mir.
Hach, wen interessiert das denn ... sorry, ich schweife ab :o
Da ich (noch) keine eindeutige Diagnose habe, wollte ich mal hier fragen, ob ihr mir helfen könnt. Einige von euch haben ja echt schon sehr viel Erfahrung und können mir vielleicht sagen in welche Richtung das geht bei mir.
Mir ist klar, dass das keine ärztliche Diagnose ersetzt, aber es ist einfach irgendwie blöd nur rumzusitzen und zu warten ohne zu wissen, was genau man hat.
Also ich tippe mal meine Werte ab:
"klinische Chemie":
alles in Ordnung
"Kohlenhydratstoffwechsel":
alles in Ordnung
"Nierenfunktion":
alles in Ordnung
"Eisenstoffwechsel":
Ferritin: 39,4 - Wert wahrscheinlich in Folge Akut-Phase-Reaktion erhöht
Beurteilung Eisenstoffwechsel: Volle Eisenspeicher - funktioneller Eisenmangel
"Elektrolyte":
alles in Ordnung
"Knochen- und Mineralstoffwechsel":
alles in Ordnung
"Fettstoffwechsel":
Cholesterin, Triglyceride in Ordnung
Eiweißelektrophorese ---> was bedeutet das denn?

Albumin Absolut: zu niedrig
á 1-Globulin Absolut: viel zu hoch
á 2-Globulin Absolut: zu hoch
ß 1-Globulin Absolut: zu hoch
Quotient Albumin/Globulin: zu niedrig
"Plasma und Akutphasenproteine":
Totalprotein und ASL in Ordnung
CRP 68,5 (normal bis 5,0)
"Autoimmunerkrankungen":
Rheumafaktorscreening 3,4 (normal bis 30)
Anti-CCP-IgG-Ak 2,5 (negativ < 25)
Anti-RA33-Ak 1,0 (negativ < 25)
COMP 5,3 (bis 10: geringes Risiko für aggressive Gelenkszerstörung - Kontrolle in einem Jahr)
"Autoantikörper Stufendiagnostik":
Beurteilung Hep2 (IIFT) negativ
Beurteilung KSL (IIFT) negativ - kein Hinweis auf zytoplasmatische Autoantikörper wie AMA, ASMA, GPA und LKM.
"Elisa-Diagnostik":
ANA-Screen (Elisa) negativ
"Bakterielle Infekte/Parasitosen":
sämtliche Borrelia negativ
sämtliche Chlamydia negativ
Salmonella thypi 0 positiv
7 weitere Salmonella negativ
Yersinia negativ
"Weißes Blutbild":
Leukozyten normal
"Diff/maschinell":
alles im Normalbereich
"Rotes Blutild":
Erythrozyten, Retikulozyten im Normalbereich
Retikulozyten Reif: erhöht - 90 (Norm: 22,5 bis 79,20)
Reti-Reifungsindex im Normbereich
Hämoglobinäquivalent der Retikulozyten: zu niedrig - 24,7 (Normal: ab 28)
Hämoglobin: zu niedrig - 10.4 (Normal: 12,3 bis 15,3)
Hämatokrit: zu niedrig - 32,7 (Normal: 35 bis 47)
MCV normal
MCH zu niedrig - 25,7 (Normal: 28 bis 33)
MCHC zu niedrig - 31,8 (normal: 32,0 bis 36,0)
Beurteilung Rotes Blutbild: Anämie, normochrom, normozytär
"Thrombozyten":
Thrombozyten erhöht - 559 (normal: 150 bis 350)
Beurteilung: Thrombozytose
"Immunol. Leukozytenphänotypisierung":
HLA-B27 (Durchflusszyt.) positiv
"Senkung":
Blutsenkungsgeschwindigkeit 1h: 81 (normal: 3 bis 13)
Blutsenkungsgeschwindigkeit 2h: >120 (normal: 7 bis 20)
So, das waren mal alle, die mir wichtig erschienen. Wenn etwas wichtiges fehlt, bitte sagen.
Da das nun eh schon so lang wird, verfasse ich meine dazugehörige Leidensgeschichte kurz in Stichworten:
Im Alter von ca. 10 Jahren Schwellung und Schmerzen im re. Vorfuss - sämtliche Ärzte - zuletzt im AKH Wien Kinderrheumaambulanz: Behandlung mit Proxen Tabletten, Diagnose: "Naja das wird halt irgend a so ein Rheuma-Zeug sein!" - nach ein paar Monaten war alles vorbei - wurde nicht wieder bestellt.
Letzten Herbst (jetzt im Alter von 21) Schwellung und Schmerzen im re. Knie, aufgetreten nach operativen Entfernung eines Weisheitszahns. War dann auf der Rheumaambulanz Wr.Neustadt - seitdem Xefo und Magenschutz - kontinuierlich besser geworden, kann wieder normal gehen, durch leichten Sport etc. wirds immer besser, ABER: es kommt mir vor als würde es jetzt stagnieren, also keine weitere Verbesserung eintreten.
Achja, MRT vom re. knie ergab diffuses Knochenmarksödem.
Neben den Knieschmerzen traten so nebenbei immer wieder andere Wehwehchen auf. Einmal war's die Hüfte bzw. genau gesagt die Leiste (physiotherapeutin meinte, das sei der Muskel, der so schwach geworden war,MRT Hüfte war normal),
dann wieder mal Schulter (ein kräftiges Stechen),
nachts tat mir der untere Rückenbereich öfters weh,
außerdem tut mir ziemlich oft der Nacken weh (als wäre ich immer stark verspannt)
Morgensteifigkeit natürlich auch vorhanden. Das ist so ein Gefühl als müßte mein Motor erst mal warm werden bis ich voll einsatzbereit bin
Nach ca. 1 Std. gehts dann mal schlechter mal besser so über den Tag und spät nachmittags (ca. 17 Uhr) beginnt die große Müdigkeit und Erschöpftheit, ab dann schmerzt wieder alles verstärkt.hmm.. ich glaub, das war mal alles... eh genug :o
achja, was mir noch aufgefallen ist:
in letzter zeit knackst meine Wirbelsäule oft wenn ich mich im Bett umdrehe etc. (wie ein Fingerknacken nur eben bei den Wirbeln bzw. am Rücken). Kennt das jemand? Hatte ich früher eig. nie bzw. sehr selten.
Ach, jetzt wurde es doch so lang. :o Tut mir sehr leid, aber es tut gut, sich das alles mal von der Seele zu schreiben. Wenn ich das alles lese wird mir erst richtig bewusst, was ich alles für "wehwehchen" habe... bin das wirklich ich?

Auf jeden Fall APPLAUS für denjenigen, der das alles gelesen hat
Liebe Grüße
Melen
Ich glaub da bedarf es keiner Worte mehr...