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Mein letzter Termin beim orthopädischen Rheumatologen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Kampfkueken, 15. Oktober 2013.

  1. Kampfkueken

    Kampfkueken Neues Mitglied

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    Guten Tag allerseits,

    hier mal eine interessante Story über einen unnützen Arztbesuch (aber er wollte mich nochmal sehen).

    Lt. dieses Rheumatologen hab ich ja kein Rheuma aber ich hab eh schon einen Termin bei einer internistischen Rheumatologin. Aber ich wollte euch das nicht vorenthalten. Hat mich beschäftigt.

    Sonntag abend waren die Schmerzen schon da. HWS, BWS, LWS mit Schmerzen, die ins rechte Bein zogen. Montag natürlich noch das gleiche. Bin gegen mittag zum Sport. Sind spezielle Übungen von der Physiotherapeutin aufgrund meiner Dysbalance der rechten Körperhälfte.

    Musste mein Training vor lauter Schmerzen unterbrechen und bin dann später zu dem Arzt.

    Hab ihm das alles geschildert, wie es mir ging, wo ich die Schmerzen habe etc. Während meiner Schilderung mir den Rücken zugedreht und alles in den PC getippt. Super.....
    Diagnose von ihm Dorsolumbalgie, rezidivierendes Zervikalsyndrom, bzw rez. Lumbalgie, Erschöpfungssyndrom und natürlich sein spezieller Liebling, die depressive Erschöpfung.

    Ich nehme aber schon seit 3 Monaten Antidepressiva, die ja auch schon längst angeschlagen haben.

    Das ich Schmerzen hab, weiß ich selber. Besser wäre gewesen, was ist die Ursache dafür, was kann man noch gegen tun. Ich wollte die Schlingentischtherapie, weil die mir sehr gut geholfen hat. Wurde von der Physiotherapeutin mal probeweise gemacht.

    Nein, er hält das nicht für notwendig, Massagen? Nein, geht nicht. Aber Krankengymnastik, obwohl ich Funktionstraining bekomme. Wenn die Muskulatur verhärtet ist, ist KG sicher auch nicht die optimale Lösung, finde ich.

    Achja, zu guter Letzt noch eine Überweisung zum Schmerztherapeuten (Neurochirurg). Der könne ja gut ein paar Spritzen geben. Nee, nicht mit mir. Mit Spritzen bin ich vorsichtig.

    Gestern abend war ich das heulende Elend mit Schmerzen bis heute in der früh. Kann mich schlecht bewegen und hab 800 mg Ibu weg. Werde dann gegen Abend nochmal 800 nehmen.

    Ich wollte mal meine Erfahrungen niederschreiben. Ihr dürft gern euren Senf dazugeben oder vielleicht ist es ja irgendjemandem ähnlich ergangen wie mir.:)

    Danke für's Lesen.
     
  2. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    hallo kueken.ich kann nur dazu sagen an glaubt oft man ist im falschen film.
    ich denke mir öfter ich bin nicht beim Arzt sondern irgend wo.
    sie stempeln einem oft ganz einfach mit der Psyche ab und das wars dann.
    mann muss soviel selber erfragen,erkunden und erbitten sein Untersuchungen oder so.
    wie gesagt traurig aber wahr oft.mehr sag ich nicht dazu,lg,moni
     
  3. Kampfkueken

    Kampfkueken Neues Mitglied

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    Huhu moni,

    da sagst du was. Deswegen durchforste ich das Internet, und hab mich hier angemeldet. Ich muß dazu sagen, daß ich Arzthelferin gelernt habe. Ist aber ewig her. Habe dann auch nicht mehr in diesem Beruf weitergearbeitet. Allerdings interessieren mich medizinische Vorgänge, sowie die Medizin allgemein sehr.

    Ich muß sagen, bei einigen Sachen bin ich gar nicht so untalentiert. :D

    Naja, ich hab eben auch einen Anruf von der KK erhalten und mir meine Sorgen von der Seele geredet. Meine Sachbearbeiterin hat zugehört und war sehr verständnisvoll. Hat mir ganz gut getan.
     
  4. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo Kampfküken!

    Das was mich wirklich immer am meisten aufregt, ist, dass dieser Arzt auch eine Depression diagnostizieren kann.
    Ich denke Du hast auf dem Schild vor der Türe überlesen, dass da auch Psychologe, o.ä. steht.
    Und: ich denke Du hast einfach vergessen uns zu schildern, wie er die Depression erkannt hat: also die Tests, die langen Gespräche mit ihm usw.

    Irgendwie bleibt mir immer die Spucke weg. Tatsächlich gibt es eine ganz Menge Ärzte, die noch ein heimliches Psychologiestudium absolviert haben.

    Ich habe das soooo satt. Zum Glück kann ich mich wehren. Bei dem Wort "Depression", oder "psychische...." ist meine Reaktion immer sehr sehr heftig.
    Erst wenn es KEINE körperlichen Ursachen gibt, kann sich ein Arzt erlauben, zu sagen, es KÖNNTE evtl. - mit der Betonung, dass er da kein Fachmann ist - eine psychische Ursache habe.

    Oh, ich könnte mich mal wieder aufregen.

    Mein Tip: halte den Mund über irgendwelche psychischen Probleme. Du erzählst ihm ja wohl auch nicht die gynäkologischen, oder Zahnprobleme, oder? Und tatsächlich: die Zähne haben durchaus Auswirkungen auf Rheuma... oder rheuma-ähnliche Probleme. Aber ist einer von Euch schon mal auf die Zähne angesprochen worden?

    Kati
     
  5. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Das kann frau so machen; allerdings läuft sie dann auch Gefahr, nicht "ganzheitlich" betrachtet und behandelt zu werden.
    Es ist nun mal so, dass Körper und Seele (eng!) zusammenhängen und keineswegs eine organische Erkrankung eine begleitende Depression ausschließt - genau so wenig wie umgekehrt übrigens ;)
    Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum ein "normaler" Arzt eine Depression nicht erkennen können soll; jeder Laie traut sich das im Ernstfall (für sich oder Andere) auszuschließen zu - aber ein Arzt hat davon keine Ahnung :confused:

    Das nur als Gedankenanstoß.....ich rate nicht dazu, psychische Aspekte außen vor zu lassen.
    Es gibt auch Falschbehandlungen (oder Überbehandlungen) aufgrund manipulativen Vorgehens seitens mancher Patienten (was ich, um das vorwegzunehmen, niemandem persönlich unterstelle, aber trotzdem stattfindet)

    Ein gründlich arbeitender Arzt wird NIE einfach so (aus Verlegenheit oder purer Unwissenheit) jemanden auf die oft zitierte "Psychoschiene" "abschieben". Ich denke, wir kennen hier immer nur eine von mindestens zwei Sichtweisen :)
    Die Gesamtschau ist meist nicht so unkompliziert, wie sie uns manchmal erscheinen mag....

    Beste Grüße, Frau Meier
     
    #5 15. Oktober 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Oktober 2013
  6. igis2002

    igis2002 Neues Mitglied

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    Hallo,
    ja, ich!!! Aber nur, weil die Rheumatologie der Uniklinik Göttingen eine Studie dazu laufen hat:rolleyes:. Ich wurde gefragt, ob ich daran teilnehmen würde.
    Werd ich, ich habe nächste Woche einen Termin in der Zahnklinik.

    So und jetzt zu den Hobby - Psychologen. Da hab ich auch so einen:

    Mein Mann (strotzt sonst vor Gesundheit) ging/kroch letztens mit einer starken Erkältung zum HA: "Also ich kann da nicht viel sehen im Hals. Haben Sie Probleme am Arbeitsplatz?":splat:

    Mein Mann hat sich mindestens drei Tage nicht mehr eingekriegt deswegen. Er konnte vor erkältungsbedingten Kopfschmerzen nicht aus den Augen schauen...

    Naja, an mein Rheuma darf der auch nicht mehr. Nur noch Laborwerte nehmen und auch nur, weils "aufm Land" nicht so viel Auswahl gibt:o.
     
  7. Kampfkueken

    Kampfkueken Neues Mitglied

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    Kati, du solltest dich aber nicht aufregen. Das habe ich nicht gewollt.:D

    Na klar, kenn ich die Zusammenhänge von Depressionen und Schmerzen. Hab ja erstmal einiges drüber gelesen und außerdem war mein Vater davon auch schwer betroffen. Also Depressionen und Schmerzen.

    Mir war auch klar, daß ich Depressionen hatte als ich zum Rheumadoc ging. Ich war dann bei meiner Neurologin (denn ich hab auch Epilepsie) und die hat mir ein Antidepressiva verschrieben. Natürlich hat sie sich auch meine ganzen Geschichten angehört, die mich belasten.

    Mit der Diagnose, Depression war er allerdings sehr schnell zur Hand, und das nur, weil ich ihm sagte, ich sei oft erschöpft und müde. Dieses Symptom kommt aber auch bei Rheuma und Muskelschmerzen vor.

    @Frau Meier
    Apropos Zähne. Ich hab seit über 1 Jahr Paradontose. Es könnte jetzt vielleicht ein Zusammenhang bestehen aber das klärt sich eh wahrscheinlich am 22.10.
     
  8. Kampfkueken

    Kampfkueken Neues Mitglied

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    Naja, daß ist wohl auch unsere Zeit. Viel Stress, Mobbing, Burn-out. Da ist man halt schnell mal bei der Diagnose "Es ist die Psyche". Nicht zu vergessen, daß Stress auch zu Verspannungen und Rückenschmerzen führen. Manche Ärzte geben sich dann halt auch nicht so viel Mühe, wenn eine Erklärung leicht zu finden ist.

    Was ich auch schon erlebt habe ist Folgendes: Gehe zum Arzt und die Arzthelferin legt mir das EKG an. Meine so nebenbei, daß ich Schmerzen habe. Sie zu mir. Da hilft Sport am besten. Das war natürlich ein toller Ratschlag, wenn man eh schon Sport macht. :D:D
     
  9. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Kampfkueken

    Das will ich gar nicht in Abrede stellen; die Differenzierung zwischen psychischen und organischen Komponenten ist aber manchmal schwierig.


    Zum Thema Zähne:
    Es stimmt, dass Probleme mit den Zähnen sowohl Ursache oder Trigger von rheumatischen Erkrankungen sein können (nicht selten!) als auch Folge oder Komplikation.
    Für Letzteres ist das Sjögren-Syndrom geradezu der Prototyp; es kommt aufgrund der verringerten oder fehlenden Speichelbildung zu vermehrter, manchmal schwerster Karies, u.a. weil die enzymatische Reinigung der Mundhöhle (= gewisser Schutz vor Keimüberwucherung, die Mundhöhle ist per se ein Paradies für Keime!) ausfällt.

    Ich wünsche dir gute Nachrichten vom Zahnarzt ;)

    Grüße, Frau Meier :)
     
  10. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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  11. Kampfkueken

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    Danke für die Links Marie. Hab ich mir gleich mal durchgelesen. :top:
     
  12. Ducky

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    FRau Meier brachte fehlende speichelbildung ins spiel,

    kann dir aus eigenen erfahrungen sagen, dass auch antidepressiva den mund trocken machen. meine zahnärztin riet mir zu künstlichem speichel, da die zahnhälse ziemlich betroffen sind.

    kg bei verhärtungen finde ich nciht abwegig, denn die machen ja auch manuelle therapie und lockern die muskeln, sind ja nicht nur übungen die da gemacht werden ;)

    versuch macht klug
     
  13. Kampfkueken

    Kampfkueken Neues Mitglied

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    Danke für den Tipp Ducky. Werde ich mal versuchen.