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Mein erstes Medikament, und brauche euren Rat

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Annett, 2. März 2003.

  1. Annett

    Annett Guest

    Hallo Ihr Lieben,

    Nach einer sehr langen Zeit muß ich mal wieder auf Euren Rat zurückgreifen.
    Ich durfte endlich im Januar, das erste Mal, bei einer Rheumaärztin vorstellig werden. Da wurden so die üblichen Fragen über meine Beschwerden gestellt, seit wann, wie stark, wie äußern sich die Beschwerden und so weiter. Sie tastete hauptsächlich meine Fuß und Fingergelnke ab und meinte dann, daß sie eine Blutuntersuchung und eine Röntgenaufnahme machen möchte, bevor sie weiteres unternimmt.Na soweit, so gut, denke ich. Die Befunde lagen vor, und 4 Wochen später ( vor 3 Tagen) war der 2. Termin ran. Also ich hin, da meinte sie, daß das Blut ohne Befund sei, und an den Röntgenbildern könne sie auch noch nichts Eindeutiges erkennen. Ich solle aber in 14 Tagen wieder zur Blutabnahme erscheinen, und in 4 Wochen ist dann der nächste Termin. Ich denke mal, daß Ihr diesen Ablauf bestimmt auch kennt, um eine eindeutige Diagnose festzustellen.
    Bis hier her komme ich ja auch klar, aber wie kann es sein, daß mir die Ärztin, ohne genaue Diagnose ein Medikament verschreibt? Es handelt sich hierbei um Sulfasalazin medac . Ich soll in der 1. Woche früh und abends jeweils 1 Tablette, und in der 2. Woche früh und abends jeweils 2 Tabletten nehmen. Außerdem weiß die Rheumaärztin, daß ich an Asthma- bronchiale leide. Aber dieses Medikament ist laut Beipackzettel bei Asthma- bronchiale sehr mit Vorsicht zu genießen.
    Nun zu meinen Fragen.
    Kennt sich jemand von Euch mit diesem Medikament aus?
    Ist es ein starkes Medikament?
    Hat von Euch jemand Asthma, der dieses Medikament nimmt, und wie kommt er damit klar?
    Welche Alternativen könnte es dazu geben?
    Leider habe ich erst in 2 Wochen einen Termin bei meiner Lungenärztin, die ich in diesem Falle konsultieren kann. Im Moment bin ich etwas verunsichert. Ich glaube ich mache nichts falsch, wenn ich diese Tabletten erst mal nicht nehme.
    Ich bedanke mich jetzt schon mal im Voraus ganz, ganz lieb für Eure Hilfe und Antworten.
    Ich find es schön, daß es Euch gibt!
    Ich wünsche Euch eine schmerzfreie Zeit
    Es grüßt ganz lieb Netti
     
  2. Pumpkin

    Pumpkin Guest

    Liebe Netti,

    dieses Medikament würde ich generell nicht einnehmen, da du als Asthmatikerin 100 % Probs damit bekommst. Erkläre dies bitte deinem Hausarzt und wenn diese Rheumatante das nicht kapiert ( dein Hausarzt soll dort anrufen ), dann such dir einen anderen.

    Meine Mutter leidet seit ich 10 Jahre bin ( heute 52 ) unter aktiven Asthma und jedes Medi, wo auch nur drinnen steht, es könnte - da hat sie richtig Probs mit. Also, wehre dich !!

    Alles Gute, schönen Sonntag
    Pumpkin
     
  3. KU

    KU Guest

    hi Annett,

    ich fange gerade mit Azulfidine an. Laut Beipackzettel und einem mir vom Arzt mitgegebenen weiteren Merkzettel soll das Medikament allerdings langsamer eingeschlichen werden, als Du schreibst:

    1. Woche abends 1
    2. Woche morgens und abends 1
    3. Woche morgens 1 und abends 2
    4. Woche morgens und abends 2

    Alle 14 Tage Blutuntersuchung. Ich bin in der dritten Woche, bisher ohne Nebenwirkungen.

    Gruß,
    KU
     
  4. VerenaHH

    VerenaHH Guest

    Hallo Anett;

    ich kann Deine Verunsicherung sehr gut verstehen. Wie kommt die Ärztin dazu, ohne ne Diagnose so ein Medi zu verschreiben. Man macht manchmal ohne Diagnose einen Test ob Cortison hilft, um ne entzündliche Erkrankung auszuschliessen, aber das was Dir da geschieht finde ich auch äußerst fragwürdig.
    Ich würde an Deiner Stelle nix einnehmen und in eine möglichst grosse Klinik mit Rheumaambulanz gehen und mich dort untersuchen lassen. So eine Klinik hat den Vorteil, dass dort über neueste Diagnosemethoden verfügt wird und man nicht auf das Urteil eines einzigen Menschen angewiesen ist. Ausserdem sind dort alle Fachrichtungen vertreten, also so was wie Dein Problem mit Asthma, kann intern abgeklärt werden.
    Wenn Du dann eine Diagnose hast und auch die entsprechenden Medis, können die Dir dann auch meist einen Arzt zur Weiterbehandlung empfehlen.

    Viel Glück und Gruss
     
  5. Trombone

    Trombone Guest

    Hallo Annett!

    Auch ich kann Deine Verunsicherung verstehen. Es spricht nicht gerade für Deine Rheumatologin, wenn Sie nur ein paar Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahmen macht und dann ohne Diagnose Dir ein Basismedikament verschreibt (und dann auch noch in der falschen Anfangsdosis). Was allerdings Dein Astma angeht, kann man nicht verallgemeinern, dass Du 100 pro Probleme kriegst. Ich habe auch Asthma und nehme seit 3 Monaten Sulfasalazin und das Ganze ohne Verstärkung des Asthmas oder andere Probleme. Sulfasalzin selbst ist kein solches Hammermedikament wie z.B. MTX. Lies doch mal hier auf Rheuma online unter Sulfasalazin nach. Auf einer Seite der MHH gibt es einen Patientenbogen mit guten Erklärungen für dieses Medikament, auch für den Arzt gibt es einen solchen Bogen mit den notwendigen Blutuntersuchungen (http://www.mh-hannover.de/kliniken/rheumatologie/therapie.htm). Beachten sollte man auch, dass solche Blutuntersuchungen dem Hausarzt nicht in Rechnung gestellt werden, sie fallen aus dem Budget raus (Fallpauschale 3499)- Dein Hausarzt weiß dann schon. Andererseits ist der Tip, Dir einen Rheumatologen zu suchen, der weiß, was er macht, nicht von der Hand zu weisen. Sprich mal mit Deinem Hausarzt drüber.

    Sei ganz lieb gegrüßt
    trombone
     
  6. Alexathea

    Alexathea Guest

    Hallo Annett,

    bin kein Rheumatologe, weiß also nicht, was sich deine Rheumatologin dabei dachte, als sie dir das Basismedikament und diese Dosierungsempfehlung gab. Manchmal tun Ärzte so was aus gutem Grund, manchmal aber auch, weil sie einfach - ganz menschlich - etwas vergessen. Dann ist es am besten, einfach direkt nachzufragen - ggfs. auch telefonisch!

    Wichtig fände ich allerdings, dass du deine Lungenfachfrau zumindest anrufst und nicht wartest, bis du deinen Termin in 14 Tagen hast. Manches lässt sich telefonisch ganz gut abklären.

    Nachdenklich macht mich deine Beschreibung, dass die Ärztin meinte, bei den Rö-Bildern könne sie nichts EINDEUTIGES erkennen - was hat sie denn dann erkannt? Gibt es eine Tendenz? Es klingt nicht, als wären deine Rö-Bilder o.B., nur, als wäre es noch nicht zu kategorisieren und dann würde die Medikamentengabe auch Sinn machen.

    Dass deine Blutwerte zunächst mal ohne Beanstandung sind, ist ja einerseits schön, andererseits reagiert mein crp z.B. äußerst selten, dafür jubeln andere Entzündungsparameter in den höchsten Tönen :).

    Sprich mit deinem Hausarzt - das fände ich schon auch wichtig und kläre wirklich alle deine Fragen. Diese Verunsicherung ist wirklich sch..... und macht dir nur das Leben schwer.

    Alles Gute und Gruß

    Alexathea
     
  7. Hallo Zusammen,

    ich bin nun doch etwas irritiert.
    Seit wann hat denn hier jemand auf Anhieb eine klare Diagnose?
    So wie ich das mitverfolgt habe,hat so ziemlich jeder von uns hier eine Odyssee von Verdachtsdiagnosen hinter sich,bis sich schließlich mal eine Diagnose bestätigt.Es IST doch nun mal nicht einfach,eine klare Diagnose bei uns Rheumis zu stellen und es bedarf eine Zeit,bis sich ein klares Bild herauskristallisiert - oder sehe ich das falsch?
    Ich war auch nur zweimal bei meinem Rheumatologen und hab von ihm dann meine Basistherapie mit Sulfasalazin verschrieben bekommen.D A
    war noch nicht klar,daß ich CP habe.Ich bin seronegativ,hab nur die BSG erhöht.Da kann man lange auf positive Rheumafaktoren warten.
    Ich habe meine Therapie mit Sulfasalazin gut vertragen,habe allerdings auch kein Asthma.Insofern sehe ich eine Rücksprache mit der Lungenärztin für notwendig an.Andrerseits sollte auch ein Rheumatologe informiert sein,wann er ein Medikament verordnen kann und wann nicht.
    Das die Ärztin regelmäßig Laborkontollen macht,spricht doch für sie und es kann schon eine ganze Weile dauern,bis man auf Röntgenbildern eindeutig was nachweisen kann.Meist sind dann doch schon Veränderungen eingetreten.
    Für mich hört sich das eher danach an,daß Du zu Deiner Ärztin nicht das notwendige Vertrauen hast oder eventuell noch mal mit ihr über Deine Bedenken oder Ängste sprechen solltest,Anett.
    Aber Ihre Therapie grundsätzlich infrage zu stellen???Ich weiß nicht.
    Ich wünsche Dir baldige Klarstellung.Liebe Grüße von Flora
     
  8. Hallo zusammen
    Also Sulfasalazin, wird bei reheumatroider Arthritis mit beginnenden oder leichtem Verlauf verordnet.
    Die verschiedenen Nebenwirkungen betreffen auch Beschwerden wie auftretende Atemnot oder Asthma bronchiale. ( Entzündungen der Lungenbläschen werden als Einzelfälle beschrieben). Also unbedingt mit der Fachärztin für Lungenkrankheiten absprechen.
    Alternativ stehen mehrere Basismedikamente zur Verfügung, die aber entsprechend der Verträglichkeit geprüft werden sollten.
    Dieses Medikamnet ist akut entzündungshemmend und wird vorwiegend im Dickdarm aufgespalten, heißt das eventuell notwendige Medikamente die ebenfalls dort abgebaut werden in der Wirkung beeinträchtigt werden, da Sulfasalazin in Sulfonamide und Salicylate aufgespalten wird. Zum Beispiel würde eine Impfung mit Lebendimppfstoff nicht richtig funktionieren.
    Also auch hier abklären wie sich eventuell einzunehmende Medikamente vertragen.
    Ja soweit erstmal. Gute Besserung Helmut
     
  9. Annett

    Annett Guest

    Hallo Ihr Lieben,
    ich freue mich sehr über Eure Antworten und möchte mich bei Euch für Eure Mühe bedanken. Es ist schön zu wissen, daß man sich bei Euch gut aufgehoben fühlt, wenn man ein Problem hat.
    Den einen oder anderen Ratschlag von Euch werde ich nun beherzigen.
    Ich wünsche Euch nun weiterhin eine schmerzfreie Zeit.
    Es grüße Euch ganz lieb Netti