Hallo Krümmel,
ich verstehe Dich gut. Am 18.01. rief mich meine Schwägerin spät abends, auf dem Weg von der Arbeit aus der Strassenbahn an. Sie sagte, sie fühle sich nicht gut, ob ich sie vom Park-and-Ride-Parkplatz abholen könne.
Gesagt getan, es war 23:45, als sie auf mich zu kam habe ich sie kaum erkannt, sie lief gekrümmt, blieb alle zwei Meter stehen. Sie setzte sich ins Auto, wir fuhren los und dann gings bei ihr zur Sache, starke Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, Todesangst, weinen.... Ich hatte kein Handy dabei und fuhr so schnell ich konnte (wir wohnen hier sehr ländlich) in die Rheumaklinikm, die hier bei uns auch die Notfallversorgung macht.Wir kamen nach 7 Minuten an, der Notarzt kam auch und sie wurde sofort untersucht. Myokardinfarkt. Nachdem sie mit Bltuverdünnern, entkrampfenden Mitteln, EKG versorgt war, gings dann kurz darauf mit dem Rettungswagen Herzentrum. Am nächsten Morgen wurde bei der Herzkathederuntersuchen ein Stent gesetzt. Seit 1,5 Wochen ist sie nun zur ASB in einer Klinik. Sie hat sich schon wieder recht gut erholt, obwohl es sicher noch ein langer Weg ist, bis sie wirklich wieder fit ist. Aber kein Vergleich zu den ersten 2 Tagen.
Zuerst die Panik, dann die Sorgen um sie, da kann man dich sehr gut verstehen.
Jedenfalls wünsche ich gute Besserung für Deinen Bruder und auch für Dich, auf dass Du recht schnell Deine Ängste verlierst.
LG
Michael