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Mehrere Ärzte konsultieren?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Rita(Bj57), 22. Februar 2003.

  1. Rita(Bj57)

    Rita(Bj57) Guest

    Hallo Ihr Lieben,

    habe am Montag in der Uni/Ffm. einen Termin bei einem Arzt der mir von der Rheumaliga Frankfurt empfohlen wurde, allerdings hat man mehrere Wochen benötigt um mir diesen zu geben. Da ich jedoch bereits seit 4 Wochen in Behandlung bei einem Internisten/Rheumatologen bin habe ich Bedenken, nun noch einen weiteren Arzt zu konsultieren.

    Meinem Hausarzt ist sehr dafür, dass ich mich in weitere Behandlung begebe und hat mir auch sofort eine Überweisung ausgehändigt.

    Was habt Ihr für eine Erfahrung damit - ist es richtig - wenn ich eine 2. Meinung und Untersuchung anstrebe. Sollte man alle bereits vorliegenden Daten mitnehmen oder erhält man vielleicht dann die Antwort - SIE HABEN DOCH SCHON ALLES ABKLÄREN LASSEN!

    Bin sehr unsicher was richtig ist. Würde mich freuen von Euch zu hören.

    Einen wunderschönen Sonnentag wie hier in Ffm. wünsche ich Euch allen.

    Gruß Rita aus Ffm.
     
  2. anko

    anko Guest

    Hallo Rita,

    ich denke du solltest noch eine zweite Meinung einholen, kann ganz spannend sein. Wenn der 2. Doc zur selben Diagnose kommt, dann kannst du dir halt wirklich ganz sicher sein, dass es auch so ist.

    Du solltest aber auch bedenken, was du tun wirst, wenn die zweite eine ganz andere Diagnose ist? Dieses kann auch sehr verwirrend sein (wie ich gerade selber festgestellt habe). Ich bin momentan bei zwei Rheumatologen und habe zwei verschiedene - komplett unterschiedliche Diagnosen. Allerdings sind sich beide Docs nicht ganz sicher, da ich wohl etwas untypisch bin.... Ich habe nun beschlossen weiterhin zu beiden zu gehen, und mal zu gucken was kommt. Vielleicht kann diese ja auch sehr ergänzend und dadurch Vorwärtsbringend sein.

    Ich habe Blut- und Untersucherungsergebnisse mitgenommen. Den Bericht der 1. Rheumatologin habe ich erst am Ende der Untersuchung gezeigt, damit er davon nicht beeinflusst wird, aber ob man den noch vorlegt, würde ich von der Situation abhängig machen.

    Ich drücke dir die Daumen.

    Gruß

    Anja
     
  3. Lecram

    Lecram Guest

    Hallo Rita!


    Also ich kann mich Anja nur anschließen. Es ist grundsätzlich besser und beruhigender, wenn man eine 2. Untersuchung bei einem anderen Arzt durchführen lässt. Ich denke, dass gerade rheumatische Erkrankungen komplexer sind und dass diese Absicherung von daher nur gut sein kann. Auch wenn die Krankenkassen so etwas nicht freuen wird. Aber leider ist es ja so, dass nicht alle Ärzte mit gleich hohem know-how arbeiten.

    Der Nachteil der Sache kann sein, dass man auch das Pech haben kann, unterschiedliche Diagnosen zu bekommen. Oder aber die Ärzte werfen ihren Blick auf unterschiedliche Behandlungsmethoden.

    Ich selbst hab nach 1,5 Jahren erst eine Art Diagnose bekommen. Angeblich habe ich eine sehr untypische CP. Sicherlich ist das nicht zufridenstellend, aber auch ich hab 3 verschiedene Ärzte hinter mir. Am Anfang stand der Orthopäde, der meinte, ich solle abwarten, denn die Gelenksentzündungen könnten vielleicht nur blöde Zufälle sein. Dann kam der erste Rheumatologe, der mir ohne (!!!) Untersuchung, nur durch Befragung, sofort Cortison verschreiben wollte (im Grunde hätte ich diesen Arzt wirklich melden müssen, der war wirklich sehr sehr komisch). Und , alle guten Dinge sind 3, zum Schluss eine Rheumatologin, die nach x-maligen, verschiedenen Untersuchungen nun zu dem oben genannten Ergebnis kam und mir Sulfasalzin verschrieb.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Unser Gesundheitssystem ist in diesem Punkt wirklich mies und es darf nicht sein, dass Ärzte auf unterschiedliche Ergebnisse kommen bei dem gleichen Patienten.

    Feste Untersuchungsergebnisse solltest du zum zweiten Arzt mitnehmen (Blutuntersuchungen etc.), denn daran kann sich nichts ändern. Alles, was der vorige Arzt allerdings daraus geschlossen hat etc., würde ich am Anfang natürlich nicht sagen. Sonst hat das ganze ja keinen Sinn. Wenn, dann würde ich den zweiten Arzt am Ende aufklären. Vielleicht ist das dann ja noch nicht mal nötig.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück dabei!
    Viele Grüße,
    Marcel
     
  4. Karsten

    Karsten Guest

    Hallo Rita,

    zwei Meinungen ein zu holen sollte nicht verkehrt sein. Und falls dann immer noch oder gerade wegen der zweiten evtl. verschiedenen Meinung Zweifel hast, kann ich dir nur empfehlen ne dritte Meinung ein zu holen. Evtl. in einer Rheumaklinik unter kurzem stationärem Aufenthalt falls nötig.
    Ich kann dir da zb. die Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim empfehlen. Aber auch hier ist die Wartezeit für Termine so um drei Monate. Und der erste Termin muss von einem Arzt (zb. Hausarzt) gemacht werden.

    Ansonsten alles Gute

    Karsten
     
  5. Rita(Bj57)

    Rita(Bj57) Guest

    Herzlich Dank Euch allen für die Information.

    Bin wie gesagt morgen in der Uniklinik in Ffm. von der - Rheuma-Liga-.

    Ähnliche negativ-Erfahrungen aus der Rheumaklinik Schlangenbad bei Wiesbaden habe ich auch schon gehabt, dort wurde mir im letzten Sommer als es begann Blut abgenommen und bei der Untersuchung als man keine Knoten und Schwellungen feststellen konnte, eine bis dahin noch einigermaßen gute Beweglichkeit hatte, wurde mir mitgeteit, daß ich durch meinen Hausarzt veranlassen müßte, Rötgenbilder aller Glieder (Füße, Schulter, Hände, Ellbogen u. Knie) zur nächsten Untersuchung mitzubringen.

    Genauso ein Rheumatologe wie von euch beschrieben habe ich auch schon gehabt, dieser verschrieb mir Einlagen für die Füsse und als die Schmerzen auch auf eine Spritze hin nicht besser wurden,- Kortison - wogegen ich mich energisch zur Wehr setzte. Daraufhin erst machte er einen Rheumatest und ich erhielt eine Überweisung zu einem Internisten/Rheumatologen.

    Trotzdem will ich morgen noch einmal in der Uni alles abklären lassen.
    Habt Dank und bis demnächst

    Rita aus Ffm.