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Medizinischer Dienst

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von brumsel, 4. Juli 2014.

  1. brumsel

    brumsel Mitglied

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    Hallo an alle,

    ich hatte heute ein Telefonat mit der Sachbearbeiterin von meiner Krankenkasse, das mich sehr aufgewühlt hat.

    Ich war schriftlich aufgefordert worden, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen gegenüber eine Schweigepflichtsentbindung zu unterschreiben, zwecks Begutachtung.
    Ich habe das unterschrieben und gleich Rehabericht und Rheumatologenbericht dazu gepackt.

    Heute wurde mir dann telefonisch gesagt, dass der Medizinische Dienst anhand der Briefe und der Diagnosen der Meinung ist, ich würde weiterhin arbeitsunfähig krank geschrieben und eine Begutachtung ist nicht notwendig.
    Ich habe erstmal geheult als ich das hörte.

    Ich bin seit Monaten zerrissen zwischen dem Gefühl, ich muss doch wieder arbeiten gehen können, die Krankheit kommt vielleicht zur Ruhe und immer wieder dem ernüchternden Gefühl, die Krankheit ist so schlimm, dass ich nicht mehr arbeiten kann. Mein Körper kann nicht mehr, ich schaffe das nicht mehr, auch an guten Tagen schaffe ich das nicht mehr. In meiner Seele tobt ein ständiger Kampf der Gefühle zwischen Hoffnung auf Besserung und Angst vor der Zukunft.
    Dieser Anruf heute hat mir die Realität widergespiegelt. Ich denke immer, ich könnte noch was steuern bei der ganzen Krankschreibungs-/Renten-/Reiss-dich-zusammen-Sache.

    Vielleicht schaffe ich es jetzt etwas mehr Gelassenheit zu finden und mich mehr auf mich zu konzentrieren.
    Es tut gut, das hier mal erzählen zu können.

    Liebe Grüße
    Brumsel
     
  2. moi66

    moi66 Aktives Mitglied

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    Der Weg ist das Ziel

    Brumsel, fühl Dich mal lieb gedrückt.
    Ich wünsche Dir sehr, dass es Dir etwas leichter fällt, hinzunehmen was nicht zu ändern ist.
    dann hast Du auch ein Quentchen mehr Kraft für das, was Du doch beeinflussen kannst.
    Ganz liebe Grüße
    moi66
     
  3. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Hallo Brumsel, auch ich möchte mich hier der Ansicht von Moi anschließen.
    Lass dich einmal trösten, ich verstehe dich sehr gut den auch ich stand mitten im Leben war gerade 6 Jahre selbständig bekam meine Diagnosse Morbus Bechterew und musste mich damit abfinden das nichts mehr geht.

    Hat dein Hausarzt, dies schon geahnt und mit dir darrüber gesprochen?
    Es wäre ja schon sehr nett gewesen hätte man sich doch die Zeit dafür genommen, und ein Gespräch mit dir geführt.
    Ich wünsche dir sehr viel Kraft, dies erst einmal zu verarbeiten.
    Hie im RO findest du gleichgesinnte mit unterschiedlichen Krankheitsbildern, für mich ist es sehr gut ich kann mich hier gut austauschen den ein und den anderen TIP annehmen und umsetzen.

    Alles Gute wünscht dir Johanna-Beate aus Hamburg
     
    #3 5. Juli 2014
    Zuletzt bearbeitet: 5. Juli 2014
  4. brumsel

    brumsel Mitglied

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    Hallo Moi66 und Johanna-Beate,

    lieben Dank für Eure Antworten.
    Es macht mir Mut zu sehen, dass es euch auch so ging und ihr diesen Zustand kennt. Ich muss jetzt endlich akzeptieren, dass sich mein Leben verändert hat.

    Mein Hausarzt sagt, erstmal krank schreiben bis zur Ausstreuerung, die kommt im Januar. Ich mache mir natürlich Gedanken was danach kommt. Ich mache mir viele Gedanken darüber, wie ich mit einer evtl. EU-Rente klar kommen könnte. Mein ganzes Leben verändert sich gezwungenermaßen. Nicht nur dass ich krank bin und die Einschränkungen immer mehr werden, ich muss auch umziehen in eine günstigere Wohnung und die äußeren Umstände neu ordnen und anpassen, denn es ändert sich ja auch die finanzielle Seite. Kann ich mir in der Zukunft noch mein kleines Auto leisten ? Wo nehme ich die ganze Kraft her ?
    Ich war immer ein optimistischer und lebensfroher Mensch doch das fällt mir zunehmend schwerer.

    Ich bin noch mitten im Verarbeitungsprozess und der Suche nach Lösungen.

    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.
    LG
    Brumsel
     
  5. Adolina

    Adolina Mitglied

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    Liebe Brumsel,:)

    ich drück dich auch ganz lieb. Was du jetzt durchmachst habe ich auch hinter mir. Ich konnte schon nach 3,5 Jahren Rheuma nicht mehr arbeiten gehen. Es hat sehr lange gedauert bis ich das akzeptieren konnte. Am schlimmsten waren die Zukunftsängste. Mein HA hat mich damals unterstützt. Er war es auch, der mir gesagt hat dass ich die Rente beantragen soll, was ich nicht bereuht habe.
    Es braucht alles viel Zeit und Geduld.
    Ich wünsche dir alles Gute.

    Lg. Adolina :)
     
  6. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    hallo brumsel.ja das ist ein harter weg,ich kenne ihn auch.
    ich musste 2005 in rente gehen wegen RA,war damals38 jahre alt.
    das war ein schock und auch finanziell,denn ich war single und geschiedn.
    aber es ging gut,ich machte eines nachm anderen,kleine Wohnung,kleines Auto konnte ich mir trotzdem leisten,aber man muss 3mal sparen.aber es geht mit hilfe vom Staat kommt man über die runden.
    mach dir nicht zuviele sorgen,alles wird gut.lg.
     
  7. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    hallo brumsel,

    dir alles gute.

    bis zur aussteuerung sind es noch6 monate, da kann noch einiges passieren :)


    ein schönes wochenende dir :)
     
  8. brumsel

    brumsel Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,

    danke fürs Zuhören und Mut machen.

    Ja bis Januar ist es noch ein Weilchen. Ich hätte gerne eine Portion Optimismus. Da arbeite ich dran.

    Liebe Grüße
    Brumsel
     
  9. JustCrazy

    JustCrazy Neues Mitglied

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    Hallo bumsel,

    ich kann sehr gut nachvollziehen, wie's dir momentan geht. Ich befinde mich seit einem Jahr in diesem Schwebezustand, dass man nicht weiß, wie es weiter geht. Anfangs sagte man mir, ich werde in ein paar Monaten wieder gesund sein... okay, dachte ich, dass ist ja absehbar. Mit jedem neuen Arzttermin wurde mir nahe gelegt, noch etwas Geduld zu haben, es würde schon besser werden... gut, also weiter warten, weiter nicht arbeiten, weiter nicht wissen, was wird.
    Und ich gebe dir recht, es ist nicht einfach, aber das aller, aller wichtigste ist nie die Hoffnung zu verliehren und das beste daraus zu machen. Ich weiß, dass ist nicht einfach, aber was mir z.B. gut geholfen hat, war oder ist einmal zu überlegen, was ich schon immer mal machen wollte und bisher z.B. wegen der Arbeit nicht machen konnte. Natürlich geht nicht alles, was man gerne würde, aber ich habe gelernt mich an kleinen Dingen zu freuen. Sich Zeit für sich zu nehmen, einfach mal ein Buch zu lesen, neue Hobbys (bei mir z.B. malen) auszuprobieren oder zu schauen, inwieweit man alte Hobbys wieder aufleben lassen kann. Mich persönlich lenkt das auch von den Schmerzen und den Sorgen ab...

    In diesem Sinne, mach das Beste draus und fühl' dich gedrückt

    LG JC