Medizin. Verwendung von Cannabis ab 2003

Dieses Thema im Forum "Wissensdatenbank (Knowledge Base)" wurde erstellt von kukana, 9. September 2003.

  1. devlin

    devlin Registrierter Benutzer

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    ich würd mir nicht soviele gedanken machen, cannabis ist von allen medikamenten, die ich einnehme (MTX, Arava, cortison und fosamax) sicher das allerharmloseste. und ich nehme es sehr selten.

    beim konsum kann es eher zu einem kräftigen blutdruckabfall kommen. dies
    wird auch meist von anfängern als unangenehm empfunden. soweit ich weiss, wird cannabis mittlerweise auch als mittel bei akutem herzinfarkt erprobt, um folgeschäden zu verringern.

    allerdings gibts da noch eine positive eigenschaft des krautes: ich habe sehr selten mal einen migräneanfall, bis hin zu sehstörungen und erbrechen. der lässt sich mit cannabis praktisch innerhalb von 5 minuten beseitigen. und das hat noch kein anderes kopfschmerzmittel geschafft.

    ist die anfangswirkung dann nach 3 stunden vorbei, kommt die migräne auch nicht wieder.

    solange man kein suchtpotenzial entwickelt, würd ich mir auch keinen grossen kopf machen. ist wie beim alkohol: entweder man kann mit umgehen oder man sollte es lassen.

    --------------

    btw, cortison macht auch irgendwie abhängig.
     
  2. Perle

    Perle Neues Mitglied

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    Newsletter der cannabis-organisation

    hallo, ihr lieben,
    hier mal der newsletter den ich immer kriege.
    ist ´n bissel lang ,aber könnt ihr ja überfliegen.
    es zeigt doch, wie vielseitig cannabis in der medizin einsetzbar ist: ;)

    -------------------------------------------------------
    IACM-Informationen vom 28. Mai 2005
    -------------------------------------------------------

    * Wissenschaft: THC hilft bei der Reduzierung der verzögerten
    Übelkeit bei Krebs-Chemotherapie
    * Großbritannien/Wissenschaft: Dreijährige Studie untersucht
    therapeutische Wirkungen von THC bei multipler Sklerose

    1.

    Wissenschaft: THC hilft bei der Reduzierung der verzögerten
    Übelkeit bei Krebs-Chemotherapie

    Ergebnisse einer neuen Studie zeigen, dass THC-Kapseln
    (Dronabinol) dabei helfen, verzögerte Übelkeit und Erbrechen
    bei Krebs-Chemotherapie zu reduzieren. Die Studie wurde am
    16. Mai bei der jährlichen Konferenz der amerikanischen
    Gesellschaft für klinische Onkologie in Orlando, USA,
    vorgestellt. Sie verwendete Marinol, synthetisches THC von
    Solvay Pharmaceuticals, und wurde unter anderen von
    Forschern am Bethesda-Memorial-Krankenhaus in Boynton
    Beach, Florida, am Compassionate Cancer Care in Fountain
    Valley, Kalifornien, und am Universitätskrankenhaus in Durham,
    Nord-Carolina, durchgeführt.

    Die Forschung legt zudem nahe, dass die zusätzliche Gabe einer
    kleinen THC-Dosis (2,5 mg) zur Standardmedikation bei der
    Linderung von Übelkeit und Erbrechen am ersten Tag der
    Chemotherapie hilfreich ist. Die Studie folgert, dass an den
    Tagen 2 bis 5 nach der Chemotherapie die kontinuierliche
    Behandlung mit THC allein oder in Kombination mit
    Ondansetron (ein häufig verwendetes Mittel gegen Übelkeit und
    Erbrechen) wirksamer als Plazebo bei der Reduzierung
    verzögerter Übelkeit und verzögerten Erbrechens ist. Es war
    vergleichbar mit Ondansetron allein. Symptome, die nach dem
    ersten Tag nach der Chemotherapie auftreten, werden als akute
    Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen bezeichnet.
    Verzögerte Übelkeit tritt mehr als 24 Stunden nach der
    Chemotherapie auf und ist manchmal eine Folge der
    unzureichenden Behandlung der akuten Übelkeit.

    64 Teilnehmer, die eine mäßig oder stark Brechreiz auslösende
    Chemotherapie erhielten, waren in eine Plazebo-kontrollierte,
    doppelblinde, fünf Tage dauernde Parallelgruppenstudie
    aufgenommen worden. Die Teilnehmer wurden zur Beurteilung
    an den Tagen 2 bis 5 in vier Therapiegruppen aufgeteilt: (1)
    THC, (2) Ondansetron, (3) eine Kombination von THC und
    Ondansetron und (4) Plazebo. Alle Gruppen erhielten vor
    Beginn der Chemotherapie eine Standardmedikation aus
    Dexamethason (ein Cortisonpräparat) und Ondansetron.

    Am ersten Tag wurde ein vollständiges Ansprechen auf die
    Brechreiz hemmende Therapie in der Gruppe, die 2,5 mg THC
    und die Standardmedikation erhalten hatte, bei 79 Prozent der
    Teilnehmer erreicht, verglichen mit 40 Prozent bei Teilnehmern,
    die nur die Standard Therapie erhalten hatten. An den Tagen 2
    bis 5 war die Wirksamkeit von THC vergleichbar mit der von
    Ondansetron. Beide waren bei der Bekämpfung von Übelkeit
    und Erbrechen signifikant wirksamer als das Plazebo.

    "Trotz der Einführung neuer Chemotherapien und Brechreiz
    hemmender Medikamente seit der Zulassung von Marinol im
    Jahr 1985 besteht weiterhin ein anhaltender Bedarf bei
    Patienten, die an Übelkeit und Erbrechen leiden," erklärte Dr.
    Harald H. Shlevin, Präsident von Solvay Pharmaceuticals.

    (Quelle: Medical News Today vom 16. Mai 2005)

    2.

    Großbritannien/Wissenschaft: Dreijährige Studie untersucht
    therapeutische Wirkungen von THC bei multipler Sklerose

    Der britische Medical Research Council (MRC) wird eine
    dreijährige Studie mit THC bei multipler Sklerose (MS)
    finanzieren. Der MRC hat 2 Millionen britische Pfund (etwa 3
    Millionen Euro) bewilligt, um die CUPID-Studie (Cannabinoid
    Use in Progressive Inflammatory Brain Disease) zu finanzieren.
    Die Studie wird von Dr. John Zajicek, Professor an der
    medizinischen Fakultät Peninsula und am Derriford-Kankenhaus,
    in Zusammenarbeit mit Dr. Alan Thompson, Professor am
    Nationalen Krankenhaus für Neurologie und Neurochirurgie und
    dem Institut für Neurologie der Universität London geleitet.

    Die CUPID-Studie, die später in diesem Jahr beginnen soll, soll
    500 Patienten mit fortgeschrittener MS aus neurologischen
    Zentren in Großbritannien rekrutieren. Die Studie soll
    herausfinden, ob THC, der wichtigste aktive Inhaltsstoff der
    Cannabispflanze, das Fortschreiten der Erkrankung
    verlangsamen kann.

    Die Studie folgt einer früheren Studie, die von der gleichen
    Gruppe durchgeführt worden war, und Cannabinoide bei MS
    (CAMS) genannt wurde. Sie hatte sich auf den
    symptomatischen Nutzen von Cannabinoiden über einen
    Zeitraum von 15 Wochen und 12 Monaten konzentriert. Es
    wurden Hinweise gefunden, dass THC eine Wirkung auf die
    Spastik-Werte und Messkriterien der körperlichen
    Beeinträchtigung bei den Patienten hatte, die THC 12 Monate
    lang einnahmen, jedoch nicht bei jenen, die die Einnahme nach
    15 Wochen beendeten. Da CAMS eine kurze Studie war, hofft
    man nun, dass bei einer dreijährigen Studie der Wert von THC
    bei der Verlangsamung des Fortschreitens der MS aufgrund
    seiner nervenschützenden Eigenschaften deutlicher sichtbar wird.

    Dr. Zajicek erklärte: "Zur Zeit gibt es nur sehr wenige
    Medikamente, die bei der Behandlung der MS wirksam sind,
    und es gibt keine, die einen nachgewiesenen Effekt in späteren
    Stadien der Erkrankung aufweisen. Wenn die CUPID-Studie
    zeigt, dass Cannabinoide eine längerfristige Wirkung auf das
    Fortschreiten der Erkrankung haben, so hat das potentiell weit
    reichende Implikationen, nicht nur für die Gesundheit von
    Menschen mit MS, sondern auch für solche mit anderen
    neurodegenerativen Erkrankungen."

    (Quelle: Pressemitteilung der medizinischen Fakultät Peninsula
    vom 24. Mai 2005)

    3.

    Kurzmeldungen

    ***USA: Ausweise in Kalifornien
    Einige Landkreise von Kalifornien haben beschlossen, ein neues
    staatenweites Ausweissystem für medizinischen Cannabis zu
    testen. Im Kreis Mendocino sind die Ausweise ab sofort für 50
    Euro erhältlich. Das neue System bedeutet, dass medizinische
    Cannabispatienten eine Karte erhalten, die von allen
    Polizeibehörden des Staates anerkannt werden. Probleme
    könnten durch unterschiedliche Systeme entstehen, da einige
    Kreise ihre eigenen Ausweise herausgeben. (Quelle: Ukiah Daily
    Journal vom 26. Mai 2005)

    ***Spanien: Apotheken
    Nach einer Umfrage auf der Webseite des Clubs der Apotheken
    (Club de la Farmacia) unterstützen drei von fünf spanischen
    Apotheken die Verteilung von Cannabis für medizinische
    Zwecke über Apotheken. Nur 11 Prozent der 200 Apotheken
    aus ganz Spanien, die den Fragebogen ausfüllten, würden auf
    keinen Fall die Droge abgeben. Katalonien plant eine Pilotstudie
    mit der Absicht, Cannabis durch katalanische Apotheken und
    einige Krankenhäuser abzugeben. (Quelle: Europa Press vom
    16. Mai 2005)

    ***USA: Rhode Island
    Der Rechtsausschuss des Senats von Rhode Island hat am 19.
    Mai eine Gesetzesvorlage zu medizinischem Cannabis mit 9 zu 2
    Stimmen angenommen. Die Gesetzesvorlage, die nun in den
    gesamten Senat eingebracht wird, würde medizinische Cannabis-
    Patienten und ihre Betreuer vor der Bedrohung durch
    Verhaftung und Gefängnis schützen. Patienten, die Cannabis zu
    medizinischen Zwecken verwenden dürften, erhielten spezielle
    Ausweise mit ihrem Namen und dem Namen ihres wichtigsten
    Betreuers. Es wäre dem Patienten dann erlaubt, bis zu 12
    Cannabispflanzen und 2,5 Unzen (70 Gramm) verwendbaren
    Cannabis zu besitzen. Eine ähnliche Gesetzesvorlage wird im
    Repräsentantenhaus diskutiert. Beide Vorlagen haben eine gute
    Chance, in beiden Häusern verabschiedet zu werden. (Quellen:
    Associated Press vom 18. Mai 2005, The Providence Journal
    vom 20. Mai 2005)

    ***Niederlande: Coffee-Shops
    In Kürze wird in Maastricht, einer Stadt an der Grenze zu
    Deutschland und Belgien, ein Pilotprojekt starten, bei dem der
    Verkauf von Cannabis an Ausländer verboten ist. Die Mitte-
    Rechts-Regierung möchte Ausländer, vor allem junge
    Menschen, die auf der Suche nach Joints sind, aus dem
    Straßenbild von Städten wie Amsterdam verbannen. "Wir
    möchten alle Aspekte des Drogentourismus beendeten, die
    Tatsache, dass Menschen in die Niederlande kommen, um
    weiche Drogen zu nehmen oder sie mit nach Hause zu nehmen,"
    erklärte der Sprecher des Justizministeriums Wim Kok. (Quelle:
    Reuters vom 23. April 2005)

    ***Deutschland: Bayern
    Ein Aids-Patient aus Bayern, der Cannabis gegen
    Nervenschmerzen und Appetitlosigkeit verwendete, wurde vom
    Amtsgericht Wolfratshausen zu einer Geldstrafe von 1350 Euro
    verurteilt. Ihm wurde der Besitz von 15,5 Gramm Cannabis
    vorgeworfen. Richter Helmut Berger stellte fest, er habe sich
    auch mit anderen Medikamenten behandeln können. Allerdings
    berücksichtigte er den Grund des Cannabiskonsums und
    reduzierte den ursprünglichen Strafbefehl um 2150 Euro. In
    süddeutschen Bundesländern werden wegen Cannabisbesitzes
    im Allgemeinen höhere Strafen ausgesprochen als in nördlichen
    Bundesländern, in denen das Verfahren vermutlich nur zu einer
    Verwarnung geführt hätte. (Quellen: Isar-Loisachbote vom 21.
    Mai 2005, persönliche Mitteilung)

    ***Wissenschaft: Osteoporose
    Wissenschaftler der Universität von Aberdeen in Großbritannien
    haben gezeigt, dass Blocker des Cannabinoidrezeptors
    Knochenverlust vorbeugen und daher nützlich bei der
    Behandlung der Osteoporose sein könnten. Dr. Stuart Ralston,
    der die Studie leitete, nimmt an, dass andererseits Cannabinoide
    einen negativen Effekt haben könnten. "Wir haben keine
    Cannabiskonsumenten untersucht, aber die Arbeit die wir
    gemacht haben, legt nahe, dass reichlicher Cannabiskonsum
    Knochen absorbierende Zellen stimulieren würde, und das wäre
    schlecht, " erklärte er. Es gibt allerdings bisher keine klinischen
    Daten, die diese Hypothese unterstützen würden. (Quellen: The
    Independent vom 23. Mai 2005; Idris AI, et al. Nat Med.
    2005, 22. Mai; [elektronische Publikation vor dem Druck])

    ***Wissenschaft: Glaukom
    CB2-Cannabinoid-Rezeptoren wurden im Auge entdeckt, und
    ihre Aktivierung verstärkte den Ausfluss der Augenflüssigkeit.
    Daher könnten Cannabinoide, die selektiv CB2-Rezeptoren
    aktivieren, nützlich bei der Senkung des erhöhten
    Augeninnendrucks bei Glaukompatienten sein. (Quelle: Zhong L,
    et al. Invest Ophthalmol Vis Sci. 2005;46(6):1988-92.)

    ***Wissenschaft: Entzündung der Luftwege
    Die experimentelle Forschung zeigt, dass das synthetische
    Cannabinoid WIN55,212-2, das ähnliche Wirkungen wie THC
    ausübt, neurogene Entzündungen in Geweben der Luftwege
    hemmt. Diese entzündungshemmende Wirkung wurde durch
    CB2-Rezeptoren vermittelt. (Quelle: Yoshihara S, et al. J
    Pharmacol Sci. 2005;98(1):77-82.)

    4.

    VOR EINEM JAHR:
    - Großbritannien: Bayer plant Vermarktung von Sativex, ein
    Medikament auf Cannabisbasis
    - Deutschland: Erster Freispruch für medizinischen
    Cannabiskonsumenten
    - Australien: Neu-Süd-Wales plant Erlaubnis medizinischer
    Cannabis-Verwendung

    VOR ZWEI JAHREN:
    - Wissenschaft: THC wirksam beim Tourette-Syndrom in einer
    6-Wochen-Studie
    - Wissenschaft: Verwendung von Vaporizern reduziert drastisch
    Gifte im Cannabisrauch
    - Kanada: Von der Regierung angebautes Cannabis verfügbar
    für klinische Studien

    (Mehr im Archiv der IACM-Informationen:
    http://www.cannabis-med.org/)


    herzliche grüße perle
     
  3. KU

    KU Guest

    Selbstbehandlung mit Cannabis bleibt verboten

    Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Beschwerde eines Schmerzkranken zurückgewiesen, der sich selbst mit Cannabis behandeln wollte. Zwar sei der straffreie Konsum in genehmigten Ausnahmefällen möglich, die Selbstmedikation bleibe aber grundsätzlich verboten.

    Mit dieser Begründung lehnte das Gericht die Beschwerde des Schmerzkranken gegen eine Geldstrafe wegen der Einfuhr von Cannabis zu medizinischen Zwecken ab. Der Mann leidet wegen eines Motorradunfalls, der zu einer Schwerbehinderung von 80 Prozent geführt hatte, an Schmerzen im linken Arm und Bein. Er war bei der Einreise aus den Niederlanden mit Haschischöl und Marihuana erwischt worden. Er wollte die Substanzen, die er auf ärztliche Empfehlung mit sich führte, nach eigenen Angaben zur Linderung seiner Schmerzen konsumieren.

    Spiegel Online 12.7.05
     
  4. Knaddeldü

    Knaddeldü Guest

    Die Hauptsache die Republik kann sich von morgens bis Abends die Lichter mit Alkohol ausschießen.

    Dafür stehen deutsche Gesetze!

    Gruß
    Knad
     
  5. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    von der site stiftung warentest

    Themen » Versicherung + Vorsorge » Meldungen » Krankenversicherung
    [​IMG]MELDUNG aus VERSICHERUNG + VORSORGE

    17.01.2006[​IMG][​IMG]
    [​IMG][​IMG]Krankenversicherung

    Schmerzbekämpfung mit Cannabis

    Die Krankenkassen sollen Schwerkranken Cannabispräparate zur Schmerzbekämpfung bezahlen. Dafür hat sich der Petitionsausschuss des Bundestages einstimmig eingesetzt.
    Eine schwer krebskranke Frau hatte sich mit der Beschwerde an den Ausschuss gewandt, dass ihre Krankenkasse die Kosten für das Cannabis­präparat Dronabinol nicht übernimmt. Weil viele Tumorkranke auf schmerzlindernde Cannabisprodukte angewiesen seien, müssten die Kassen die Kosten dafür übernehmen, so der Ausschuss. Entscheiden muss darüber der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen.

    http://www.stiftung-warentest.de/online/versicherung_vorsorge/meldung/1336214/1336214.html
     
  6. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo zusammen,

    in Östereich ist man leider noch nicht so weit. Inzwischen bekam ich kostenfrei aus zwei Quellen eine gute Menge Marihuana (insgesamt 20 g, u.a. von einem Schmerztherapeuten, bei dem ich schon lange bin). Da ich eh rauche, stopfe ich mir das Zeug bei Bedarf in meine selbstgebastelten Zigaretten (vorher im Backofen erhitzt, bis dieser ekelig süßliche Geruch entsteht). An ganz schlimmen Tagen (bei mir vor allem wegen Verwachsungsbauch) hilft mir die entkrampfende Wirkung sehr. Wirklich schmerzlindernd ist die Wirkung bei mir nicht, aber ganz eindeutig krampflösend und damit indirekt natürlich auch schmerzlindernd. Bisher hatte ich nur 3-4x davon Gebrauch gemacht. Es war jedes Mal im Zusammenhang mit einem Wettersturz. Nichts anderes hätte mir in diesem Situationen geholfen - vor allem so wunderbar nebenwirkungsfrei! Mir ist in solchen Fällen Cannabis bei weiten lieber als Novalgin, das einzige Mittel, das ich noch vertrage und auch hilft, leider immer nur 4 Stunden lang. Cannabis hingegen wirkt bei mir mindestens 8 Stunden.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  7. devlin

    devlin Registrierter Benutzer

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    vernünftig und nicht dauernd angewendet ist das zeug recht harmlos.

    ich rauch es halt, wenn ich mal nen schlimmen tag gehabt habe. was ich daran schön finde, ist, dass man einen sehr guten und erholsamen nachtschlaf danach hat, und sich nach dem aufstehen dann wunderbar entspannt fühlt.

    da schmecken morgenkaffee und brötchen dann gleich dreimal so gut....

    ich denke, das liegt daran, dass verspannungen, auch in der muskulatur sehr gut gelöst werden. mit schmerzen verkrampft man sich ja nur mehr.
     
  8. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo devlin,

    ja, vernünftig genutzt ist Cannabis wirklich total harmlos. Mir geht's übrigens genauso: Das Frühstück schmeckt am Morgen danach einfach himmlisch! Überhaupt schätze ich die appetitanregende Wirkung.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  9. devlin

    devlin Registrierter Benutzer

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    #69 11. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 11. Februar 2006
  10. Monsti

    Monsti das Monster

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  11. Neli

    Neli Optimistin

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    Hallo Monsti, das ist ja einfach wunderbar, daß Dir das Frühstück
    am nächsten Morgen dann so himmlisch schmeckt.
    Ich muß sagen, mir schmeckt es auch so. Ob ich da wohl
    eine Ausnahme bin?

    Monsti und Devlin, macht Ihr jetzt hier Reklame für Drogen oder was?

    Wenn Cannabis auch evtl. als Arzneimittel zugelassen werden
    soll, dann doch nur unter ärztlicher Kontrolle.

    Ich finde es sehr verantwortungslos, hier Cannabis als
    so harmlos hinzustellen, ohne die Risiken, besonders die
    langfristigen Risiken, zu erwähnen, und die sich dann, wenn auch
    langsam, entwickelnde Suchtgefahr. Links genügen da einfach nicht.

    Ich denke, Rauschgift hat schon so manchem jungen Menschen
    sein ganzes Leben verdorben, auch wenn es als
    harmlos beschrieben wurde. Ecstasy wurde auch im Anfang
    als relativ harmlos dargestellt, heute steht jedoch fest, dass
    bei Dauergebrauch - und dazu führt eine Sucht ja -
    für teilweise dramatische Hirnschäden verantwortlich gemacht
    werden kann.

    In diesem Sinne

    Neli
     

    Anhänge:

  12. Ganesha

    Ganesha Registrierter Benutzer

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    Liebe Neli,
    Du hast vollkommen Recht. Zum wiederholten Male wird hier der "Genuss" illegaler(!) Drogen propagiert. Ich habe Kontakt zu Ärzten in der Jugendpsychiatrie, also aus seriöser Quelle eine Korrektur und eine Ergänzung:
    1. Ecstasy kann schon nach einmaligem Verzehr zu Hirnschäden führen.
    2. Cannabisprodukte senken nachweislich und messbar den Intelligenzquotienten. Der Gedanke liegt nahe, dass das Ergebnis in vorliegendem Thread sichtbar wird.

    Ganesha
     
  13. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Neli und Ganesha,

    hier wird keine Drogen-Werbung gemacht. Es geht um eine sinnvolle Ergänzung der Schmerztherapie, die im übrigen zunehmend internationale Beachtung findet.

    Ich persönlich bin keineswegs dafür, dass Cannabis (wie etwa Alkohol) an jeder Ecke zu kaufen ist. Ich bin aber dafür, dass es per ärztlichem Rezept in Apotheken erhältlich ist.

    Für Cannabis bzw. THC gilt genau das gleiche wie für unzählige andere Medikamente (oder auch den Alkohol): Die Dosis entscheidet über Nützlichkeit und Schädlichkeit.



    Ganesha, mit solchen Äußerungen wäre ich eher vorsichtig.

    Da bei mir Opioide nicht wirken und ich außer Novalgin keine Schmerzmittel mehr vertrage, wurde mir nach der letzten großen Bauch-OP in Wien Dronabinol verabreicht. Anders war es nicht auszuhalten, verblödet bin ich dabei nicht.

    Die Links, die ich zuvor genannt hatte, sind Seiten, die über die medizinische Verwendung von Cannabis bzw. Cannabis-Produkten informieren. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

    Einen schönen Sonntag wünsch ich!
    Monsti
     
  14. Ganesha

    Ganesha Registrierter Benutzer

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    Ganesha
     
  15. Monsti

    Monsti das Monster

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    Wenn Du Kurzdarmsyndrom hättest und mit extremem Untergewicht kämpfen würdest, wärst Du über die appetitanregende Wirkung eines Medikaments genauso froh wie ich. Dass Cannabis appetitanregend wirkt, ist keine Neuigkeit. U.a. deshalb wird es schon seit längerem in der Therapie von AIDS- und Krebskranken eingesetzt.

    Monsti
     
  16. Gitta

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    Bärlin :-)
    Mein Senf..

    Ich denke auch, das Cannabis als Medikament und Verschreibungpflichtig, duraus sinnvoll sein kann. Nur, es so locker zu schreiben, wie gut das Frühstück schmeckt, ohne die Begründung, wie groß die Ungesundheit ist @ Monsti, kann durchaus dazu führen, das die Jungen Menschen glauben, das Zeug ist harmlos und ich werde Leistungsfähiger.In dieser Form diskutiert, ist es in meinen Augen nicht wirklich hilfreich. Ich für mich beobachte bei meinen Kindern, die ja nun schon alle ziemlich erwachsen sind, das sie weniger an Schmerzen aushalten können, als ich es konnte und auch noch kann.Leider haben sie durch die Bank durch, meine Ungesundheiten mit bei sich aufgenommen. Ich habe ihnen diesen Thread gezeigt, aber sie wären alle nicht bereit, das illegal zu nehmen. Wenn es als zugelassenes Medikament auf den Markt käme und von Ärzten genau im Auge behalten würde, ja, dann könnten sie sich vorstellen, das es die Mama nimmt, die sich ja so kaum bewegen kann.
    Was mir nicht so gut gefällt, wenn ein Satz aus einem Posting heraus gezogen wird um darauf eine Antwort zu erstellen.
    Roman-Ende und das einzie Posting, das ich hierzu schreibe.
    Schöne Sonntags-Grüße
    Gitta
     
  17. devlin

    devlin Registrierter Benutzer

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    wenn ihr meine bisherigen beiträge genauer gelesen hättet, würdet ihr feststellen, dass ich mit dem zeugs trotz allem sehr kritisch bin.

    anleitungen, wie z.b. für die zubereitung eines tees sind etwas heikles, auch rechtlich gesehen. informationen dagegen etwas anderes.

    seht es aber so:

    die einzige reale gesundheitsgefährdung durch cannabis ist die gefahr
    einer psychischen abhängigkeit, die zu teilnahmslosigkeit führen kann sowie die gefahr, dass jemand unter dem einfluss auto fährt. mancher könnte von einer hohen dosis auch angstzustände bekommen.

    es gibt zu allen möglichen sachen statistiken, dass cannabis verblödet ist echter blödsinn, auch hier kann man aber paracelsus´satz anwenden, dass alles ein gift ist, es kommt auf die menge an.

    wenn nun jugendliche den tag damit verbringen, exzessiv cannabis konsumieren, entwickelt sich mit sicherheit eine abgestumpftheit, die
    als nachlassen von intelligenz interpretiert werden kann.

    mit alkohol und designerdrogen (extasy) erreicht man das jedenfalls schneller und gründlicher, auch mit vielen medikamenten geht das.

    andere studien bescheinigen z.b. cannabis, dass es das wachstum von hirnzellen anregen würde.

    (vgl. josef stalin: "traue keiner statistik, die du nicht selber gefälscht hast")

    die alternativen der medizin sind bei schmerzen schwere, körperlich abhängig machende opiate, wenn nicht das, dann zumindest wie ibuprofen magen,- darm und leberschädigende medikamente.

    ich selber muss wissen, was mir hilft:

    wenn ich alle paar monate mal einen schub bekomme, dann nächtelang nicht schlafen kann, mir den magen mit schmerztabletten versäuere und morgens unausgeschlafen, verspannt und verkrampft aufwache, bin ich dafür dankbar, dass es naturmittel gibt, die dieses wirkungsvoll - und vor allem ohne nebenwirkungen verhindern.

    mittlerweise kann man sich das medikament dronabinol zumindest hier verschreiben lassen, bezahlen muss man es aber selber. ich werde das aber machen.

    und - man sollte das selbstverständlich mit seinen ärzten absprechen. diese sind aber cannabis gegenüber recht aufgeschlossen, wie ich bemerken durfte.

    und, @ ganesha, du verstehst eines falsch: wir sind keine süchtigen, die
    hier ihre erfahrungen ausleben, sondern schlichtwegs menschen, die einen grossen verlust an lebensqualität durchmachen mussten und sich über jede kleine erleichterung freuen, diese natürlich auch gerne mal diskutieren wollen.

    beleidigen lassen müssen wir uns von dir nicht. und nun gut.

    ----

    einen schönen sonntag noch,

    devlin
     
    #77 12. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2006
  18. Ganesha

    Ganesha Registrierter Benutzer

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    Merk- und Lernfähigkeit sind nach Cannabis"genuss" signifikant herabgesetzt - und zwar ist dieser Effekt 28 Tage lang(!) messbar.

    Tatsachen = Blödsinn? Wohl nur, wenn ein bestimmtes eigenes Erkenntnisinteresse besteht.

    Ganesha
     
  19. devlin

    devlin Registrierter Benutzer

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    woher nimmst du das? beleg mir das mal ;)
     
  20. Ganesha

    Ganesha Registrierter Benutzer

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    #80 12. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2006
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