Medizin. Verwendung von Cannabis ab 2003

Dieses Thema im Forum "Wissensdatenbank (Knowledge Base)" wurde erstellt von kukana, 9. September 2003.

  1. Oliver70

    Oliver70 Aktives Mitglied

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    Glaube ich auch nicht das man beim bestimmungsmässigen Gebrauch eine Psychose bekommt. Das Cannabis kommt aus der Apotheke und ist kein Strassenzeug mit irgendwas gestreckten. Mein Schmerzdoc schätzt auch die Entzündungshemmung als sehr hoch ein, bei Opiaten hat man das leider nicht.
     
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  2. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Auch das med. Cannabis kann berauschen, kann. So, wie alle psychoaktiven Substanzen, davon gibt es in der Apotheke reichlich, von Antihistaminika bis Z-Drugs. Dafür schleicht man es ein, außerdem frisst der Schmerz den Rausch. Es gibt Sorten für den Tag, die aktivieren und den Kopf klar lassen und welche für die Nacht, die entspannen. THC-Gehalte gehen bis 28% inzwischen. Dann gibt es CBD-haltige Sorten, die kaum berauschen, dafür sorgt das CBD.

    Aber Cannabis ist ein ehrliches Medikament. Das muss man beim Einnahmezeitpunkt berücksichtigen. Beispiel: Bist Du müde, bleibst Du es; erst nach einem Stündchen Schlaf setzt die aktivierende Wirkung ein. Dieser Schlaf ist jedoch ausgesprochen wohltuend.
     
  3. Lisa4720

    Lisa4720 Guest

    also mir wäre das auch zu riskant und käme nicht in Frage.
    Ich bin ja schon bei Medikamenten sehr kritisch und für mich ist das eine Droge, die hier einfach verharmlost wird.
    Mittlerweile geht der Cannabis- Cocktail über den Tresen wie Lutschbonbons.
    Und hier bin ich noch einmal mehr vorsichtig.
    Muss halt jeder selbst entscheiden.
    LG
    Lisa
     
  4. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Dann hat bei Dir die Propagande der letzten 60 Jahre hervorragend gegriffen.

    Der ist dann aber THC-frei, zumindest an Deutschlands Thresen.

    Cannabis ist ein Medikament, das ich auf Rezept bekomme und meine Rettung. Selbst die Uniklinik empfiehlt es. Auf Station, im Zimmer, habe ich es täglich und regelmäßig angewendet, wie jedes andere Medikament auch. Nach der Anwendung heute habe ich einen klareren Kopf als vorher, weil sowohl die Schmerzen als auch die reaktiven Frustrationen weg sind.

    Aber wie Du schon sagst, jedem seine Meinung…
     
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  5. Oliver70

    Oliver70 Aktives Mitglied

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    @Lisa das ist Quatsch es werden sehr viele Anträge auf Cannabis abgelehnt auch von Leuten denen es wahrscheinlich geholfen hätte.
    10 Mio Deutsche können nicht richtig mit Alkohol umgehen, glaube das die Folgeschäden das den Kassen mehr kostet als ein bischen Gras
    zu verschreiben. Ab wann beginnt für Dich der Begriff Droge? Es gibt Leute die sind von Nasenspray oder Abführmittel abhängig geworden
    nicht zu vergessen die Leute die wahlos alle freiverkäuflichen Schmerzmittel einwerfen.Cannabis ist verträglicher als viele Opiade.
    Also da bewegt man sich auf dünnem Eis, das würde ja heissen das fast alle hier im Forum Junkies sind.
     
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  6. murlikat

    murlikat Registrierter Benutzer

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    Wo soll das denn sein? Wäre froh, meine 3 Ärzte (Hausarzt, Rheumaarzt, Orthopäde) wären aufgeschlossen genug, mir wenigstens zur Austestung Cannabis zu verschreiben...

    An Schmerzmitteln hab ich alles durch, mit großen Unverträglichkeiten und z.T. nicht wieder reparierbaren Schäden. Das letzte Medikament war Hydromorphon, Kopf ständig benebelt, absolut alltagsuntauglich und im Grunde ohne Wirkung. Schon mal versucht, damit aufzuhören? Hab für den Entzug 4 Monate gebraucht. Was soll an so einem Medikament besser bzw. harmloser als Cannabis sein???????

    Nochmal: es geht hier nicht um eine "Feierabendroge" wie Alkohol, es geht um Hilfe für Schmerzpatienten!

    Gruß murlikat
     
    #606 4. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 4. November 2018
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  7. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Hallo murlikat,

    es ist wirklich nicht einfach einen Arzt zu finden, der sich mit Cannabis auskennt und zu unterscheiden weiß wann es hilfreich ist und wann nicht.

    Es ist ärgerlich, dass Cannabis von Menschen auch als Rauschmittel verwendet wird, weil so die medizinische Verwendung diskreditiert wird.

    Ich bin auch noch auf der Suche nach so einem Arzt.

    Liebe Grüße

    allina
     
  8. murlikat

    murlikat Registrierter Benutzer

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    Hallo alina,

    wünsche Dir Erfolg bei Deiner Suche. Schmerzärzte sind wohl noch unsere besten Ansprechpartner.

    lG murlikat
     
  9. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Mein Hausarzt ist begeistert davon und würde jederzeit einen Antrag stellen, falls ich das mal bräuchte. Es gibt schon Ärzte, evtl. mal im Netz forschen.
    Wenn das Cannabis deswegen diskreditiert wird, weil es manche als Rauschmittel verwenden passt das doch nicht damit zusammen, dass Opiate massig verschrieben werden und Alkohol legal ist.

    Mara
     
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  10. Oliver70

    Oliver70 Aktives Mitglied

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    hab mir auf youtube mal paar Sachen zu Cannabis angesehn, also wenn ich Arzt wäre und son Jungspund mit Anfang 20 meint
    er braucht so was als Medikament dann hätte ich bei dem nächsten der es wirklich brauchen könnte schon keine Motivation mehr.
    Man muss auch die Ärzte verstehen wo die Grenze liegt. Der Gesetzgeber hat da glaube ich den Fehler gemacht das es jeder Weisskittel
    verschreiben darf. Meiner Meinung muss der Doc auch erstmal geschult werden, auch in Grundlagen Suchtprävention damit er einen Blick/Gespür
    für die Leute bekommt. Ich habe meinen neuen Schmerzdoc gar nicht nach Cannabis gefragt, er hatte mir den Vorschlag gemacht es mal mit den Blüten
    zu probieren da ich momentan mit Oxycodon behandelt werde und Cannabis da besser verträglich und entzündungshemmend wirkt.
     
  11. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Aus meiner Sicht ist Cannabis hier das kleinste Übel; aus meiner Sicht eine "natürliche" Sache.
    Viel riskanter sind Opioide, Benzodiazepine oder Psychopharmaka, diese Medikamente werden ohne Weiteres verschrieben obwohl diese in den Gehirnstoffwechsel eingreifen und nachgewiesen abhängig machen.
     
  12. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Mara, nicht OBWOHL, sondern WEIL sie dort eingreifen :cool2:
     
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  13. Mara1963

    Mara1963 Guest

    dem gegenüber stehen 1,8 Mio Medikamentenabhängige.
    Für mich sind Drogen Benzodiazepine, Opioide und Opiate, auch Psychopharmaka.
    Cannabis hat aus meiner Sicht kein bzw. kaum Suchtpotential dem gegenüber.
     
  14. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ich finde es einfach nur albern und kindisch, mit welchen 'Argumenten' in der Politik gegen Cannabis diskutiert wird.
    Alle Punkte, die aufgeführt werden, sei es mögliche Abhängigkeit oder mögliche gesundheitliche Schäden, sind einfach nur lächerlich, solange es Stoffe auf dem offiziellen Markt gibt, die legal gekauft und genutzt werden dürfen. Ganz egal, ob es sich um Stoffe handelt wie Alkohol oder Nikotin, oder um Medikamente, oder oder oder...

    Es ist unbestritten, dass Cannabis in die Hirnentwicklung Heranwachsender eingreift, das tut Alkohol zum Beispiel aber auch. Also darf Alkohol nicht an Kinder verkauft werden.
    Wo soll also das Problem bei Cannabis sein? Abgabe für Personen ab 18 oder meinetwegen 20 Jahre und gut is.

    Wer sich mit irgendwelchen Mitteln berauschen will, wird das auch tun, ob diese Mittel nun legal sind oder nicht. Simpler Klebstoff tut es zur Not auch, verboten ist der aber auch nicht. ;)

    Eines ist aber unbestritten: alles, was verboten ist, übt einen besonderen Reiz aus.
    Ein großer Vorteil von legalem Cannabis wäre der, dass der Schwarzmarkt in diesem Bereich ausbluten würde und man hätte die Gewissheit, reines Material zu bekommen und nicht diese gepanschte Ware, die im Untergrund kursiert und die teilweise mit Stoffen gestreckt sind, die unbestritten süchtig machen, wie z.B. Heroin etc.

    Cannabis ist eine Einstiegsdroge? Für einzelne Personen vielleicht. Aber das sind auch die, die allgemein eine Veranlagung zur Sucht haben.
    Die allergrößte Mehrheit der Nutzer lebt ein ganz normales bürgerliches und suchtfreies Leben. Fragt mal rum in den Reihen der Professoren, wer alles in seiner Studienzeit nur Kamillentee konsumiert hat. ;)

    Ich persönlich bin für die Legalisierung, egal ob für medizinische oder andere Zwecke.
    Ansonsten bitte ich um Gleichstellung aller kritischen Stoffe, also auch Alkohol und Nikotin. Aber darauf wird sich die Politik niemals einlassen, kassiert der Staat dort doch fleißig jede Menge Steuergelder.
    Und solange in der Politik diese Doppelmoral herrscht, möchte ich eigentlich auch keine albernen Diskussionen über das Für und Wider hören...
     
  15. Lisa4720

    Lisa4720 Guest

    Ich sehe das Ganze nicht unkritisch und bleibe mir treu.
    Mir ist auch klar, dass es ein Mittel ist, die auch mit Nebenwirkungen einhergehen, die nicht unbedingt das sind, was ich gerne möchte.

    Wer medizinisches Cannabis nimmt, darf Auto fahren.
    Wer kifft, nicht.
    Ich muss mit massiven staatlichen Repressionen rechnen, wenn ich mich als Cannabis-Konsument oute, und auch am Arbeitsplatz muss ich mit Repressionen rechnen.
    Ich muss mit Führerscheinverlust rechnen.
    Alleine das wird bald viele Gerichte beschäftigen.

    Mir geht es dabei auch um Moral.
    Die Gefahr von Rausch.
    Was macht es mit kleinen Kindern oder Jugendlichen?
    Wie ist das eigentlich mit der Beurteilung von politischen Systemen, was macht das eigentlich mit mir?
    Bin ich zufrieden mit dem, was mir die Regierung hier vorsetzt?
    Entwickle ich eigene Ideen und kämpfe dafür?

    Und dann stelle ich mir noch eine ganz besondere Frage:
    Kann ich noch kämpfen, wenn ich unter Cannabis stehe, für meine eigenen Werte und Interessen?
    Glaube ich eher weniger.

    LG
    Lisa
     
  16. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Was musst du eine schlimme Vorstellung haben von Cannabis Lisa, hast du als Jugendliche nie einen Joint geraucht ;-).
    Ich denke mir, der Mensch ist wesentlich mehr berauscht von so sehr viel Medikamenten, die legal verschrieben werden, mir wird ganz benommen von einer 600er Ibu oder wenn ich nur an Wikmedinight denke, hatte ich einmal vor 30 Jahren, nie mehr, ich war nicht mehr ich selbst oder wie schon erwähnt, die ganzen starken Schmerzmittel, Antidepressiva und vieles mehr.
     
  17. Oliver70

    Oliver70 Aktives Mitglied

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    @Mara Cannabis hat sehr wohl ein Suchtpotential (THC), sonst würde es kaum unter Btm stehen!
    @Lisa Autofahren ist ein heisses Eisen warum wird der Partykonsument bestraft und der brave Schmerzpatient nicht.
    Cannabis kann sehr gut im Blut nachgewiesen werden glaube selbst nach Tagen ist das noch möglich. Offiziell sagt die
    Bundesregierung jeder der sicher mit Cannabis eingestellt ist und es aus medizinischen Gründen nimmt ist safe. Es gibt
    auch Schmerzpatienten die ihren "Lappen" trotzdem losgeworden sind und erstmal bei der MPU antanzen durften.

    Solange man alles bestimmungsgemäss (Cannabis/Medikamente) einnimmt oder Alkohol in vernünftigen Mengen
    konsumiert, ich habe dazwischen ein "oder" gesetzt da die Kombination Alkohol und Medikamente absolut NoGo ist.
     
  18. Mara1963

    Mara1963 Guest

    aber doch viel weniger als sehr viele der "legalen" Medikamente, die so oft verschrieben werden.
    Ich persönlich sehe keine Gefahr in Cannabis.
    Ich kenne keinen aus meiner Clique, der drauf hängen geblieben ist aus der Jugend. Ich kenne einige Leute, die ab und an was rauchen auf Feiern; ich selbst finde das auch angenehm, lasse jedoch die Finger davon, da ich einen riesen Kohldampf davon bekomme und das bekommt meiner Figur nicht gut.
     
  19. Oliver70

    Oliver70 Aktives Mitglied

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    @Mara da habe ich einen interessanten Beitrag gesehen, das Cannabis was heutzutage auf der "Strasse" angeboten wird ist vom THC Gehalt
    sehr viel stärker als das was vor 20 Jahre "in" war. Ich war auch mal jünger;). Aber soweit ich mich erinnern kann ist mir übel davon geworden, da ich noch kein starker Zigarettenraucher war. Denke aber war man in der Apotheke bekommt das durfte schon eine sichere Anwendungen gewährleisten das Problem bei den Blüten ist wohl leider der schwankende Wirkungsgehalt.
     
  20. Mara1963

    Mara1963 Guest

    @Oliver,
    weshalb sollte das Zeug was auf der Straße angeboten wird stärker sein heutzutage? Meist wird's doch gestreckt, zumindest könnte ich mir das vorstellen. Aber wenn dus sagst.

    Am besten wäre natürlich aus meiner Sicht, der Eigenanbau würde legalisiert werden, dann gibt's frische natürliche Medizin aus der Natur :). Und klar, aus der Apotheke dürfte das sowieso kein Problem sein da wird das wohl dosiert angeboten werden.

    Ich kapiers ehrlich gesagt nicht, was alles verschrieben werden darf und bei Cannabis wird so Zinnober draus gemacht, irgendwie idiotisch, wird sicherlich was Wirtschaftliches sein, was dem entgegen zu setzen ist. Oder die Pharma hat Angst um ihre ganzen Einbußen, die dadurch entstünden.
     
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