Medizin. Verwendung von Cannabis ab 2003

Dieses Thema im Forum "Wissensdatenbank (Knowledge Base)" wurde erstellt von kukana, 9. September 2003.

  1. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    @ Magenta

    Hab ich auch nicht behauptet, daß dieses so wäre, oder? Nur so nebenbei ein paar Zahlen: Drogenabhängige seinerzeit in meiner Staffel: etwa 5-10%, Alkoholabhängige 0,3% - und daß mit dem "richtig zu saufen anfangen" ist auch nicht so ganz wahr - die meisten Alkoholsünder haben es am Wochenende vorgezogen, sich zulaufen zu lassen, weil es während der Woche recht schnell Ärger gab, wenn denn einer meinte, er müsse sich einen Vollrausch antrinken. Die Regelung ist recht einfach: Im Dienst nüchtern, d.h. 0,0 Promille, damit ist saufen am Vortag nicht wirklich drin.

    Was verstehst Du da denn nicht? Daß ich keine Lust auf irgendwelche Dinge habe, deren Wirkung nicht angemessen kontrollierbar ist?

    Liebe Grüße

    Robert
     
  2. LaPaloma

    LaPaloma Guest

    Droanbinol und Cannabis als MEDIZIN

    Hallo Robert,

    ich möchte es mal nicht aus der Kifferszene heraus betrachten, sondern aus der medizinischen Sicht.

    Erstmal zu den "Harten Drogen" wie Morphine oder morphinhaltige Medikamente und deren Abkömmlinge.
    Dazu gehört unter anderem Tramal, Valeron MST und so weiter.
    Ein Abkömmling des Morphiums ist übrigens die Droge Heroin, dies macht vielleicht deutlich, wo die Medikamente anzusiedeln sind.
    Im übrigen ist auch Diazepam und Valium nicht ganz ungefährlich.

    Außerdem können wir nicht medizinische Cannabis Medikation mit den Kiffern vergleichen, denn die Kiffer nehmen eine 10 bis 100 fache Überdosierung von Cannabis zu sich, im Gegensatz zu der medizinisch wirksamen Dosierung.
    Bei der medizinischen Dosierung ist das Ziel nämlich nicht einen Rausch zu bekommen, sondern nur Schmerzen, Krämpfe, Spastik, Apetitlosigkeit und ähnliches zu lindern.

    Würde ich die 10-fache Dosierung der Tabletten meiner Mutter zu mir nehmen, würde ich sterben.
    Würde ich die 10-fache Menge an Cannabis zu mir nehmen, welches meiner Mutter helfen würde ihre Spastik zu beseitigen (leider bekomt sie es nicht!!), dann würde ich nicht sterben, sondern maximal einen Rausch bekommen.

    DIE DOSIS MACHT DAS GIFT

    Im übrigen hatte mein Vater Krebs mit Metastasen in der Lendenwirbelsäule die auf den Ischiasnerven drückten. Er war dadurch Querschnittgelähmt. Er hatte unsägliche Schmerzen. Er hat 1,5 Jahre lang vor Scherzen geschrien, obwohl er reichlich Morphine (Heroin) bekam, zum Schluss sogar 2.500 mg pro Tag. Trortzdem kam bis zu 3 mal pro nacht der Notarzt mit weiteren morphinhaltigen Spritzen.

    Leider helfen Morphine bei Nervenschmerzen kaum, denn es werden im Gehirn die falschen Rezeptoren angesprochen.

    Hätte er Dronabinol oder Cannabis bekommen, wären die Schmerzen auf ein erträgliches Maß gesunken. Aber damals wußte ich noch nichts von der Wirkungsweise der Cannabinoide.

    Cannabis ist ein seit langer Zeit anerkanntes Scherzmittel gewesen, und war bis 1958 in vielen Medikamenten enthalten. Leider wurde es dann mehr und mehr Missbraucht (heißt, es wurde überdosiert zu Rauschzwecken benutzt).
    Ebenso spielt die Pharmaindustrie und Ölindustrie eine entscheidende Rolle bei dem Verbot von Cannabis als Medizin.

    Nebenbei bemerkt, hast auch du Endomophine und Endocannabinoide in deinem Körper. Endocannabinoide sind unter anderem für die Schmerzverarbeitung und den Appetit zuständig. Körpereigene Endocannabinoide wurden ertmals 1992 entdeckt.

    Das Medikament Dronabinol besteht aus dem reinen Suchtwirkstoff (THC) der Hanfpflanze, wärend die ganze Pflanze noch weitere 65 Cannabinoide besitzt, zu denen auch das Cannabidiol gehört, welches ebenfalls schmerzlindern und entzündungshemmend wirkt, außerdem wirkt es der Rauschwirkung des THC entgegen. Da sieht man mal, daß die extrahierten Medikamente viel mehr zum Rausch beitragen als die ganze Pflanze. Es ist schon sehr grotesk, was die Pharmaindustrie den kranken Menschen zumutet, nämlich lieber viel Rauschwirkstoff und weniger Wirkung.

    Zum Preis: Dronabinol kostet ca. 460 Euro pro Monat. Das Medikament Cannabis flos Simm 18, welches die ganze Pflanze ist und in Holländischen Apotheken an Krebs- Aids- MS- und Morbus-Crohn-Patienten abgegeben wird, für gerade mal 40 Euro zu haben ist.


    Ich klage hiemit den Deutschen Staat, die Politiker, die Gestzgebung und so weiter an, meinem Vater in seinen letzten 1,5 Lebensjahren, wegen der Cannabisprohibition zu einem absolut unwürdigen Leben mit unerräglichen Schmerzen verdonnert zu haben - dieses empfinde ich als absolut unmenschlichen und schlimmer als die Todesstrafe, denn der Tod hätte ihn von seinen Schmerzen erlöst.

    Ich bin nicht für eine Legalisierung von Cannabis, weil es dann immer in einer Überdosierung genutzt wird. Ich bin für eine medizinische Nutzung, weil es den Menschen so wahnsinnig unerträgliche Schmerzen nehmen kann.

    Ich habe jetzt eine legale Möglichkeit gefunden, jedenfalls einen geringen Teil der positiven Wirkstoffe dieser Pflanze zu bekommen, denn Hanfsamen kann man in der Apotheke kaufen, da sie KEIN Rauschwirkstoff enthalten. Diese Samen helfen meiner Mutter jedenfalls ein wenig ihre Spastik zu lindern.
    Da sie aber auch an Krebs leidet, hoffe ich, daß sie keine Knochenmetastasen bekommt und niemals die Schmerzen ertragen muß, die mein Vater gehabt hat.
    Falls doch, dann lade ich dich gerne mal ein, um es dir anzuhören, danach können wir dann gerne nach Holland mit ihr fahren und in der Apotheke die verbotene Droge kaufen, damit du siehst, wie es wirkt.
    Nur leider kann man so einen schreienden, weinenden und jammernden Menschen nicht mal mehr per Krankenwagen dort hinfahren, denn jede Fahrt im Krankenwagen ist auf unseren holprigen Straßen eine zusätzliche, äußerst schmerzhafte Tortur.


    Resultat, wer einen Menschen von seinen unerträglichen Schmerzen befreien möchte würde sich in Deutschland auch noch strafbar machen.


    Nachdenkliche Grüße von
    LaPaloma
     
    #42 15. November 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. November 2004
  3. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo,

    tja, ich wollte mich eigentlich nicht mehr in dieses Thema einmischen, da man hier sowieso nicht auf eine Linie kommt - da man ohnehin die meiste Zeit aneinander vorbei redet.
    Meines Erachtens tragen aber die Kiffer einen guten Teil dazu bei, dass Cannabis illegal ist. Gäbe es diese missbräuchliche Verwendung nicht mit all ihren (nachgewiesenen!!) negativen Folgen, dann wäre die medizinische Verwendung des Stoffes wahrscheinlich gar kein Problem!!
    Dass Alkohol dennoch legal ist, hat vermutlich einen kulturellen Hintergrund, und ob man das nun gut findet oder nicht, ist ein ganz anderes Thema.
    Es sollte sich also jeder fragen, wozu es gut sein soll, sich mit Hilfe einer Droge - welcher auch immer - ins Land der Träume zu versetzen oder künstlich die Stimmung zu heben. Bekämpfung von Schmerzen dürfte schließlich in den seltensten Fällen der Grund sein. Es wäre angebrachter, an seiner mentalen Reifung im Wachzustand zu arbeiten.
    Und Erwachsene sollte da auch Vorbild sein. Wenn ich höre, dass einer 20 Jahre Kiffer war und auch noch stolz drauf ist....
    Und nochmal: medizinische Verwendung ist ein ganz anderes Thema!
     
    #43 15. November 2004
    Zuletzt bearbeitet: 15. November 2004
  4. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    Hallo LaPaloma,

    im Grunde genommen sagen wir beide - mit unterschiedlichen Worten - das selbe.

    Denn nichts anders meine ich, wenn ich von einer standardisierten Form spreche - eben dosierbar und somit kontrollierbar. Und das ist es, woran es Cannabis in seinen üblichen "Darreichungsformen" gebricht, denn kaum ein Dealer schreibt auf die Tütchen, welchen TCH-Gehalt seine Ware enthält - wahrscheinlich weiß er es auch nicht mal annähernd ...

    In diesem Sinne alles Liebe und Gute

    Robert
     
  5. devlin

    devlin Registrierter Benutzer

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    gegen schmerzen hilfts auf jeden fall prima, ich selbst nehme das aber nur als allerletzte notbremse, wenn ichs gar nicht mehr aushalte. und das kommt sehr selten vor.

    grund ist, dass ich nicht gerne berauscht bin. deswegen trinke ich auch keinen alkohol.

    aber wenns mit gelenkschmerzen richtig abgeht, ist eine pfeife und anschliessender schlaf schon besser als fast jedes schmerzmittel, und gewiss auch weniger gesundheitsschädlich.

    dauerkonsum ist allerdings auch keine lösung, auch sollte man zusehen, dass man nichts illegales macht. der anbau von thc-haltigem hanf ist verboten.

    der reine konsum bleibt straffrei, aber wer so etwas auf vorrat hält und in einem öffentlichen forum postet, könnte durchaus ein problem mit der exekutive bekommen.

    zudem ist man im sinne der strassenverkehrsordnung als cannabiskonsument
    nicht zuverlässig. thc läss sich u.u. wochenlang nachweisen, da es eine hohe verweildauer im körper hat.
     
    #45 12. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2005
  6. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    Hallöchen,


    nur als Ergänzung:
    es ist 14 Tage nach dem letzten Konsum noch im Urin nachweisbar, im Haar noch wesentlich länger. Wobei es hier auch schon jede Menge Mittelchen gibt, die den Nachweis vorübergehend verhindern.


    Gruss
     
  7. merre

    merre Registrierter Benutzer

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    unendlich komplizierter

    ...denn eigentlich geht es nur um rund 70 der 400 Inhaltsstoffe/Verbindungen der Canabispflanze. Diese gehören zur Familie der Cannabinoide (Cannabinoide sind terpenoide Benzopyran-Derivate). Ihnen gemeinsam ist das Cannabinol-Grundskelett.
    Hauptverantwortlich für die psychoaktive Wirkung von Cannabisprodukten ist das Delta-9-Tetrahydrocannabinol Je nach Canabisart kann das Harz auch unterschiedlich große Mengen an Δ-9-THCV (Tetrahydrocannabivarin) enthalten. Gebunden ist das ganze in einer sogenannten Carbonsäure.
    Erst durch Erhitzen werden die o.g. Stoffe freigesetzt.
    Für den typischen Geruch von Cannabis sind die in den Blättern und im Harz enthaltenen ätherischen Öle verantwortlich.
    Außerdem sind in den Samen Lignane enthalten, die eine allergiehemmende Wirkung haben.
    Ja und wichtig ist vor allem, daß die Zusammensetzung sich während des Wachstums ständig ändert, genau wie der Erntezeitpunkt sehr wichtig ist,
    meines Erachtens Komponenten die man schwer beeinflussen und schon garnicht nachvollziehen kann.
    Und es beinhaltet auch Stoffe die die Blutgefäße erweitern und die Pulsfrequenz erhöhen, also Gefahr für Herz- und Kreislauferkrankte.

    Allerdings gehen wie bei kaum einem anderen ähnlichem Stoff die Meinungen so extrem auseinander.
    Eine Gefahr für Schwangerschaften wird angenommen, Ablagerungen im Fettgewebe, die sich zeitlich unbestimmt llösen könnten sind nachgewiesen und beim Rauchen ist der Teergehalt extrem hoch.
    Man spricht nicht von Sucht sondern von Gewöhnung.

    Die Wirkung der wichtigsten Cannabinoide:
    THC: stark psychoaktiv; beruhigend, stimulierend, halluzinogen, Brechreiz lindernd, Pulsfrequenz steigernd
    CBN: leicht halluzinogen, Augeninnendruck senkend, antiepileptisch, Pulsfrequenz verringernd
    CBD: schmerzlindernd, angstlösend, leicht beruhigend, Augeninnendruck senkend, antiepileptisch, antibiotisch
    CBG: leicht psychoaktiv, schlafanstoßend, Augeninnendruck senkend, antibiotisch
    CBC: schmerzlindernd, beruhigend, entzündungshemmend

    Und eine mögliche halluzinogene Wirkung ist zwar nachgewiesen, soll aber als pseudoerlebend geschehen, also das Realitätsleben nicht massiv verändern.

    Ja schwer einschätzbar und verlangt eigentlich "einen Beipackzettel" wäre meine Meinung.
    Da die "Umgebung" und persönliche Verfassung des Betreffenden wichtig ist wäre es meiner Meinung nach zu kompliziert verantwortungsbewußt (gegen sich selber) damit umzugehen.

    Ein wichtiger Fakt ist meiner Meinung nach allerdings die Tatsache, daß der Konsum meist in Gruppen oder besser gesagt in "einem der Art nach Wohlfühlumfeld" stattfindet......eine Art allgemeiner Zufriedenheit -............ laß ich mal so stehen und denke an die Alten in den südlichen Ländern, die zufrieden vorm Haus auf einer Bank sitzen und Rauchen und Reden. Wann haben wir denn mal naja so ähnlich und zufrieden zusammengesessen.
    Ob Canabis der geeignete Anstoß dazu wäre ??? ich weis es nicht.

    Gruß "merre"
     
    #47 12. Januar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2005
  8. Lela

    Lela Registrierter Benutzer

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    Huhu Robert,


    <Klar, wir können weiter verniedlichen, daß Cannabis-Produkte ja keinen <Schaden anrichten, aber keiner derjenigen, die ich mit anderen Drogen <erwischt habe, hat nicht mit Hasch angefangen.

    Stimmt! Aber die meisten davon wiederum haben davor auch sicher schon mal ein Bierchen gezischt und ein Kippschen geräuchelt oder? Demnach wären ja dann diese die Einstiegsdrogen.

    Sozusagen:

    1. Droge: Alk & Ziggis (= Einstiegsdrogen)
    2. Droge: Joint (= Weiterstiegsdroge ;))
    3. Drogen: LSD und Kram und evl. Koks oder Heroin dann..... (= noch Weiterstiegsdrogen oder für manchen gar Abstiegsdrogen)

    Das einzige was 2.& 3. in Abgrenzung zu 1. miteinander verbindet ist meines Erachtens die Illegalität (und nicht so sehr z.B. der Grad an Gesundheitsgefährdung und darum sollte es ja letztendlich gehen).


    <Die Aussage, daß Haschisch total integriert sei, halte ich für absoluten <Unsinn: viele große Arbeitgeber machen einen Drogentest zur <Einstellungsbedingung, meines Erachtens zu Recht.


    Nun es ist nich total integriert, das stimmt. Aber in den meisten Bundesländern sind ja kleine Mengen kein Problem mehr, was in meiner Jugend undenkbar gewesen wäre. Damals konnte die breite Masse ja Haschisch & Heroin noch nicht mal groß unterscheiden. Die Sicht auf Haschisch ist auf alle Fälle gelockert (ob das nun gut sein mag oder nicht). Oder überlege den 'Gib-das-Hanf-frei-Feldzug' von Stroebele, der dann auch noch die Grünen mit seiner Stimme gerettet hat! Unvorstellbar noch vor 15 Jahren oder so denke ich.

    Gegensätzlich hierzu sehe ich jedoch einen aufkommenden Feldzug gegen Zigaretten. Immer mehr raucherfreie Zonen etc. In USA ja sogar Verbot in Kneipen und ganzen Städten! In D. wissen wir ja von Flugzeugen, Arbeitsplätzen, Bahnhöfen, einigen Lokalen, oft auch Tv etc.
    Wobei es hier ja wohl auch darum geht, dass andere passiv betroffen werden ohne es zu wollen. Obwohl es bei Kneipen schon ein wenig seltsam anmutet! (Da ich etwas rauchallergisch wurde für mich aber gut so)


    <Ich will noch einmal auf das zurückkommen, was ich früher schone einmal <geschrieben habe: Cannabis in seiner jetzt verfügbaren Form ist in keiner <Weise standardisiert oder kontrolliert, die psychischen Wirkungen sind damit <ein unkalkulierbares Risiko.


    Das wiederum wäre ein Argument es zu standardisieren, kontrollieren und legalisieren bzw. ich hoffe doch, dass die Leute, die es gegen Schmerzen bekommen aus der Apo oder woher beziehen und es da kontrollliert ist. Und dass es Tabs sind und keine Joints ;) (bissel lustige Vorstellung sich in der Apo einen Joint zu kaufen... oder gibts das auch gar noch? )

    Oder eben selbst anbauen, falls das in kleinen Mengen erlaubt ist.


    <Klar, Hasch kann man rauchen, ist ja ein Naturprodukt, aber die Chemie <Vioxx, Vitamin E) oder Gen-Food? Bloß nicht! Sorry, ich halte das für nicht <achvollziehbar ...


    Nu ja. Jeder Mensch teilt eben die Gefahren anders ein. Manch einer ist total gegen Chemie und hält jede Pflanze für harmlos, andre halten das für harmlos was der Staat als harmlos vorgibt, die nächsten berufen sich auf ihre Erfahrungen oder die der andren Menschen etc. Ein Rechthaben scheint hier oft subjektiv.

    Ich denke mal bei dem Genzeugs ist es halt so, dass es die Menschen von daher ängstigt, da wir noch auf keine Jahrzehnte Erfahrung zurückblicken können. Evlt beruhigt es aber auch manche die Gefahren eben nicht zu kennen. Die Auswirkungen von Haschisch sollten relativ bekannt sein (auch die negativen) Die von Vioxx sind es wohl mittlerweile.


    <Und bevor Fragen aufkommen: ich rauche (Lucky Strike) und schwöre auf <Gentechnik (Remicade) und sage auch ab und an zu einem Bier oder einem <Single Malt nicht nein ....

    Ich bin seit 5 Jahren chron. krank und habe damit auch mein reines Gesellschaftsrauchen aufgehört. Alkohol trinke ich auch wegen Gesundheit gar keinen mehr. Ein wenig schade, aber nich so schlimm gegen andre Probs die die Krankheit mir auferlegt.

    Wenn es Krankheit und Schmerzen betrifft, dann versteh ich wenn jemand auf Vioxx geschworen hat (obwohl eine Bekannte durch Vioxx auf Intensiv kam wegen Magenbluten). Ich verstehe wenn jemand dann Haschisch will (seh größte Gefahr für die Lunge). Ich verstehe, dass Leute Genmedikamente möchten wenn doch sonst alles versagt. Ich verstehe auch wenn jemand sich Vit. E reinzieht. Kommt bei allem ja unter anderem auch immer auf die Menge an.

    Vielleicht sollten die Leute über Gefahren aufgeklärt werden und dann selbst entscheiden können womit sie sich helfen (oder gegebenenfalls schaden) möchten? Ich meine wenns um Schmerzlinderung und Krankheitsprobleme geht... wenn um reinen Genuss geht, weiß ich noch nich genau was ich denken soll.

    Das sind mal so meine Gedanken, auf alle Fälle ist es ein komplexes Thema, das durchdenkenswürdig ist.

    Ich hätte (gerade) am liebsten GAR NIX von all dem..keine Medis, keine Pflanzen, keinen Ziggis und erst recht keine Drogen.

    Gesundheit, ne grüne Wiese mit Frischluft und nen Glas Wasser wären genehm. ;)

    Liebe Grüße und hoffe es geht euch oki,

    Lela

    PS: Üpsa... hab nich alle postings gelesen und seh das einiges was ich schrieb bereits geklärt wurde..zb. die Dosierung, Standardisierung...sooohooorryyy.
     
  9. Chrischan

    Chrischan Registrierter Benutzer

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    forschung der mh hannover

    hallo ihr's,

    hier mal ein kleiner (älterer) link zur forschung an der mh hannover mit dem synthetischen wirkstoff ct-3.

    dieser stoff hat mit dem "natürlichen" cannabis relativ wenig gemein - auch sind bisher nicht alle vorgänge, die zur starken schmerzlinderung und auch entzündungshemmung führen, eindeutig geklärt (tnf-alpha, cox-2, endorphine etc.).

    obwohl ich mich erst letztens mit herrn dr. karst über das thema unterhalten habe, weiss ich spontan jetzt nicht, inwieweit die studie zu entzündlichem gelenkrheuma bereits fortgeschritten ist bzw. ob diese überhaupt schon läuft.

    aber wie gesagt: dieser stoff hat rein gar nichts mit plätzchen backen oder ähnlichem zu tun und ein vergleich der einnahme dieses synthetischen produkts mit süchtigen hängt doch sehr stark.

    man sollte auch nicht vergessen, dass rheuma- oder arthrosepatienten wohl generell medikamente benötigen, um überhaupt am alltagsleben teilhaben zu können - ct-3 weist nicht die psychischen begleiterscheinungen auf wie das "handelsübliche", selbst angebaute pflänzchen!

    viele grüße, christiane.
     
  10. Chrischan

    Chrischan Registrierter Benutzer

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    hi fügi,

    na, nicht jeder kann es sich leisten, ganze tage stoned zu verbringen :D wer die negativen effekte des "echten" hausanbau-cannabis haben möchte, kann ja auch gerne dieses weiternutzen - ich kann jedoch gerne auf die entsprechenden nebenwirkungen, insbesondere psychogene wirkungen und suchtpotential, verzichten ;)

    tschüssie :) schönen abend! christiane.
     
  11. Uschi

    Uschi in memoriam † 18.7.18

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    Also, wenn ich mir überlege, daß meine Mutter fast an einer ärztlicherseits nicht regelmässig kontrollierten Gabe von " Oxygesic" gestorben wäre, weil die Nervenlähmung einsetzten und wenn ich daran denke, wie meine alte Schulkameradin nach einer Langzeitbehandlung vom hochgelobten Morphium dann in die Klatsche kam - rege ich mich über keinen Wirkstoff mehr auf, den Tausende tgl. nehmen und nicht drunter leiden.

    Ich würde auch gerne zu denen gehören, die Cannabis bekommen würden - weil ich weiss, wie gut es mir tut. Wichtig ist doch die täglich erlebte Lebensqualität und Schmerzfreiheit bei chronischen Erkrankungen, unwichtig ist doch die nicht relevante Zukunft, der wir entgegengehen.

    Ich finde, es muss jedem einzelnen Menschen überlassen sein, wie er und warum er lebt und wie er mit der Eigenverantwortung für sein Leben umgeht. Diese Meinung habe ich mit mir manifestiert und ich persönlich finde, daß die Bevormundungen des Staates und einzelner Leute schon viel zu weit gehen.

    Jeder muss sein Leben leben, kein anderer kann und darf ihm das vorschreiben.

    Suchtabhängigkeit ? Mein Gott, wir sind doch alle abhängig von unseren Medis und ich denke mal, solange ich klaren Verstandes bin, kann mir nicht viel passieren. Ich jedenfalls zöge die Einnahme von Cannabis und einer garantierten Tiefschlafphase täglich mit anschl. frischen Erwachen und Schmerzfreiheit dem Leben vor, daß ich jetzt führen muss.


    Pumpkin
     
  12. kukana

    kukana Moderatorin

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    etwas neues kam gestern in den nachrichten. es wird bei verkehrskontrollen nicht nur der nachweis erbracht , dass jemand thc konsument ist, sondern die neuen messungen sind so fein einstellbar, dass man die konzentration nachweisen kann, die noch im körper ist. danach wird in zukunft verfahren und es wird entsprechend die strafe sein. also einer, der vor einer woche etwas geraucht hat, braucht keine angst zu haben wenn er eine woche später in so eine kontrolle kommt. das wird also jetzt ähnlich gehandhabt wie bei alkohol. der rest thc gehalt im körper ist ausschlaggebend.


    kuki
     
  13. devlin

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    Konkret ( Quelle: Nachrichten, N-TV.de ):


    Donnerstag, 13. Januar 2005

    Nach einem Joint:

    Nicht automatisch Fahrverbot

    Wer einen Joint raucht und tags darauf Auto fährt, darf nicht ohne weiteres mit einer Geldbuße oder einem Fahrverbot bestraft werden. Das hat das Bundesverfassungsgericht im Fall eines Autofahrers entschieden, der am Abend eine Haschischzigarette geraucht und sich 16 Stunden später ins Auto gesetzt hatte.

    Der - unter Umständen noch Wochen später mögliche - Nachweis von Cannabiswirkstoffresten im Blut allein reiche nicht für eine Verurteilung wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss.

    Der Mann war am Tag nach dem Drogenkonsum wegen einer anderen Sache ausgerechnet zur Polizei gefahren. Die Beamten stellten bei ihm körperliche Auffälligkeiten fest und überredeten ihn zu einem freiwilligen Urintest, bei dem Spuren des Cannabiswirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) von weniger als 0,5 Nanogramm pro Milliliter festgestellt wurden. Das Amtsgericht Kandel (Rheinland- Pfalz) verhängte eine Geldbuße und ein Fahrverbot wegen Führens eines Kraftfahrzeugs unter der Wirkung eines berauschenden Mittels.

    Das Karlsruher Gericht hob das Urteil auf. Nach den Worten einer Kammer des Ersten Senats ermöglicht der technische Fortschritt inzwischen den THC-Nachweis im Blut, selbst wenn mehrere Tage oder sogar Wochen seit dem Konsum vergangen sind. Deshalb könne von einem THC-Rest im Blut nicht mehr automatisch darauf geschlossen werden, dass der Betroffene eingeschränkt fahrtüchtig gewesen sei. In der Wissenschaft werde hier ein Grenzwert von rund einem Nanogramm pro Milliliter angenommen.

    (Aktenzeichen: 1 BvR 2652/03 - Beschluss vom 21. Dezember 2004)

    ------------
     
  14. devlin

    devlin Registrierter Benutzer

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    mir würde das in form eines tees allerdings viel zu lange wirken.

    bei richtigen schmerzen ok - aber den ganzen tag gedämpft rumlaufen - nein, ausserdem müsste ich dann aufs auto verzichten.
     
  15. RoswithaC

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    Manchmal kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, dass Cannabis nur deswegen so begehrt ist, weil es in Deutschland verboten ist. In NL, wo es verschrieben werden kann, gibt es nämlich keineswegs den großen Run auf die Rezepte ...

    Alle sollten sich bitte im Klaren darüber sein, dass Cannabis Rheuma weder heilen kann noch eine wirklich durchgreifende Schmerzlinderung bringt. Das einzige: Bei richtigem Gebrauch wirkt es entspannend und daher auch schmerzlindernd.

    Im übrigen - da sich hier so viele um unerwünschte Gewichtszunahme bei Psychopharmaka sorgen - möchte ich darauf hinweisen, dass Cannabis appetitfördernd wirkt und daher zumindest in NL bei Anorexie und untergewichtigen Alzheimer-Patienten mit Erfolg eingesetzt wird ;)

    Herzlichst
    Roswitha
     
  16. kukana

    kukana Moderatorin

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    @roswitha,


    die eigentliche diskussion geht ja um cannabis in der medizin in dronabinol z.b. , dass sich zusätzlich eine diskussion um cannabis rezepte für den hausgebrauch entwickeln würde, war vorauszusehen, bei diesem thema auch nicht von der hand zu weisen. und zumindest die schmerzlinderung scheint erwiesen.
    solange diese medikamente unter btm fallen und hier teuer verkauft werden, wird das wohl auch so weitergehen.

    der thread geht schon seit 2003 und ich hoffe er wird weiter so lebendig bleiben und jeeder, der etwas neues zum thema hört, wird es dazu schreiben.

    gruss kuki
     
  17. RoswithaC

    RoswithaC Registrierter Benutzer

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    Genau dazu schrieb ich ja.
    In NL kann man das Thema beim Arzt problemlos ansprechen und wird in der Regel sachlich und allumfassend aufgeklärt. Es ist bei chronischer Schmerzerkrankung kein Problem, [size=-1]Flos® oder ein anderes Medikament verschrieben zu bekommen.

    Ich selbst habe es noch nicht probiert, da im rheumatischen Formenkreis vergleichsweise wenig positive Berichte vorliegen. Euphorische Erfolgsmeldungen sind immer Einzelfälle und halten wirklich repräsentativen Untersuchungen nie stand.

    Herzlichst
    Roswitha
    [/size]
     
  18. kukana

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  19. devlin

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    autofahren lass ich, wenn ich mal was genommen habe, den nächsten tag bleiben.

    im übrigen hilft das sehr wohl. wer tagelang vor schmerzen nicht schlafen kann,
    wird sich wundern, wieviel das bringt. man schläft je nach sorte prima ein, gut durch und wacht absolut entspannt und mit einer angenehmen ausgeschlafenen leichtigkeit auf.

    das schafft kein medikament, was ich kenne, und schon gar nicht ohne nebenwirkungen oder belastung der leber.

    leider ists sehr gut appetitfördernd, hier hilft nur selbstkontrolle. man bekommt einen heisshunger auf die sonderbarsten sachen, wenn die wirkung abklingt so in der art "pizza mit nutella".

    die anwendung ist meiner meinung nach völlig unkompliziert, sollte aber nicht zur täglichen gewohnheit werden.

    von synthetischen präparaten halt ich nichts, das naturkraut ist was sauberes. und, was die holländer betrifft: die bekommen besseres kraut in jedem coffeeshop, und das legal. logisch, dass da kein run auf apotheken stattfindet.

    alle paar monate, wenn ein schub kommt, sonst nicht. so kann man es ruhig halten.
     
  20. devlin

    devlin Registrierter Benutzer

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    hm,

    ich kenne so einige leute, die das regelmässig rauchen, bei keinem von denen kam es dazu. die backen aber auch plätzchen damit.

    ich denke mal, wer es kennt, kennt auch seine nebenwirkungen, leichte
    subjektive bewusstseinserweiterungen kann man schnell übertrieben als halluzinationen abtun.

    ich würde trotzdem keinem empfehlen, sich das irgendwo zu besorgen und einfach draufloszuprobieren.

    forscher sehen das eh aus einer anderen sicht als normale konsumenten,
    die wissen in der regel genau, was sie machen.

    auch halte ich nicht viel von dem synthetischen zeugs a´la dronabinol,
    reine natur ist hier vermutlich viel sanfter. cannabis hat auch noch andere wirkstoffe als lediglich THC und CBD, die beruhigende komponente von cannabis fehlt beim synthetischen dronabinol völlig.

    auf deutsch gesagt: ist ein unterschied, als ob ich schnaps statt wein trinke.
     
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