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Medikamente lösen depressive Symptome aus

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von suniva, 8. Mai 2012.

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  1. suniva

    suniva Neues Mitglied

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    Hallo Forum,

    bin neu hier und habe schon erste Fragen.
    Bei mir wurde nach langem Leidensweg eine Psoriasis Arthritis diagnostiziert.

    Bis zur Diagnose stellte es sich so dar, dass ich starke Schmerzen hatte, wodurch ich fast 3 Monate lang mich nicht alleine aus dem Bett erheben konnte und mich nicht selbst anziehen und waschen konnte. Doch die Schmerzen wurden ganz, ganz langsam ein wenig besser, sodass ich zwar noch immer unter Schmerzen, aber alles alleine machen kann. (außer Einkaufen, schwere Sachen tragen u heben)
    Also nahm ich bis zur Diagnosestellung Schmerzmittel ein. Jedoch habe ich nicht feststellen können, das mir die Schmerzmittel halfen. Aber ich stellte fest, dass ich durch Schmerzmittel depressive Symptome bekahm.
    z.B. bei Novalgin und Tramal begann ich kurz nach der Einnahme grundlos zu weinen. Und Morgens hatte ich keinen Antrib aufzustehen. Oder nach 2 wöchiger Einnahme von Celebrex stellte ich fest, dass das Gefühl Freude empfinden zu können mit jedem Tag der Einnahme weniger wurde. Das hört sich zwar so geschrieben nicht so schlimm an, aber meine Lebensqualität empfand ich mit diesen Nebenwirkungen beeinträchtigter als mit den Schmerzen. Mit den Schmerzen ohne Medikamente konnte ich wenigstens am Leben teilhaben und mich mit Familie und Freunden unterhalten.

    Das gleiche Phänomen beobachte ich leider auch bei den Rheumamedikamenten. Das sind zwar nicht die einizgen Nebenwirkungen. Es kommen noch körperliche dazu. Jetzt habe ich ein wenig gegoogelt und herausgefunden, das die Nebenwirkung Depressionen bei allen Rheumamedikamenten auftreten kann. Ach ja und was noch als Nebenwirkung auftrat waren Gedächtnisstärungen, Wortfindungsstärungen..einfach die ganze Zeit wie betrunken sein und sogar unter Sulfasalazin mehr Gelenke betroffen als sonst. In diesen Zuständen möchte ich mein Leben nicht führen.
    Ganz interessant fand ich die Beobachtung, dass sobald ich die Medikamente nicht mehr einnahm, alle diese Wirungen sofort weg waren. Ich fühlte mich innerlich wieder gut, kann lachen und mich am Tag erfreuen. Einfach wieder am Leben teilnehmen.

    Leider habe ich festgestellt, dass ich immer mit Störungen des ZNS bisher bei allen systemisch wirkenden Medikamenten reagiere. Sogar bei Antibiotika. Ich habe auch paradoxe Wirkungen bei Magnesium, Vitamin B Komplexen und Tebonin (Ginko) gehabt.

    Ich habe bisher nur 2 Rheumamedikamnte versucht, Quensyl und Sulfasalazin. Und bei beiden hatte ich keine Lebensqualität mehr. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen befürchte ich, das ich bei jedem Rheumamedi depressive Zustände und / oder Gedächtnisstörungen bekommen werde.

    Kennt das jemand von Euch hier auch? Hat jemand Erfahrung damit? Ich weis einfach nicht weiter, was ich noch tun kann. Klar werde ich beim nächsten Arzttermin ein neues Medikament mitnehmen und es testen. Aber zuversichtlich bin ich ehrlich gesagt nicht.
    Als lokale Alternative habe ich die radioaktive Metode direkt ins Gelenk gesehen. Aber das soll ja nur gemacht werden, wenn man alle Medis schon durch hat.

    Gibt es vielleicht ein Rheumamedi bei dem nicht diese Nebenwirkung auf das ZNS bekannt sind?

    Als Zusatzinfo, seit dem ich meine ERnährung umgestellt habe ist es erheblich besser geworden. Kein Fleisch und Käse mehr (außer Fisch) und jeden Tag frisches Gemüse und Obst, Nüsse etc. Ich habe seit dem nur sehr selten Nacht- und Ruheschmerzen und ich habe angefangen jeden Tag Ergometer zu fahren. Das hilft auch schon etwas.

    Danke fürs lesen und Herz ausschütten dürfen.

    Grüsse von suniva.
     
  2. karine

    karine Neues Mitglied

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    hallo suniva

    ich kenne das problem auch, differenziere aber etwas für mich. tramal und co vertrage ich überhaupt nicht, nicht mal in kleinstdosen. schwindel, übelkeit usw. und die schmerzen nimmt es auch nicht wirklich. ich habe ganz viele medis aber wo ich dieses depressive feststelle ist beim mtx spritzen. den tag danach könnte ich nur weinen. die ärzte sagen, das hätte nichts mit dem mtx zu tun; ich weiss es besser! ebenso hat meine gedächtnisleistung massiv abgenommen seit ich mtx spritze :-( ... auch das wird von den ärzten bestritten.
    mir ist allerdings auch bewusst, dass ich psychisch mehr mühe habe wenn die schmerzen stärker sind.
    für sich selber da einen "goldigen mittelweg" zu finden ist nicht einfach. lebensqualität - schmerzen...

    einen tipp habe ich dir leider auch nicht, hoffe und wünsche dir aber, dass du ihn für dich findest!
    grüessli, karine
     
  3. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Huhu.

    ich vertrage auch kaum ein Medikament.

    schwere Depressionen habe ich auch. eine
    Ärztin sagte mir, voltaren macht das auch.

    ich nehme aber auch humira. das soll auch depris machen.
     
  4. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Hallo suniva,

    bist Du denn bereits in psychologischer Behandlung? Wenn nicht, solltest Du Dir dort Hilfe und Unterstützung holen.

    Nur so als Idee, man kann ja beides haben, Rheuma und auch eine Depression. Vielleicht wird das von den Medikamenten nur verstärkt?

    Nur eine Idee, aber ich finde, Du solltest da nicht alleine rumtesten. Wichtig ist ja auch die Einstellung zu einem neuen Medikament. Hast Du Angst vor den Nebenwirkungen, dann ist es auch durchaus wahrscheinlicher, das welche auftreten....

    lieben Gruss und gute Besserung.
     
  5. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    vielleicht ist es wahrscheinlicher, das nebenwirkungen auftreten.

    ich hatte das aber auch, als ich ganz sorglos und entspannt war.

    ist also beides möglich.
     
  6. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    ich für mich, habe auch gerade rausgefunden, dass mich ein teil meiner schmerzmedis noch tiefer in die depri fallen lässt.

    bekomme meloxicam als nsar. steht dort auch drin. habe es jetzt eine weile nicht genommen, weil die schmerzen besser waren und prompt, waren die schwarzen gedanken, nicht mehr ganz so extrem

    werde es weiter beobachten.

    kann also gut sein, dass du depressive symptome davon bekommst
     
  7. Tanili

    Tanili Neues Mitglied

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    Hallo,
    kann es nicht auch sein, das diese Stimmungen von der Krankheit selber kommen vor allem wenn diese noch nicht richtig eingestellt ist ?

    Habe aktuell den FAll das ich längere Zeit (4-5 Wochen) mit MTX pausieren musste da Antibiotika Einnahme und in den letzten 1-2 Wochen werden die Schmerzen und auch die Stimmungsschwankungen (bin aggressiv und könnte aber gleichzeitig heulen ... :() schlimmer ! Unter regelmässiger MTX Einnahme habe ich das nicht.

    Das ist alles wie zu der Zeit bevor ich richtig auf die Medi's eingestellt war !

    Klar - auch unter MTX gibt es Tage mit Schmerzen / Stimmungsschwankungen aber lange nicht so stark.

    LG
     
  8. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Das ist mir alles wie aus der Seele gesprochen.
    Ich vertrage auch Tramal und co. überhaupt nicht. Ich heule und wenn ich aufhöre dann bin ich wie betrunken...

    Aber viel schlimmer ist MTX. Davon werde ich so depressiv: Am Tag vom MTX liege ich leicht weinend im Bett. Nun muß ich inzwischen darüber lachen, weil es doch schon komisch ist, dass das so auf Komando kommt.
    (Ich habe ein Jahr mit MTX pausiert, daher kann ich mit Sicherheit sagen, es liegt am MTX!)

    Ich nehme seit kurzer Zeit Rosenwurz Extrakt und es scheint mir um einiges besser. Außerdem nehme ich wegen der Gedächtnisstörungen (Konzentrationsvermögen war total im Eimer) ein Multi/B-Produkt mit viel B12 und habe den Protonenpumpenhemmer (leider meist Magenschutz genannt, obwohl das Zeug den Magen nicht "schützt", sondern die Pumpe hemmt... und dadurch die Aufnahme mancher Vitamine und co. nicht mehr ermöglicht...) durch ein anderes Produkt, dass einen Film im Magen bildet, ersetzt.

    Mir hilft Cortison in mittlerer Dosierung recht gut gegen Depris und ich bin daher nicht traurig, dass meine "normale Dosierung" 10mg ist. Bei 25mg jedoch bin ich sehr nervös.

    Liebe Suniva,
    auch Glutenunverträglichkeit oder andere Unverträglichkeiten können Probleme auslösen, wie Du sie beschrieben hast. Wenn Du Schwierigkeiten mit Vitaminprodukten usw. hast ist es vielleicht gut, Dich sehr intensiv mit Deiner Nahrung zu beschäftigen, so dass wirklich z.B. viel Magnesium in Deinen Körper kommt: Magnesium hilft auch gegen nervöse "Zustände". Du wirst wahrscheinlich etwas experimentieren müssen. Ich wünsche Dir aber, dass Du bald etwas findest, was Dir für die Schmerzen hilft und nicht depressiv macht. Denk auch daran, viel zu trinken.

    Kati
     
  9. francop

    francop Neues Mitglied

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    Moin ihr,

    tja,...gut zu lesen, wie viele da mitfühlen können...ich kenn das auch (leider)

    Schön, dass du auch gute Erfahrungen machen konntest mit der Ernährungsumstellung, die Erfahrung hab ich auch gemacht, dass man sich mit eigenen Boardmitteln ein Stück weit selber sehr gut helfen kann.

    Wenn das nicht ausreichen ist es echt wichtig mit Spezialisten und guten Zuhörern zu reden.

    Mein Arzt hat damal meine MTX etwas reduziert...das hat schon etwas gebracht, spannend wird es jetzt, da ich die Dosis wieder leicht anheben muss :-(

    Hast du schon einmal Selbsthilfegruppen probiert?

    Grüße

    Francop
     
  10. max_s

    max_s Neues Mitglied

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    Hallo,

    an die Möglichkeit, dass Medikamente depressive Stimmungen auslösen können, habe ich noch gar nicht gedacht. Insbesondere nach der Einnahme von MTX ging es mir sehr schlecht und wenn ich eine Pause gemacht habe, wegen eines Infekts, oder als ich es letztlich selbst abgesetzt habe, ging es mir wesentlich besser. Soweit, dass am Ende selbst mögliche Gelenkschmerzen ihren Schrecken verloren haben.

    Wenn ich an die drei Jahre MTX Therapie zurück denke, fällt es mir schwer, durch körperliche Nebenwirkungen das subjektiv empfundene Leiden angemessen zu beschreiben. Als ich jetzt diese Beiträge gelesen habe, kommt mir eine psychische Beeinträchtigung als Erklärung viel passender vor.

    Positive Stimmungen durch Medikamente sind mir schon aufgefallen. Zweimal habe ich eine Cortison Stoßtherapie bekommen, während der es mir jedes mal sehr gut ging. Ich konnte zwar nicht so gut schlafen, aber es störte mich nicht, denn ich war sehr entspannt.
     
  11. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    ich hab mich schon zweimal von erfahrenen
    kinesiologen austesten lassen und hatte danach die medis trotzdem nicht vertragen.
    das gleiche auch bei BioResonanz. elektroAkupunktur und über pendel.

    ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, das einem diese Behandlungen nicht
    helfen, bzw. das diese austestungen
    rausgeschmissenes Geld sind.
     
  12. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Von MTX habe ich noch keine Stimmungsveränderung gemerkt - wohl aber von Tilidin, da begann ich grundlos zu weinen und empfand eine diffuse Angst.

    Ganz im Gegensatz dazu Tramadol - das machte mich heiter-gelassen und diese Wirkung war fast besser als die Schmerzlinderung.
     
  13. Haselmaus

    Haselmaus Mitglied

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    Hallo Gertrud,

    wie hoch war deine Dosis von Tilidin?

    Habe vor einer Woche auch damit angefangen. Nehme morgens 50/4 mg. Am ersten Tag war ich einige Stunden benebelt und am Abend hatte ich Entzugserscheinungen. Fühlte mich so zappelig, könnte aber auch vom Kaffee gekommen sein. Ab dann ist mir nur noch aufgefallen, dass es wohl doch ein bischen wirkt.
    Hat von euch schon mal einer an und um Vollmond eine starke Nervosität verspürt?

    Bei Doxipin 10mg hatte ich auch das Gefühl als ob es traurig macht. Der Arzt lachte und meinte es befreie von Traurigkeit. Dann habe ich nach längerer Zeit auf Paroxitin gewechselt und wieder gings mir besser auch mit dem Gedächnis, als ich es absetzt hatte.

    Schönen Abend zusammen
    Aurelia
     
  14. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    aurelia,
    im allgemeinen wird doxepin als antidepressivum vertrieben.
    soll hier stimmungsaufhellung und sedierung machen.

    vielleicht waren deine tränen ja "festgefroren", so dass diese sich durch das ad gelöst haben und du nun geglaubt hast, dass diese neu sind??

    mir ist es, unabhängig von einem ad mal ähnlich gegangen war lange wegen depris in der klinik und irgendwann konnte ich nur noch heulen. war völlig verwirrt und mir wurde dann gesagt, dassn man froh wäre, dass da wieder was käme....

    iss aber nur ne idee bei dir, kenne dich ja nicht :)
     
  15. Haselmaus

    Haselmaus Mitglied

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    Hallo Ducky,

    was mich am meisten störte war, dass ich so niedergeschlagen war, dass ich früh nicht mehr aufstehen wollte. Die Tränen sind noch immer eingefroren. Ich habe schon lange nicht mehr geweint. Ich fühle dass ich total hart werde. Niemand will mir helfen, wenn ich um Hilfe bitte. Zum Glück schaffe ich es dann doch noch alleine, wenn auch mit starken Schmerzen.

    Liebe Grüße
    Aurelia
     
  16. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    @Aurelia ... ich weiß es leider nicht mehr, wie hoch das Tilidin war. Es wurde sogar noch erhöht, weil es keine Besserung der Schmerzen brachte.

    Ich drücke dir die Daumen, dass es dir bald besser geht! Schmerzen und dann noch Depressionen - das ist schlimm! Und vor alle verstärkt das eine das andere. Das sollten die Ärzte eigentlich wissen und dir entsprechend helfen können!
     
  17. Haselmaus

    Haselmaus Mitglied

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    Danke Gertrud
     
  18. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    ich habe da letztens gerade son Test gemacht..da gibt man alle Medis ein die man einnimmt, und die Krankheiten...
    Erschreckend: alle verschreibungspflichtigen Schmerzmittel können Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen verursachen...

    http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Wechselwirkungs-Check-104131.html

    Sogar Psychopharmakas können vorhandene Depris noch verstärken- Aus diesem Grung nehme ich dieses Zeug auch nciht mehr.
     
  19. Buckelwal

    Buckelwal Neues Mitglied

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    Tilidin

    Hallo Aurelia,

    habe gerade deinen Beitrag gelesen.
    Nehme auch Tilidin seit Januar. Erst 50/4 morgens und abends. Jetzt morgens 100/8 und abends 50/4.

    Das Benebelte legt sich mit der Zeit. Auf jeden Fall kann ich wieder viel schmerzfreier laufen! Und der Rücken schmerzt auch nicht mehr so stark. Depressive Stimmungsschwankungen habe ich eigentlich nicht.

    Ich habe lange überlegt, ob ich Schmerzmittel nehmen soll. Jetzt bin ich froh, dass ich mich dazu entschieden habe. Viele Erfolg damit:)

    Gruß, Engelstrompete
     
  20. suniva

    suniva Neues Mitglied

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    Hallo ZUsammen!

    Och, habe gar nicht mitbekommen, dass iczh Antworten auf meinen Text bekommen habe.
    Vielen Dank an Euch alle und für die vielen Tipps und auch Erfahrungsberichten.

    Es tut gut zu wissen, dass man mit diesem Problem nicht allein ist; wobei es mir auch gleichzeitig leid tut, dass auch andere diese Erfahrungen gemacht haben.

    Es hat sich seit dem ich den Text schrieb einiges getan bei mir:

    Nachdem ich das 2te Rheumamedi probierte und es mir damit gar nicht gut ging, gab es einen Nottermin bei der Rheumatologin. Sie stellte fest, dass ich einen hochsensitieven Körper habe. Das hat zur Folge, dass ich mit allen Medikamenten Probleme habe. Was sich mit meinen Erfahrungen auch deckt. Selbst natürliche Schmerzmittel, wie Assalix, hat mich nach nur einer Tablette umgehauen. Ich habe noch nie, auch als Kind, Medikamente vertragen. Das einzige was ich vertrage ist Ibuprofen in Maßen.

    Es sieht aber so aus, als ob ich Glück habe. Mein Körper heilt von alleine sagt meine Rheumatologin. Das heist meine Werte werden von alleine langsam wieder besser. Die Schmerzen werden immer weniger. Zwar langsam, aber stetig. Nach meiner Mandel-op, so heist es, sollen die Schmerzen ganz weg gehen und ich werde komplett gesund. (Strepptokken) "Klop-auf-Holz!!!!!!!!!!!!!!!!!"
    Da es sich bis jetzt positiv entwickelt bin ich da zuversichtlich. Doch selbet wenn nicht, so wie es jetzt ist, kann ich es vertragen. Ich brauche keine Krücke mehr, sondern nur noch einen Gehstock. Den nehme ich immer mit und muss mich nicht mehr die ganze Zeit darauf stützen. Kann auch paar Meter freihändig gehen.:) Brauche fast keine Ibu mehr!

    Grundsätzlich habe ich keine Angst vor Nebenwirkungen. Ich lese mir auch nicht die Packungsbeilagen bzgl der NW`s durch. Ich nehme einfach ein Medikament und hoffe das Beste. Leider habe ich es beobachten können, das direkt nach der Einnahme gerade von Schmerzmitteln ich plötzlich angefangen habe zu weinen. Oder halbe Stunde nach der Einnahme von Sulfasalazin war ich nicht mehr in der Lage in zusammenhängenden Sätzen zu sprechen. Sobald die Wirkung der Medis aufhörte, sind diese "Zustände" wieder weg und ich fühle mich wieder gut.
    Na klar habe ich auch daran gedacht das es eine seperate Depri sein könnte. Andererseit sprechen meine Erfahrungen dagegen.
    Ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben und ich hadere nicht wegen des Rheumas. Trotz der Schmerzen, egal wie schlimm sie waren, nehme ich aktiv am Leben teil und ich mache aus jeder Situation das Beste. Denke das es gegen eine seperate Depression spricht. Kurzum: Ich fühle mich nicht depressiv; deshalb hat es mich auch so erschreckt, als ich diese Veränderungen unter den Medikamenten feststellte. Zumal, wie auch hier jemand schrieb, es bei allen Medizinern bekannt ist, das alle systemisch wirkenden Medikamente depressionen, Teilnahmslosigkeit, Gedächtnisstörungen und vieles mehr mit Kopf und Psyche anstellen können.
    Letztlich steckt ja nicht der Meiziner in meiner Haut und nimmt die Wirkungen wahr.

    Ich bin froh und ehrlich gesagt erleichtert, dass meine Rheumatologin eine Nichtmedikamentöse Therapie vorgeschlagen hat und ich keine medikamente einnehme. Wie gesagt, es wird stetig besser.

    Danke noch mal für Eure Antworten!
    Grüsse von suniva!