Medikamende und Schwangerschaftsgedanken

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von lilium, 23. Januar 2017.

  1. lilium

    lilium Registrierter Benutzer

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    Guten Morgen an Alle,

    ich würde gerne eure Erfahrungen bzgl. einer geplantenSchwangerschaft und Medikamenteneinnahme wissen. Habt ihr bewusst Medikamente abgesetztum das geplante Baby so wenig wie möglich Gefahren auszusetzen durchpotentielle Nebenwirkungen/ Fehlbildungen?
    Was haben euch eure Ärzte geraten?
    Welche Medikamente habt ihr wie lange eingenommen? Vor bzw.während der Schwangerschaft?
    Wie verliefen die Schwangerschaften? Und wie war der Gesundheitszustandeurer Babys? Wart ihr symptomfrei? Und wenn ja wie lange?

    Mich interessiert das so sehr, da ich seit einiger Zeit überein 2. Kind nachdenke. Meine Tochter ist bereits 7 Jahre und meine Diagnosewurde mir erst nach ihrer Geburt gestellt, sodass ich mir damals darüber keine Gedankenmachen musste. Ich habe natürlich schon versucht mit meiner Ärztin darüber gesprochen,allerdings bekam ich nicht viele Informationen dazu.
    Derzeit nehme ich aufgrund verschiedener Unverträglichkeitenund Nebenwirkungen nur Prednison und bei Bedarf Ibu, ich merke allerdings vonTag zu Tag mehr Symptome. Und die Frage die ich mir jetzt stelle ist, ob essinnvoller ist eine neue Therapie mit einem neuen Medikament zu beginnen oder aberden Versuch einer 2. Schwangerschaft zu wagen.
    Ich weiß, dass mir diese Entscheidung niemand abnehmen kann,dennoch bin ich an euren Erfahrungen und Meinungen interessiert. oder vielleicht gibt es auch jemanden den gerade ähnliche Gedanken beschäftigen ...

    Ich bin gespannt auf eure Antworten ... seid lieb gegrüßt

     
  2. Holly_Golightly

    Holly_Golightly Neues Mitglied

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    So wars bei mir :)

    Hallo,

    deine Gedanken kenne ich gut :) Von daher erzähle ich dir gern, wie es bei mir war. Mein Doc hatte mir geraten, das MTX drei Monate vor der geplanten Schwangerschaft abzusetzen, was ich auch gemacht habe. Bei mir war ein gutes halbes Jahr zuvor chronische PA diagnostiziert worden. Damals ging es mir so schlecht wie nie im Leben, ich konnte nicht mal mehr aus dem Bett aufstehen oder eine Zahnpastatube öffnen, und die Morgensteifigkeit in den Händen ging den ganzen Tag über nicht mehr weg. Der blanke Horror.

    Mein Rheumatologe hat gleich beim ersten Termin eine Cortison-Stoßtherapie & den Start mit MTX eingeleitet. Seitdem ging und geht es mir aber absolut gut.

    Weil ich so ganz ohne Basismedi dann doch ziemlich Angst vor einem Schub hatte, sind wir nach 3 Monaten auf Sulfasalazin umgestiegen, und kurz darauf bin ich schwanger geworden.

    In der Schwangerschaft habe ich durchgehend das Sulfasalazin genommen & dazu mal 2,5, mal Null Milligramm Prednisolon. Mir ging es rheumatechnisch die ganze Schwangerschaft über gut bis sehr gut. Womöglich wäre es das auch ohne Sulfa gewesen, aber ich hatte schon echt Angst vor einem Schub.

    Problematisch war eher mein Blutdruck, der fast immer zu hoch war. Unsere Maus kam letztlich sechseinhalb Wochen zu früh, aber topfit zur Welt. Warum es letztlich zu einem vorzeitigen Blasensprung kam, konnte keiner so genau sagen, denn in den letzten Tagen vor der Geburt war der Blutdruck ganz okay & eine Infektion hatte ich offenbar auch nicht.

    Madame wog bei der Geburt knapp zwei Kilo und war elf Tage auf der Neointensiv zur Beobachtung, bevor wir sie mit nach Hause nehmen durften - sie brauchte aber keinen Sauerstoff und hatte schon nach zwei Tagen auf der Station den Spitznamen Schluckspecht
    :) Sie musste allerdings zwei Mal für je einen Tag unter die UV-Lampe weil sie ziemlich stark Gelbsucht hatte, aber das haben praktisch alle Frühchen (und ja auch viele Reifgeborene).
    Mittlerweile ist sie eineinhalb, wir planen gerade ein zweites Kind und ich bin nach wie vor eigentlich symptomfrei. Okay, an manchen Tagen, vor allem, wenn ich es beim Sport übertrieben oder im Job viel Stress habe, brauche ich 2,5 bis 5 mg Prednisolon. Das merke ich dann immer an den Handgelenken.

    Der Doc meinte beim letzten Termin im Sommer, wenn es weiter so gut läuft, könnten wir das Sulfa (2-0-2) auf 2-0-1 reduzieren, mal hören, was er nächste Woche sagt. Sobald unsere Familienplanung abgeschlossen ist, würde ich aber gerne wieder auf MTX umsteigen, denn sich einmal pro Woche spritzen fand ich schon angenehmer als die Tablettenschluckerei.


    Sprich doch mal mit deinem Arzt über Sulfasalazin. Das darf man die ganze Schwangerschaft über nehmen. Wie es mit Stillen aussieht, weiß ich nicht, da Madame Fläschchen bekam. Es gibt auch ein Biological, das man zumindest bis Eintritt einer Schwangerschaft nehmen darf, ich weiß aber gerade nicht, wie es heißt.
    Ich meine, mal gelesen zu haben, dass das Schwangerwerden mit akuten Symptomen nicht so schnell klappt, weil der Körper dann gerade mit anderem beschäftigt ist. Von daher wäre es vielleicht schon zu überlegen, ob du eine schwangerschaftsverträgliche Basistherapie beginnst.


    Mein Rheumatologe hat mir schon bei der Diagnosestellung Mut gemacht & gesagt: "Wir finden zusammen die beste Therapie für Sie. Das kriegen wir alles hin."
    Das hat mir schon rein psychisch unheimlich geholfen. Und ich habe dann für mich beschlossen, dass das Rheuma sich definitiv die Falsche ausgesucht hat und wir erstmal sehen werden, wer hier den längeren Atem hat!

    Wenn du sonst noch Fragen hast, immer gerne.

    Liebe Grüße!



     
  3. lilium

    lilium Registrierter Benutzer

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    Hallo Holly_Golightly,

    ich danke dir für deine ausführliche Beschreibung wie bei dir alles verlaufen ist. Ich werde das bei meinem nächsten Arztbesuch ansprechen, vielleicht ist es eine gute Alternative, klingt bei dir zumindest so.
    Hast du denn durch das Sulfasalazin irgendwelche Nebenwirkungen?
    Ich hatte das leider bei so ziemlich jedem Medikament was ich bis jetzt ausprobiert habe. MTX habe ich z.B. gar nicht vertragen.

    Liebe Grüße
     
  4. Holly_Golightly

    Holly_Golightly Neues Mitglied

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    Hallo lilium,

    das ist ja doof, dass du so mit Nebenwirkungen zu kämpfen hattest.
    Ich merke beim Sulfasalazin zum Glück nichts dergleichen. Alle zwölf Wochen muss ich ein Blutbild machen lassen (v.a. wegen der Leberwerte), das war bisher immer in Ordnung. Vor Nebenwirkungen hatte ich auch Angst, denn Sulfasalazin schlägt wohl gern mal auf den Magen, und z.B. Aspirin und Voltaren gehen bei mir magentechnisch gar nicht.


    Liebe Grüße zurück!
     
  5. Anna96

    Anna96 Neues Mitglied

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    Hallo Lilium,

    Ich bin derzeit schwanger, aber leider waren es bei mir eher unglückliche Verhältnisse die dazu führten, von daher kann ich Ihnen nur etwas über die medikamentation während der Schwangerschaft sagen. Außer das ich ihnen persönlich nahe legen würde bei prednesolon zu bleiben wenn sie schwanger werden wollen.
    Ich bin unter mtx schwanger geworden, und musste natürlich selbstverständlich alles absetzen. Ein riesiger Schub hatte sich breit gemacht. Ab der 11 Woche durfte ich prednisolon 5mg nehmen ebenso wie Ibuprofen (letzteres erzielt bei mir keinerlei schmerzlinderung) natürlich hätte ich schon vorher damit anfangen dürfen aber meine Ärztin hat mir geraten, wenn es möglich sei damit zu warten bis ich in der 11ten Woche bin. Weil es eben die schädliche Wirkung des mtx in den vorherigen Wochen noch begünstigt hätte.
    Meine momentane Therapie ist weniger als nicht ausreichend deshalb soll ich bald mit biologikas beginnen. Sulfasalazin war auch im Gespräch weil es dem Kind nicht schadet allerdings soll es bei entzündlichen Erkrankungen schlechter wirken als andere biologikas. So teilte sie es mir zumindest mit.

    Es gibt aber auch Berichte in denen erzählt wird das manchen Frauen durch die Hormone in der SS ein Schub erspart bleibt und es ihnen sogar sehr gut geht.

    Ich weis nicht ob ihnen das irgendwie behilflich ist aber ich hoffe es :)
    Liebe Grüße
    Charlie
     
  6. lilium

    lilium Registrierter Benutzer

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    Hallo Charlie,

    vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen. In welcher Woche bist du denn nun? Und wie geht es dir und dem Kind?
    Ich würde mich freuen, wenn du mich weiterhin auf dem Laufendem halst wie es dir in der Schwangerschaft ergeht.

    Mein Plan ist jetzt folgender: ich nehme weiterhin Predni und Ibu, und beim nächsten Arzttermin bei meiner Rheumatologin werde ich mit ihr über Sulfasalazin sprechen und hören wie ihre Meinung dazu ist, was ich bisher gelesen habe ist das eine gute Alternative und scheint ja wirklich für das Baby verträglich zu sein.
    Ich habe auch überlegt vielleicht nochmal zur Reha zu fahren, danach fühlte ich mich immer sehr fit und brauchte wenig Medikamente.

    Seid lieb gegrüßt und startet gut in die Woche
     
  7. Samantha89

    Samantha89 Registrierter Benutzer

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    Hallo Lilium,

    ich habe deinen Beitrag gesehen und kann dir auch noch bisschen von meinen erst wenigen Erfahrungen berichten. Ich hab den Ärzten auch früh in der Behandlung gesagt, dass wir Kinder möchten. Letzten Sommer ging es mir schlechter und es wurde Azathioprin versucht. Ich hab es allerdings nicht vertragen. Obwohl die Ärzte in den aktuellen Abklärungen geraten haben zu warten, bin ich schwanger. Im Moment geht es mir schubtechnisch sehr gut (könnte an der neuen Verdachtsdiagnose chron. Polyarthritis liegen). Als Medikament hab ich aktuell 200mg Plaquenil und 5mg Cortison. Das alles sei ok in der SS.

    Wie es weitergeht und wie es als Mutter mit einer Erkrankung sein wird, weiss ich nicht.
    Ich wünsche dir aber viel Mut und hoffe, dass es bald klappt :)

    Liebe Grüsse
    Samantha
     
  8. Sabine15

    Sabine15 Registrierter Benutzer

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    Hallo an alle..das ist sehr interessant weil ich will ein Baby :)
     
  9. Quietschie

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    Hallo Illium, hallo ihr lieben Alle,

    bei mir war es ähnlich wie bei Holly.
    Ich hatte einen starken Schub, wollte aber spätestens ein Jahr später mit der Kinderplanung starten. Meine Ärztin und ich entschieden uns dann dafür den Schub zunächst mit Sulfasalazin 2-2-2 und Prednisolon in den Griff zu bekommen. Wir wollten nicht ein anderes Basismedikament einführen um es dann wenig später wieder ausschleichen zu müssen. Ein halbes Jahr später machte ich eine Reha (der Schub hatte kurz vorher endlich geendet). Nach der Reha ging es mir super. Ich war sehr entspannt und ausgeglichen, meine Gelenke waren ruhig, ich konnte sogar mit den Kindern unserer Freunde fangen spielen - (rennen geht in der Regel bei mir nicht - tut in den Knien zu weh).
    Meine Ärztin war begeistert: "Wenn Sie schwanger werden wollen, dann jetzt". Gesagt getan. Ich bin auf anhieb schwanger geworden.
    Aus Angst vor einem Schub in der SS oder kurz danach, nahm ich die ganze Zeit über Sulfasalazin, zu Beginn auch Prednisolon, das aber im 3. Monat abgesetzt werden konnte. Mir ging es in der ganzen SS sehr gut. Ich habe mit Sulfasalazin und Prednisolon gestillt. Musste aufgrund von Geburtsverletzungen auch Schmerzmittel (Ibu und Paracetamol) und noch einiges anderes nehmen (über 20 Tabletten am Tag).
    Natürlich habe ich mir da Sorgen gemacht ob das so gut ist für den Nachwuchs, aber alle Ärzte (Rheumatologe, Frauenarzt, Kinderarzt) die ich darauf ansprach sagten mir das Gleiche: Ich durfte und sollte stillen.
    Es gibt übrigens eine tolle Internetseite zum Thema Medikamente und Schwangerschaft/Stillzeit, auch dort habe ich mich oft informiert:
    http://www.embryotox.de
    Schwangerschaft und Stillzeit waren eine sehr schöne Zeit. Auch wenn ich in der Stillzeit einen weiteren Schub bekam, der aber harmlos im Vergleich zu dem vorherigen war. Ich konnte weiter stillen.
    Meinen Kindern geht es gut, beide sind gesund.
    Fazit:
    Sprecht mit euren Ärzten, findet eine Behandlung die zu euch und eurem Schwangerschaftswunsch passt, und hört auf euer Bauchgefühl und dann: traut euch!
     
  10. Nelli_84

    Nelli_84 Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich habe PSA und bin unter Simponi schwanger geworden. Habe selbst entschieden das Medikament wegzulassen, aber nach dem 4. Monat konnte ich absolut nicht mehr, die Ärzte waren sich auch einig, ich riskiere, dass der Körper das Kind noch abstößt. Also habe ich wieder weitergespritzt, alle 4 Wochen.
    Die SS war von da an ein Traum, die Geburt ebenso (spontan entbunden, obwohl die Ärzte mir zum Kaiserschnitt geraten hatten, weil nicht klar war wie steif ich im Becken mittlerweile bin).

    Mein Sohn wird jetzt bald 3 Jahre alt und es geht ihm sehr gut, ich kann auch zum Glück unter Simponi stillen.
    Ich höre oft nicht auf die Ärzte (sondern vor allem auf mein Bauchgefühl), vor 1,5 Jahren meinten sie schon "nicht mehr stillen, weniger tragen". Heute trage ich ihn immer noch so viel er möchte und stillen werde ich auch so lange mein Kind das will.

    Mein Rheuma wurde im letzten halben Jahr sogar etwas besser. Momentan spritze ich nur noch alle 6 Wochen (vor 5 Jahren angefangen mit 3 Wochen, später 4).

    Also nur Mut!

    Liebe Grüße

    Nelli

    PS: Obwohl mein Sohn bisher keinen erkennbaren Schaden genommen hat, habe ich trotzdem den festen Willen bis zum nächsten Kind keine Medikamente mehr zu brauchen, denn ein mulmiges Gefühl bleibt irgendwie immer zurück.
     
  11. lilium

    lilium Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    ich wollte mich mal wieder melden und berichten was meine Rheumatologin mir empfohlen hat. Sie meinte ich sollte MTX und Predni (5mg) und Folsäure nehmen und 3 Monate vor einer Schwangerschaft MTX absetzten. Sie hat mir abgeraten von einem Medikament während der Schwangerschaft und meinte wohl das sei alles nicht wirklich komplikationslos.

    Seid lieb gegrüßt
     
  12. Samantha89

    Samantha89 Registrierter Benutzer

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    Hallo Lilium


    Ich nehme, wie schon geschrieben, immer noch Plaquenil und Prednison und bin sehr froh, dass ich diese Medis in der SS habe. Das Kind entwickelt sich bis jetzt normal, wie die Geburt verläuft und ob es nachher Schäden hat, weiss ich natürlich nicht. Es gibt aber viele Studien und da sieht es so aus, dass die einen Medis wirklich nichts machen. Ich persönlich habe aufgrund meiner Erkrankung immer mehr Angst, dass ich in einem Schub das Kind noch verliere und bin daher froh, ist alles ruhig mit den Medis. Mir wurde von Frau Dr. Förger (sehr bekannt in der Schweiz und auch in DE) geraten, lieber Medis zu nehmen anstatt Schübe zu riskieren. Ich geben aber allen Vorrrednerinnen recht, höre auf dein Bauchgefühl und nicht nur auf den Rat deiner Ärztin. Das Bauchgefühl trügt einen auch übrigens auch in der SS nicht bezüglich Schwierigkeiten etc. :)

    Ich wünsche dir aber eine gute und ruhige Schwangerschaft und hoffe, dass ihr bald zu dritt seid.
    Liebe Grüsse
    Samantha
     
  13. Desii187

    Desii187 Neues Mitglied

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    Hey....

    Also ich hab morbus bechterew und eine
    Chron polyarthritis...nehme schon 4 Jahre keine Medikamente nur nach bedarf ibu und indometacin....mein Ärzte aus der Rheumaklinik sagten damals zu mir das ich das mtx 24 Monate und das enbrel 12 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft absetzen muss !? Und ich lese hier das die meisten es nur 3 Monate vorher absetzen mussten :o schon ein Riesen Unterschied! Ich bin jetzt in der 11 ssw und merke jetzt schon meine Probleme mit dem Rheuma es fangen so viele Gelenke an weh zutun das ich demnächst ein Rheumatologen aufsuchen werden um zu schauen was ich während der Schwangerschaft nehmen kann. Und dann noch eine Frage wieso dürft ihr in einer Schwangerschaft ibu nehmen ? Ich darf nur para zu mir nehmen sonst nichts

    Lg
     
  14. Samantha89

    Samantha89 Registrierter Benutzer

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    Hallo Desi,

    ich war gerade am Di beim Rheumaarzt zur Kontrolle und wie ich das letzte Drittel ohne Medis überstehen soll. Merke leider, dass die Schübe genau jetzt zunehmen, wo alles verboten wird. Also mir hat der Arzt gesagt, Ibu und NSAR sind bis zu 28ssw ok und nur ab dann nicht mehr, weils dann dem Fötus schadet. (Irgendwas mit dem kindlichen Kreislauf ist dann anders, resp. die Blutversorgung wird gestört, so hat er mir es erklärt) Also ich hätte es nehmen können, wenn ich es gebraucht hätte davor. Sprich ihn doch nochmals genau darauf an.

    Lg
     
  15. cupcake20

    cupcake20 Neues Mitglied

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    Hallo an Alle!

    Ich überlege schon seit längerem hier mitzudiskutieren, und nun habe ich mich dazu entschlossen :)

    Ich habe rheumatoide Polyarthritis seit 2011 (damals war ich noch nicht ganz 21). In der Matura-Zeit hat sich das Rheuma entwickelt, man nimmt an, dass es wahrscheinlich durch denn Stress ausgelöst wurde. In meiner Familie bin ich die erste Betroffene. Es hat mit meinen Hand- und Fingergelenken und dem linken Knie angefangen. Zwischendurch waren meine Sprung-, Zehengrund-, Kiefer- und mittlerweile leicht die Schultergelenke betroffen.

    Mein Mann und ich wünschen uns ein Baby. In August 2016 habe ich die Pille und Oktober 2016 Cimzia und Resochin abgesetzt. Mit November haben wir uns ans "Üben" gemacht, mussten die Familienplanung mit Ende Dezember einstellen, denn mir ging es immer schlechter. Seit Jänner 2017 nehme ich Orencia (Fertigspritze) einmal die Woche und Resochin. Der Plan war, Anfang Juni die Medis absetzen und 3 Monate später die Familienplanung wieder fortzusetzen. Ich war in Mai auf Kur, die Moorbäder haben einen erneuten Schub ausgelöst und konnte somit die Medikamente nicht absetzen. Stattdessen wurde mein rechtes Handgelenk infiltriert und in Juli sehen wir weiter.

    Ich habe schon einiges davon gehört, dass während einer Schwangerschaft die Schmerzen teilweise ganz verschwinden können, aber dass auch das Gegenteil der Fall sein kann. Ich weiß auch, dass es mir gut gehen muss, damit mein Körper eine Schwangerschaft annehmen kann. Mich interessiert ob ihr schnell schwanger geworden seid, wie es ohne Medis funktioniert hat, welche Möglichkeiten ihr nutzen konntet wenn Schübe kamen. Ist der Schub nach der Entbindung wirklich so schlimm und unausweichlich wie man hört?

    Ich freue mich auf eure Antworten!

    Liebe Grüße,
    cupcake20
     
  16. Holly_Golightly

    Holly_Golightly Neues Mitglied

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    Hallo Cupcake,

    jetzt war ich ewig nicht mehr hier, das letzte halbe Jahr ist irgendwie schnell
    durchgerauscht...

    Ich kann dir aus meiner Erfahrung berichten, dass es mir während der Schwangerschaft durchweg gut ging (mit Sulfasalazin). Es hat drei Monate gedauert, bis ich schwanger war, obwohl ich da "schon" 36 war. Bei Bedarf hätte ich bis zu 20mg Predni nehmen dürfen und mein Rheumatologe sagte, wenn es ganz schlimm wird, spritzen wir Cortison direkt ins betroffene Gelenk. Habe ich alles zum
    Glück nicht gebraucht.
    Vor einem Schub nach der Geburt hatte ich auch wahnsinnige Angst - und er blieb aus. Mein Doc sagte, es KANN passieren, dass nach der Geburt ein Schub kommt, muss aber nicht.Man weiß es vorher einfach nicht. Bis heute, vier Jahre nach Diagnose, hatte ich auch keinen weiteren.
    Ich hoffe, dein Handgelenk bessert sich und ihr könnt bald mit der Familienplanung starten.

    Liebe Grüße,
    Holly
     
  17. lilium

    lilium Registrierter Benutzer

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    Hallo an Alle,

    wollte euch gern auf dem Laufendem halten. Ich habe auch MTX nicht vertragen, fühlte mich als hätte ich Drogen genommen, war 2 Tage zu nichts zu gebrauchen. Meine Ärztin empfahl mir dann die halbe Dosis zu nehmen, auch das half nichts. Also habe ich es wieder abgesetzt.

    Heute war ich wieder zur Kontrolle, meine Blutwerte haben sie natürlich nicht zufrieden gestimmt, erhöhtes CRP, Rheumafaktoren, Leukozyten.

    Ich nehme jetzt weiterhin Predni und mehr nicht.

    Wie ist es euch ergangen?

    Liebe Grüße
    Lilium
     
  18. Mandelbaum67

    Mandelbaum67 Registrierter Benutzer

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    Hallo Lilium,
    ein kleiner Tipp für dich: ab heute kannst du eine Woche lang Rheumatologinnen und erfahrene Betroffene im Expertenforum "Schwangerschaft und Familie" der Rheuma-Liga löchern. Schau mal unter www.rheuma-liga.de/forum. Viel Glück und alles Gute!
     
  19. lilium

    lilium Registrierter Benutzer

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    oh super ... ich danke dir :)
     
  20. Franzi1987

    Franzi1987 Registrierter Benutzer

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    huhu

    also meine leukozyten sind immer erhoeht, egal wie es mir geht. das einzige was sich veraendert hat waren bsg und crp. da ist immer eine entzuendung nachweisbar durch das rheuma, also bei mir zumindest.

    nur mit prednisolon wird nicht reichen, vll kannst du ein biological bekommen.

    gute besserung
     
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