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man kommt sich vor wie ein Hypochonder

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von liljakk, 5. Juli 2011.

  1. liljakk

    liljakk Neues Mitglied

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    Hallo,

    kaum hier ..schon muss ich mich mal auskotzen. Sorry, aber das wird nu lang.

    Wie in meiner Vorstellung schon geschrieben habe ich in 2 Wochen einen Termin bei einem Rheumatologen (wobei mich immer noch interessieren würde ob jemand diesen Arzt Tiroch/nürnberg kennt, weil bei allen anderen Rheumatologen waren mind. 5 Monate Wartezeit auf einen Termin, das macht mich mistrauisch).
    Kurzfassung meiner Krankengeschichte:

    2003: großer Bandscheibenvorfall S1-L5, Ausfallerscheinungen linkes Bein, MRT, Röntgen ect., konservative Behandlung (incl. 4 Wochen Reha) über Monate, fast keine Besserung (Ausfallerscheinungen Bein hörten auf). Auf mein drängen dann nach Rummelsberg (orthopädische Klinik) überwiesen. Dort war ich 10 Tage auf Station. lt. dem dort behandelten Arzt hab ich folgendes: BSV, Osteochondrose, degenerierten Lendenwirbel
    Er wollte mir gerne die Wirbelsäule versteifen (l5-s1) und eine künstliche Bandscheibe einsetzen. Ganz ehrlich gesagt hatte ich soviel Angst vor der OP (insbesondere weil ich eine Bekannte habe die hatte die OP und nun fangen oben drüber die Wirbel das spinnen an) und ich konnte noch laufen..also hab ich die OP abgelehnt. 2004 war ich dann wieder einigermaßen arbeitsfähig (unter Schmerzmittel) und habe wieder halbtags gearbeitet.
    GdB hab ich beantragt und folgende Diagnose bekommen
    -30 % für Funktionsbehinderung Wirbelsäule, Bandscheibenschäden, Nervenwurzelreizerscheinungen, Fußsenkerparäse links
    -30% Bronchialasthma, Allergie
    Insgesamt 50 % , 2010 hab ich Verlängerung beantragt und "unbefristet" bekommen.
    Ich lebe seit Jahren mit Schmerzmitteln (anfangs Tramal, aber ich habe starke Nebenwirkungen bekommen), zusätzlich Diclofenac (nehm ich n icht mehr da Magenprobleme), seit längerem nun täglich eine Trancolong 400 Retard. Damit kann ich ganz gut leben, wenn s schlimmer wird nehm ich zusätzlich bis zu 3 Ibuprofen dazu.

    Im Winter 2010/2011 hatte ich immer wieder Schmerzen in den Händen, außerdem bin ich immer extrem müde und irgendwie "lustlos" ich kann mich schwer aufraffen , daraufhin ist beim Hausarzt Blutbild gemacht worden, alles bestens...ich hab nix.... tja ich habs auf das kalte Wetter geschoben und die schmerzen verschwanden auch irgendwann. Ich hatte aber immer wieder solche Schmerzen, aber ehrlich gesagt kam ich mir schon vor als ob ich bisserl spinne und ein Hypochonder bin.Jeden Tag hats woanders weh getan und irgendwann ignoriert man es einfach.

    Mai 2011 ein Zeckenbiss, obwohl ich ihn innerhalb von 15 min raus habe (mit Zeckenzange) hat sich die Einstichstelle stark entzündet, wobei hier wieder zu erwähnen ist das ich starke Allergien habe und auch auf Mückenstiche extrem reagiere. Vom Hausarzt Antibiotika bekommen 3 Wochen genommen.
    Ca. 4 Wochen nach dem Zeckenbiss hatte ich wieder verstärkt diese doofen Schmerzen, mal in dem Handgelenk, mal in der ganzen Hand (wechselnde Seiten) mal im Fuß (hauptsächlich Knöchel und Zehen ). Ich hatte natürlich Angst wegen dem Zeckenbiss, also wieder ab zum Hausarzt. Der hat nun letzte Woche ein groooßes Blutbild gemacht mit Borelien, und wirklich allem was man sich denken kann. Alles negativ...bis auf die Leukos. Das Blutbild zeigt eine leichte Entzündung im Körper. Nachdem der Hausarzt nicht feststellen kann woher diese Entzündung kommt (kein Schnupfen, husten ect. gehabt innerhalb der letzten 2 Wochen) meinte er ich solle zum Rheumatologen.

    Tja und dadurch bin ich hier gelandet :( ich hab ne Heidenangst Rheuma zu haben, andererseits denke ich sollte endlich geklärt werden wo diese ständig wechselnden Beschwerden herkommen.

    LG
    Liljakk
     
  2. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hi, fast alle haben am Anfang Ärztemarathons hinter sich, ist echt nervig, bis eine Diagnose richtig steht. Ob du tatsächlich was rheumatisches hast, kann nur ein internistischer Rheumatologe klären.
    Zumindest ist es ein neuer Ansatz, das Suchen kostet Nerven. Der Rheumadoc hat mehr Möglichkeiten auch labortechnisch dem Ganzen auf den Grund zu gehen, vielleicht wäre auch ein MRT, oder ein Szinthigramm hilfreich, deinen Entzündungen auf die Schliche zu kommen.
    Manche Ärzte geben auch ein Cortisonstoß, um zu sehen, ob dann die Beschwerden besser werden, da Entzündungen ja auf Cortison reagieren. Es ist ja noch nicht klar, ob bei Dir etwas rheumatisch-entzündliches dahinter steckt.

    Wünsche viel Erfolg beim Doc, melde dich, was er gesagt hat.
    Lg Padost
     
  3. steffi2202

    steffi2202 Neues Mitglied

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    Hallo,

    wie schon gesagt ich kenne diesen Arzt nicht....Sorry! Ich bin in Nürnberg bei Dr. Nüsslein (vll bekommst du ja da einen Termin kurzfristig)

    grüße
     
  4. liljakk

    liljakk Neues Mitglied

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    @Padost,

    Hallo, ich hab da eine Frage zum MRT. Im März ist bei mir wieder ein MRT der Wirbelsäule gemacht worden. wie schon erwähnt lebe ich -wie viele andere hier auch mit Dauerschmerzen- aber es war dermaßen stärker das ich zum Orthopäden bin. Interessant auch (nach Lektüre div. Beiträge hier) das ich in den Beinen ständiges Muskelziehen habe, eigentlich hatte ich das auf den Ischias bzw. den BSV geschoben.
    Wie sieht man denn auf dem MRT Rheumatische Veränderungen ? :vb_confused: Ich kenn mich inzwischen ganz gut mit MRT betrachten aus -grins- und sehe halt BSV oder zu enge Wirbelabstände, aber wie sieht man anderes ?

    LG Lilljakk
     
  5. liljakk

    liljakk Neues Mitglied

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    Hallo Ihrs,

    heute ist es soweit...mein Termin ist um 15.45 Uhr und irgendwie bin ich meganervös :(
    Ich hab ne Liste geschrieben mit meinen Sympthomen, was ich für Medis nehme ect.
    Dummerweise hatte ich am Freitag einen WEspenstich und nachdem ich extrem allergisch reagiere auf so ein doofes Teil musste ich mir gestern beim Hausarzt eine Cortisonspritze geben lassen 250 mg :eek: . Praktischer Nebeneffekt..ich hab das Gefühl das meine Beschwerden (Fingersteiffheit, Schmerzen ect.) fast weg sind.

    Nun drückt mir mal bitte die Daumen das der Arzt auch nett ist (nach den im I-net gelesenen Bewertungen soll er das nicht sein). Aber Versuch macht klug gelle ?

    VG Kerstin
     
  6. unknown

    unknown Guest

    Muß der denn Wirklich nett sein? Meine Arzte sind alle nett... aber wirklich weiter bringt mich das nicht...

    Ist er nicht nett lass Deine Fantasie spielen...
    Im wachen Stierhörner, er rast auf Dich zu und in seiner Wut bleiben seine besten teile am Stacheldraht seines Gatters hängen, upps...
    ...und schon ist der Typ nur noch eine Lachnummer.

    Der scheinbar göttliche Überarzt schrumpft, wenn man richtig hinschaut zu einem verzweifelt von einem Bein auf's andere Hüpfenden Zwerg, der auch nich viel klüge ist als Du, oder hat er eine Lösung parat, welche dich Gesund macht? Nur dann kannst Du ihm einen Heiligenschein wachsen lassen.

    Wir haben hier alle unsere Geschichte, und den Hypochondereffekt erleben sogar eingefleischte Rheumis immerwieder.
    Jeder hier hat mit der Zeit seine ureigene Art gefunden alles zu verarbeiten und alle erleben Rückschläge.

    Aufrecht hat seine Spitzenmäßige Webseit
    ganz viele hier Bauen sich selbst auf indem sie Anderen eine Hilfreiche Hand ausstrecken und sich nützlich machen.

    Meine Esligkeit verpackt seine Geschichte in eine mehr oder weniger amüsant zu lesende Story ich schreibe nicht viele Beiträge aber versuche in den wenigen selbst wiedrigen Umständen etwas Komik abzugewinnen.

    aber was man auch tut, Angst und Sorge sollte man versuchen hinter sich zu lassen.

    Hast Du schon mal ein Foto von einem Esel gesehen der nach hinten schaut?...
     
  7. Pattife

    Pattife Neues Mitglied

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    Hallo liljakk/Karin,
    drücke die Daumen, dass Du einen netten Arzt erwischt hast!
    Nett sind sie eigentlich (fast) alle, ob sie sich für den Patienten interessieren, vor allem ob sie genügend Zeit haben, steht auf einem anderen Blatt. Nach einer fast einjährigen Ärzteodyssee macht man so einige Erfahrungen...:(
    Dr. Tiroch kenne ich nicht. War in einer anderen Praxis der Metropolregion :vb_cool:
    @ Steffi, würde mich freuen, wenn Du mir bitte (auch gerne per PN) von Herrn Dr. Nüßlein berichtest (nimmt er sich Zeit, Wartezeiten etc...). Vielleicht gehe ich zu ihm irgendwann mal.
    Viele Grüße auch aus dem Nürnberger Land :)
    pattife
     
  8. liljakk

    liljakk Neues Mitglied

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    Hallo,

    nun mit "nett" hab ich mich wohl falsch ausgedrückt, kompetent meinte ich wohl :p

    Nach dem Arztbesuch bin ich auch nicht klüger, das war mir alles zu schnell und er hat sich leider keine Zeit gelassen mir etwas zu erklären.
    Ach mit der Bandscheibe hab ich lt. ihm auch nix, weil ich komme tatsächlich mit den Fingerspitzen auf den Boden. Jipiii das ja mal eine Wunderheilung :vb_zunge: Wo kommen bloß die gefälschten MRT s her :vb_confused:

    Meine div. Schmerzen / Beschwerden konnte ich auch nicht erzählen bzw. nur teilweise, er hat den Eindruck gemacht als ob er nicht zuhört. Außerdem war ein Nephrologe anwesend und der hatte wohl den Verdacht das ich eine Nierenfunktionsstörung habe (wird dann mit dem Blutbild abgeklärt).
    Nun soll ich erstmal Celebrex 200 nehmen und wie bisher meine Trancolong 400. In 6 Wochen will er dann Blutbild machen.

    VG Kerstin
     
  9. unknown

    unknown Guest

    Ich denke jetzt bekommen ganz viele , wenn sie das lesen, ein Déjà-vu.

    Es geht aber immer noch krasser...Was macht es für einen Eindruck, wenn ein Arzt wärend der Behandlung jeden Arbeitsschritt vom Monitor wie von einem Spickzettel ablesen muß :errrr: aber wichtige Fragen nicht stellt, weil sie im standardisierten Untersuchungsschema nicht vorgesehen sind.:vb_confused:

    Zumindest hat der Doc dich nicht weggeschickt. Ich werde schon seit einem halben Jahr regemäßig aus den Patientenlisten von Ärzten gekickt. So besteht bei Dir die Hoffnung das man bereit ist weiterzusuchen. Und ganz sicher wird es nicht Dein letzter Arzt sein.

    Das plötzlich die Fingerspitzen den Boden erreichen, ist bei mir auch ein alter Bekannter...und wenn man das Behandlungszimmer verlassen hat, brechen die Schmerzen über einen herein wie die Niagaras.

    Wenn ich Celebrex lese frage ich mich warum der das verschreibt, wenn er gleichzeitig einen Verdacht auf eine Nierenfunktionsstörung hat?
     
  10. gmunden

    gmunden Neues Mitglied

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    Ärzte

    hallo an alle!

    also zu den lieben ärzten könnte ich auch einige geschichten erzählen, aber das ersparen wir uns lieber :D.

    hatte auch gerade ein Déjà-vu erzesel :D:eek:, kommt mir alles bekannt vor woher nur:vb_confused:.


    liljakk du hattest ja eine cortisonspritze bekommen, da ist es kein wunder wenn du dich wieder bewegen kannst, hast du das dem arzt gesagt das du diese cortisonspritze bekommen hast??

    erzesel deine beiträge finde ich genial, bitte weiter so :D:D:D.

    liebe grüße
    claudia
     
  11. liljakk

    liljakk Neues Mitglied

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    Hallo,

    hier mal ein kleiner Zwischenbericht. Ich habe nun 2 Wochen lang tgl. eine Celebrex 200 genommen , anfangs abends noch die Trancolong 400 dazu. Es ist deutlich besser geworden, die Beschwerden waren eigentlich fast ganz weg.
    Nun nehme ich seit ein paar Tagen (wie es der Rheumatologe gesagt hat) nur alle 2 Tage eine Celebrex. Und siehe da meine Beschwerden fangen wieder an...tgl. mehr :( Mein Handgelenk schmerzt bei drehenden Bewegungen, rechter Knöchel + Fußzehen fangen auch wieder an :(

    Soll ich beim Arzt anrufen und fragen ob ich nicht doch wieder tgl. eine Celebrex nehmen darf ????? Der Blutabnahmetermin ist ja erst in 3 Wochen.

    LG Liljakk

    @gmunden, ja klar hab ich ihm das gesagt, deswegen Blutabnahme eben erst 6 Wochen nach der Cortisonspritze
     
  12. liljakk

    liljakk Neues Mitglied

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    echt toll wieviele Antworten es gibt... tja, leider hab ich nicht den nerv dazu wie andere zu schreiben...

    Danke für die Antworten -huch war/ist das nun böse ? so long, interessieren tut s sowieso keinen.

    ich werde mich nun auf s lesen hier beschränken..bzw. nur in dringenden Notfällen auf eine Antwort "hoffen"
     
  13. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo liljakk,

    entschuldige bitte, dass hier nicht alle gewehr bei fuss stehen,
    lesen und antworten in vermeintlich angemessenen zeiträumen!
    user schreiben hier in ihrer freizeit, informieren sich zuweilen vorab bei google, um anderen zu helfen. was sie dafür erwarten ist eigentlich nur ein freundliches "danke"!

    also, komm wieder runter, sag ruhig mal danke für gegebenes,
    dann gibt es vielleicht auch weitere antworten.

    alles gute, marie
     
  14. Bundesliga

    Bundesliga Mitglied

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    hallo

    hallo marie, stimme dir vollinhaltlich zu, konnte es nur nicht so gut fomulieren.
    man hilft ja gerne wenn man kann und rat weis.
    glg moni
     
  15. anurju

    anurju anurju

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    Hallo lilljack,

    ich kann verstehen, dass du frustriert bist - aber ehrlich gesagt kann deine Frage nur von einem Arzt beantwortet werden. Celebrex ist zumindest phasenweise schon ein tägliches Dauermedikament für viele User, aber eben auch nicht unheikel - insofern wird dir hier keiner dazu raten können. Du hast zudem ja schon selber erkannt, dass ein Anruf beim Arzt sinnvoll wäre...
    Wenn du so eine konkrete Frage hast, wäre ein neuer Thread sinnvoll - z.B. mit dem Thema: Celebrex - täglich einnehmen? Man liest sich nicht lange in einen Thread mit einem ganz anderen Titel ein, um dann eine Frage zu finden. Zumindest erhöhst du bei einer akuten Frage mit einem neuen Thread die Chance auf eine schnelle Antwort.
    Ich antworte auch nur auf Fragen, die ich mit gutem Gewissen beantworten kann (weil eigene Erfahrung...) - insofern hätte ich normalerweise auch nicht geantwortet und auf andere Fachkundige gehofft.

    Die Beschwerden sind ja vielfältig und das erschwert den Alltag sicher sehr...
    Ähnlich geht es uns ja allen hier - nur stellt sich mir die ein oder andere Frage: :confused:

    - wer verordnet dir die Schmerzmittel? Bist du bei einem guten Schmerztherapeuten? Tramal war als Opiat zwar sicher mit Risiken verbunden, ist aber zumindest ja nicht so organschädigend wie manch andere Mittel...
    Mein Tipp: wirklich mal zu einem Schmerzmediziner gehen, falls du es nicht schon bist.
    Adressen ausgebildeter Schmerztherapeuten findest du im Internet und Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie.

    - das Gefühl, als Hypochonder abgestempelt zu werden, kennen hier ganz viele Leute und das ist furchtbar!! Nur ist es eben genauso schwierig, einen richtig guten Arzt zu finden, der einen und die Beschwerden ernst nimmt...
    Vielleicht einige Tipps dazu: Notiere dir wesentliche Diagnosen und Probleme kurz (1 Seite) und drück sie dem Arzt zur Not in die Hand, damit er deinen Leidensdruck erkennt; Fotographiere geschwollene Gelenke etc. im aktuen Stadium. Nimm deinen Hausarzt (wirkt ja sehr engagiert) mit ins Boot und erzähl ihm, dass du dich nicht ernst genommen fühltest.
    Ich persönlich finde es o.k., dass der Rheumatologe schon eine Blutuntersuchung erwähnte - gibt ihm noch 1-2 Termine Zeit, um sich in deinen Fall einzuarbeiten und dann siehst du, ob er dich ernst nimmt.

    - ich habe hier im Forum schon mehrfach den Tipp gegeben, mal nach Rheumatologen in der näheren Umgebung zu googeln, die ein Rheumascan bzw. Xiralite-Gerät besitzen. Damit können Anfangsstadien einiger rheumatischer Erkrankungen erkannt werden, lange bevor sie sich im Blutbild oder im Röntgenbild bemerkbar machen... Vielleicht schaust du mal nach, ob es in deiner Nähe so eine Einrichtung gibt.

    - selber habe ich auch mehrere Bandscheibenvorfälle und einige orthopädische Probleme, die leider lange das eigentliche Problem (Rheuma) verschleiert haben. Die Ursachenklärung ist dann wirklich schwierig für die Ärzte, weil ja auch viele Zusammenhänge zwischen einzelnen Beschwerden bestehen.
    Ehrlich gesagt würde ich mir keine so großen Sorgen um die Borreliose machen - sie wurde ja getestet und vorsorglich mit Antibiotikum behandelt - und wird sicher auch nochmal immunologisch vom Rheumatologen abgeklärt. Weise ihn darauf hin... Ich habe unzählige Zeckenbisse hinter mir (weil wir direkt am Wald wohnen...) und meine Tochter hatte mal eine schwere Borreliose - insofern habe ich mich mit dem Thema beschäftigt. Normalerweise müsste man diese bei den modernen Tests entdecken. Deine Beschwerden könnten sich auch durch ganz andere Rheumaformen erklären... Trotzdem gut, dass du Borreliosegefahr im Blick hast...
    Es gibt einfach auch seronegative Rheumaformen (da zeigt sich auch langfristig nichts im Blut) - insofern: bleib am Ball - so viel Kraft es auch kostet ! Viele haben hier jahrelang auf Diagnosen gewartet... Also fühl dich nicht alleine, auch wenn man - aus den oben erwähnten Gründen - vielleicht nicht ganz so schnell hier geantwortet hat wie du es dir wünschtest (ist ja auch Ferienzeit und es gab unheimlich viele neue Beiträge in letzter Zeit - da kommt man ja kaum "hinterher").

    Viele liebe Grüße, eine baldige Diagnose und alles Gute wünscht Anurju :)
     
    #15 10. August 2011
    Zuletzt bearbeitet: 10. August 2011
  16. Esuse

    Esuse Neues Mitglied

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    Hallo,

    eine Odysee bis zur Diagnose haben hier vermutlich Viele durch, manche über viele Jahre. Ich bin auch seronegativ und bei mir hat es fast 2 Jahre mit Rheumatologenwechsel bis zur Diagnose gedauert.

    Ich verstehe nicht, was so kompliziert ist, entweder, Du hälst die Schmerzen aus, oder Du rufst beim Rheumatologen an. Diese Entscheidung kannst nur Du selbst treffen, also was soll geantwortet werden.

    Und, bedenke bitte, daß fast alle User hier krankt sind, gute und auch schlechte Tage haben und auch Schübe und damit mal mehr, mal weniger und auch mal gar nicht schreiben können.


    LG
    Esuse