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Malaria-Prophylaxe

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von Hawkoon, 28. November 2009.

  1. Hawkoon

    Hawkoon Neues Mitglied

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    Hallo liebes Forum,

    ich habe in der Vergangenheit, als ich noch gut mit Sulfasalazin bzw. Mesalazin zurecht gekommen bin, Doxycyclin als Malariaprophylaxe genommen. Damit bin ich gut zurecht gekommen.

    Mittlerweile nehm ich Humira (alle 6 bis 8 Wochen) und MTX um Rheuma und eine unspezifische Kolitis in Schach zu halten, und beabsichte nun wieder einen Abstecher in eine Gegend mit Malariarisiko (Malaria tertiana).

    Ob ich Doxycyclin wieder nehmen kann (bzw. eine Prophylaxe überhaupt sinnvoll ist) muß ich noch klären, es würde mich aber auch sehr interessieren was es hier im Forum füer Erfahrungen mit Malariaprophylaxe oder Malariaerkrankung gibt.

    Viele Grüße,
    Hawkoon
     
  2. pandea

    pandea Neues Mitglied

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    hey,
    ich hab unter anderem unter humira und azathioprin eine malariaphrophylaxe mit doxycyclin begonnen, als ich letzten sommer nach kenya gegangen bin.
    hatte keinerlei neben- oder wechselwirkungen. quensyl, dass früher auch als malariamittel eingesetzt wurde, wird ja auch gerne als antirheumatikum eingesetzt.
    allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mich beim ersten mal in einer stabilen remission befand.
    hab dann trotzdem malaria bekommen, zwar nur eine schwache, aber fieber und infektionen sind immer risikofaktoren. das doxy hat die malaria aber schön eingedämmt und meine behandlung bestand auch nur aus einer höheren doxy-dosierung für 1 woche.

    zur zeit befinde ich mich in indien und ohne malariaprophylaxe. da ich länger als 5 monate hier bin bietet sich außer lariam keine prophylaxe an. stattdessen habe ich doxy als stand-by medikation mit. wenn was ist, kann ich wie letztes jahr ein hohe dosis doxy einnehmen.
    bisher ist alles gut verlaufen.
    bin zur zeit aber auch nur auf azathioprin (zum einen weil der erfolg der biologicals bei mir nur gering war und zum anderen weil sich die spritzen nicht so für rumreiserein und warme gebiete anbieten).

    ich denke also, dass es kein prob sein sollte doxy zu nehmen. ansonsten immer mal den tropenarzt fragen.
    bei rheumatologen habe ich die erfahrung gemacht, dass die reaktion auf meine reisepläne eher negativ ausfielen.

    wo gehts denn hin?

    liebe grüße
    victoria
     
  3. Hawkoon

    Hawkoon Neues Mitglied

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    Hallo Victoria,

    da hast du ja glück das du ohne humira zurecht kommst! das macht reisen wirklich leichter! auf meinem letzten trip durch osteuropa hatte ich zwei humira pens mit im rucksack. allerdings hatte ich auch die gewissheit das ich spätestens alle 12h wieder eine kühlmöglichkeit finden werde. ob ich auf die gleiche art 5 monate indien zurechtkommen würde, tja, keine ahnung. hängt sicherlich davon ab wo und wie man genau unterwegs ist. wo bist du den genau und wie siehts dort aus mit der "kühlschrankdichte"?

    was mich auch noch interessiert, wie machst du das mit deinen rheumamedikamenten? mein arzt verschreibt für maximal 3 monate. kaufst du vor ort nach oder hast du jemanden in der heimat der ein wiederholungsrezept organisiert (die person bräuchte dann ja auch deine versichertenkarte, oder?) und dann die medis nachschickt?

    mein nächster trip soll per zug und bus über osteuropa in den nahen osten führen. für einige gegenden (syrien, türkei) stand auf den seiten des auswärtigen amts der malaria hinweis. ich fahre aber ausserhalb der saison und habe mich jetzt gegen eine prophylaxe entschieden.

    ich plane etwa 3 monate unterwegs zu sein, so lange müsste ich ohne humira zurecht kommen. mein letzter rheumatologe war sehr aufgeschlossen und meinte ich könne zur überbrückung prednisolon nehmen, falls nötig. prednisolon + mtx war ja auch meine therapie bevor ich mit humira angefangen habe.

    viele grüße,
    Hawkoon
     
  4. pandea

    pandea Neues Mitglied

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    hey,
    also die kuehlschrankdichte ist doch erstaunlich gut. allerdings muss man in indien grosse strecken zuruecklegen und wenn dann nicht fliegt kommen schon mal 24 std bus oder zugfahrten zusammen-also eher schlecht fuer humira.
    also da ich ja nur noch azathioprin nehme, komme ich gut zurecht mit den reisen. ich bekomme auch haeufiger mal ausser der reihe kostenlose packungen vn meinem hausarzt oder meiner rheumatologin. persoenlich habe ich mir fuer laengere reisen einen kleinen vorrat angelegt von dem ich gerne mal zehre, aber ich ahb auch schon aza fuer mehr als 3 monate verschrieben bekommen. den rest kann man eigentlich ueberall kaufen-schmerzmittel gibt es ohne rezept und ih habe hier sogar kortison aufgetrieben. allerdings war der mann in der apotheke nicht sooo erfreut darueber es mir einfach so zu geben (also ohne rezept)- aber ich habe es dennoch bekommen.
    in osteuropa ist es allerdings nicht so leicht daran zu kommen. vielleicht kannst du ja einen englischen brief deines arztes mitnehmen und in den apotheken vorzeigen, denn so richtig nach rezept geht es da auch nicht. der arzt schreibt es einem auf und man geht dann in die apo und kauft es. da ist ja auch nichts mit umsonst bekommen, wegen krankenversicherung undso.
    hier wollten sie auch nur eine verschreibung sehen. ansonten habe ich in indien auch einen rgeumatologen aufgetrieben, aber das war jetzt auch eher nur moeglich, da hier laengere zeit an einem ort bin und man einen auslaender-bonus hat.

    ich wusste gar nicht, adss syrien malaria hat. ich kenne niemanden, der in syrien war und eine prophylaxe gemacht hat. in vielen fallen wird einem auch nur eine stand-by therapie empfohlen, wenn was passiert dass man dann die medis nehmen kann.

    also viel spass auf deiner reise!!!
    liebe gruesse.
    victoria
     
  5. juchu

    juchu Mitglied

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    Ich weiß nicht, ob Dir das so weiterhilft, weil ich nur mtx und sulfa nehme. Ich war zwei Jahre in Brasilien und habe auch eine Zeit lang in einem Malariagebiet gewohnt und dann doxy genommen. Ging eigentlich ganz gut. Als ich dann aber eine Lebensmittelvergiftung bekommen habe, ging das alles nicht mehr so gut und die haben im Krankenhaus mir geraten, mit der Prophylaxe aufzuhören.
    Ich bin dann eh in ein weniger gefährdetes Gebiet gezogen und habe dann auf Reisen immer nur doxy als stand by mitgenommen und habe es zum Glück nicht gebraucht. Nach der ersten Erfahrung hatte ich dann auch einen super brasilianischen Rheumatologen gefunden, der recht viel Erfahrung mit Malariakrams hat und er meinte, dass er generell eher zu stand by tendieren würde....
     
  6. Moehrle

    Moehrle Aktives Mitglied

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    Gruss aus Sitges

    Guten Morgen, eisenbahn5beweglich.gif

    und was haltet ihr von einer Impfung?¿?¿ Gewiss, man darf kein Corti nehmen und die "lebendigen" Medis, wie ja auch die Grippeimpfung, muss man mit Vorsicht behandeln.

    Als ich im vorigen Jahr nach Suedafrika reiste, wurde mir vom Tropeninstitut in Barcelona empfohlen, Gelbfieberimpfung und Malariaprofilaxe streng einzuhalten. Ausserdem koennen sich dort die sanitarischen Autoritaeten querstellen und Dich nicht in das Land lassen, oder wie bei mir, auf das Schiff.
    Also liess ich spritzen und wie sollte es auch anders sein, kam der Schub, nicht stark, aber eben, kein schoenes Reisegeschenk.

    Auf jeden Fall, Gute Reise und viel Gesundheit.

    Moehrle avion01a589b.gif