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"Malade" - wie gehen eure Partner mit eurer Krankheit um?

Dieses Thema im Forum "Austausch für und mit Angehörigen" wurde erstellt von Rosarot, 23. März 2006.

  1. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Guten Morgen in die Runde,

    ich wollte mal so rumhören, wie eure Partner bzw. Partnerinnen mit eurer Krankheit, euren Beschwerden und den verbundenen Handicaps umgehen.

    Mein Mann (wir sind nicht verheiratet, aber seit 15 jahren ein Paar - ich noch 42/er 37) hat sich bisher tapfer geschlagen und sich seit Beginn meiner noch kurzen "Krankheitskarriere" (sie könnte gerne sofort aufhören), um wirklich alles gekümmert und mich zu den ganzen Doc-Dates hingebracht, alles besorgt, gekocht, mich liebevoll umsorgt usw. Wir haben zwar keine Kinder, aber doch immerhin 3 Katzen und eine große Wohnung mit angeschlossenem Büro. Wir arbeiten von Zuhause aus - sind selbstständig (EDV-jobs). Ein Segen ist natürlich unsere Haushaltshilfe, die 2 x die Woche durchputzt.

    Ich bin sehr glücklich, dass mein Mann mir im Moment wirklich das Gefühl gibt, ich darf mich richtig fallen lassen und auch mal tagelang wann immer mir danach ist, "malade" im Bett verschwinden, ohne schlechtes Gewissen. Ganz im Gegenteil - jetzt, wo es mir dank Corti schon wesentlich besser geht, "darf" ich fast nix machen ... ich soll mich schonen. Wobei ich mich natürlich um den Geschäftskram kümmere (wir arbeiten zwar gemeinsam, aber jeder hat seinen festen eigenen Arbeitsbereich) - sitzen und tippen / telefonieren kann ich ja bis jetzt selbst dann, wenns richtig schlimm ist.

    Mein Männe ist eigentlich bisher nicht so sehr das große "Partnertier" gewesen - und der Gedanke, von ihm mal abhängig zu sein, hat mich irgendwie immer beunruhigt. Doch im Moment bin ich zuversichtlich und hoffe, dass selbst wenn sich rausstellt, dass ich unter Umständen mit Einschränkungen leben muss, wir trotzdem froh miteinander sein können.

    Doch mir gehts ja noch nicht lange schlecht - hoffentlich verliert er (und auch ich nicht!) nicht die Nerven, falls sich das alles hinzieht oder zur (fast) täglichen "Übung" mutiert ...

    Ich hab jetzt (noch) nicht so den Überblick, inwieweit "Rheuma" das Leben wirklich beeinträchtigt, wenn die medizinische Diagnose und Versorgung erstmal steht.
    Aber zum Beispiel regelmäßige stundenlange Feld-/Wald- und Wiesenwanderungen und ausgiebige Städtebesichtigungen sind doch eigentlich schon unter Umständlichkeiten nicht mehr möglich? Eine der großen Leidenschaften, die meinen Mann und mich gleichermaßen begeistern und ein wirklich wesentliches Band zwischen uns halten. Wenn wir auf diese Gemeinsamkeit verzichten müssten, wäre das echt nicht gut für unsere Beziehung.

    Aber jetzt erzählt ihr mal, wie ist/war das bei euch? Wie sieht/sah es am Anfang nach Jahren aus?

    Ich freu mich auf Reaktionen ...
    Rosarot
     
    #1 23. März 2006
    Zuletzt bearbeitet: 23. März 2006
  2. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hi, wünsche erstmal einen schönen guten Morgen.

    Also, ich habe ja cP und war in den Ausbruchsjahren solo - mit 6 Katzen und 2 Hunden, einer neuen Hüfte. Ich weiss also, wie wertvoll ein hilfreicher und helfender Partner sein kann !

    Klar, es gab und gibt Momente, wo man Bäume ausreissen kann und es auch meist tut, dummerweise. Es sind genügend da, die aus Wut auf sich selbst, aus Frust und Angst Hilfe nicht zulassen. Damit kann man sich alles zerstören.

    Wenn dein Partner so ist, wie du es beschreibst, dann lass ihn gewähren. Lass ihn teilhaben an deiner Krankheit, rede mit ihm, erkläre ihm einfach deinen Tag und danke ihm ab und an für sein tolles Ich.

    Ja, die Gemeinsamkeiten....................... je nach Krankheit und Stadium bleibt da viel auf der Strecke bei den meisten, so auch bei mir. Das fängt schon in der Freundschaft an, geht durch die Beziehung, Familie und Arbeits - das gesamte soziale Umfeld wird beeinflusst.

    Ich ganz persönlich habe mich eingestellt und bin heute der Mensch, der mit seiner Krankheit lebt, liebt und lacht. Ich weiss, wo meine Grenzen sind und versuche auch nicht mehr, diese zu erweitern. Ich habe gelernt und begriffen, daß Dauerschmerz und Depressionen furchtbar sind und lebe heute daher innerhalb der Grenzen gut, gemütlich und zufrieden. Das war nicht immer so.

    Mein jetziger Ex-Mann :D konnte mit der Krankheit gut umgehen, da ich in unserer gemeinsamen Zeit schon wieder fit war. Allerdings mache ich keine Anstalten mehr, eine geleckte Bude zu haben, immer fit zu sein oder mitmischen zu müssen. Wer mich mag, muss das in Kauf nehmen - ich habe mich arrangiert.

    Ich denke mal, daß es für keinen Menschen einfach ist, den anderen, insbesondere einen, den man liebt, leiden zu sehen und hilflos dabei zusehen zu müssen. Ich sehe das gerade am Fall meiner nun im Heim lebenden Mutter. Was musste ich vorab leisten, obwohl selbst krank !! Und sie selbst litt auch, denn sie weiss, wie es mir geht und ich musste nun für sie alles tun............

    Wichtig ist, daß DU mit dir und deiner Krankheit klar kommst. Du musst dazu stehen und akzeptieren und deinem Umfeld klar machen, wann es dir wie geht. Sich überfordern, auch aus Liebe, bringt nix - ausser neue Schübe und Schmerzen. Nimm an, was man dir bietet und tu das, was du selbst kannst. Alles mehr oder anders ist infrage zu stellen.

    Wir Kranke haben nur noch das, was uns die Krankheit lässt und damit sollten wir umsichtig verfahren - denn manchmal ist alles, was uns bleibt: wir !

    In diesem Sinne,

    alles Liebe, Gute, Glück und Zufriedenheit

    Pumpkin
     
  3. Lilly

    Lilly offline

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    hallo rosarot,

    meine geschichte ist schnell erzählt.
    als ich erkrankte, lebte ich in einer langjährigen partnerschaft. unser gemeinsames hobby war der sport (bodybuilding und mountenbiken).
    ich durfte diese sportarten nicht mehr ausüben- konnte ich wegen den schmerzen auch nicht.....
    ich nahm in kürzester zeit 36 kg zu (durch die medis, und bewegungsmangel)- er kam damit nicht klar, - trennung.

    dann lernte ich vor über 3 jahren, hier auf ro meine große liebe kennen. seit 2 jahren sind wir ein paar. er hat, so wie, ich entzündliches rheuma (ich ra, er psa). wenns einem von uns beiden schlecht geht, dann kümmert sich eben der andere um alles ;) . er ist noch berufstätig, ich seit einem jahr in rente.

    ich drücke dir die daumen, dass es bei dir anders abläuft, und dass dein partner zu dir steht- in guten, so wie auch in schlechten zeiten .....
     
  4. nelly9980

    nelly9980 nelly9980

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    Hallo Ihr

    Als mein CP ausbrach, war ich gerade 3 Monate von meinem Freund getrennt. Somit hab ich die schwere Anfangszeit auch alleine durchgemacht, was teilweise echt sehr schwer war, weil ich auch nicht arbeiten konnte und 3 Monate lang zu Hause war.
    Nach 6 Monaten Trennung hab ich gemerkt wir sehr ich meinen geliebten Schatz vermisse und hab ihn mir wieder zurückgeholt.
    Ich habe ihm auch von Anfang an von meiner CP in Kenntnis gesetzt weil ich wollte dass er weiß, worauf er sich einlässt.
    Er redet zwar nicht viel über meine Krankheit, ist aber immer für mich da. Wenn es mir nicht gut geht und ich nach der Arbeit keine Kraft mehr zum Kochen hab, dann gehen wir eben auf seine Kosten Essen.
    Er nimmt echt viel rücksicht auf mich, auch wenn ihm das nicht immer leicht fällt, weil wir leidenschaftliche Flohmarktbummler sind und ich oft nur den halben Flohmarkt schaffe, bis ich total k.o. bin. Da hat er mir auch schon mal prompt angeboten, mir mal auf nem Flohmarkt einen Rollstuhl zu kaufen, wenn mal einer angeboten wird, dann schiebt er mich eben durch, weil er weiß wie gerne ich da mit dabei bin.
    Im Haushalt hilft er mir auch, hat mir auch schon öfter angeboten, eine Haushaltshilfe zu zahlen.

    Da ich zur Zeit auf Jobsuche bin, weil ich in meiner derzeitigen Stelle nur Depressionen krieg, weil der job ech besch.. ist, macht er sich auch total viel gedanken, was ich mit meiner CP überhaupt machen sollte, und was ich lieber bleiben lassen sollte.

    Liebe Grüße, Nelly
     
  5. Inesmaus

    Inesmaus Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben

    ich möchte euch nur ganz kurz über meine Partnerschaft reden. Also schmerzen hatte ich ja schon lange. ANfangs kamen dumme Sprüche ,wenn ich sagte, ich kann nicht mehr oder über Schmerzen klagte. Er war derjenige der meinte, ich soll mcih nicht so anstellen :mad: ..Von da an schwieg ich sehr lange (wenigstens was Schmerzen anbelangte). Jahre später hatte ich dann endlcih eine Diagnose (Fibromyalgie) und kaufte mir ein Buch darüber. Das gab ich dann auch meinem Mann zu lesen. Das tat er dann auch (wenigstens ausschnittsweise). Alles gut und recht...jetzt kommt aber das grosse ABER...mit der zeit entwickelte er ein übermässiges Helfersyndrom. Das ging so weit, dass er an Tagen, an denen ich mal mehr machte als sonst, sagte: "Pass auf..morgen liegst du wieder flach :eek: " Na das brauchte ich auch nicht. Es brauchte viele Gespräche bis er Begriff, dass er mir gerne helfen darf..sich aber äusserungen über meinen "morgigen" Gesundheitszustand (den weiss ich meist ja selber nicht, und nehme jeden Tag wie er kommt) verkneifen soll.

    In der Zwischenzeit klappt es sehr gut. Aber das brauchte viele offene Gespräche, auch viel Verständnis. Ich denke eine Krankheit ist auch immer eine grosse Belastung für den gesunden Partner.

    habe ich gesagt "kurz" schreiben :confused: ...Sorry...wurde doch ein halber Roman..

    liebe Grüsse
    Inesmaus
     
  6. Waldwuffel

    Waldwuffel Neues Mitglied

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    Also ich habe meinen Freund 2000 kennengelernt und wirsind auch seit der Zeit ein Paar.Seit Oktober 2004 bin ich nun krankgeschreiben weil wirklich nichts mehr ging, nun ist auch mein Freund im September letzten Jahres an Krebs erkrankt und das macht die ganze Sache nicht einfacher.Wir versuchen uns gegenseitig zu helfen aber es gibt doch auch einige Probleme , man ist gereizter als sonst und und und.Einfach ist es nicht aber wir versuchen das in den Griff zu bekommen.
    Gegenseitiger Respekt und auch Unterstützung ist dabei sehr wichtig.

    Liebe Grüße
     
  7. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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  8. Rosarot

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    :cool: Danke liebe Liebelein ...

    Rosarot
     
  9. Colana

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    Hallo Rosarot,

    meine Antwort dazu:
    mein Männe versucht mir viel zu abzunehmen (ich kann keine Gläser mehr öffnen, keinen Druck in der rechten Hand zur Zeit aufbauen usw.).

    Nur leider habe ich damit ein Problem. Ich will nicht hilflos sein, ich will von keinem abhängig sein (auch nicht von meinem Mann), ich will alles machen können und zwar selbständig, ohne Hilfe.
    Ich kann es einfach nicht akzeptieren, dass ich Hilfe benötige und ich kann sie einfach nicht annehmen.

    Das ist zur Zeit meine Situation. Und das frustriert mich total, ich ärgere mich über mich selbst. Ich bin wütend auf mich, auf meinen Körper...

    Ich wünsche Dir ein schönes erholsames und schmerzfreies Wochenende
    Liebe Grüße
    Colana
     
  10. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo liebe Colana,

    ja, das verstehe ich gut - mir geht es genau so ... Aber, wenn es umgekehrt wäre, du deinem Mann helfen würdest, wenn er krank wäre und er würde dies ablehnen und zusätzlich Frust in die eh schon schlimme Situation bringen ... Nun, dass würde es auch nicht leichter machen für euch beide.

    Nicht nur Geben muss man scheinbar lernen, sondern auch Nehmen ... *ich übe auch gerade!*

    Schönen Sonntag
    Rosarot
     
  11. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Rosarot,

    grins, ich bin auch am Üben, den Geben ist für mich immer leichter gewesen als nehmen, deswegen bin ich auch Zahnarzthelferin geworden und Hausfrau und Mutter....

    Liebe Grüße und einen schönene Sonntag
    Colana
     
  12. xconny

    xconny Neues Mitglied

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    mein lebensgefährte hatte vor zwei jahren eine schwere herzop..ich war und bin für ihn da.....2006 ging es bei mir los...chronische polyarthritis...ich war völlig hilflos...medikament haben mich wieder beweglich gemacht..nächste woche reha...ich war in einem seelischen tief..mein schatz hat mir geholfen..nun bin ich wieder fast die alte....;)
     
  13. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo xconny,

    diese Hilflosigkeit durfte ich auch netterweise kennenlernen. Bei fast jeder Gelegenheit um Hilfe zu bitten... es war nicht schön, um nicht zu sagen grauenvoll. Ich kam mir vor wie eine superalte Frau und nicht wie eine 43 jährige, die noch 2 kleine Jungen im Alter von 4,5 und 16/17 Monaten hat.

    Mein Männe mußte auch lernen, was es heißt, nicht andauernd an seinem heißgeliebten Computer zu sitzen, sondern für die Familie dazu sein, obwohl er hinter mir steht... Er mußte auch lernen, mit meiner Verzweiflung umzugehen, weil die Ärzte mir mein Medikament weggenommen haben, da sie mich auf die Psycho-Schiene schicken wollten.
    Er muss damit klarkommen, dass sein Sohn sehr große Wahrnehmungsstörungen hat und er muss mit sich und seinen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und zu hohe Blutfettwerte trotz gesunder, fettarmer Ernährung klarzukommen und dass seine Mutter an Demenz erkrankt ist.

    Fazit: Er hat so ziemlich die Nase voll von irgendetwas zu hören, wofür ich wiederum Verständnis habe und ihm soviel ich kann, davon fernhalte... ist sicherlich verkehrt, aber er will nichts mehr hören und verkriecht sich hinter seiner Braut (Computer), bearbeitet das Ding oder sucht was oder spielt für mich brutale Horror-Spiele und Autorennen oder sieht sich Horror-Filme an...

    Was wird, wenn ich wirklich von ihm abhängig werde - daran mag ich ehrlich gesagt, nicht daran denken... Schaun wir mal, was die Zukunft bringt. Es wird immer irgendwie weitergehen...

    Liebe Grüße
    Colana
     
  14. Dita vonTeese28

    Dita vonTeese28 Foren Geist :)

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    Das kommt mir bekannt vor,leider werde ich dann meinem Mann gegenüber oft ungerecht!:(
     
  15. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    warum? es genügt doch ein satz: danke mein schatz, heute brauche ich deine hilfe nicht ....:) (morgen kann es schon wieder anders aussehen...)
     
  16. Dita vonTeese28

    Dita vonTeese28 Foren Geist :)

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    Hallo Lilly,
    Ja du hast natürlich Recht aber manchmal ist es nicht einfach "cool" zu bleiben! Ich weiss das daß nicht okay ist aber ab und zu gehen die Pferde dann doch mit mir durch:(
     
  17. Susanne L.

    Susanne L. Neues Mitglied

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    Malade ...

    Also ich muss zugeben, dass ich einen ganz besonders lieben Mann habe: Er unterstützt mich immer, wenn ich seine Hilfe brauche und er mir irgendwie helfen kann. Das gibt mir Sicherheit und ich fühle mich sehr geborgen bei ihm.

    Nur manchmal nerven ihn die seiner Meinung nach vielen Arztbesuche. "Geh nicht so viel zu den Doktors", sagt er mitunter und bedenkt dabei nicht, dass ich eh schon immer nur solche Termine wahrnehme, wenn es sich nicht mehr umgehen lässt, also wenn es mir richtig schlecht geht und ich was unternehmen muss (ein Fehler - ich weiß!).

    Mein Problem ist lediglich: Er ist selber gesundheitlich nicht auf der Höhe - und unternimmt für sich selber NICHTS, weil er sich einbildet, ihm könne eh nicht geholfen werden (z.B. wegen seiner Depressionen, die er offensichtlich hat). Wie gerne würde ich ihn unterstützend begleiten, ihm genau so helfen, wie er mir immer geholfen hat, was sehr, sehr wohltuend war. Aber bei ihm ist da einfach nichts zu machen. Es hilft kein Zureden, kein Diskutieren, kein Bitten. Nichts. Ziemlich schwierig, das zu ertragen, ihm nicht helfen zu können - ganz einfach deshalb, weil er es nicht will.

    Danke für's Zuhören bzw. Lesen.

    lg
    Susanne
     
  18. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Das ist schön Susanne - das ist die allerbeste Medizin! :)

    Depressionen sind ein mächtig schweres Eisen - ein steter Kampf zwischen allen Fronten. Steh Deinem Männe bei, in SEINEN Entscheidungen, "seinen" Kampf zu führen, dann bist Du ihm die beste Hife.

    Alles Gute für Euch beide
    Rosarot
     
  19. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo SusanneL,

    das höre ich auch:

    geh nicht so oft zu den Ärzten... er versteht nicht, dass ich nach dem Grund meiner Schmerzen und Beschwerden suchen will, eine richtige Diagnose und keine: das ist alles psychosomatisch - Cortisonwirkung war absolut super: ist psychososmatisch... - mir ist da an diesem Punkt der Kragen gerissen... Ich will, das mir geholfen wird und nicht abgeschoben werden...

    Mein Männe hat auch diverse Krankheiten: aber geht nur zu seinen vierteljährlichen Blutabnahmen - das wars... Nun spinnt aber seine Verdauung, sein Rücken und Beine schmerzen - er geht nicht zum Arzt... und das ist leider nun Mal typisch Mann...

    Lass Dich nicht unterkriegen...
    Liebe Grüße
    Colana
     
  20. Schlumpfine

    Schlumpfine Aktives Mitglied

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    Hallo,
    da muß ich doch schmunzeln, wenn ich Eure Beiträge lese!!!
    Mein Mann tut sich auch schwer damit, daß ich "dauernd zum Arzt renne".
    Und das ich dann ewig so lange unterwegs bin. Ich muß schließlich alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen- hier auf dem Dorf nicht so einfach. Schadenfroh war ich, als er neulichs beim Arzt 3! Std. warten mußte. Auch er geht erst dann zum Doc, wenn er den "gelben Schein" gebraucht. Vorher aber schon kräftig jammern und klagen, wie schlecht es oihm geht. Dabei habe ich oft das Gefühl, daß er gar keine Hilfe will, sondern einfach nur jammern mag.
    Andererseits versucht er auch mir zu helfen, wenn ich Probleme habe. Aber oft kommen doch gedankenlose Sprüche, die mir dann weh tun.
    Wir arbeiten nun schon fast 10 Jahre an diesen Problemen.

    Ich wünsche allen ein möglichst schmerzarmes Wochenende
    Schlumpfine