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Mal eine Frage.

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von GuardianAngel, 2. Mai 2004.

  1. Hallo.

    Ich bin 21 Jahre Alt und hab hier zufällig hergefunden. Ich wollte mich informieren was eigendlich Rheuma ist. Und hab auch ein bisschen Angst davor es auch zu haben.

    Also... Ich hab seit 2 Jahren in meinem Linken Arm immer nachts sehr starke schmerzen. Besonders in den Fingerspitzen (Daumen und der kleine Finger ausgeschlossen). Am Tage ist es erträglich. Meine Hand fühlt sich sehr Schwer an und auch irgendwie als wäre es eingeschlafen. Aber das ist es nicht... Das fühlt sich anders an. Und es ist sehr Schmerzhaft. Werde deswegen nachts immer wach. Und einen Wecker brauche ich schon lange nicht mehr.
    Darauf gekommen bin ich weil mein Vater das gleiche wie ich habe. Und er hat Rheuma am Rechten Arm. Soll ja vererblich sein.
    Und irgendwie trau ich mich nicht damit zum Arzt. Was passiert dann mit mir? Ich bin doch erst 21!!!

    Bitte helft mir. Vielleicht ist es doch was anderes?

    Guardian Angel
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Guardian Angel,

    sei erst einmal herzlich willkommen hier!

    Was Du hast, kann Dir leider nur ein Arzt sagen. Also musst Du Deine Scheu davor wohl überwinden. Keine Angst, der bringt Dich schon nicht um ;) .

    Grundsätzlich: Arthritis ist keine Alterserscheinung, sondern kann bereits Säuglinge treffen. Zudem wird Arthritis an sich nicht vererbt, eine Disposition dafür allerdings schon.

    Also, gib Dir einen Ruck und lass Dich vom Hausarzt zu einem internistischen Rheumatologen überweisen!

    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti
     
  3. sgundi

    sgundi Registrierter Benutzer

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    gehe zum Doc

    Hallo Guardian,
    ich würde dir auch empfehlen zu einem Arzt zu gehen. Die Ungewissheit macht dir ja auch Angst und bei einer Gewißheit weißt du dann was du tun kannst um die Probleme zu kindern oder/und zu beheben. Ich trage phasen weise z.B. eine Hndgelenksschiene wegen Problemen (Schmerzen und einschalfen der linken Hand, bzw. des Armes. Die trage ich dann nachts und nach einer weile sind die Probleme wieder weg.
    Also keine Angst - einfach abklären lassen und dann je nach Diagnose weitersehen.
    Ich finde es ist immer besser den Tatsachen ins "Auge" zu sehen und nicht vor ihnen weg zu laufen. Die Tatsachen sind im Endeffekt meistens eh schneller ;)
    Gruß Sigrid
     
  4. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo Guardian Angel,

    du schreibst nichts von Schwellungen, deshalb können deine Probleme durchaus auch von einer Sehnenscheidenentzündung herrühren.

    Du solltest auf jeden Fall zum Arzt gehen, damit das abgeklärt werden kann!

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  5. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Ulmka,

    auch bei Sehnenscheidenentzündungen können fette Schwellungen entstehen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Umgekehrt: Bei meinen ersten Rheumaschüben waren kaum bis keine Schwellungen erkennbar, die kamen erst später.

    Grüßle von
    Monsti
     
  6. nenufar

    nenufar immer am dazulernen...

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    hallo schutzengel...

    erstmal herzlich hallo - ob mit oder ohne rheuma - mit deinen fragen bist du hier schon richtig. du hast auch schon gemerkt, es gibt immer leute hier, die gerne weiterhelfen und unterstützen. und du wirst ernst genommen mit deinen sorgen. und im moment machst du dir offensichtlich sorgen...
    ob du wirklich rheuma hast - wie schon von anderen hier gesagt - kann nur ein arzt (rheumatologe) feststellen. es kann ja durchaus auch was anderes sein - vielleicht auch eine blockade in der wirbelsäule... da hat man auch manchmal so erscheinungen, wie du beschreibst.
    es gibt so viele sachen, was los sein könnte.
    gesetzt den fall, du hast rheuma in irgendeiner form (auch da wieder gibt es so viele verschiedene formenkreise), hast du in deinem alter und dem medizinischen fortschritt alle chancen, die krankheit so in den griff zu bekommen, daß kaum etwas davon übrig bleibt. die chance hatte ich leider nicht und so kann ich dir nur raten, geh zum arzt und kläre alles ab. je eher du weißt, was los ist mit dir um so eher kannst du wieder positiver durchs leben gehen.
    ich wünsch dir eine ruhige nacht und baldige gewißheit, was los ist mit dir
    alles liebe weiterhin
    nenufar
     
  7. Danke für die Antworten. Und das ihr mich ernst nimmt. Ich werde wohl zum Arzt gehen müssen. War schon seit letzten Jahr nicht mehr da. Ich weiß auch gar nicht ob es hier einen Rheumatologe gibt. Wenn ich ehrlich bin hab ich mich nie damit beschäftigt. Was Rheuma ist und woher es kommt. Nur mein Vater sagte mir eben das es in der Familie liegt und es danach aussieht als wäre ich auch davon betroffen.

    Geht das auch irgendwann mal weg? Ich meine muss ich jeden Tag damit leben? Nachts vor Schmerzen aufwachen und erstmal ein paar runden durch die Zimmer laufen? Fragen über Fragen. Was sind das eigendlich für untersuchungen? Wirklich nur eine Blutabnahme und das wars?

    GAngel
     
  8. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi GAngel,

    öhm, mein Rheumatologe ist auch ca. 130 km von uns weg ... und das ist hier der nächste, zu dem ich gehen kann. Klar, das stört mich schon, aber glücklicherweise muss man ja nicht so oft hin. Normalerweise müsste Dir Dein Hausarzt einen internistischen Rheumatologen empfehlen können. Es gibt auch die Möglichkeit, sich in eine Rheumaklinik aufnehmen zu lassen. So ein stationärer Aufenthalt ist zwar nicht doll, aber dafür hast Du alles in einem Haus und ersparst Dir viel Rennerei (z.B. CT, MRT etc.).

    Aber mal ein bisserl zum Ablauf (so jedenfalls war es bei mir): Erst mal ein sehr ausführliches Gespräch mit 1000 Fragen, danach körperliche Untersuchung und Blutabnahme, anschließend Röntgen und Ultraschall. Das isses erst mal beim ersten Besuch.

    Bei der Rheumaambulanz Innsbruck (wo mein Rheuma-Doc sitzt) ist es so, dass wenig später sowohl ich wie auch mein Hausarzt einen Arztbericht erhält (Diagnose oder Verdachtsdiagnose und Vorschlag für das weitere Vorgehen). Alles andere übernimmt dann erst mal der Hausarzt (notfalls nach telefonischer Absprache mit dem Rheumatologen).

    Im Schnitt bin ich 1-2x im Jahr beim Rheumatologen. Die regelmäßigen Blut- und Harnuntersuchungen wegen der Medikamente macht mein Hausarzt, von diesem bekomme ich auch die erforderlichen Rezepte.

    Solltest Du tatsächlich eine systemisch entzündliche rheumatische Erkrankung haben, so solltest Du Dich auf eine langfristige Einnahme von Medikamenten einstellen. Die meisten rheumatischen Erkrankungen sind nicht heil-, aber gut behandelbar. Mit Basismedikamenten kann der Krankheitsverlauf stark verlangsamt bis gestoppt werden, so dass Du bei guter medikamentöser und innerer Einstellung ein ganz normales Leben führen kannst und auch weitgehend schmerzfrei bist.

    Es gab Zeiten, da kam ich nicht mehr ohne Hilfe aus dem Bett, konnte mir kaum mehr die Zähne putzen, eine Kaffeetasse halten, geschweige denn mir ein Brot schmieren. Naja, Schraubverschlüsse und Türschlösser öffnen oder selber Autofahren ging natürlich auch nicht mehr. All das ist weitgehend Vergangenheit.

    Dank Basismedikament (plus im Moment noch Cortison) kann ich heut längst wieder in unseren Bergen wandern und hänge jeden kerngesunden, aber untrainierten Urlauber lässig ab. Ich buddle im Garten und erledige meinen Haushalt wie gesunde Leute auch.

    Also, sei optimistisch! So wie es jetzt ist, wird es mit passender Behandlung nicht bleiben!
    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti
     
  9. Magenta

    Magenta Buhfrau

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    Hi,

    ich hatte mal solche Beschwerden und das hat sich dann als Carpaltunnelsyndrom herausgestellt. Dabei wird der Nerv Medianus im Carpaltunnel (im Handgelenk) eingeengt. Die Folgen sind sehr unangenehm: Kribbeln in den Fingern, sobald man etwas anfaßt, Taubheitsgefühl, manchmal fast so was wie "elektrische Schläge" bei bestimmten Bewegungen (z.B. Fenster putzen) und nachts sehr starke Schmerzen. Dabei mußte ich immer aufstehen, bis es sich wieder beruhigte - kaum legte ich mich wieder hin, ging es von neuem los. Ätzend.Damals war ich so alt wie Du - 21 - und deshalb wurde die richtige Diagnose lange nicht gestellt, weil man der Meinung war, so junge Frauen könnten das Carpaltunnelsyndrom noch nicht haben (tritt meist erst ab dem 40. Lebensjahr auf und überwiegend bei Frauen). Letzendlich hat dann eine kleine Op das Übel ein für alle mal beseitigt.
    Weiß natürlich nicht, ob Deine Beschwerden auch darauf hindeuten.

    Gruß,
    Magenta
     
  10. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Magenta,

    aber beim Carpaltunnel-Syndrom ist auch der Daumen beteiligt. Angel schreibt aber, Daumen und kleiner Finger seien ausgenommen. Das ist doch ziemlich untypisch, außer Angels Nerven verlaufen ganz anders als die von Otto-Normalmensch ... Ich hab dieses lästige Syndrom ja auch. Betroffen sind aber nur Daumen, Zeige- und etwas auch der Mittelfinger, und das wurde ganz klar als Carpaltunnelsyndrom diagnostiziert. Oder bin ich vielleicht diejenige, die an beiden Händen anatomisch unüblich zusammengebastelt wurde????

    A liaba Gruaß von
    Monsti
     
  11. Magenta

    Magenta Buhfrau

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    Hi Monsti,

    bei mir war der Daumen nicht beteiligt *g*. Hat seinerzeit die Diagnose auch etwas erschwert. Ich hatte es nur an einer Hand - Du an beiden? Hast Du das Leiden immer noch?

    Ein Servus nach Tirol ;)
    von Magenta
     
  12. Monsti

    Monsti das Monster

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    Servus Magenta,

    ich hatte es an beiden Händen. Seidem sich aber mit Arava die dauernden Sehnenscheidenentzündungen verflüchtigt haben, hat sich auch das mit den tauben Fingern weitgehend erledigt - ein Glück! Was jetzt aber noch ist: Ich kriege ganz oft Krämpfe in den Fingern (Daumen bis Mittelfinger), sobald ich etwas länger festhalte. Dann stehen die Teile wild durcheinander, werden urplötzlich schneeweiß und kalt ... Ob das auch mit dem Carpaltunnelsyndrom zusammenhängt, weiß ich nicht. Ich weiß nur: Es nervt. :(

    Grüßle von
    Monsti
     
  13. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo Monsti, hallo Magenta, hallo Schutzengel :)

    ich kämpfe auch gerade mit 2 tauben Fingern und habe mich deshalb mal schlau gemacht: es gibt mindestens 3 verschiedene Sehnenscheidenentzündungen am Handgelenk, weil sich 3 Hauptnerven (Nervus ulnaris, Nervus radialis und Nervus medianus oder so ähnlich) für die Hand durchs Handgelenk quetschen: beim Karpaltunnelsyndrom sind, glaube ich, eher kleiner Finger, Ringfinger und z.T. Mittelfinger betroffen, bei der Tendovaginits nach Quervain Daumen, Zeigefinger und eine Seite des Mittelfingers. Wie die dritte Variante 'in der Mitte' heißt, weiß ich nicht.

    Es ist also durchaus möglich, dass ihr alle 3 verschiedenen Sehnenscheidenentzündungen habt und das deshalb unterschiedliche Finger betroffen sind.

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  14. Monsti

    Monsti das Monster

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    Carpaltunnelsyndrom

    Hi Ulmka,

    ich will jetzt echt nicht rechthaberisch daherkommen, aber drei Ärzte unterschiedlicher fachlicher Schwerpunkte hatten mir unabhängig voneinander gesagt, dass normalerweise Daumen, Zeige- und Mittelfinger betroffen sind. Alles andere sei untypisch.

    Ich gebe zu, ich habe keine Ahnung von den Verläufen der Nervenbahnen. Bezüglich der Sehenscheidenentzündungen weiß ich nur, dass bei mir an der einen Hand vorwiegend die Streck-, an der anderen Hand vor allem die Beugesehnen betroffen sind. Die Taubheit war aber immer an beiden Händen gleich.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  15. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo Monsti,

    ich habe meine Informationen von hier und hier , die anderen Quellen finde ich nicht mehr :rolleyes:

    Es kann na klar auch sein, dass ich mich vertan habe ...

    Liebe Grüße

    Ulmka