Magengeschwür / Darmentzündung, kann das von MTX kommen oder nur von Cortison und geleg. Diclo?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von kruemel, 8. Dezember 2018.

  1. Banditensocke

    Banditensocke Aktives Mitglied

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    Ich ergänze folgendes:

    Heilerde Kapseln können sehr wohltuend wirken. Die gibt es in jedem Drogeriemarkt.

    Ebenfalls sehr hilfreich, aber teurer ist Huminsäure, Handelsname eines Präparates wäre Activomin. Vom Hersteller gibt es auch Präparate in flüssiger Form.

    Huminsäuren haben eine schleimhautabdeckende und regenerierende Wirkung, ausserdem binden sie Giftstoffe, Bakterien, Viren und neutralisieren Endotoxine. Sie wirken fungizid, also gegen Pilze und sind entzündungshemmend.

    Huminsäuren werden häufig in der Tiermast eingesetzt, daher weiss man auch ganz gut, wie sie wirken.

    Es gibt eigentlich nur einen Aspekt, den man beachten muss: Man sollte sie in zeitlichem Abstand (2 - 3 Stunden) zu Medikamenten einnehmen.

    Ich kenne Huminsäuren aus eigener Erfahung im Kontext CED. Nebenwirkungen hatte ich davon keine.
     
  2. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Zum Activomin möchte ich bemerken, dass es mich ganz schön gebeutelt hat.

    Man nimmt es zur Darmentgiftung (bei mir im Zusammenhang mit meinem Candida Albicans), und es bindet nicht nur die Giftstoffe, sondern leider auch die Medikamente. Und zwar ohne Prüfung werden alle antransportiert, die nicht nach 2-3 Stunden gewirkt haben. Und manche werden erst langsamer vom Körper aufgenommen, weil vielleicht grad eine Störung des Magen-Darmtraktes vorliegt.
    Es steht zwar drin, dass man es im Abstand zu Medikamenten nehmen soll, aber es bindet leider auch langsamer wirkendende Medis, die sich nicht Retard-Tabletten nennen. Bei mir warens die Betablocker und Blutdruckmittel. Wie es beim Blutverdünner war, konnte man nicht feststellen.

    Es ist also ein sehr wirksames Mittel zur Entgiftung, und als Magenschoner würde ich es eher nicht einsetzen. Da würde ich auf Heilerde zurückgreifen.
     
  3. Banditensocke

    Banditensocke Aktives Mitglied

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    Ich denke, dass das eine sehr individuelle Geschichte ist - man muss aufmerksam bleiben und schauen, ob es passt. Mein Stoffwechsel läuft ziemlich rasant, d.h. ich bin mit den 2 Stunden gut bedient, nehme aber auch keine Retard oder Medikamente, die langsam resorbiert werden. Bedingt durch meine Grunderkrankung wird manches ohnehin intravenös oder im substituiert.

    Wie gesagt: individuelle Erfahrungen ersetzen nicht eigene Forschung und Absprache mit dem behandelnden Arzt.
     
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  4. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Heilerde finde ich auch eine gute Alternative am besten in Wasser aufgelöst oder wers nicht runter bringt die Kapseln, doch besser wirken tut sie wenn man einen Löffel in Wasser auflöst.
     
  5. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    @kruemel

    Es obliegt selbstverständlich jedem selbst, zu entscheiden, wie er sein Magengeschwür (immerhin eine endoskopische Diagnose mit strukturellen Konsequenzen und potenziellen Komplikationen) behandelt bzw. von wem er sich hinsichtlich der Behandlung inspirieren (oder gar beraten??) lässt.
    Ich persönlich würde Dir von Experimenten abraten, die von wohlmeinenden Dritten ohne Kenntnis der histologischen Gegebenheiten und der Risiken empfohlen oder befürwortet oder durchgeführt werden - und mich auf den Arzt verlassen, der das Problem dingfest gemacht hat.

    Es gibt eine Menge Hausmittelchen, die man sicher probieren KANN, wenn man eine banale, kurzfristige milde Gastritis hat; kompliziertere Sachlagen (wie offensichtlich bei Dir der Fall) sind selten mit "einfachen" Rezepten zu beheben und benötigen mehr als Ratschläge aus dem großen Buch der Hausmedizin ;)
     
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  6. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ärzte sind schnell mit der Verschreibung von PPI, wahrscheinlich weil es ein billiges Medikament ist oder warum auch immer.

    Mir ist das auch bereits einige Male passiert. Ich gehe regelmäßig zur Magenspiegelung (aufgrund der Sklerodermie) und es wurden bereits einmal kleine Magengeschwüre festgestellt und ein anderes Mal eine Entzündung an der Speiseröhre. Ich habe das beide Male mit Bentonit, Heilerde und Leinsamen weg bekommen, auch viel Apfelessig im Salat und täglich ein paar ungesalzene Erdnüsse und leicht verdauliche Nahrung, alles gedünstet bzw. gekocht, wenig Rohkost, viele Pellkartoffeln usw. was man eben alles selbst beitragen kann an basischer Ernährung.

    Selbstverständlich kann das jeder selbst entscheiden, wie er handeln wird, muss man halt das Nutzen- Schadenrisiko abwägen.

    Gruß Mara
     
  7. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Mara,

    1. Ich gehe davon aus, dass niemand kontrolliert hat, dass die "Geschwüre" weg sind.

    2. Ich habe schon verstanden, dass Du der Meinung bist, dass Du das besser kannst als die Experten - jeder ist schließlich gefühlt "Experte" für sich selbst....

    3. Deine gebetsmühlenartigen Einlassungen zu PPI (und anderen Medikamenten) haben mit der Sachlage bei kruemel wenig bis nichts zu tun. Dir sind die möglichen Schäden und Folgen (eines Geschwürs mit - Zitat - strukturellen Veränderungen im Dünndarm!) und somit auch der Nutzen der Einnahme von PPI offenbar wenig präsent. Das ist nicht so schlimm, aber ich finde es gewagt, ohne diese Kenntnis Andere vom angenommenen "Nutzen" der selfmade-Therapie (bei Dir) und vom "Schaden" durch die PPI-Einnahme überzeugen zu wollen.

    Was ist, wenn es zu einer Blutung oder einer Perforation oder einem Umbau kommt?
    Wissen wir das als komplett Außenstehende?
    Bisschen viel Küchenmedizin, meinst Du nicht auch?
     
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  8. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Selbstverständlich wurde das kontrolliert, ich schrieb doch, dass ich regelmäßig zur Magenspiegelung gehe.

    Krümel muss selbstverständlich selbst entscheiden was sie tut und bei Entzündungen im Darm sieht das wahrscheinlich wieder ganz anders aus, dennoch wollte ich meine Erfahrungen berichten und verdeutlichen, wie schädlich PPI sind.
     
  9. Silvi

    Silvi Registrierter Benutzer

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    Du sprichst mir aus der Seele Resi! Und genauso gebetsmühlenartig kommt die Antwort, das selbstverständlich jeder für sich entscheiden muss..... aaaaaaaaaaaaber die ganz schlimmen eigenen Erfahrungen........wird man doch wohl noch berichten dürfen. Ein Perpetuum mobile, egal um welche "schrecklichen" Medikamente es sich handelt.
     
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  10. kleine Eule

    kleine Eule Registrierter Benutzer

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    Zu Beginn der rheumatischen Erkrankung hat mir die damalige HÄ Diclofenac verschrieben. Das habe ich drei Wochen genommen, dann kam es zu einer Magenblutung, ohne Vorwarnzeichen. Man kann also nicht immer erkennen, ob sich da ein echtes Problem zusammenbraut. Mit hochdosierten PPI und sehr vorsichtiger Ernährung wurde es im Laufe mehrer Wochen besser und die PPI wurden langsam reduziert und ausgeschlichen, also nicht abrupt abgesetzt.
    Ich denke, es besteht schon ein Unterschied darin, ob man solche Medikamente bei akuten Problemen nimmt oder ob man sie Jahre lang nimmt, ohne zu hinterfragen, ob es Alternativen gibt.
     
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  11. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Das Eine ist der Umstand, von dem oben nach meinem Dafürhalten die Rede ist - und das Andere, nämlich die Verteilung von PPI wie Bonbons an jeden, dem es einmal wo zwickt oder der keinen wirklichen Grund dafür hat, schlichtweg Unfug.
    In Deinem Fall ist das m. E. lege artis gelaufen ;)
     
  12. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ist doch prima Silvi, dass wir nicht alle der selben Meinung sind, sonst würde ein Forum doch gar keinen Spaß machen.

    Ich grüße dich,
    Mara
     
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  13. kruemel

    kruemel Registrierter Benutzer

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    Hallo an alle die sich hier ausgetauscht haben.
    Und welch Zufall, denn heute wurde die Kontrollspiegelung gemacht.

    Und es ist alles ganz gut abgeheilt. Ich bin sooo froh.:a smil08: Muss aber künftig aufpassen und früher die Symptome ernst nehmen, sonst kann es, wie Resi schrieb, gefährlich werden.

    Ich habe mich genau an die Empfehlungen und Anweisungen der behandelnden Ärzte gehalten. 4 Wochen 40 mg morgens und 40 mg abends Omeprazol. Ich habe das sehr gut vertragen. Seit 3 Wochen 40 mg morgens und in einer Woche Reduktion auf 20 mg morgens bis zum nächsten Rheumaarzttermin Ende Februar. Dazu habe ich eh vorher schon meine Ernährung umgestellt und esse kleine Mahlzeiten, fast kein Zucker mehr, kaum Kohlehydrate und mehr in die basische Richtung gegessen. Aber nicht "verbissen" Ausnahmen gibt es hier und da;). Nun bin ich froh, dass sich soweit alles stabilisiert hat. NSAR darf ich weiterhin nicht nehmen.

    Zwischen den Jahren habe ich alternativ, um die Schübe und Schmerzen zu reduzieren, eine Radon Kur gemacht. Seit 2 Wochen geht es mir etwas besser, wenn auch noch nicht ganz schmerzfrei. Ob es langfristig helfen wird, werde ich nun abwarten. Auch wurde das MTX, das ich vor 3 Wochen wieder begonnen habe, von Tabletten auf PEN-Spritzen umgestellt. Vorerst weiter mit 15 mg. Der neue Rheumatologe wird mittelfristig schauen ob wir an der Basis etwas ändern oder dabei bleiben, je nach dem ob und wie Schübe kommen.
    Ich bedanke mich bei Euch allen für Eure Tipps! Ich denke wie Resi, dass in einer solchen akuten Geschichte die Medis ihre Berechtigung haben und sie haben ja auch gut gewirkt, obwohl ich ängstlich und skeptisch war.
    Bei leichten Magenproblemen kann man sicher auch mal Alternativen einsetzen. Das tue ich auch um Entzündungen zu verbessern. Aber alles in Maßen und in Absprache mit den Docs.
    Euch allen liebe Grüße :1syellow1:
    die kruemel:)
     
  14. Uschi(drei)

    Uschi(drei) Registrierter Benutzer

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    @ Kruemel ich wünsche Dir ganz einfach gute Besserung!

    Grüßle
    Uschi
     
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  15. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Also bei einem Magengeschwür ist Heilerde, Rollkur etc. sicherlich nicht genug. In diesem Fall würde ich auch auf Protonenpumpenhemmer zurückgreifen. aber man kann ja zusätzlich, Heilerde, Rollkur etc. probieren.
     
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