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Männer habens schwer *seufz*

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Sulkie, 28. Juni 2003.

  1. Sulkie

    Sulkie Alpaka-Infizierte

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    181
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    0
    Ort:
    irgendwo im schönen Westerwald
    Ich habe jemanden kennen gelernt!

    Von einem unbekannten Autor:

    Mal abgesehen vom Sex - Frauen nerven im Bett. Wenn ich von der Erotik
    einmal absehe, haben mir Frauen im Bett nichts als Ärger eingebracht. Mit
    Wehmut denke ich manchmal an die Teenagerzeiten zurück, in denen ich entweder
    allein und entspannt die Nachtruhe genoss oder nur vorübergehend mit einer
    Frau das Bett aufsuchte. Die Probleme fingen erst so mit Anfang zwanzig an,
    als man das Nachtlager "wie Mann und Frau" teilte, sprich: vom Einschlafen
    bis zum Aufstehen. Hieraus muss ich eine ganz bittere Bilanz ziehen.
    "Nächte des Grauens" ist noch untertrieben. Am Tage durchaus abgeklärte,
    zupackende und moderne Frauen mutieren angesichts von Federkern und Daune
    ausnahmslos zu verwöhnten, lebensuntüchtigen, egoistischen Zicken. Wie ich
    jetzt an einigen Beispielen schlüssig beweisen werde.

    Beginnen wir mit dem unerfreulichen Thema "Mücken". Vorweg muss ich sagen,
    dass ich im Sommer grundsätzlich ganz gern neben einer Frau liege, weil ich
    dann von Stechmücken verschont bleibe. Die stürzen sich immer auf meine
    Partnerin. Das ist bitter, tut mir persönlich auch wirklich leid, ist aber
    noch lange kein Grund, mich grob wach zu jammern: "Ich bin völlig zerstochen".
    Mit einer Stimme, die im Grenzbereich zwischen Hysterie und
    Nervenzusammenbruch moduliert. Der Auftrag an mich, dem männlichen
    "Sicherheitsbeamten", ist klar: "Steh auf und geh Mücken jagen". Ich weiß
    nicht, warum Frauen selbst keine Mücken jagen. Warum sie im Bett liegend den
    Späher machen, auf schwarze Punkte an der Decke deuten und "Da!" rufen. Ich
    weiß vor allem nicht, weshalb ich immer wieder gähnend, mit zerzaustem Haar
    und einer zusammengerollten Zeitung auf der Matratze stehe und auf Zuruf
    Tiere totschlage.

    Sex... am liebsten in der Löffelchen-Stellung. Ich liebe diese
    Schlafposition, weil sie mich in dem Grundvertrauen in die Richtigkeit
    meines Daseins bestärkt. Nun gibt es aber zahlreiche Frauen, die sich
    anfangs sehr anschmiegsam geben und leidenschaftlich "löffeln", sich aber,
    wenn es um die endgültige Schlafposition geht, als sehr hartleibig erweisen.
    Sie stoßen sich mit der einen Hand von mir los, ergreifen mit der anderen
    Hand die eigene Bettdecke und verteidigen dieses Refugium mit erbitterter
    Gegenwehr. Und ich muss geduldig warten, bis die
    Meine-Decke-gehört-mir-Autistin endlich in den Schlaf gesunken ist und ich
    beginnen kann, vorsichtig robbend, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Wenn
    ich dann, nunmehr halbherzig löffelnd, in tiefen Schlaf gesunken bin, kommt
    häufig schnell die nächste Gemeinheit. Ein brutaler Stoß, meist mit dem
    Ellbogen ausgeführt, trifft mich in die Seite. Ich schrecke hoch und höre
    eine schneidende Stimme: "Du schnarchst!". So was würde ich nie tun. Ich
    finde es bezaubernd, wenn sie im Schlaf redet oder ein bisschen vor sich hin
    blubbert. Nie würde ich mit dem Ellbogen stoßen. Aber Frauen ist es ja egal,
    ob man frühmorgens einen wichtigen Termin hat. Nach der Tat sinken sie
    umgehend wieder in den Tiefschlaf, und ich liege mit tellergroßen Augen in
    der Dunkelheit und finde keine Ruhe.

    Grauenhaft ist auch eine andere Variante der körperlichen Attacke. Da liegt
    man wohlig unter seiner Decke und ist am Wegnicken und dann kommen sie:
    kalt, eiskalt. Gefrorene Frauenfüße schieben sich langsam und unaufhaltsam
    zwischen die männlichen Schenkel. Dort sollen sie gewärmt werden. Der Mann
    zuckt zurück, windet sich, versucht die Flucht, aber die weichen Gletscher
    unter der Decke sind stärker. Alle Frauen haben kalte Füße! Alle! Und sie
    kennen kein Erbarmen. Stumm, aber fordernd kommen sie in der Nacht gekrochen
    und saugen Körperwärme im Gigawatt-Bereich ab. Schrecklich!

    Manchmal geben sie aber auch dann keine Ruhe, wenn man ihre Permafrost-Füße
    enteist, das Schnarchen eingestellt und dem Löffeln entsagt hat. Denn dann
    haben sie was gehört. "Da ist doch jemand", raunen sie, "Da hat doch was
    geknackt" oder "Hörst du diese komischen Geräusche?" Die Botschaft ist
    erneut glasklar: Mann, pack dir einen hölzernen Kleiderbügel oder sonst eine
    behelfsmäßige Waffe, wag dich in die dunkle Wohnung und vertreib den
    Einbrecher, so du einen findest. Klar, dass jeder Mann dem tiefverwurzelten
    Instinkt zum Schutze der Sippe folgt und in Socken und Unterhosen wie ein
    Depp im Dunklen umherstolpert. Um dann frierend und unverrichteter Dinge
    wieder zur (natürlich tiefschlafenden) Partnerin zurückzukehren.

    Wer meint, mit dem Morgengrauen sei der Ärger ausgestanden, irrt! Wie in
    einem Horrorfilm, der scheinbar seinen gruseligen Höhepunkt erreicht hat und
    dann noch mal entsetzlich zuschlägt: Die Rede ist von unterschiedlichen
    Schlaf- und Wachrhythmen. Ich arbeite eben bis in die frühen Morgenstunden
    und stehe folgerichtig nicht gerade mit den Hühnern auf. Kein Problem für den
    Alleinschläfer. Was aber soll ich mit einer Frau machen, die morgens um
    siebenkerzengerade nachfedernd im Bett sitzt, Langeweile hat, sich laut und
    vernehmlich reckt, gähnt, räuspert, aufdringlichen Körperkontakt sucht und
    am Ende gar flüssige Konversation fordert? Nachdem ich blutsaugende Insekten
    zur Strecke brachte, zum Dank dafür Ellbogen - Checks kassierte und unter die
    eigene kalte Bettdecke verbannt wurde.

    Nach all dem reichte es mir irgendwann. Und zwar richtig. Eines frühen
    Morgens wurde ich durch die Frage: "Kannst du auch nicht mehr schlafen?"
    geweckt und herrschte die Frau neben mir rüde an: "Halt die Klappe und mach
    Frühstück!" Kurz danach fiel die Wohnungstür krachend ins Schloss, und ich
    musste mir das Frühstück selbst machen. Gibt es keine Hoffnung? Doch, die
    gibt es!!! Ich habe - nun ja - jemanden kennen gelernt. Und die ist anders!
    Sie ist anschmiegsam und kuschelt exzessiv. Ich darf in ihrer Gegenwart
    ausgiebig schnarchen. Wenn sie Geräusche hört, schaut sie selber nach dem
    Rechten. Mücken bringt sie mit geschickten Schlägen eigenhändig zur Strecke,
    und sie hat niemals kalte Füße. Gut, sie ist vielleicht ein bisschen
    verspielt.

    Aber welche Katze ist das nicht? :D
     
  2. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    *schmunzel*

    Hallo Sulkie,

    irgendwie kommen mir einzelen Passagen doch ein klitzekleines bißchen bekannt vor - warum bin ich nicht auch schon auf die Idee mit der Katze gekommen?

    Liege Grüße

    Robert
     
  3. Mareen

    Mareen Guest

    Dank cP ist die Odyssee der kalten Füße endgültig vorbei. Meine haben soviel Hitze, dass sie sogar im Winter "draußen" schlafen müssen.
    Ich weiß gar nicht, was die Männer immer haben:D
     
  4. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    @ Mareen:

    Ganz einfach: Dank cP noch wärmere Knie!!!

    Liebe Grüße

    Robert
     
  5. merre

    merre Aktives Mitglied

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    ???

    Ne Katze??niiiiie
     

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  6. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Ich dachte schon ich wär extrem...

    aber bin ich anscheinend doch nicht. Ich erschlag die Mücken selbst und füchte meistens auf das Sofa wenn mein Männe schnarcht oder ich nicht schlafen kann. Was ihm aber irgendwie auch nicht passt...

    Schöne Geschichte und süße Katze (haben selber 2 davon)

    Lieben Gruß
    KayC (Katharina)
     
  7. Isi/Neuss

    Isi/Neuss Guest

    Ja ja...

    das mit den kalten Füßen kenne ich - aber ich frage, ob ich sie bei Göga mit unter die Decke schieben kann.
    Das mit dem Schnarchen: Manchmal hilft ein genervtes, aber lautes "MMMMHHHHHH".
    Dafür habe ich gestern Nacht eigenhändig ein Riesenmotte (ihr wisst alle, welche ich meine: die aus den japanischen Dokufilmen) erschlagen, weil ich aus dem Schlaf gerissen wurde, weil sie erst Göga geweckt hat und dann dauernd zwischen Fenster und Metall-Lamellen hin und her sauste (kennt ihr DIESES Geräusch?????)
    Frühstück muß eigentlich immer ich machen, da reden wir nicht mehr drüber - auch nicht in dem Ton...
    Und ansonsten tun mir die Männer manchmal wirklich leid: Wenn ich 50 % von dem Frauengerede abziehe, wenn sie sich über Gögas oder Leges lustig machen, dann möchte ich da nicht Mann sein.
    Ich sage immer: Besser einen Mann im Haus, wie gar keinen Ärger

    Ich wünsche allen einen schönen Wochenanfang

    lg
    Isi