Lanze für Ulla brechen
Also eigentlich hatte ich mir geschworen, ich misch mich in diese Diskussion nicht ein
Aber langsam nervt es mich doch, dass hier in letzter Zeit vielfach nur noch gejammert und (bis auf die Petition zur Heilmittelverordnung) nix getan wird - das bringt uns doch auch nicht weiter.
Klar war es super unklug zu denken, dass die Kassenbeiträge sinken würde (liegt ja nun nicht in letzter Instanz an der Politik, sondern an den Kassen selbst, die sich entschlossen haben, ihre Prioritäten derart zu setzen, dass sie statt einer Beitragssenkung erstmal ihre eigenen Defizite wieder ausbessern

), da gebe ich euch recht.
Aber jetzt mal Karten auf den Tisch: Was sollen die Politiker MACHEN?
Bisher kam immer nur, was sie NICHT tun sollen.
Okay, ihre eigenen Bezüge kürzen, fände ich sinnvoll. Und zwar nicht, weil wir dann sparen würden (das glaube ich nämlich im Endeffekt gar nicht mal), sondern einfach um ein solidarisches Zeichen zu setzen.
Aber was noch?
Es wäre gut, die Kürzungen so zu verteilen, dass sie einigermaßen gerecht verteilt sind.
Aber vielleicht müssen wir uns auch davon lösen (zumindest vorerst), dass der Staat uns alle Sorgen abnimmt.
Und warum ist es im Ausland völlig okay private Zusatzversicherungen abzuschließen, weil das Gesundheitssystem so marode ist, aber in Deutschland eine Zumutung. Das verstehe ich nicht.
Das ist doch wirklich zweigleisig gedacht.
Ich sage nicht, dass wir uns nicht wehren sollten. Auf keinen Fall.
Aber ich denke auch, dass wir unsere Augen nicht davor verschließen dürfen, dass sich einfach einiges ändern wird und muss, und wir deshalb unsere Kräfte darauf konzentrieren sollten, dass es dabei so gerecht wie möglich (d.h. ALLE müssen ETWAS zurückstecken) zugeht (.... und in vielen Punkten hat da die Gesundheitsreform natürlich echte Defizite - das sehe ich auch so... nur für's Protokoll

).
Aber insgesamt sollten wir uns auch einfach auf Einschnitte vorbereiten. Das Wirtschaftswunder ist zuende. Die Zeiten ändern sich, bzw. haben sich geändert.
Das fängt bei Arbeitslosigkeit, Perspektiven der Jugendlichen im Allgemeinen an, und hört auch bei chronischer Krankheit nicht auf.
So - und jetzt steinigt mich
flower