N
Norbert Jarzombek
Guest
Heilpflanzen bei Rheuma:
LÖWENZAHN, BRENNNESSEL UND CO.
Hallo Leute,
ein kürzlich bei uns gelaufener Beitrag über den Löwenzahnhonig
hatte mich neugiereig gemacht; dazu kommt, dass immer wieder
Fragen wie Beiträge zu Tees, Speisen, Umschläge etc. auftauchen,
zuletzt der über die Wirsingkohlwickel.
Nun habe ich mal willkürlich in rund 10 einschlägiger Bücher gesucht,
um zu sehen, was darin so alles als angebliche Rheumaheilpflanzen
irgendwo auftaucht (u.a.: R. Corcos: Das große Rezeptbuch
der Heilkräuter für Gesundheit und Schönheit, Bertelsmann-Verlag;
E. Hohenberger: Heilpflanzen, die wirklich helfen, Naturbuch-Verlag;
A. Stanway u.a.: Natürliche Medizin, Ravensburger Buchverlag).
Die dort enthaltenen Rezepte sind fast ausschließlich Rezepte
zur Herstellung von Tees, Tinkturen, Säften, Packungen usw. -
jedoch so gut wie nie Speiserezepte.
Da aber einige der angegebenen Pflanzen für oder als Speisen
verwendet werden können, habe ich in ein paar willkürlich aus-
gesuchten Kochbüchern und nicht so zufällig - denn ich wusste
vorher, dass darin etwas zu finden ist - in den Hobbythek-Büchern
nach Rezepten für sieben dieser essbaren Pflanzen nachgeschaut.
Die Rezeptliteraturhinweise beziehen sich auf:
HT1: Wolfgang Back, Jean Pütz: Das Hobbythek-Buch 1, Verlagsgemeinschaft Schulfernsehen
HT3: Jean Pütz: Das Hobbythek-Buch 3, Verlagsgemeinschaft Schulfernsehen
BR: Barbara Rütting: Mein Kochbuch, Mosaik-Verlag
KSH: Jutta Kürz: Das Kochbuch aus Schleswig-Holstein, Verlag W. Hölker
(Diese Bücher müssten in oder über .., Fernleihe, Eure örtlichen Büchereien
zu bekommen sein; in den anderen Büchern war nichts oder nichts
Wesentliches zu finden.)
Ich gebe die Liste zunächst kommentarlos wieder:
Algen, kwA
Arnika, Blüten f äußerliche Anwendungen
Artischocken, v.a. Blätter f Aufguss, Teemix
Bilsenkraut, Blätter, äußerliche Anwendung, GIFTIG!
Birke, Blätter, Saft, Saft- und Teemix etc.
Bitterorange, Schale, Zubereiten v. Getränken
Bittersüß, kwA, GIFTIG!
Bohnen, Schalen als Tee
Borretsch, Blüten, Teemix
BRENNNESSEL, s.u.
BRUNNENKRESSE, s.u.
Cayennepfeffer f. Massagen
Diptam zum Einreiben
Edellorbeer, Blätter und Früchte, für ?
Erdrauch, kwA
Erika als Tee
Esche, Blätter, Teemix
Eukalyptus, kwA
Farn, Kraut f äußerliche Anwendungen als Tinktur, EINIGE ARTEN GIFTIG!
Fieberkraut, kwA
Fichte, Teemix
Fliegenpilz f homöopat. Mittel, GIFTIG!
Geissblatt, Stengel, Absud, kwA
Weißer Germer, kwA, GIFTIG!
´Guajakholz, Holzspäne f Getränkemix
Hauhechel, Teemix
Herbstzeitlose, kwA, GIFTIG!
Heublume f Bäder, Umschläge, Packungen, "Heu(blumen)sack"
HOLUNDER, s.u.
Schwarze Johannisbeere, Blätter f. Tee u.a.
Johanniskraut, äußerlich als Tinktur
Kalk-Kugelblume, kwA
Kalmus, äußerlich als Tinktur, Öl, bedingt auch als Tee
Kamille, kwA
Kampfer, äußerlich
Kartoffeln f Breipackungen und Saft
Katzenpfötchen als Tee
Kermesbeere, getrocknete Wurzel, Tinktur, GIFTIG
Klette, Wurzeln f Teemix, Blätter f Umschläge
Knoblauch, u.a. als Tabletten
Koloquinte, kwA, GIFTIG!
Lärchenschwamm (ein, wenn ich mich nicht irre, SCHWACH GIFTIGer
Baumpilz) f Magenbitter, homöopat. Mittel, Speisen
Lampion(s)blume (=Judenkirsche), kwA
Lavendel, äußerlich
Lebensbaum, Teemix
Leberblümchen, Teemix
Lein, Samenöl zur Nahrung
Liebstöckel als Gewürz
Löffelkraut, kwA
LÖWENZAHN, s.u.
Echter Mädesüß, Spitzen f Getränke
Mate, Blätter f Tee
Meerettich (=Kren) als Destillat, Teemix, Gemüse, Gewürz, Salat
Melisse, Blätter f Getränke, Tee
Minze (Pfeffer- u.a.) f Tee, Getränkemix
Paprika, scharfer f äußerliche Anwendungen
Pastinak, f Gemüse, Salat
Preiselbeere, Blätter f ?
Primel, Blätter f Breiumschläge
Oliven, Öl, kwA
Orangen, Saft (s. auch Bitterorangen)
Raute, Blätter f Umschläge
Riedgras f Teemix
Rosmarin, zum Einreiben
Rottanne, Harz f äußere Anwendungen
Salomonsiegel, Wurzel, kwA, BEEREN GIFTIG!
Sandsegge, Wurzeln f Getränke
Sassafras, Rinde u Holz f Getränke
SAUERAMPFER, s.u.
Schafgabe f Getränke
Schlüsselblume f Salate u.a. Speisen, Tee, Teemix
Schwalbenschwanz, Wurzel, kwA, GIFTIG!
Seifenkraut, Wurzel f Teemix, LEICHT GIFTIG!
SELLERIE, s.u.
Senf, v.a. schwarzer f Breiumschläge und Bäder
Silberdistel, Wurzel, kwA
Spargel als Tee
Stechpalme, kwA
Sumpfklee, kwA
Teufelskralle, Wurzel, kwA (Anm.: gemeint ist die
namibische T., die nicht mit unseren heimischen
T.-Arten verwandt ist)
Thymian (insb. wilder), kwA
Veilchen als Saft
Vogelknöterich, zum Essen (wie und was ?)
VOGELMIERE, s.u.
Wacholder (in Ö.= Kranawit), Beeren, äußerliche Anwendung,
auch direkte Einnahme der Beeren o Extrakt
Walnuss, Blätter f Teemix
Wasserfenchel, Samen, kwA
Wegwarte f Tee- u Saftmix
Weide, Rinde, Kauen, Tee, Abkochungen, Pulverisierungen f Speisen
Weihrauch, Harz, kwA
Ysop, Blätter f Getränke
Rotbeerige Zaunrübe, äußerliche Anwendung, GIFTIG!
Zinnkraut (=Ackerschachtelhalm) f Teemix
Zitrone f Säfte, Tees, Speisen
Zypresse, kwA
(in jedem weiteren Buch findet man weitere Heilpflanzen
und weitere Anwendungsgebiete
Rezepte etc.
BRENNNESSEL
Brennnesselspinat HT3
Brennnesselsalat HT3
Russische Brennnesselsuppe HT3
Brennnessel-Sauerampfer-Suppe BR
Brennnesselsuppe BR
Brennnesseltee (bäh, besser als Mix 1/3 mit 2/3 Pfefferminztee)
Brennnesselsaft
auch: Anti-Rheuma-Decke aus Brennnessel-Fäden Hinweis:BR
BRUNNENKRESSE
Arabischer Salat BR
Suppa Hobbytheca Exquisita Bombastica HT1
auch f Saftmix
HOLUNDER (= FLIEDERBEERE)
Vom Holunder kann man fast alles verwenden:
Blüten, Dolden, Beeren, Blätter, Rinde, Wurzel.
In Teilen der Literatur wird in besonderem Maße die Blüte
als Heilmittel genannt, in anderen die Wurzel.
Die Möglichkeiten der Verwendung reichen von Dampfanwendungen
über Säfte und Tees (aus Blüten, Blättern u Wurzeln)
bis hin zu Speisen, wie Grützen (in Dänemark gibt es Röde
Gröde auch auch Fliederbeersaft), Götterspeisen,
Konfitüren, Marmeladen und Suppen usw.:
Flederbernsupp mit Klümp un Appeln KSH
Holunderblütensuppe KSH
Antjes Holunder-Sirup KSH
Ausgebackene Holunderblüten-Dolden KSH
Holunderblüten in Eierkuchenteig gebacken BR
Mutters Holundersuppe BR
Es ließen sich auch Fruchtgummis etc. herstellen
(Dazu u zu Speiseeis, Konfitüren etc.:
Jean Pütz, Christine Nicklas: Hobbythek: Süßigkeiten,
Bertelsmann-Verlag u.a.)
LÖWENZAHN
Kräuterschnaps "Frühlingserwachen" HT1 u HT3
Löwenzahnsalat nach Bauernart HT3
Gemüse aus Löwenzahn-Embryoblüten HT3
Gemüse aus Blättern des Löwenzahns HT3
auch als Teemix verwendbar
teilweise wird besonders die Wurzel des Löwenzahns
als heilend heraus gehoben
(Ich glaube, da waren auch mal Rezepte in der
gleichnamigen Kindersendung im ZDF)
SAUERAMPFER
Frankfurter Grüne Soße HT3
Sauerampfer-Gemüse HT3
Sauerampfer-Suppe HT3
Sauerampfer-Püree HT3
Brennnessel-Sauerampfer-Suppe BR
Sauerampfer a la Creme BR
SELLERIE
Mit Sellerie kann wohl jeder etwas anfangen;
auffällig ist, dass zum Teil insbesondere auf
das Selleriekraut hingewiesen wird, zum Teil
auf die Knolle für Selleriesaft, zum Teil auf den Samen
Kräuteressig a la Hobbythek HT 1
Suppa Hobbytheca Exquisita Bombastica HT1
Sellerie un Klümp KSH
Gebackene Selleriescheiben KSH
div. Suppen wie Kalbs-Suppe in KSH
div Suppen wie Doktorsuppe, Selleriesuppe in BR
div. Salate wie Bleichselleriesalat, Indischer Salat in BR
ausgekochter Selleriesaft (evtl. m Milch, Mehl u Muskatnuss)
gepresster Selleriesaft
als Tee mit Petersilie u Zinnkraut
VOGELMIERE
Suppe aus Vogelmiere HT3
Vogelmieren-Gemüse HT3
Grundsätzlich sollte man/frau sich bei den Heilkräutern,
denke ich, einige Fragen stellen, die zum Teil dieselben sind,
wie bei den Medikamenten:
1. Ist die Wirkung bewiesen?
Als bewiesen gilt die Wirkung von Brennnessel, Weide,
Arnika, Weihrauch, Teufelskralle (siehe dazu: H. Michels in
Schwind/Fausen: Mein Kind hat Rheuma - was kann ich tun?),
vielleicht kommt da noch die eine oder andere Pflanze hinzu.
Dies will ich nun mal so dahingestellt lassen und nicht hinterfragen.
Einige von diesen Pflanzen gibt es auch als Rheumapräparate
(z.B. Teufelskralle =Doloteffin), bei anderen haben die dort
entdeckten Wirkstoffe zur Entwicklung von Medikamenten
geführt (Weidenrinde>Salicin>Aspirin). Bei diesen Pflanzen
ist eine komplementäre, in Einzelfällen alternative Anwendung
mit Sicherheit möglich.
Bei anderen könnte die Häufigkeit der Erwähnungen als ein
Indiz für ihre Wirksamkeit gewertet werden. Das gilt so weit
ich sehe zum Beispiel für Wacholder, Birke, Sellerie, Meerrettich,
Schlüsselblume.
Ich denke, dass sich auch schon in meine Liste Pflanzen eingeschlichen
haben, deren angebliche heilende Wirkung bei Rheuma reiner Schmarrn
ist; aus dem hohlen Bauch heraus würde ich dazu die Zitrusfrüchte
zählen.
Im übrigen sollte auch ein möglicher Placebo-Effekt nicht übersehen
werden.
2. Welche schädliche Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten gibt
es bei den einzelnen Pflanzen - Meerettich sollte als Beispiel bei
Darmproblemen nicht gegeben werden. Sicherlich ist unter dem
Gesichtspunkt der Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten
nichts gegen Löwenzahn und Orangen einzuwenden.
3. Wie hoch müsste die zur Wirksamkeit notwendige Dosis sein?
Darauf gehe ich gleich noch in einem anderen Zusammenhang ein.
Gegen einen Salat mit Sellerie, Schlüsselblume, Brennnessel,
Weidenrindenpulver, Wacholderbeerenpulver, Birkenblättern,
Löwenzahn und Brunnenkresse ist bestimmt nichts einzuwenden
und der wird wohl auch eine Wirkung haben.
In der Ernährungsberatung für Rheumakranke wird vielfach auf eine
Vitamin-E-reiche Kost hingewiesen, weil Vitamin E als entzündungs-
hemmendes Zellschutzvitamin gilt.
Als besonders Vitamin-E-reich gelten
Weizenkeimöl (mit etwa 220 mg/100 g)
Diätmargarin (ca 70)
Sonnenblumenöl (ca 60)
Neben anderen Speiseölen und -margarinen besitzen auch
Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Mandeln, Mayonaise und
Roggenkeime mehr als 10 mg Vitamin E pro 100 g.
(Pflanzen mit viel Vitamin E sind: Brunnenkresse, Datteln,
Gerste[Samen], Sanddorn[Beeren].)
Angaben zufolge benötigen Gesunde 12 mg Vitamin E pro Tag;
bei Rheumakranken wird der tägliche Bedarf gleich mit 400 mg
veranschlagt. Also 200 g Weizenkeimöl - ist doch zu schaffen.
Oder? Wer 200 g Weizenkeimöl nicht schafft, wird wohl kaum
600 g Diätmargarine oder 6,7 kg Schwarzwurzeln oder
4,8 kg Nougat oder 1,5 kg Haselnüsse ... pro Tag vertilgen
können.
Idee gut - Ausführung naja.
Liebe Grüße
Norbert
LÖWENZAHN, BRENNNESSEL UND CO.
Hallo Leute,
ein kürzlich bei uns gelaufener Beitrag über den Löwenzahnhonig
hatte mich neugiereig gemacht; dazu kommt, dass immer wieder
Fragen wie Beiträge zu Tees, Speisen, Umschläge etc. auftauchen,
zuletzt der über die Wirsingkohlwickel.
Nun habe ich mal willkürlich in rund 10 einschlägiger Bücher gesucht,
um zu sehen, was darin so alles als angebliche Rheumaheilpflanzen
irgendwo auftaucht (u.a.: R. Corcos: Das große Rezeptbuch
der Heilkräuter für Gesundheit und Schönheit, Bertelsmann-Verlag;
E. Hohenberger: Heilpflanzen, die wirklich helfen, Naturbuch-Verlag;
A. Stanway u.a.: Natürliche Medizin, Ravensburger Buchverlag).
Die dort enthaltenen Rezepte sind fast ausschließlich Rezepte
zur Herstellung von Tees, Tinkturen, Säften, Packungen usw. -
jedoch so gut wie nie Speiserezepte.
Da aber einige der angegebenen Pflanzen für oder als Speisen
verwendet werden können, habe ich in ein paar willkürlich aus-
gesuchten Kochbüchern und nicht so zufällig - denn ich wusste
vorher, dass darin etwas zu finden ist - in den Hobbythek-Büchern
nach Rezepten für sieben dieser essbaren Pflanzen nachgeschaut.
Die Rezeptliteraturhinweise beziehen sich auf:
HT1: Wolfgang Back, Jean Pütz: Das Hobbythek-Buch 1, Verlagsgemeinschaft Schulfernsehen
HT3: Jean Pütz: Das Hobbythek-Buch 3, Verlagsgemeinschaft Schulfernsehen
BR: Barbara Rütting: Mein Kochbuch, Mosaik-Verlag
KSH: Jutta Kürz: Das Kochbuch aus Schleswig-Holstein, Verlag W. Hölker
(Diese Bücher müssten in oder über .., Fernleihe, Eure örtlichen Büchereien
zu bekommen sein; in den anderen Büchern war nichts oder nichts
Wesentliches zu finden.)
Ich gebe die Liste zunächst kommentarlos wieder:
Algen, kwA
Arnika, Blüten f äußerliche Anwendungen
Artischocken, v.a. Blätter f Aufguss, Teemix
Bilsenkraut, Blätter, äußerliche Anwendung, GIFTIG!
Birke, Blätter, Saft, Saft- und Teemix etc.
Bitterorange, Schale, Zubereiten v. Getränken
Bittersüß, kwA, GIFTIG!
Bohnen, Schalen als Tee
Borretsch, Blüten, Teemix
BRENNNESSEL, s.u.
BRUNNENKRESSE, s.u.
Cayennepfeffer f. Massagen
Diptam zum Einreiben
Edellorbeer, Blätter und Früchte, für ?
Erdrauch, kwA
Erika als Tee
Esche, Blätter, Teemix
Eukalyptus, kwA
Farn, Kraut f äußerliche Anwendungen als Tinktur, EINIGE ARTEN GIFTIG!
Fieberkraut, kwA
Fichte, Teemix
Fliegenpilz f homöopat. Mittel, GIFTIG!
Geissblatt, Stengel, Absud, kwA
Weißer Germer, kwA, GIFTIG!
´Guajakholz, Holzspäne f Getränkemix
Hauhechel, Teemix
Herbstzeitlose, kwA, GIFTIG!
Heublume f Bäder, Umschläge, Packungen, "Heu(blumen)sack"
HOLUNDER, s.u.
Schwarze Johannisbeere, Blätter f. Tee u.a.
Johanniskraut, äußerlich als Tinktur
Kalk-Kugelblume, kwA
Kalmus, äußerlich als Tinktur, Öl, bedingt auch als Tee
Kamille, kwA
Kampfer, äußerlich
Kartoffeln f Breipackungen und Saft
Katzenpfötchen als Tee
Kermesbeere, getrocknete Wurzel, Tinktur, GIFTIG
Klette, Wurzeln f Teemix, Blätter f Umschläge
Knoblauch, u.a. als Tabletten
Koloquinte, kwA, GIFTIG!
Lärchenschwamm (ein, wenn ich mich nicht irre, SCHWACH GIFTIGer
Baumpilz) f Magenbitter, homöopat. Mittel, Speisen
Lampion(s)blume (=Judenkirsche), kwA
Lavendel, äußerlich
Lebensbaum, Teemix
Leberblümchen, Teemix
Lein, Samenöl zur Nahrung
Liebstöckel als Gewürz
Löffelkraut, kwA
LÖWENZAHN, s.u.
Echter Mädesüß, Spitzen f Getränke
Mate, Blätter f Tee
Meerettich (=Kren) als Destillat, Teemix, Gemüse, Gewürz, Salat
Melisse, Blätter f Getränke, Tee
Minze (Pfeffer- u.a.) f Tee, Getränkemix
Paprika, scharfer f äußerliche Anwendungen
Pastinak, f Gemüse, Salat
Preiselbeere, Blätter f ?
Primel, Blätter f Breiumschläge
Oliven, Öl, kwA
Orangen, Saft (s. auch Bitterorangen)
Raute, Blätter f Umschläge
Riedgras f Teemix
Rosmarin, zum Einreiben
Rottanne, Harz f äußere Anwendungen
Salomonsiegel, Wurzel, kwA, BEEREN GIFTIG!
Sandsegge, Wurzeln f Getränke
Sassafras, Rinde u Holz f Getränke
SAUERAMPFER, s.u.
Schafgabe f Getränke
Schlüsselblume f Salate u.a. Speisen, Tee, Teemix
Schwalbenschwanz, Wurzel, kwA, GIFTIG!
Seifenkraut, Wurzel f Teemix, LEICHT GIFTIG!
SELLERIE, s.u.
Senf, v.a. schwarzer f Breiumschläge und Bäder
Silberdistel, Wurzel, kwA
Spargel als Tee
Stechpalme, kwA
Sumpfklee, kwA
Teufelskralle, Wurzel, kwA (Anm.: gemeint ist die
namibische T., die nicht mit unseren heimischen
T.-Arten verwandt ist)
Thymian (insb. wilder), kwA
Veilchen als Saft
Vogelknöterich, zum Essen (wie und was ?)
VOGELMIERE, s.u.
Wacholder (in Ö.= Kranawit), Beeren, äußerliche Anwendung,
auch direkte Einnahme der Beeren o Extrakt
Walnuss, Blätter f Teemix
Wasserfenchel, Samen, kwA
Wegwarte f Tee- u Saftmix
Weide, Rinde, Kauen, Tee, Abkochungen, Pulverisierungen f Speisen
Weihrauch, Harz, kwA
Ysop, Blätter f Getränke
Rotbeerige Zaunrübe, äußerliche Anwendung, GIFTIG!
Zinnkraut (=Ackerschachtelhalm) f Teemix
Zitrone f Säfte, Tees, Speisen
Zypresse, kwA
(in jedem weiteren Buch findet man weitere Heilpflanzen
und weitere Anwendungsgebiete
Rezepte etc.
BRENNNESSEL
Brennnesselspinat HT3
Brennnesselsalat HT3
Russische Brennnesselsuppe HT3
Brennnessel-Sauerampfer-Suppe BR
Brennnesselsuppe BR
Brennnesseltee (bäh, besser als Mix 1/3 mit 2/3 Pfefferminztee)
Brennnesselsaft
auch: Anti-Rheuma-Decke aus Brennnessel-Fäden Hinweis:BR
BRUNNENKRESSE
Arabischer Salat BR
Suppa Hobbytheca Exquisita Bombastica HT1
auch f Saftmix
HOLUNDER (= FLIEDERBEERE)
Vom Holunder kann man fast alles verwenden:
Blüten, Dolden, Beeren, Blätter, Rinde, Wurzel.
In Teilen der Literatur wird in besonderem Maße die Blüte
als Heilmittel genannt, in anderen die Wurzel.
Die Möglichkeiten der Verwendung reichen von Dampfanwendungen
über Säfte und Tees (aus Blüten, Blättern u Wurzeln)
bis hin zu Speisen, wie Grützen (in Dänemark gibt es Röde
Gröde auch auch Fliederbeersaft), Götterspeisen,
Konfitüren, Marmeladen und Suppen usw.:
Flederbernsupp mit Klümp un Appeln KSH
Holunderblütensuppe KSH
Antjes Holunder-Sirup KSH
Ausgebackene Holunderblüten-Dolden KSH
Holunderblüten in Eierkuchenteig gebacken BR
Mutters Holundersuppe BR
Es ließen sich auch Fruchtgummis etc. herstellen
(Dazu u zu Speiseeis, Konfitüren etc.:
Jean Pütz, Christine Nicklas: Hobbythek: Süßigkeiten,
Bertelsmann-Verlag u.a.)
LÖWENZAHN
Kräuterschnaps "Frühlingserwachen" HT1 u HT3
Löwenzahnsalat nach Bauernart HT3
Gemüse aus Löwenzahn-Embryoblüten HT3
Gemüse aus Blättern des Löwenzahns HT3
auch als Teemix verwendbar
teilweise wird besonders die Wurzel des Löwenzahns
als heilend heraus gehoben
(Ich glaube, da waren auch mal Rezepte in der
gleichnamigen Kindersendung im ZDF)
SAUERAMPFER
Frankfurter Grüne Soße HT3
Sauerampfer-Gemüse HT3
Sauerampfer-Suppe HT3
Sauerampfer-Püree HT3
Brennnessel-Sauerampfer-Suppe BR
Sauerampfer a la Creme BR
SELLERIE
Mit Sellerie kann wohl jeder etwas anfangen;
auffällig ist, dass zum Teil insbesondere auf
das Selleriekraut hingewiesen wird, zum Teil
auf die Knolle für Selleriesaft, zum Teil auf den Samen
Kräuteressig a la Hobbythek HT 1
Suppa Hobbytheca Exquisita Bombastica HT1
Sellerie un Klümp KSH
Gebackene Selleriescheiben KSH
div. Suppen wie Kalbs-Suppe in KSH
div Suppen wie Doktorsuppe, Selleriesuppe in BR
div. Salate wie Bleichselleriesalat, Indischer Salat in BR
ausgekochter Selleriesaft (evtl. m Milch, Mehl u Muskatnuss)
gepresster Selleriesaft
als Tee mit Petersilie u Zinnkraut
VOGELMIERE
Suppe aus Vogelmiere HT3
Vogelmieren-Gemüse HT3
Grundsätzlich sollte man/frau sich bei den Heilkräutern,
denke ich, einige Fragen stellen, die zum Teil dieselben sind,
wie bei den Medikamenten:
1. Ist die Wirkung bewiesen?
Als bewiesen gilt die Wirkung von Brennnessel, Weide,
Arnika, Weihrauch, Teufelskralle (siehe dazu: H. Michels in
Schwind/Fausen: Mein Kind hat Rheuma - was kann ich tun?),
vielleicht kommt da noch die eine oder andere Pflanze hinzu.
Dies will ich nun mal so dahingestellt lassen und nicht hinterfragen.
Einige von diesen Pflanzen gibt es auch als Rheumapräparate
(z.B. Teufelskralle =Doloteffin), bei anderen haben die dort
entdeckten Wirkstoffe zur Entwicklung von Medikamenten
geführt (Weidenrinde>Salicin>Aspirin). Bei diesen Pflanzen
ist eine komplementäre, in Einzelfällen alternative Anwendung
mit Sicherheit möglich.
Bei anderen könnte die Häufigkeit der Erwähnungen als ein
Indiz für ihre Wirksamkeit gewertet werden. Das gilt so weit
ich sehe zum Beispiel für Wacholder, Birke, Sellerie, Meerrettich,
Schlüsselblume.
Ich denke, dass sich auch schon in meine Liste Pflanzen eingeschlichen
haben, deren angebliche heilende Wirkung bei Rheuma reiner Schmarrn
ist; aus dem hohlen Bauch heraus würde ich dazu die Zitrusfrüchte
zählen.
Im übrigen sollte auch ein möglicher Placebo-Effekt nicht übersehen
werden.
2. Welche schädliche Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten gibt
es bei den einzelnen Pflanzen - Meerettich sollte als Beispiel bei
Darmproblemen nicht gegeben werden. Sicherlich ist unter dem
Gesichtspunkt der Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten
nichts gegen Löwenzahn und Orangen einzuwenden.
3. Wie hoch müsste die zur Wirksamkeit notwendige Dosis sein?
Darauf gehe ich gleich noch in einem anderen Zusammenhang ein.
Gegen einen Salat mit Sellerie, Schlüsselblume, Brennnessel,
Weidenrindenpulver, Wacholderbeerenpulver, Birkenblättern,
Löwenzahn und Brunnenkresse ist bestimmt nichts einzuwenden
und der wird wohl auch eine Wirkung haben.
In der Ernährungsberatung für Rheumakranke wird vielfach auf eine
Vitamin-E-reiche Kost hingewiesen, weil Vitamin E als entzündungs-
hemmendes Zellschutzvitamin gilt.
Als besonders Vitamin-E-reich gelten
Weizenkeimöl (mit etwa 220 mg/100 g)
Diätmargarin (ca 70)
Sonnenblumenöl (ca 60)
Neben anderen Speiseölen und -margarinen besitzen auch
Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Mandeln, Mayonaise und
Roggenkeime mehr als 10 mg Vitamin E pro 100 g.
(Pflanzen mit viel Vitamin E sind: Brunnenkresse, Datteln,
Gerste[Samen], Sanddorn[Beeren].)
Angaben zufolge benötigen Gesunde 12 mg Vitamin E pro Tag;
bei Rheumakranken wird der tägliche Bedarf gleich mit 400 mg
veranschlagt. Also 200 g Weizenkeimöl - ist doch zu schaffen.
Oder? Wer 200 g Weizenkeimöl nicht schafft, wird wohl kaum
600 g Diätmargarine oder 6,7 kg Schwarzwurzeln oder
4,8 kg Nougat oder 1,5 kg Haselnüsse ... pro Tag vertilgen
können.
Idee gut - Ausführung naja.
Liebe Grüße
Norbert