@ResiRatlos:
sind in keiner Weise reif, um die erforderlichen Entwicklungen mitzugehen - und vermutlich werden wir es auch nicht mehr
Nö, erst nach der Erfindung des (dann echten) Homo sapiens....
wir haben vielleicht nur vom Richtigen nicht ausreichend
Ja, das ist dann die andere, vielleicht bessere Formulierung von "vom einen Zuviel....vom anderen zu wenig" (Stichwort Energiegesetz)
Die eine wie die andere Seite kann ja mal jeder für sich definieren (= wovon habe ich zu viel, wovon zu wenig?)
Wenn Verantwortung übernehmen- ich schrieb es ja -, dann zunächst einmal für sich selbst, sofern dazu (noch) in der Lage.
Was die angeht, die sich dann statt des eines Glaubensbekenntnisses dem anderen zuwenden: aus meiner persönlichen Sicht liegst Du damit sicher richtig. Unter Selbstverantwortung - das schrieb ich bereits - verstehe ich persönlich und für meine Person, allseits kritisch zu bleiben und per Dauerreflektion zu verhindern, dem einen oder anderen Glauben zu verfallen.
(Ich kann Dir aber hier mal heimlich flüstern, dass das enorm einsam machen kann.... wo man doch überall der Nestbeschmutzer wird. Und sich keinen Vereins- und Lobbygesetzen unterwerfen mag. Frei-Bleiben im Denken hat durchaus auch Konsequenzen fürs persönliche und private Leben. Freunde jedenfalls macht man sich damit nirgendwo.
Aber wem erzähl' ich das?
Eulenspiegel hat jedenfalls eine gesellschaftskompatiblere Variante gewählt...)
Nun, die Medizinethik oder auch Wissenschaftsethik oder auch allgemeine Ethik erfinden wir hier ja nicht neu.
Mir reicht ja schon, manch müden Geist wieder zum "Aufmerken" anzuregen.
(Dass man sich an Position an der Front durchaus aufrauchen kann, ist ja auch klar.)
Natürlich darf man trefflich über "richtig" diskutieren (obwohl man dann wieder bei Glaubensgrundsätzen anlangt), man muss es wahrscheinlich auch zunächst einmal. Bis man dann vielleicht auch auf die Metaebene hüpft.
@Clara07 schrieb ja ein bisschen mehr Konkreteres. Danke dafür. Also Stichpunkte zum Thema Arztwahl (Stichwort Medikamentenplan) und Apotheke.
In der Verantwortung des Patienten kann z.B. liegen, überhaupt erst einmal seinen eigenen Medikamentenkonsum anzuschauen und ggf. zu dokumentieren. Da könnte ja schon mal das eine oder andere Aha-Erlebnis auftauchen.
Sich die Beipackzettel auch durchlesen und ggf. auch nachhaken. Die behandelnden Ärzte aufklären über alle verordneten Medikamente. Die Kommunikation unter den Fachärzten ist meist NICHT gegeben, viele wissen nicht einmal voneinander. Nur der Patient selber weiß im Grunde, wer alles an ihm herumbehandelt.
Patient kann für sich selber auch mal in sich schauen, was für ihn gut ist. Als welcher Ansatz für ihn der richtige ist. Das kann, ja, auch dann zu ethischen, philosophischen Fragen führen. Sollte sogar, wie ich finde. Darüber kann man durchaus AUCH mit dem/den Behandelnden sprechen. Wenn ich meinem Arzt sage, ich bin kein großer Freund von zu viel Pharmazie und probiere erst einmal - z.B. - lieber physiotherapeutische, psychotherapeutische oder alternativmedizinische Wege aus, dann weiß der zumindest bescheid. Und kann sich dann ausrechnen, wie gut die Compliance im Falle von Verordnungen ist. Ob er dann den Patienten auf dessen Weg unterstützen und begleiten kann oder überhaupt noch will, ist dann die zweite Frage. Also muss man schon auch klären - und da kommen wir zum kommunikativen Thema, welches ja auch ein seeeeehr weites ist -, ob es überhaupt eine Basis für eine Zusammenarbeit gibt.
Für Ärzte gibts zu Letztgenanntem ja Balintkurse.
Für Patienten gibts, ähm, ja, - gibts da was? Arzt-Patient-Gespräch-Kurs von Patientenseite?
Ärzte/Behandler haben die Verantwortung in dem, was sie ethisch vertreten können und auch wollen sowie die Pflicht, die Übersicht wenigstens über ihre eigene Behandlung zu be- und erhalten. Aus meiner Sicht eigentlich auch, dafür zu sorgen, dass sie auch über alles weitere an ihrem Patienten Stattfindende unterrichtet zu sein. (Wo wir wieder beim Thema Zeit und Raum sind....)
Pharmaindustrie *hust*, darüber schweige ich mich mal dezent aus. (Gibts da noch wen mit Ethik, also ich meine in Praxis und nicht nur auf dem Zettel in Theorie in zartrosa? Hinweise auf ECHTE und tatsächlich stattfindende Einflüsse von Ethikkommissionen auf pharmzeutische Methoden und Gewinnmaximierungen werden gern entgegengenommen...)
Nunja. Ich mach mal jetzt bisschen Sonnabend Nachmittag. Den wünsche ich Euch auch. Und ich freu/t/e mich über Eure Beiträge zu und das Interesse am Thema.