Leflunomid / Arava - Brennen, Nervenschmerzen

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Gertrud, 24. Februar 2016.

  1. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen!

    Ich habe es ja schon öfters mal gefragt - aber jetzt muss ich es noch mal recherchieren:

    gibt es hier jemanden, der unter Leflunomid (Arava) in irgendeiner Form Nervenschmerzen, Nervenschädigungen o.ä. bekommen hat?

    Bei mir äußert es sich seit ca. 1 Jahr in einem Brennen im Genitalbereich.

    Sei 4 Monaten habe ich Arava nun abgesetzt und ich hatte das Gefühl, dass das Brennen etwas besser wird. Genau kann ich das nicht sagen, da ich dagegen noch starke Medikamente nehme ...

    Nun habe ich wieder einen Schub gekommen - und wieder mit dem Arava angefangen. Schon nach wenigen Tagen scheint das Brennen wieder Fahrt aufzunehmen.

    Das kann alles auch andere Gründe haben. Blöd wäre nur, wenn es tatsächlich am Arava liegt - und niemand das beachtet. Ich habe ja schon zig Ärzte danach gefragt.

    Unter Nebenwirkungen - "häufig, 1 von 10 Behandelten" - steht folgendes:

    • ungewöhnliche Hautempfindungen wie Kribbeln (Parästhesie),
    • Schädigung der Nervenbahnen in den Armen oder Beinen (periphere Neuropathie)

    Ganz so abwegig kann meine Vermutung doch nicht sein????

    Bevor ich jetzt das Arava, was eigentlich immer gut gewirkt hat, endgültig absetzen, müsste ich schon irgendwie einen "Beweis" haben ... die Intensität des Brennens ist so subjektiv und mittlerweile hängt daran auch meine Psyche so sehr (ich werde gleich panisch, wenn das Brennen zunimmt - was natürlich das Brennen an sich auch verstärkt).

    Puh, alles nicht so einfach. Seit einem Jahr quäle ich mich - ein halbes Jahr war ich arbeitsunfähig, ich nehme starke Medikamente, habe 3 MRTs, zig Arzttermine, Schmerzklinik hinter mir .... ! Also es handelt sich nicht "nur" um ein leichtes Missempfinden ...

    Ich wäre für jede Idee, jeden Gedanken, jede Erfahrung, jeden Tipp dankbar!!!
     
  2. oktobersonne

    oktobersonne Registrierter Benutzer

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    Hallo, du Arme, das hört sich nicht gut an.
    Ich habe Leflunomid 1 Jahr genommen und es hat mir gut geholfen und objektiv habe ich es auch gut vertragen.
    Dann wurden die Mißemfindungen in meinen Beinen immer stärker. Nach Messung beim Neurologen war die Polyneuropathi wesentlich schlimmer geworden. Daraufhin setzten die Rheumatologen Leflunomid sofort ab. Allerdings habe ich alle weiteren Versuche mit Ersatzmedis nicht vertragen. Auch die Probleme in den Beinen waren nicht rückläufig. Jetzt wird diskutiert ob eine Auswaschen vom Leflunomid nach 1 Jahr noch Sinn macht.
    Das ist meine Erfahrung, ob dir das jetzt hilft, weiß ich nicht.
    Aber vielleicht gibt es ja noch mehr Erfahrungen.
    LG
    Oktobersonne
     
  3. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    Danke für deine Antwort, Oktobersonne!

    Beim Neurologen war ich und es wurden auch irgendwelche Untersuchungen/Messungen gemacht. Da war alles ok, insofern bin ich in dieser Hinsicht beruhigt, dass man Polyneuropathien offensichtlich messen kann!?

    Ich werde meine Rheumatologin noch mal ausdrücklich auf diesen Hinweis in den Nebenwirkungen ansprechen. Schlimm, dass man immer alles selbst machen muss - selbst in der Schmerzklinik hat man keinen Zusammenhang in Erwägung gezogen und gerade dort sollte man doch hoffen, dass die sich Gedanken machen, woher die Schmerzen kommen .... !?

    Mich k*** das einfach alles nur an! :mad:
     
  4. Kati P

    Kati P Neues Mitglied

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    Hallo zusammen
    Ich habe das Leflunomid 5 Monate genommen und es ging mir gut. Dann plötzlich habe ich extrem Haarausfall und Darm Probleme bekommen und das Medikament vor gute 6 Wochen abgesetzt. Vor 3 Wochen ging es los mit nervenschmerzen im rechten Fuß. Der neurologe meinte ich hätte eine nervenschädigung aber das es von dem Leflunomid kommt könnte er nicht bestätigen.Er hat mir gabapentin verschrieben. Und Tschüß.. Neurologen sind sehr seltsame Ärzte.
    Ich denke aber doch das es noch von dem Leflunomid kommt, weil es bleibt ja 22 Wochen noch im Körper wenn man es nicht auswäscht. Mein Rheuma Doc meint man muss das nicht, nur wenn man schwanger wird.
    Wer hat da noch solche Nebenwirkungen nach dem absetzen von Leflunomid
     
  5. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Hallo Kati,
    ich habe eine stark ausgeprägte und generalisierte Polineuropathie als Nebenwirkung von Enbrel bekommen.
    Als es dann beim Rheumatologen darum ging auf ein neues Medikament umzustellen, erklärte er mir, dass Nervenschädigungen infolge von Leflunomid noch häufiger wären und damit keine Option.
     
  6. Kati P

    Kati P Neues Mitglied

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    Hallo allina,
    danke für die schnelle Antwort.
    Wird die Nervenschädigung denn immer bleiben? Was unternimmst du dagegen? Hast du das Enbrel ausgewaschen?
     
  7. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Das ist unterschiedlich Kati. Bei mir ist sie geblieben und so wie man mir das erklärte, bleibt die Nervenschädigung auch meistens.

    Enbrel wird nicht ausgewaschen, weil es eine nur kurze Halbwertzeit hat. Wenn ich mich nicht irre (weiß aber das nicht mehr so genau) nur ca. 2 Tage. Leflunomid verbleibt ja Wochen nach dem Absetzen noch im Körper. Deshalb sollte es auch ausgewaschen werden.

    Ich habe alles mögliche probiert, nichts hat geholfen. Von Gabapentin habe ich Fieber bekommen und musste es absetzen.

    Ein sehr erfahrener und älterer Gefäßspezialist riet mir Amineurin zu nehmen. Dann konsultierte ich noch einen Schmerzspezialisten, der mir auch dazu riet. Und so nehme ich jetzt Amineurin, was mir bei nur 10 mg sehr gut die Nervenschmerzen nimmt und das, obwohl ich im ganzen Körper starke Nervenschmerzen habe. Ich war anfangs skeptisch ob der Wirkung bei der niedrigen Dosierung, aber es hilft tatsächlich.

    Aber das ist bei jedem Patienten anders.

    Ich würde dir raten einen Schmerzspezialisten aufzusuchen.

    Alles Liebe

    allina
     
  8. Chenoa

    Chenoa Mitglied

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    Hallo , ich habe leflon ca . 1 Jahr genommen, ich bekam davon polyneuropathie. Und ich hatte Konzentrationsstörung. Ich habe es dann absetzen müssen und man hat es ausgewaschen, aber die nervenschädigung merke ich jetzt noch mal mehr mal weniger. Ganz weg ist sie nicht . Lg
     
  9. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    Hallo!

    Ich sehe hier gerade einen alten Thread von mir und will mal erzählen, wie es bei mir weitergegangen ist.

    Das Leflunomid habe ich dann irgendwann sowieso abgesetzt, auch weil ich massiven Haarausfall bekam.

    Das Brennen im Genitalbereich besserte sich langsam, nachdem ich 2018 die Gebärmutter entfernt bekam. Es wurde mir zwar nicht direkt bestätigt, aber ich bin mir dennoch sicher - da war irgendwie ein Nerv eingeklemmt, der durch die OP dann mehr Platz bekam und sich langsam erholen konnte (so mal laienhaft ausgedrückt). Im Moment habe ich wenig Beschwerden damit und hoffe, dass das so bleibt.
     
  10. Catwoman55

    Catwoman55 Bekanntes Mitglied

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    Ich nehme jetzt ein Jahr lang schon Leflunomid und bin begeistert. Keinerlei NW und gute Wirkung. So kann's weitergehen. Wenn ich Eure Posts aber so lese, ging das mit den polyneuropathischen Schmerzen erst nach einem Jahr los. Oder habe ich das missverstanden?
     
  11. Chenoa

    Chenoa Mitglied

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    Bei mir ja
     
  12. guenthi47

    guenthi47 Mitglied

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    Ich spritze zwar kein Leflunomid sondern Adalimumab bzw. habe es erst einmal gespritzt und habe jetzt nervliche Missempfindungen. Kribbeln am Körper wie beim Augenzucken, habe ich es am rechten Nasenflügel. Der Nasenflügel zieht sich zusammen wie ein kleiner Krampf. Beim Händewaschen zieht es die ersten 10 Sekunden unter den beiden Daumennägel oder wenn ich kalte Kompressen drauf lege. Bin morgen beim Rheumatologen und bin mal auf seine Antwort gespannt. Hoffe ja nicht, dass es für immer bleibt. Angeblich verschwinden die Nebenwirkungen nach ein bis drei Monate bzw. wenn man es wieder absetzt. Wenn es bleiben sollte, werde ich bestimmt nicht mehr Adalimumab weiter spritzen. Hätte da schon etwas Angst, dass es sichbei der nächsten Spritze noch verstärkt. Brauch nicht noch eine dritte Baustelle,:(
     
  13. Catwoman55

    Catwoman55 Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    Leflunomid spritzt man nicht, das gibt’s, Gott sei Dank, als Tabletten.

    Morgen muss ich zum Neurologen, da die Finger meiner rechten Hand immer wieder taub werden. Der einzige Finger, der konstant wach ist, ist der kleine Finger. Auch die Schiene wegen dem V.a. Karpaltunnelsyndrom bringt nichts.
     
  14. guenthi47

    guenthi47 Mitglied

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    Alles gute beim Neurologen. Leflunomid kenne ich noch nicht. Zählt Leflunomid auch zu Biologika?
     
  15. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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  16. guenthi47

    guenthi47 Mitglied

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    Super, da hätte ich dann eine Alternative.
     
  17. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Das entscheidet ja sowieso der Arzt. Mir persönlich geht es mit dem Leflunomid gut, aber das kann bei Anderen wieder anders aussehen. Und nicht jedes Medikament ist bei jedem gleich wirksam.
    Ich denke, dein Rheumatologe wird sich schon was dabei gedacht haben, dass er dir ein Biologikum verschrieben hat.
     
  18. guenthi47

    guenthi47 Mitglied

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    Das wurde in der Rheumaklinik entschieden und ein Versuch ist es wert, wenn man auf Biologika verzichten kann! Alleine das ewige absetzen von 2 bis 4 Wochen usw. Habe einige Termine beim Zahnarzt und Kieferchirurgen und somit wird es andauernd unterbrochen, was dann auch nichts bringt!
     
  19. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Normalerweise ist es so, dass erst etliche andere Medikamente ausprobiert werden müssen, bevor man Biologica bekommt. Das entscheidet sich wohl auch anhand der Schwere und Ausprägung. Wenn man dir das gleich verordnet hat, liegt es möglicherweise daran, dass deiner Erkrankung vielleicht nicht anders beizukommen ist. Biologica sind u. A. sehr teuer und werden nicht einfach so verschrieben. ;)
     
  20. guenthi47

    guenthi47 Mitglied

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    Man hat leider keine anderen Medikamente ausprobiert und in der Rheumaklinik wurde so gut wie jeden Biologika auf die Nase gedrückt. In den 10 tagen, wo ich stationär gelegen habe, hätte man es doch erst mal z.B. mit Leflunomid versuchen können. Wenn es in den 10 Tagen nichts gebracht hätte, hätte man immer noch auf Biologika umstellen können. Habe aber soeben gelesen, dass es auch mit Leflunomid zu Nervenschädigung kommen kann. Oh help me......
     
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