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Lebenssituation

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sonja, 17. Dezember 2001.

  1. Sonja

    Sonja Guest

    Hallo,
    mein Mann und dessen Schwester leiden schon seit Jahren an chronischer Polyarthritis.
    Wir haben jetzt eine kleine Tochter und ich mach mir seitdem Gedanken ob sie das nicht auch bekommen könnte.
    Jetzt wollte ich mal wissen wie bei euch die Krankheit ausgebrochen ist.
    Bei meinem Mann wie auch bei seiner Schwester lag es vielleicht an gewissen Lebenssituationen. Kälte, schlecht isolierte Wohnungen.
    Könntet ihr mir mal sagen wie ihr zum Zeit des Ausspruchs der Krankheit gelebt habt.
    - Zustand der Wohnungen?
    - Stress und somit schlechtere Ernährung?
    - Hobbys?
    Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir antworten könntet.

    Sonja
     
  2. Christoph

    Christoph Guest

    In Dale Carnegies "Sorge dich nicht, lebe!" sind
    zumindest drei Ursachen für Rheuma genannt.
    Sinngemäß sind dies
    - anhaltende finanzielle Sorgen
    - anhaltender Streß mit Familie und Partner
    - anhaltender Haß

    Kauf dir das Buch, schneide eine Scheibe davon ab. Ich kann es aus eigener Erfahrung empfehlen.
    Gruß
    Christoph
     
  3. hi

    ich habe schon oft gehört das rheuma von stress ausgelöst wurde. bei mir soll es angeblich die scheidung meiner eltern gewesen sein.
    persöhnlich glaube ich aber nicht daran, denn wenn man mal bei "nicht-kranken" nachfragt, hat von denen auch sogut wie jeder im moment oder vor kurzem stress mit irgentetwas gehabt.

    zu christoph: es ist wohl besser wenn man das buch ließt, anstadt es zu zerschneiden ;-)

    cu elmar
     
  4. Martina

    Martina Guest

    Hallo Sonja!

    Ich glaube, daß etwas dran ist an Deiner Steßtheorie. Bei mir ist es jedenfalls so, daß ich meistens pünktlich zu irgendwelchen "Großereignissen" erstmal einen Schub bekomme. Zurückblickend auf 20 Jahre cP waren das immer Prüfungen (Abi, Examen etc.) und dann bei unserer Hochzeit. Dank guter ärztlicher Betreuung habe ich alle Ereignisse gut überstanden.

    Ausgebrochen ist die Krankheit nach dem Tode meines Vaters, was ein sehr einschneidendes Ereignis in meinem Leben war. Danach drehte sich bei mir komplett alles um. Hinzu kam, daß mein erster Freund an meinem damals sehr sportlichen Körper herumnörgelte und meinte, ich solle abnehmen. So kam es, daß ich mich für ihn dünner hungerte, bis ich bei 50 kg ankam und sich dann mein Gesundheitszustand so verschlechterte, daß die cP ausbrach. Was letzendlich ursächlich für die cP war, das wenige Essen oder die veränderte Lebenssituation, das wird wohl niemand herausfinden.....

    Hobbymäßig habe ich vorher total viel Sport gemacht. Ich habe fast jeden Tag Tennis gespielt, bin Ski gelaufen und habe regelmäßig Gymnastik/Aerobic gemacht. Den vielen Sport bereue ich jetzt sehr, denn der Zustand meiner Gelenke wäre bestimmt besser, wenn ich total unsportlich gewesen wäre. Was habe ich jetzt davon, daß ich im Schulsport eine 1 hatte. Nichts!!!

    Jedenfalls kann ich Dir nur den Rat für Deine Tochter geben, versuch ihr ein möglichst streßfreies Leben zu ermöglichen.
    Das fängt schon im Kindergarten an und geht in der Schule weiter.
    Versuch sie keinem Leistungsdruck auszusetzen, denn dann reagiert der Körper bestimmt mit seiner Schwachstelle. Ansonsten schadet eine gesunde Ernährung (Obst und Gemüse anstatt Süßigkeiten) auch nicht.
    Außerdem würde ich an Eurer Stelle vielleicht vorbeugend regelmäßig das Blut Eurer Tochter untersuchen lassen, damit ihr im Notfall schnell handeln könnt.

    Viele weihnachtliche Grüße
    Martina
     
  5. Jutta

    Jutta Guest

    Hallo,
    bei mir hat man es festgestellt das es von der ersten Schwangerschaft kamm. Eine ordentlich portion Stress löst bei mir auch einen Schub aus.

    Das es von zu kalten Räumen und schlecht Isolierte Behausungen zu Rheuma kommen kann ist nicht wahr. Da Rheuma eine Autoimmun-Erkrankung ist.

    Ein Kind vom Stress zu bewahren ist sehr schwer, aber wichtig ist Stress auch für ein Kind, damit es merkt wie es sich in der Stress-situation verhält und reagieren muß.

    Zu den Buch, ich selber habe es noch nicht gelesen. Ich weiss nicht ob ich das noch tun werde.
    Aber wenn das so ist wie es der Chritsoph schreibt:

    - anhaltende finanzielle Sorgen
    - anhaltender Streß mit Familie und Partner
    - anhaltender Haß

    Dann müßte ja 1945 Rheuma als Volkskrankheit gewessen sein.

    Liebe grüße Jutta
     
  6. kukana

    kukana Guest

    hallo sonja,
    soweit ich weiss ist eine chronische polyarthritis nicht vererbbar, wohl aber die disposition dafür also eine veranlagung, das heisst nicht dass eine erkrankung ausbrechen wird. es ist wie oben schon erwähnt eine autimmunerkrankung, d.h. der körper reagiert falsch,erkennt vorgänge im körper nicht mehr als "normal" an. z.b. habe ich mich einmal am fuss gestossen und mein körper hat mit einer entzündung im knie reagiert.
    soziale umstände haben da wohl eher keinen einfluss drauf. sicher kann eine kalte und nasse wohnung oder wenig bewegung z.b. die muskulatur verspannen und auch schmerzen auslösen, aber das zählt glaube ich nicht zum rheuma??
    gruss
    kukana
     
  7. Laura

    Laura Guest

    Rheumakranke somit selbst schuld??

    Ich bin erstaunt, dass in einem sonst recht sachlichen und guten Forum so viel Schmarrn auftaucht (sh. Mail von Christoph). Chronische Polyarthritis ist eine Autoimmunerkrankung, die Disposition hierzu ist vererbar, wobei die Krankheit jedoch auch in solchen Fällen nicht automatisch ausbricht. Mit den genannten "Auslösern" wie Hass, Stress, finanzielle Nöte, extreme Hobbies (!), schlechte Ernährung und kalte Wohnungen hat cP m.E. rein gar nichts zu tun. Für mich als cPler ist eine solche "Ursachenforschung" schon fast beleidigend, wäre jeder Rheumakranke damit doch somit sozusagen fast selber "schuld", dass er oder sie die Krankheit entwickelt hat. Bei mir brach die Krankheit von einem Tag auf den anderen aus, ohne dass o.g. "Ursachen" irgendeine Rolle gespielt hätten. Mein Rat wäre ebenfalls, das Kind aufmerksam auf Gelenkschmerzen zu beobachten und ggf. sofort einen Rheumatologen aufzusuchen.

    MfG
    Laura
     
  8. Jürgen

    Jürgen Guest

    Re: Rheumakranke somit selbst schuld??

    Hallo Laura,

    ich würde niemals abstreiten, dass die Psyche nicht auch eine Rolle bei dem Verlauf (fast jeder chronischen Erkrankung) spielt, aber nachgewiesen hat es noch niemand. Es ist jedoch der absolute Schwachsinn, die Ursachen nur in der Psyche zu suchen, denn ich glaube nicht, dass ein paar Monate alte Babys mit rheumatischen Erkrankungen schon so unter Druck stehen :).

    Wünsche wenig Schmerzen und schöne Grüße
    Jürgen
     
  9. Sonja

    Sonja Guest

    Re: Rheumakranke somit selbst schuld??

    Hallo,

    erst einmal bin ich dankbar, dass so viele darauf geantwortet haben.
    Ich wollte aber keinem Rheumatiker selbst die Schuld geben.
    Ich wollte nur mal wissen, wie ihr zum Zeitpunkt des Ausspruchs gelebt habt.
    Ich weiß das keiner selber daran Schuld sein kann.
    Sollte es irgendwelche Missverständisse geben, dann möchte ich mich dafür entschuldigen, das war nicht meine Absicht.

    Sonja
     
  10. Carmen

    Carmen Guest

    Re: Rheumakranke somit selbst schuld??

    Hallo Sonja

    Ich finde die Frage sicherlich berechtigt, da niemand tatsächlich sagen kann woher die Krankheit wirklich kommt und was der Auslöser war. Dass die Psyche immer in den körperlichen Zustand hinein spielt wissen wir wohl alle.

    Ich habe seit meinem 13 Lebensjahr diagnostizierte cp, jedoch habe ich sie sicherlich schon viel länger. Ich beschäftige mich oft mit dem Thema Kinder und ich kann dir leider nur sagen es gibt keine Garantie, dass man es nicht bekommt. Ich habe gelernt, dass es besonders bei den Rheumaformen im Kindesalter sehr wichtig ist es früh zu erkennen. Leider ist das Blut nicht alleiniger Ausschlußfaktor. Wichtig ist es das Kind zu beobachten Ein wichtiges Merkmal ist der Umgang mit anderen Kindern. Es wird gesagt Kinder, die an Rheuma erkranken, sich oft nicht an den Spielen Gleichaltriger beteileigen. Es ist für sie zu anstrengend, fühlen sich nicht wohl. Kinder die in der Entwicklung zurückfallen - können schon gehen und fallen wieder ins Krabbeln zurück. Dies und sicherlich noch viel mehr sind Merkmale, aber es kann auch noch was anderes sein oder auch ganz einhfach die Besonderheit dieses Kindes sein.
    Ich denke es ist am Besten, wenn Du mit eurem Kinderarzt genau darüber sprichst. Er kann dir sicherlich Ratschläge geben auf was du achten sollst.
    Ich wünsch Dir viel Freude mit deinem Kind und lass dich nicht von deiner Angst erdrücken, dein Kind hat die einmalige Chance bekommen ihr Leben zu leben, da ihr es ihm geschenkt habt. Und ich bin überzeugt unsere Kinder werden es lernen ihren Weg zu gehen, wir dürfen ihnen nicht die Möglichkeit verbauen, da wir zu viel Respekt vor unserer Krankheit haben. (Dies ist zumindest meine Einstellung, wenn ich darüber nachdenke, ob ich Kinder bekommen sollte)

    Ein schönes Weihnachtsfest
    Carmen
     
  11. Tanja

    Tanja Guest

    Re: Rheumakranke somit selbst schuld??

    Ich finde es auch ziemlich nervig, wenn es überall heißt, die Psyche ist schuld. Und Christof möchte ich sagen: Kauf Dir mal das Buch : Krankheit als Sprache der Seele und bewirb dich in Kökn im St.Agatha-KH als Psychotherapeut - die schieben nämlich auch ALLES auf die Psyche !!! Sogar gebrochene Knochen...

    Sicherlich sind stressige Situationen für uns Rheumis belastender, das liegt aber wohl eher daran, dass man unter Stress auch deutlich empfindlicher reagiert, zum Beispiel schmerzempfindlicher ist, man ist gereizter und nimmt Signale des Körpers viel eher wahr. Zum Beispiel bei einer Erkältung: wenn man unter Stress steht, ist solch eine Erkältung viel unangenehmer, als wenn man sie in Zeiten hat, in denen man total ausgeglichen ist, dann sieht man viel eher drüber weg.

    Und zum Thema Rheuma bei babys, man sollte wirklich darauf achten, ob das kind zum Beispiel beim Krabbeln, den Anschein macht, als täten im die Knie oder Händchen weh...


    Frohe Weihnachten Euch allen

    wünscht

    Tanja
     
  12. Christoph

    Christoph Guest

    An alle Überempfindlichen Rheumatiker

    Also wer sich jetzt angesprochen fühlt und schon vorher angesprochen gefühlt hat, weil ich jenem angeblich unterstellt
    hätte, an seinem Rheuma selbst Schuld zu haben, dem sei hiermit
    meine untertänigste Bitte um Verzeihung übermittelt.

    Solche Sich-Betroffen-Fühlende haben allerdings meine Mail nicht richtig gelesen. Zum einen haben ich lediglich einen Erfolgsautor sinngemäß zitiert, der sicherlich nicht allein deshalb seit Jahrzehnten auf der Verkaufsliste ganz oben steht, weil er ein Idiot ist.

    Ferner schrieb ich von Zumindest-Ursachen und ich denke, mein Beitrag ließ erkennen, dass damit mögliche Ursachen neben vielen anderen genannt sind. Man kriegt Lungenkrebs zumindest von extensivem Rauchen, manche sind aber gänzlich unschuldig an ihrer Erkrankung. So verhält es sich auch bei Rheuma. Manche überkommt es ohne ersichtlichen Grund und ohne ein eigenes Zutun.
    Viele - so auch ich und einige andere, die auf diesen Beitrag geantwortet haben, berichten ebenfalls von Stress und Ärger.
    Genauso, wie mancher Raucher keinen Lungenkrebs bekommt, bekommen auch viele, die Stress haben, kein Rheuma.
    Einige aber die Rheuma haben, hätten es ohne Stress und Ärger nicht bekommen.

    Mein Beitrag war - aus eigener Erfahrung - in diese Sinne gemeint und sollte diejenigen, die sich angesprochen fühlten, lediglich ermuntern, nach solchen Möglichen Ursachen zu forschen.
    Im Gegensatz zu vielen organischen Ursachen, die es wohl geben dürfte und an denen nix zu machen ist, kann man nämlich an Stress und Ärger etwas ändern.

    Gelegentlich kommt es mir auch so vor, als würden diejenigen, die am ruppigsten zurückhauen und behaupten, natürlich weder Stress noch Hass noch Ärger zu haben, am meisten ......


    Wohlmeinend
    Christoph
     
  13. simi

    simi Guest

    Re: An alle Überempfindlichen Rheumatiker

    dieser genannte bestseller von carnegie muss noch lange nicht gut sein, nur weil er sich seit jahrzehnten verkauft, und der autor kann sehr wohl ein idiot sein.
    volkstümliche musik verkauft sich auch seit jahrzehnten, ist sie deshalb gut? zu diesem thema gäbe es ne menge beispiele.
    hab selten son überflüssiges buch gelesen wie dieses.
    diese psycho-binsenweisheitsbücher bringen einem rheumatiker mit einer handfesten erkrankung und soliden schmerzen rein gar nichts.
    jutta, hab mich gekringelt über deine bemerkung bez.1945!!!!!!
    sämtliche nazis müssten von hass und rheuma ja schon völlig zerfressen sein haha.
    naja ich forsch dann noch ein bisschen bei mir rum, vielleicht finde ich die langersehnte antwort auf die frage, die noch kein wissenschaftler beantworten konnte.
    leute kauft euch anständige bücher.
    einen schönen schmerz-und hassfreien winter an alle!!!
    simi
     
  14. Laura

    Laura Guest

    An Christoph

    Schliesse mich der Meinung von Simi an (echt gut formuliert!). An Christoph: Selbst wenn Du recht hättest, was würde es einem Rheumatiker nützen zu wissen, dass seine schwere Krankheit durch Stress und Hassgefühle ausgelöst wurde? Würde er dadurch wieder gesund werden? M.E. im Gegenteil, er würde sich ständig Vorwürfe machen und dadurch Energie verschwenden, die er besser in die Auseinandersetzung mit seiner Erkrankung investieren könnte.
    Ausserdem halte ich nichts von "Erfolgsautoren", die nicht aus eigener Erfahrung sprechen (oder hat Dale Carnegie etwa Rheuma?).
    MfG
    Laura
     
  15. christoph

    christoph Guest

    Re: An Christoph

    Carnegie hat kein Rheuma.
    Carnegie starb reich und glücklich.

    Wenn man eine schwere Erkrankung hat und einiges an Therapie versuchen muß, sollte man bei dem bleiben, was geholfen hat und weglassen, was nicht hilfreich war. Wer bis jetzt nicht das richtige gefunden hat, sollte nicht so unklug sein, Erfahrungen anderer gering zu achten.

    Ich bin nach einer von drei Ärzten diagnostizierten rheumatischen Erkrankung doch wieder - vielleicht nur einstweilen - wieder gesund geworden und bleibe bei meiner Meinung. Bleibt ihr ruhig bei der euren.

    Wie gesagt, bei einigen kommt es mir so vor .....

    Noch wohlmeinender
    Christoph
     
  16. Emma

    Emma Guest

    Re: An Christoph

    Hallo Leute!

    Ich möchte Christoph nicht verteidigen, zu dem kenne ich das Buch auch nicht!
    ABER ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass sich bei mir durch zu grosse psychische Anspannung ein neuer Schub ausgelöst werden kann.
    Interessant dabei ist natürlich, dass es insgesamt von vielen Faktoren abhängig ist. Nicht jede Situation, die gleich anstrengend ist, löst immer auch einen Schub aus.
    Ich weiss jetzt einfach, dass ich nicht mehr so leistungsfähig bin und arbeite deshalb weniger.
    Ich packe mir das Wochenende nicht mit Aktivitäten voll, weil ich weiss, ich benötige Zeit zum Entspannen.
    Für mich bedeutet dies, ich versuche Stress zu vermeiden!
    Früher meinte ich immer, alles schaffen zu müssen, was andere "Gesunde" auch schaffen. Das war vor meiner Diagnose.

    Übrigens: Ich habe Vaskulitis, Kollagenose und Sjörgren-Syndrom. Die Ärzte haben aber SLE nicht ganz ausgeschlossen.

    Euch ein friedvolles und schmerzfreies Weihnachten

    Emma
     
  17. simi

    simi Guest

    Re: An Christoph

    Hallo und peace, Leute!!!
    Meine cP brach vor 10 Jahren aus, in einer Zeit, in der ich werder finanzielle, noch emotionelle Probleme hatte. Ganz im Gegenteil, ich lernte meinen Mann kennen damals, meine grosse Liebe.
    Ich freue mich für dich Christoph, daß du "gesund geworden" bist, ich leide an chronischer polyarthritis, die leider als unheilbar gilt, so sehr ich auch Stress und Ärger und Geldsorgen vermeide. Du wirst uns doch wohl nicht im Enst erzählen wollen, dass Gelassenheit, Geld und Liebe eine schwere rheumatische auto-immun Erkrankung HEILEN sollen??
    Das oben zitierte Buch hat mir als "Antworten" allerhöchstens angeboten, mich an Gott zu wenden und gilt deshalb für mich als verkappter militanter christlicher Missionarisierungsversuch.
    Ja....reich gestorben, das glaub ich dir gerne, ...ist kein Kunststück an seiner Stelle haha...
    Auf in ein realistisches neues Jahr 2002.
    Wünsche allen geplagten Rheumis viel Knete und Liebe!!!!!!!!!!
    simi
     
  18. Monika

    Monika Guest

    Re: An Christoph

    Hallo an alle die sich angesprochen fühlen,
    ich habe nicht alle mails komplett gelesen dazu fehlt mir momentan die Zeit. Ich werde es nachholen.
    Aber eins muß ich hier und jetzt loswerden sonst platze ich.

    Es kann doch einfach nicht sein, daß immer die Psyche die Ursache ist oder sein soll.

    Ich versuche seit 3 J. Hilfe zu finden. Meine Schmerzen sind z.Zt. nur noch mit Morphium oder Opiadhaltigen Schmerzmitteln zu ertragen. Kein Arzt konnte bis heute eine genaue Diagnose stellen. Wenn etwas neues hinzukommt fällt etwas von dem bisherigen weg. Ein für mich unerträglicher Zustand.

    Ich möchte nur eins damit zum Ausdruck bringen.
    Die "Psyche" oder "Depressionen" sind keine Diagnose.

    Und sie helfen vor allem keinem Betroffenen weiter.

    Bitte nicht persönlich nehmen aber ich kann es nicht mehr hören.
    Trotzdem alles ein frohes Fest und ein gesundes Jahr 2002.

    Gruß Monika
     
  19. christoph

    christoph Guest

    ich habe nie behauptet....

    Spaßige Diskussion, aber warum seid ihr so verbiestert?

    Ich habe nie behauptet, dass irgend jemand an Rheuma Schuld hat.
    Ich habe auch nie behauptet, dass nur Stress und Ärger Rheuma auslösen können und das schlichte Weglassen desselben könne Rheuma wieder zum Verschwinden bringen.

    Der Menschenverstand sollte jedem von euch allerdings sagen, dass dauerhafter Stress, Ärger, Sorgen usw. nicht gesund sind.
    Für diese Erkenntnis brauche man weder einen Arzt noch Dale Carnegie. Hier tun allerdings einige so, als hätte ich ein Sakrileg begangen, indem ich sage, dass Rheuma eben nicht nur (kann auch, klar) eine gottgesandte unheilbarste Schwersterkrankung ist, die nur die edelsten, besten und mutigsten Charaktere trifft. Ich habe nur gesagt, dass bestimme (beeinflussbare) Faktoren Rheuma begünstigen können, ihr Weglassen kann Rheuma heilen oder lindern. Kann! Nicht muß!

    Wenn jemand mit 50 einen Herzinfarkt bekommt, weil er dauerhafte finanzielle Sorgen, Stress und Ärger hatte, sagt jeder, "so mußte es mal kommen". Kein Mensch fragt, warum finanzielle Sorgen die Herzkranzgefäße schädigt. Den Zusammenhang sieht jeder ein.

    Ich wünsche trotzdem allen, die sich an der Diskussion beteiligt haben, frohe Weihnachten und vor allem Gesundheit. Denen, denen bis jetzt mit ihrer rheumatischen Erkrankung nicht geholfen werden konnte, wünsche ich natürlich, dass sie genauso viel Glück haben und gesund werden, wie ich es hatte. Auch wenn ich nicht weiß, ob es bei mir anhalten wird. Anmerken darf ich noch, dass auch ich nicht weiß, wie Rheuma entsteht und nicht weiß, wie man es heilen kann. Und ich möchte den unter euch sehen, der behaupten kann, es zu wissen. Die Ärzte wissen nichts und Heilung ist Glücksache, Linderung oft mehr das Ergebnis eigenen Bemühens als der ärztlichen Kunst.

    In diesem Sinne alles Gute
    Christoph
     
  20. Laura

    Laura Guest

    Re: ich habe nie behauptet....

    Ich finde die Diskussion auch interessant und lohnenswert. Christoph: Wenn Du Dein Mail vom 17.12. nochmal durchliest, wirst Du verstehen, warum viele so reagiert haben ("drei URSACHEN für Rheuma"). In Deinem letzten Mail dagegen redest Du von "Faktoren", die Rheuma "begünstigen" können.... klingt viel vernüftiger.

    Die Auseinandersetzung /Diskussion zu diesem Thema ist nicht persönlich gemeint, auch ich wünsche Dir und allen, die sich an der Diskussion beteiligt haben, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

    Laura