Hallo,
http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=13081
Hallo,
Angies's Beitrag ist - glaub ich - der besten den ich in diesem Forum jemals gelesen habe. Abgesehen davon, dass es ein wirklich brauchbarer Erfahrungsbericht zum Thema Nachwuchs und MTX ist, finde ich die Lebenshaltung (auch wenn sie nach deiner Beschreibung erst reifen musste, was ja völlig normal ist) total wichtig und leider soooo selten.
Es ist wichtig auf sich zu hören, den eigenen Körper zu fühlen und den "Bauch" entscheiden zu lassen, auch wenn man von diversen Medienberichtung, der sogenannten "Aufklärung" und auch von den Meinungen der Ärzten immer dazu verleitet ist, auf Stimmen der Außenwelt zu hören und sich selbst dabei zu vernachlässigen. Niemand weiß besser, als man selbst, was gut ist und was schlecht.
Angie schrieb: Schließlich kann mich niemand zwingen etwas zu nehmen, was ich nicht will.
Ein Arzt ist für mich lediglich ein Mensch der mir hilft mit Rheuma zu leben, der mir Therapievorschläge macht, der mich auf schlechte/gute Ergebnisse diverser Untersuchungen aufmerksam macht usw. Die letztendliche Entscheidung welche Meds ich nehme, wann ich diese nehme und in welcher Form (Tabs/Spritzen), ob und wann ich auf Reha fahre und alle diese Dinge -entscheide ICH und sonst niemand.
Oft lese ich zB "mein Arzt möchte, dass ich MTX spritze .... also muss ich jetzt wohl" - ich sage hier: Nö - muss ich nicht. Mein Arzt kann viel wollen und er kann mir auch raten dieses und jenes auf diese und jene Art zu machen - wie ICH das dann umsetze übermittle ICH aber dann dem Arzt und hole lediglich seine Zustimmung und ICH werde die Sache dann auch in dieser Form in Angriff nehmen - immerhin muss ICH ja auch mit allen möglichen (guten oder schlechten) Konsequenzen leben.
... oder zB "ich wurde auf XXXX eingestellt" - einstellen kann man meiner Meinung nach nur Maschinen und Geräte. Eine Passivität wie diese finde ich auf dem Weg zur Besserung als nicht besonders zielführend. Wärs nicht besser wenn man mit voller positiver Einstellung sagt "mein Arzt meinte ... und ich habe mich dafür entschlossen!"????
Ich weiß - viele denke hier wahrscheinlich - das ist alles nur Kleinklauberei. Ich finde nicht - die Ausdrucksweise widerspiegelt meiner Meinung nach ganz deutlich die Lebenshaltung. Ich denke der wahre Schritt zur Akzeptanz ist die Opferrolle und Passivität ins Positive umzuwandeln.
Liebe Grüße
Trixi
PS: Dieser Beitrag ist weder eine Anspielung auf irgendwelche Beiträge oder Personen - ich wollte nur irgendwie mal ein paar Gedanken zum Ausdruck bringen und eventuell Menschen erreichen, die sich darüber Gedanken machen wollen.
http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=13081
Hallo Sonnenliebe,
habe Deine Frage jetzt erst gelesen, da ich mich zur Zeit etwas rar mache.
Ich habe fast das gleiche Problem wie Du, nur bin ich( glaube ich ) schon einen Schritt weiter. Ich habe mich schon entschieden.
Im Januar fragte mich mein Rheumatologe das gleiche wie Dich, haben sie schon Kinder, wollen sie noch welche, dann jetzt.....
Ich bin dann völlig verwirrt nach Hause gefahren. Klar wollte ich Kinder, hatte mir aber in dieser akuten Phase keine Gedanken darüber gemacht.
Mein Freund und ich haben dann sehr lange gemeinsam überlegt und uns dafür entschieden.
Aber ich denke, Du solltest das einfach nach Deinem Bauchgefühl entscheiden. Denn mittlerweile habe ich gemerkt, so schnell wird Frau gar nicht schwanger
Mein Doc hatte mir ein halbes Jahr Zeit gegeben und ich habe mich fürchterlich unter Druck gesetzt. Natürlich wurde ich nicht schwanger. Nun habe ich eine wundervolle Frauenärtzin, mit der ich ein langes Gespräch hatte. Sie hat mich bestärkt und ich bin ihr super dankbar. Ich habe so das Gefühl, das ich zwei kompetente Ärzte in meinem Rücken habe, mit denen ich das schaffen kann.
Mittlerweile bin ich etwas gelassener geworden und werde meinen Doc beim nächsten Mal bitten das ich mehr Zeit möchte. Schließlich kann mich niemand zwingen etwas zu nehmen, was ich nicht will.
Irgendwie klingt das alles ziemlich wirr, sorry. Vielleicht suchst Du Dir auch mal mein altes Posting raus, ich habe Anfang des Jahres fast die gleichen Fragen gestellt wie Du.
Horche tief in Dich hinein und finde herraus was Du wirklich möchtest.
Dein Körper wird dem dann entweder folgen, wenn er kann oder Dir schon mitteilen wenn er dem nicht gewachsen ist. Die meisten Frauen haben in der Schwangerschaft gar keine Beschwerden. Aber kläre auch vorher ab, wie das Leben mit einem Zwerg läuft wenn es Dir gesundheitlich nicht so gut geht.
Mein Freund hatte sich da ganz allein so seine Gedanken gemacht:"Wenn du es nicht schaffst, dann muß ich halt versuchen so viel wie möglich von zu Hause aus zu arbeiten", danach hatte ich ihn noch viel mehr lieb als vorher
Aber es hat mir halt eine ziemlich große Angst genommen.
......
Hallo,
Angies's Beitrag ist - glaub ich - der besten den ich in diesem Forum jemals gelesen habe. Abgesehen davon, dass es ein wirklich brauchbarer Erfahrungsbericht zum Thema Nachwuchs und MTX ist, finde ich die Lebenshaltung (auch wenn sie nach deiner Beschreibung erst reifen musste, was ja völlig normal ist) total wichtig und leider soooo selten.
Es ist wichtig auf sich zu hören, den eigenen Körper zu fühlen und den "Bauch" entscheiden zu lassen, auch wenn man von diversen Medienberichtung, der sogenannten "Aufklärung" und auch von den Meinungen der Ärzten immer dazu verleitet ist, auf Stimmen der Außenwelt zu hören und sich selbst dabei zu vernachlässigen. Niemand weiß besser, als man selbst, was gut ist und was schlecht.
Angie schrieb: Schließlich kann mich niemand zwingen etwas zu nehmen, was ich nicht will.
Ein Arzt ist für mich lediglich ein Mensch der mir hilft mit Rheuma zu leben, der mir Therapievorschläge macht, der mich auf schlechte/gute Ergebnisse diverser Untersuchungen aufmerksam macht usw. Die letztendliche Entscheidung welche Meds ich nehme, wann ich diese nehme und in welcher Form (Tabs/Spritzen), ob und wann ich auf Reha fahre und alle diese Dinge -entscheide ICH und sonst niemand.
Oft lese ich zB "mein Arzt möchte, dass ich MTX spritze .... also muss ich jetzt wohl" - ich sage hier: Nö - muss ich nicht. Mein Arzt kann viel wollen und er kann mir auch raten dieses und jenes auf diese und jene Art zu machen - wie ICH das dann umsetze übermittle ICH aber dann dem Arzt und hole lediglich seine Zustimmung und ICH werde die Sache dann auch in dieser Form in Angriff nehmen - immerhin muss ICH ja auch mit allen möglichen (guten oder schlechten) Konsequenzen leben.
... oder zB "ich wurde auf XXXX eingestellt" - einstellen kann man meiner Meinung nach nur Maschinen und Geräte. Eine Passivität wie diese finde ich auf dem Weg zur Besserung als nicht besonders zielführend. Wärs nicht besser wenn man mit voller positiver Einstellung sagt "mein Arzt meinte ... und ich habe mich dafür entschlossen!"????
Ich weiß - viele denke hier wahrscheinlich - das ist alles nur Kleinklauberei. Ich finde nicht - die Ausdrucksweise widerspiegelt meiner Meinung nach ganz deutlich die Lebenshaltung. Ich denke der wahre Schritt zur Akzeptanz ist die Opferrolle und Passivität ins Positive umzuwandeln.
Liebe Grüße
Trixi
PS: Dieser Beitrag ist weder eine Anspielung auf irgendwelche Beiträge oder Personen - ich wollte nur irgendwie mal ein paar Gedanken zum Ausdruck bringen und eventuell Menschen erreichen, die sich darüber Gedanken machen wollen.