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Langzeiteinnahme von Cortison

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Simone79, 16. März 2008.

  1. Simone79

    Simone79 Neues Mitglied

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    Hallo,
    kennt sich jemand mit der Einnahme über einen längeren Zeitraum von Decortin aus. Ich soll jetzt mindestens ein Jahr lang Decortin H 7,5mg einnehmen. Ehrlich gesagt habe ich ein vor den Langzeitnebenwirkungen Angst!!
    Vielleicht könnt ihr mir eure Erfahrungen mitteilen!! Was könnte im schlimmsten Fall passieren?? :confused:
    LG Simone :o
     
  2. Sanchen

    Sanchen Neues Mitglied

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    hallo Simone,:)

    ich nehme Dekortin H, z.Z.3mg
    7,5mg kann vielleicht noch etwas reduziert werden, um in den niederschwelligen Bereich zu kommen, ohne all zu große Nebenwirkungen zu haben. Frag mal deinen Arzt. Vielleicht findet ihr eine niedrigere Erhaltungsdosis. Kalzium und Vitamin D3 würde ich aber in jedem Fall parallel einnehmen, um die restlichen Nebenwirkungen klein zu halten.

    hier ein Link zu Colanas gesammelten Cotisonbeiträgen/Links hier aus dem Forum
    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=24413
    da findest du noch viele Infos und Erfahrungen.
    lg Sanchen
     
  3. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hallo Simone,

    eine Dosis von 7,5 mg Cortison liegt auf jeden Fall über der sog. Cushingdosis.
    Meine Ärzte haben zwar unterschiedliche Auffassungen wie hoch diese ist (4-5mg also geh mal von 5mg aus), aber es ist so, dass eben oberhalb dieser Dosis die Nebenwirkungen wie z.B. Gewichtszunahme, Mondgesicht, Stiernacken, dünne Haut usw. auftreten können.
    Von vorn herein eine Gabe über einen Zeitraum von 1 Jahr zu bestimmen halte ich aber für fragwürdig.
    Zunächst einmal muss doch mal gecheckt werden, ob 7,5 mg überhaupt ausreichend sind und dann muss man weitersehen, ob man reduzieren kann (vorsichtig natürlich) oder ob man erhöhen muss (was natürlich auch sein kann).
    Also würde ich Deiner Geschichte zufolge nochmals hinterfragen. Alles mit Cortison zu regulieren ist so oder so schlecht. Es ist zwar ein sehr gutes Mittel, um schnell aus einer Entzündungssituation zu kommen, aber eben auch kein Allheilmittel.

    Welche Art einer rheumatischen Erkrankung hast Du denn überhaupt?
    Was nimmst Du denn an Basismedikamenten?

    Vielleicht würden mehr Infos zu Deiner Person und Deiner Situation helfen hier mehr Meinungen zu bekommen.:D

    Dir alles Gute und lass mal von Dir hören wie es bei Dir weitergeht.

    LG
     
  4. Simone79

    Simone79 Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,
    vielen Dank für Eure Antworten. Also ich soll das Cortison wegen meiner schlimmen Pannikulitis nehmen. Sonst habe ich noch Fibromyalgie und Lipomatosis dolorosa. An Medikamente nehme ich noch Citalopram und Novalgin ein. Ab wann könnten denn diese Langzeitnebenwirkungen eintreten?? Wochen, Monate oder erst nach Jahren??
    LG Simone
     
  5. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hey Simone,
    das ist, wie wir Menschen nun mal sind, sehr individuell.
    Und wie ich weiter oben schrieb, können diese Nebenwirkungen eintreten.
    Das heisst aber gleichzeitig - sie müssen nicht eintreten.;):D
    Das kann Dir niemand im Vorfeld sagen.

    Ich wünsch Dir alles Gute
    LG vom Niederrhein
     
  6. Funkel

    Funkel mal Komet, mal Fixstern

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    Hallo Simone,

    wie andere hier schon geschrieben haben, können diese Nebenwirkungen auftreten. Das heißt nicht, dass sie auftreten müssen. Du könntest auch gar nichts bemerken.
    Ich selbst muss seit seit ca. 30 Jahren immer mal wieder über lange Zeiträume Cortison einnehmen. Z. T. in Erhaltungsdosen, also 3 - 10 mg/Tag, mal auch monatelang wg. meinem Asthma 25 mg/Tag.
    An Nebenwirkungen bemerke ich: verstärktes Schwitzen, Gewichtszunahme einerseits durch arge Hungerattacken (ich meine keinen Appetit, sondern richtigen Hunger), andererseits durch Wassereinlagerung im Bindegewebe und einen gestörten Schlafrythmus. D. h., ich schlafe max. 5 Std. am Stück und finde nur sehr schwer ins Bett.
    Mein Gesicht und der Oberbauch sind durch das eingelagerte Wasser zwar ein bisschen angeschwollen, ein ausgeprägtes Cushing-Syndrom habe ich allerdings nicht entwickelt. Das stört mich zwar optisch, aber vor Schmerzen wg. des Rheumas und Atemnot nicht laufen zu können ist noch sehr viel schlimmer.
    Eine "phantastische" Nebenwirkung ist meine makellose Haut. Keine Pickel, keine Unreinheiten, sie ist (mit Ausnahme der Schuppenflechte an Händen und Füßen) zart, samtig und babyweich :D
    Meine Knochendichte, die bei einer Cortisoneinnahme über Jahre hinweg abnehmen kann, ist optimal im grünen Bereich, auch ohne Kalzium und Vitamin D.

    Wie gesagt, das sind alles meine ganz individuellen Nebenwirkungen und meine Cortisondosierung ist schon sehr lang andauernd und ziemlich hoch.
    Eine Freundin, die immer mal wieder kurzfristig Cortison einnehmen muss, nimmt dann immer ein paar Pfund zu und schläft kurz und nicht besonders gut. Diese Nebenwirkungen treten praktisch sofort auf und verschwinden nach dem Absetzen des Cortis sofort wieder (auch die Pfunde purzeln innerhalb von 10 Tagen).
    Ein anderer Freund, auch mit kurzfristigen Dosen Corti, bemerkt nichts. Gar nichts. Außer der positiven Wirkung natürlich.

    Ich drück dir die Daumen, dass es dir hilft und dich nicht zu sehr belastet.
    Funkel
     
  7. meikel

    meikel Registrierter Benutzer

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    Hallo Simone,

    die Nebenwirkungen des Cortisons sind in der Tat sehr unterschiedlich. Ich selbst habe cp und psa und nehme seit 6 Jahren Decortin in unterschiedlich hohen Dosen, es wechselt zwischen 10, 7,5 und 5 mg. Bei mir treten kaum Nebenwirkungen auf, ich habe extrem dünne Haut bekomme, das merke ich beim Abwaschen oder Duschen ziemlich extrem. Ansonsten kann ich keinerlei Veränderungen feststellen, außer ab und zu mal bei 10 mg extreme Hungerattacken und dann leichte Gewichtszunahme.

    Jeder Mensch ist anders und reagiert anders auf das Predni, ich hatte auch große Panik davor aber im Vordergrund steht einfach auch die Wirkung des Medikaments und die ist nun mal ziemlich gut...

    Ich wünsche Dir alles Liebe!

    LG meikel
     
  8. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo Simone,
    wie bereits geschrieben, sind mögliche Nebenwirkungen bei jedem verschieden. Eine ebensolche Bimsenweisheit ist, dass der Einsatz von Cortison sorgfältig abgewogen werden muss, eben weil es in den gesamten Hormonhaushalt eingreift und gravierende Nebenwirkungen haben kann, nicht muss.
    Ich möchte eine bisher noch nicht angesprochene mögliche Nebenwirkung beschreiben, die ich manchmal bei Corti-Einnahme habe, längerfristiger als 3 Monate. Mein Menstruationszyklus gerät dann durcheinander, sowohl vollständiges Ausbleiben als auch Dauerblutungen oder gar kurzfristige so intensiv wie nach einer Entbindung. Es muss dann, wie bei jeder gravierenden nebenwirkung, abgewogen werden, ob die Cortisondosis in der Höhe weiter genommen werden sollte oder nicht sogar komplett ausgeschlichen werden sollte.
    Ich möchte Dir keine Angst machen, Dir lediglich eine unangenehme mögliche Nebenwirkung schildern, deren Ursache mir erst meine Gynäkologin erklärte.

    Tipp: Ist eine tägliche Corti-Dosis, höher als 7,5 mg / Tag nötig, zahlt die Krankenkasse das für die Knochendichte empfohlene Calzium plus Vitamin D, es sollte dann hochdosiert, ca 1250 mg / Tag, eingenommen werden. Ich hoffe nicht, dass es dies Jahr gestrichen wurde. Zumindest gab es die Regelung noch 2007, und nicht alle Ärzte wußten darüber Bescheid, ich erfuhr es auch erst hier in einem Beitrag.

    Ich wünsche Dir, dass Du die für Dich notwendige Corti-Dosis gut verträgst und Deine Beschwerden erfolgreich eingedämmt werden.

    Liebe Grüße
    Erika
     
  9. adina

    adina Mitglied

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    Hallo Simone,

    seit ca. 13 Jahren gehört das Cortison in Dosen zwischen 5 bis 100 mg zu meiner täglichen Medikation.
    Die "normale" Erhaltungsdosis aber liegt im Schnitt auch bei 7,5 mg täglich.
    Wie bei anderen Sachen auch, kann man es nicht verallgemeinern.
    Der Eine verträgt die Dosis noch sehr gut , Andere können schon Nebenwirkungen darunter entwickeln, dazu hast du nun ja auch schon viele Tips bekommen...
    Man freut sich zwar über jedes Milligramm weniger, was man einsparen kann, doch auf biegen und brechen "fordert" mein Körper seine 7,5 mg.
    Um ihn etwas auszutricksen, nehme ich täglich im Wechsel 5 und 10 mg ein, das ergibt dann zwar auch den Durchschnittswert von 7,5 mg, aber so werden Nebenwirkungen eher unterdrückt .
    Eine Osteoporose hatte ich bereits vor der Einnahme, Cushing-Sympthome zeigen sich bei mir auch nur bei längerfristigen höheren Dosierungen und gewichtsmäßig, kämpfe ich seit Jahren gegen Untergewicht. Die lästigen Schwitzatacken und Schweißausbrüche waren ebenfalls bereits vor dem Cortison meine ewigen Begleiter ..., wie du siehst, profitiere ich persönlich auch nur von den guten Seiten.

    Zu Beginn macht man sich schon so seine Gedanken, das ist ganz natürlich und ja auch richtig so, schließlich sind das ja auch keine Pfefferminzbonbonbons:o. Doch wirst Du bald feststellen, wenn es Dir damit bald besser gehen sollte, wird die Angst über ev. NW. bald in den Hintergrund treten.
    Für viele Ärzte ist diese Dosis auch noch im Toleranzbereich ... und es kann ja auch sein, daß Du im laufe der Zeit doch mit einigen Milligramm weniger auskommst...

    Viel Glück, adina:)

    @Erika, ich habe auch in diesem Jahr ohne Probleme mein Rezept für das Calcium bekommen ...

    ... nun muß ich doch noch schnell etwas wichtiges anhängen. ..., ohne Dir Angst zu machen wollen ...
    Bestehe darauf , daß Deine Blutzuckerwerte regelmäßig kontrolliert werden. Cortison kann leider auch den Zuckerhaushalt durcheinander bringen und u.U. ( aber meistens erst bei höheren Dosen) einen "cortisoninduzierten Diabetes" verursachen. Dieser verschwindet nach dem Ausschleichen in den allermeisten Fällen zwar wieder, kann aber bei vorbelasteten Personen, doch schon mal den Stein ins Rollen bringen. Ist Dein Arzt aber Gewissenhaft, wird er von selbst darauf achten.
     
    #9 18. März 2008
    Zuletzt bearbeitet: 18. März 2008
  10. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo Adina,
    danke für Deinen Tipp, aber Du hast Recht, mein Arzt ist gewissenhaft und überprüft einen möglichen Diabetes gewissenhaft. Auch zu Zeiten, wenn ich kein Corti nehme, aber andere ungewöhnliche Erscheinungen (z.B. täglich 6 l trinken), die daran denken lassen können, da beim Glukosetoleranztest herauskam, dass ich die Neigung zum Diabetes habe. Es muss nicht, aber es kann auftreten. Ginge es nach meinen Laborwerten, wäre ich ein junges quicklebendiges, supergesundes Mädchen und keine 51jährige Frau die CP und Fibro hat, neben anderen Wehwehchen.
    Liebe Grüße
    Erika
     
  11. Simone79

    Simone79 Neues Mitglied

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    Hallo Zusammen,
    vielen lieben Dank für eure Ratschläge!! Ich habe da nochmal eine Frage zu Osteoporose und Knochenschwund. Wenn man diese Dinge tatsächlich unter Einnahme von Cortison bekommt und man anschließend es wieder absetzt, gehen sie Erkrankungen dann wieder weg oder bleibt das dann sozusagen als Langzeitschädigung??
    LG Simone
     
  12. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo Simone,
    meines Wissens nach verschwindet keine Osteoporose. Man kann durch bestimmte Medis den Verlauf verlangsamen oder gar stoppen, aber von einem Rückgang habe ich noch nie gehört.
    Was sinnvoll erscheint, ist eine Knochendichtemessung bevor Du mit der Corti-Einnahme beginnst, und zwar um einen Vergleichswert zu haben. Diese Messung mußt Du selber bezahlen, liegt so bei ca. 40,00 Euro. Ist einmal eine Osteoporose festgestellt oder sind unerkläre Spontanknochenbrüche aufgetreten, zahlt die Kasse die Kosten.
    Hier wurde dazu bereits geschrieben, mit der Suchen-Funktion müßtest Du noch mehr Infos zur Osteoporose finden.

    Ich wünsche Dir, dass Dir das Corti hilft, Du es nur so niedrig und auch kurzfristig wie möglich einnehmen mußt. Und dass Du keine Nebenwirkungen erfährst.
    Liebe Grüße
    Erika

    P.S.:
    Ich bin mal auf die Suche gegangen und stelle Dir den Thread rein, der m. E. die wichtigsten Infos vereint.
    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=30925&highlight=Knochendichtemessung
     
    #12 21. März 2008
    Zuletzt bearbeitet: 21. März 2008
  13. adina

    adina Mitglied

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    Hallo Simone,

    da schließe ich mich Erika eigentlich soweit an.

    Eine Knochendichtemessung sollte eigentlich grundsätzlich vor oder zu Beginn einer (geplanten) Langzeiteinnahme gemacht werden.
    Kalzium +Vitamin D3, so viel Bewegung, wie es Dir gesundheitlich möglich ist ( hier eignet sich z.B. Schwimmen oder allgemein Bewegung im Wasser)
    hervorragend, dürften eigentlich bei einer Erhaltungsdosis von 10 mg Corti einen guten Schutz bieten.

    Hallo Erika, die Kassen zahlen eine Messung erst dann, wenn ein (osteoporosebedingter) Bruch aufgetreten ist, nur die Diagnose: Osteoporose reicht leider nicht:(. Die Medikamente dagegen werden anstandslos übernommen.
    ... da haben wir wohl so einiges gemeinsam ...:o

    Alles Liebe, adina
     
  14. Simone79

    Simone79 Neues Mitglied

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    Hallo Zusammen,
    und wie sieht es bei Muskelschwund aus?? Das würde aber doch nach Beendigung der Cortisoneinnahme doch wieder verschwinden?? Oder?? Zumindest hat mir das jemand mal gesagt!
    LG Simone