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L-carnitin

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von fibro, 18. Oktober 2004.

  1. fibro

    fibro Guest

    Hallo ich begrüsse alle recht herzlich!
    Bin seid letzter Woche durch Zufall auf diese Seite gelandet. Da es mir nicht besonders gut ging, habe ich, nachdem ich eine zeitlang stille Mitleserin war wieder neue hoffnung in mir gespürt!
    Vieleicht hat jemand mit L-Carnitin erfahrung?
    Möchte meine ständige Müdigkeit und Erschöpfungen so halbwegs in den Griff bekommen. Mir wird gleich alles zuviel und dann kommt noch das feuchte, naßkalte Wetter hinzu-einfach schrecklich!

    Würde mich sehr über eure Hilfestellungen freuen!
     
  2. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    hallo fibro,

    erst einmal: HERZLICH WILLKOMMEN bei R-O.
    Zu Deiner Frage zu L-Carnitin kann ich persönlich zwar nichts sagen, ich habe aber den folgenden Text im Netz gefunden:Sporternährung: Was ist dran an Eiweißpulver, L-Carnitin und Co?

    L-Carnitin, Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße: Nahrungsergänzungsmittel haben Hochkonjunktur. Die Pülverchen, Getränke und Tabletten werden von Werbung und Fitnesspäpsten als essenziell notwendig angepriesen, dem Sportler im Fitnessstudio und im Internet zu teils horrenden Preisen angeboten. Doch was ist dran an den Stoffen, die eine vermeintliche Unterversorgung gezielt verhindern oder Leistung und Fettverbrennung steigern sollen? Fest steht: Wissenschaftlich belegt sind die versprochenen Wirkungen für den Freizeitsportler kaum.

    Angeblich stichhaltige Gründe für L-Carnitin und Co finden Hersteller und Befürworter jedoch zuhauf. L-Carnitin zum Beispiel soll die Fettverbrennung steigern. Der Stoff wird auch natürlich im Körper gebildet und sogt dafür, dass Fette in die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle, gelangen, wo sie verbrannt werden. Frei nach dem Motto "viel hilft viel" soll L-Carnitin also helfen, lästiges Fett loszuwerden. Thema Antioxidantien: Bei körperlicher Belastung entstehen vermehrt so genannte freie Radikale, die den Körperzellen schaden können. Da Antioxidantien wie die Vitamine A, C und E freie Radikale abfangen können, werden sie häufig als Nahrungsergänzungen für Sportler angepriesen.

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält jedoch nicht viel von derartigen Pülverchen und Tabletten. "Bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährung bekommt der Körper alles, was er braucht", sagt Isabelle Keller von der DGE. Grundsätzlich gelten für den Sportler die Prinzipien einer vollwertigen Ernährung: Eine fettarme, abwechslungsreiche Kost mit einem hohen Anteil komplexer Kohlenhydrate und reichlich Gemüse und Obst tut es auch. Probleme können allerdings bei einem plötzlichen Wechsel in der Aktivität auftreten, bei kurzzeitigen Belastungen wie zum Beispiel einer Woche Skiurlaub, warnt Klaus Völker, Professor für Sportwissenschaft an der Universität Münster. Der Organismus kann diese Zusatzanstrengung nicht ad hoc ausgleichen. Das mit Antioxitantien und Mineralstoffen wie zum Beispiel Magnesium abzupuffern, sei durchaus sinnvoll. Für Sportler, die regelmäßig ihr Programm absolvieren – etwa zweimal pro Woche Joggen – machen solche Produkte dagegen wenig Sinn, sagt Völker. Der Körper passt sich an die zusätzliche Belastung an, lernt zum Beispiel, freie Radikale abzufangen.

    Wenig empfehlenswert ist laut wissenschaftlicher Studien auch die Einnahme von L-Carnitin. In keiner einzigen fundierten Untersuchung konnte die Wirksamkeit des Stoffes nachgewiesen werden. Zwar ist seine Rolle in der Fettverbrennung unumstritten, doch wird L-Carnitin bei seiner Aufgabe kaum verbraucht und kann wiederverwertet werden. Wenn nicht gerade eine Mangelsituation vorliegt, bringt ein Mehr an L-Caritin keinen Effekt. Dass ein Mangel entsteht, ist allerdings extrem unwahrscheinlich. Höchstens Veganer, die den Verzehr jeglicher tierischer Produkte ablehnen, könnten laut Experten zu wenig L-Carnitin zu sich nehmen.

    Auch Eiweiß-Produkte braucht der Breitensportler mit Sicherheit nicht. "Unsere übliche Ernährung deckt auch den Eiweißbedarf von Sportlern ab", heißt es in einem Bericht des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg. Die durchschnittliche deutsche Mischkost enthalte mit 100 Gramm pro Tag mehr als genug Proteine. "Das reicht sogar für intensivsten Sport – zum Beispiel, um hundert Kilometer in einer Woche zu laufen", meint Privatdozent Frank Döring vom Institut für Ernährungswissenschaften an der Technischen Universität München. Insgesamt sieht der Ernährungswissenschaftler kaum Bedarf für teure Nahrungsergänzungsmittel. Mit einem Vitaminmangel sei unter der deutschen Bevölkerung kaum zu rechnen. "Wir waren noch nie so gut durch die ganz normale Ernährung mit Vitaminen versorgt."

    Nur für ganz wenige Stoffe existieren laut Experten deutliche Hinweise für eine Leistungssteigerung. Zum Beispiel für Kreatin. Schnellkraftsportlern wie beispielsweise Sprintern erlaubt die Substanz tatsächlich ein intensiveres Training und steigert damit die Leistung, erklärt Döring. Kreatin wird im menschlichen Körper mit einer Phosphatgruppe zu Kreatinphosphat zusammengesetzt. Diese Verbindung ist eine wichtige Energiequelle und ermöglicht eine kurzzeitige intensive Muskelarbeit. Doch Nebenwirkungen wie etwa Gewichtszunahme sind nicht ausgeschlossen, und Langzeitstudien gibt es bislang nicht. Mit ganz normaler Ernährung kommt der Freizeitsportler gut über die Runden. Er muss sich keine Sorgen um seinen Körper machen und zu überteuerten Mitteln greifen. Und anstatt Isotonischer Durstlöscher tut es immer noch die gute alte Apfelsaftschorle.

    ddp/bdw - Cornelia Pfaff
     
  3. jianna67

    jianna67 Guest

    Willkommen

    Hallo fibro,

    willkommen bei R-O !:)
    Schön,das du den Weg hierher gefunden hast.
    Leider kann ich dir bei deiner Frage nicht weiter helfen, das einzige was ich kann ich dir Mut zusprechen und dich willkommen heissen.
    Ich habe Fibromyalgie und leide auch unter der immerwärenden Müdigkeit.
    Egal wann und wo mir fallen die Augen zu.
    Welche Medikamente bekommst du? Bekommst du Bextra? Bextra löste eine unbändige Müdigkeit aus,das war bei mir zumindest so.Ich halte mich wach in dem ich taurinhaltige Bonbons ohne Zuckerzusatz lutsche,das klappt ganz gut.

    Ich hoffe es geht dir bald besser .liebe Grüße
    jianna67
     
  4. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Ja im Prinzip kann man sagen, daß eine Zufuhr von L-Carnitin nicht notwendig ist, da über die Nahrungsaufnahme und im Körper genügend davon vorhanden ist. Zusätzliche Gaben werden eh nicht vollständig absorbiert, erreichen also die Körperzellen garnicht erst.
    Man kann zum Beispiel auch einfach mal Hammelfleisch essen, da sind hohe Anteile von L-Carnitin drin, essen muß man eh und so ists preiswerter.
    Betreffs der Müdigkeit und Abgespanntheit würde ich eher auf "Ablenkung" gehen oder auch mal mit dem Arzt drüber reden, da auch verschiedene Medikamente diesen Effekt hervorrufen.
    Es kann hilfreich sein einfach mal eine Pause einzulegen oder gemütlich einen Kaffee zu trinken und ein gutes Buch lesen. Wenn man versucht etwas zu "Bewerkstelligen", was man aufgrund fehlendem Kraftvolumens eh nicht schafft, bekommt man schneller Probleme.
    Auf jeden Fall sollte man versuchen alles so einzurichten, daß nicht das Gefühl "jetzt hast Du wieder nichts geschafft" zu oft dominiert.
    Im Gegenteil kann man davon ausgehen, daß krankheitsbedingt bestimmte (auch einfache) Tagesaufgaben zu leisten schon etwas darstellt und auch so gewertet werden sollte.
    Wir können uns nicht (zumindest zeitweise) mit Gesunden messen - obwohl die ja auch oft müde und abgespannt sind. Aber es ist sicherlich schwer einen vernünftigen Kompromiß zu finden.
    Vielleicht hilft auch die Erfahrung einer Selbsthilfegruppe.
    Ich wünsch alles Gute "merre"