Hallo Venus,
ich lese gerade, dass wir der gleiche Jahrgang sind.
Ich habe schon lange Fibro und es ging auch immer nur bergab, bis ich vor etwa 5 Jahren auf Dr. Weiss in Mannheim gestoßen bin.
Vielleicht hast du von ihm schon Bücher gelesen.
Ich habe von ihm die Bücher "Kursbuch Fibromyalgie" und die "Das 12 Wochen Programm bei Fibro" mit DVD (Gymnastik und Dehnübungen bei Fibro)
Ich habe mich an das Programm gemacht, vieles ausprobiert und durchgehalten.
Schon nach einigen Tagen ging es mir erheblich besser.
In den letzten Jahren habe ich sehr hart an mir gearbeitet. Ich habe das Schwimmen für mich entdeckt und fahre jede Woche extra in eine andere Stadt (40 km) weil
wir kein Schwimmbad mit 30 Grad Wassertemperatur haben. Mein Pensum habe ich sehr langsam von 5 Minuten auf 40 Minuten gesteigert. Das Bad hat ein
Solebecken, was ich anfangs viel genutzt habe.
Wir haben uns vor 3 Jahren einen kleinen Hund angeschafft und ich gehe jeden Tag spazieren. Mittlerweile kann ich auch mal 60 Minuten spazieren, aber meistens gehe ich morgens 30 bis 40 Minuten (je nachdem wen man so trifft

).... das habe ich auch langsam gesteigert, vor allem das Tempo.
Die Gymnastik von der DVD mache ich immer noch 2 - 3 x pro Woche, ich habe sie erweitert mit Übungen aus dem Yoga, Pilates und Feldenkreis. Auch da habe ich mit wenig angefangen und habe mich extrem langsam gesteigert.
Die ersten Jahre bin ich in Kurse gegangen, aber das war immer zuviel für mich. Ich muß bei allem meine eigene Dosis finden und vor allem muß ich mich jeden Tag ausgiebig dehnen (2 Minuten jede Dehnung halten).
Letzte Woche habe ich mir ein neues EBike gekauft, weil ich eine Sportart mehr machen will. Mein erstes Ziel ist eine Radtour pro Woche.
Ich fahre jetzt erstmal nur kurze Strecken und mache Pausen und nutze die Unterstützung viel.
In dem Thread "Elektrolyte bei Muskelschmerzen" erläutere ich den Einsatz von Elektrolyten bei Belastung. Das ist mir eine große Hilfe gegen die Muskelschmerzen.
Außerdem mehme ich Aminosäuren gegen die Morgensteifigkeit und hege und pflege mich so gut es geht. Gehe regelmäßig zur Massage mit Heißluft ,Osteopathie und Heilpraktiker.
Ich mache viel Schönes... vor ein paar Monaten habe ich mich bei der Musikschule angemeldet und spiele endlich wieder Altflöte.
Ich habe seit letztem Jahr eine Wärmekabine für die naßkalte Jahreszeit.
Es ist immer wieder ein Lernprozeß, wo meine Grenzen sind. Ich versuche so gut es geht meine Aufgaben aufzuteilen. Das geht insbesondere bei der Versorgung meiner Mutter nicht immer ohne Rückschläge. Zum Glück habe ich einen sehr tollen Ehemann, der mich super unterstützt und viel im Haushalt macht.
Mittlerweile kann ich auch wieder einiges machen.
Ich kann mittlereile gut einfach alles liegenlassen und nichts tun. Meine Ruhestunden sind mir heilig.
An Medikamenten nehme ich nur bei Bedarf Ibuprofen, das kommt etwa 4x im Monat vor. Ich war vor ein paar Jahren in einer Schmerzklinik. Das hat mich gelehrt, mit Schmerzmitteln verantwortungsvoll umzugehen. Allerdings vertrage ich die meisten Medikamente eh nicht.
Ich wünsche dir, dass du deinen Weg doch noch findest.
LG